So viele Waagen….

Tag 9

Gewicht: 94 Kg, Halleluja! (Ja ich hab gesagt, ich mach das jetzt nur noch wöchentlich, aber nach 8 Tagen hat sich der Zeiger endlich mal entschieden sich links der 95 Kg zu präsentieren. (jaaa ist nur Wasser… weiß ich auch. Aber nach Wasser kommt Fett! ;))) ))

Freunde mein Kopf raucht! Hab seit gestern eine neue – die erste, wenn mans genau nimmt – Ernährungs-Lektüre. (Die Autorin folgt mir sogar (viele Grüße, falls Sie das lesen 😉 ))

Ich hab das Buch jetzt zu nem Fünftel durch, und bin irgendwie komplett durcheinander. Es geht um die ganzen (falschen) Ernährungsweisheiten – Fettlogig von der Autorin genannt – und dass viele wissenschaftliche Studien auf die (ebenso meist falsche) Selbsteinschätzung der Befragten beruhen. Außerdem geht es um die Kalorienzufuhr beim Grundumsatz. Jeder Mensch hat einen Grundumsatz von Kalorien, die er pro Tag verbraucht, einfach nur für den allgemeinen Stoffwechsel und zusätzlich ja noch individuell für Aktivitäten (Treppen steigen, Sport treiben, tanzen… Bewegung halt). Bei einer geringeren Kalorienzufuhr als der Grundumsatz sollte sich also eine Gewichtsreduktion einstellen. Soweit so bekannt… Neu für mich ist, dass wenn man dran bleibt, sich ausgewogen mit allen wichtigen Nährstoffen ernährt, sollte der Jojoeffekt ausbleiben, auch wenn man nach Ankommen des Zielgewichts wieder seinen Grundumsatz verzehrt. War das jetzt zu wirr??

Mein Grundumsatz liegt bei 1606 Kcal pro Tag. Soviel Kalorien verbraucht mein Stoffwechsel einfach nur, um mich am Leben zu erhalten. Muskel- und Fettgewebe muss eben versorgt werden. Durch Sport erhöht sich dann folglich der Kalorienverbrauch. Um abzunehmen muss ich also weniger Kalorien zu mir nehmen, als mein Stoffwechsel verarbeitet.

Ja es klingt alles total einleuchtend. Aber klangen andere Ratgeber auch. Ich hab grad mein gesamtes Frühstück gewogen und errechnet und hab ganz reuig den Käse wieder in den Kühlschrank gelegt…20150521_104245

Dieses – bieder angerichtete ^^- Frühstück hier besteht aus 100 g Vollkornbrot, 100 g Joghurt, 100 g Tomate, 100 g Gurke, 15 ml Milch (und kalorienloser Kaffee). Laut Kalorienrechner sind das bereits 308 Kcal. Das lasse ich mir übrigens grad während ich tippe schmecken. 😀 Sagen wir mal, ich möchte pro Tag nur noch 1000 Kcal zu mir nehmen, dann habe ich also nur noch 692 Kcal übrig. Das ist wirklich nicht viel, deshalb hab ich die 100 kcal Käsescheibe wieder weggepackt… da ess ich lieber nachher ne Nudel mehr.

Ich stell mir das so anstrengend vor, jeden Tag alles zu wiegen und auszurechnen. Klar irgendwann weiß ich, wieviel Kalorien 2 Scheiben Brot haben, aber TROTZDEM… ^^ ich hab so Angst vor dem bösen Jojo, auch wenn gesagt wird, der ist Quatsch. Wie kann der Quatsch sein, wenn ich nachdem ich abgenommen habe und dann wieder zugenommen habe immer mehr wog… Ich hab grad soviele Thesen und Theorien im Kopf. Zum Beispiel, dass sich der Grundumsatz nach ner Diät eben auch verringert. Irgendwie sowas. Bitte korrigiert mich…

Aber ich hab offensichtlich ja schon mit dem Zählen angefangen… ich probier alles… Ich mach ne schöne Kombi zusammen mit der Chrononutrition! Mal schauen, wie lange ich das durchhalte…. ahhh… Außerdem hab ich das Buch wie gesagt erst zu nem Fünftel durch. Vielleicht werden Unsicherheiten meinerseits noch genommen, evtl habe ich auch den Inhalt nicht korrekt wiedergegeben. Ich hab jetzt wiedergegeben, was bei mir hängen geblieben ist und für mich relevant erschien!

Ich knabber jetzt erstmal weiter an der Gurke und geh danach zum Sport (war jetzt 2 Tage hintereinander nicht. uiuiuiiui…)

Ich grüße alle, die mich kennen!

Nachtrag: Ich habe gerade mit einem anderen Grundumsatzrechner gerechnet. Ergebnis: 1165 Kcal. Wie kann das sein? Die Formel dürfte doch gar nicht variieren? Ich forsche mal weiter…

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5 Gedanken zu “So viele Waagen….

  1. Hallo Katinka,
    entweder steht in dem Buch Müll oder du hast etwas falsch verstanden. Den Grundumsatz – also die Kalorienmenge, die der Körper benötigt, um die Grundfunktionen aufrecht zu erhalten, darfst du keinesfalls unterschreiten. Ansonsten schaltet sich dein Stoffwechsel auf Notzeiten-Modus um und im Zweifelsfalls nimmst du sogar trotz Diät zu.
    Was du unterschreiten solltest ist der Gesamtumsatz. Das ist der Grundumsatz plus die verbrauchten Kalorien (durch Arbeit, Sport usw.).
    Wenn du – wie ich vermute – einen Grundumsatz von 1.165 Kalorien und einen Gesamtumsatz von 1.606 Kalorien hast, sollte deine tägliche Kalorienaufnahme standardmäßig irgendwo dazwischen liegen.
    Wenn du nun natürlich an einem Tag besonders viel Sport machst oder schwere körperliche Arbeiten zu verrichten hast, erhöht sich logischerweise auch dein Spielraum nach oben.
    Ich weiß nicht, ob du dir die Kalorien von Hand addierst oder ob du irgendwelche Foren, Apps etc. benutzt. Gute Erfahrungen habe ich mit fddb.info gemacht. Da sind die meisten gängigen Lebensmittel hinterlegt und man muss nur noch die gegessene Menge eingeben.
    Außerdem gibts hunderte von Aktivitäten, die man in die Berechnung einfließen lassen kann.
    Damit habe ich eigentlich immer einen ganz guten Überblick, zumal es auch eine App für unterwegs gibt.

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    1. huuu… das ist ja mal ein Text. Ich bin froh, dass es Mensch wie Dich gibt, die sich ernsthaft Sorgen machen und helfen wollen. Ich danke dir! Ich bin grad dabei einen neuen Blogeintrag zu schreiben, der vielleicht noch etwas mehr erklärt, als ich es bis hierhin getan habe.. Aber ich antworte erst Dir. Ich bin jetzt bei einem Drittel des Buches angelangt und ich muss sagen, ich stimme ihm immer mehr zu, wenn nicht sogar schon zu 100 % Es bestätigt eins zu eins meine Erfahrungen mit dem Abnehmen und ich hab echt schon einiges hinter mir. Auch der Hungermodus wurde bereits erwähnt. Der Hungermodus stellt sich ein bei Leuten mit lebensbedrohlichem Untergewicht, wie Menschen in Kriegsgebieten oder Magersüchtigen. Dazu gehör ich mit 30 Kg Übergewicht einfach mal nicht. Wenn ich wollte, könnte ich also eine ganze Weile ohne Essen überleben. Wichtig zu wissen ist nur, dass die Fettreserven nicht wichtige Nährstoffe wie Protein, Vitamine und co bereithalten. Die muss ich mir also bewusst zuführen. Das mit dem Grundumsatz und Tagesumsatz hab ich auch verstanden, aber wahrscheinlich blöd dargestellt. Ich protokolliere hier einfach in Echtzeit, was mir grad im Kopf rumschwirrt. Außerdem habe ich nachträglich weitergeforscht und die Korrektur käme also gleich. Da du scheinbar so große Zweifel am gesunden Erfolg dieser Geschichte hast, wollte ich auch noch auf die Autorin eingehen. Sie hat einen ernährungswissenschaftlichen Abschluss, ein Psychologiestudium mit Diplomarbeit über Diäten und eine Ausbildung in Verhaltenstherapie. Sie ist 175 cm groß und wog irgendwann 150 Kg, trotz ihrer Ausbildung. So begann sie Bücher zu wälzen und Studien zu hinterfragen und und und… nach ungefähr einem Jahr ist sie nun auf einem Idealgewicht von 63 Kg angekommen und hält es seitdem, indem sie einfach 1900 Kcal täglich zu sich nimmt. (Ich hoffe, ich habe alles korrekt wiedergegeben.) Zum Errechnen der Kalorien benutze ich den Kalorienrechner von Lebensmittellexikon.de . Hast du damit Erfahrungen gemacht? Der erschien mir sehr übersichtlich. Ich schau auch mal deine Empfehlung an. Viele Grüße, Katinka

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  2. Hallo Katinka,

    ich bin einfach bei allen sog. „Ernährungs- und Abnehmexperten“ skeptisch. Da gibt es wirklich zu viele Scharlatane. Mag sein, dass die hier anders ist, wobei sie bei 1900 Kalorien jeden Tag schon einiges an Sport machen müsste.
    Das Problem der meisten Diäten und Abnehmprogrammen ist ja sowieso, dass sie sicher dann gut funktionieren, wenn man den ganzen Tag nichts anderes zu tun hat, als sich mit seiner Ernährung oder dem Sport zu beschäftigen. Für normale Menschen ist das eher unpraktikabel.
    Ich bin aber schon sehr auf deine neuen Erkenntnisse gespannt. Letztendlich hab ich meine Kilos ja auch mehr oder weniger durch Recherche und Ausprobieren verloren.

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    1. Das kann ich gut verstehen. Aber irgendwo muss doch mal Wahrheit drinstehen, meinst Du nicht auch? Ich habe zum ersten Mal das Gefühl, dass mir hier die blanke Wahrheit vermittelt wird. Ich bin nicht naiv genug, alles unhinterfragt zu schlucken, aber bisher bin ich überwältigt von den vielen Informationen, die ich bekomme, wovon ich wirklich nichts abstreiten kann und alles bisher uneingeschränkt abnicken musste.
      Habe ich mit den 1900 Kcal etwa wieder Mist erzählt?? Meine Herren… ich weiß es grad nicht, Sport macht sie auf jeden Fall. Fakt ist, sie hält ihr Gewicht durch genaue Kalorienzufuhr, die sie auch wieder verbraucht…. Zufrieden? 😉

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    2. Hi ihr zwei, ich war die Tage ziemlich beschäftigt, aher habe ich das gerade erst gelesen 🙂

      Ich bin die besagte Autorin. Der ernährungswissenschaftliche Abschluss klingt immer etwa hochtrabend, es waren 3 Jahre ernährungswissenschaftliches Gymnasium, die die Grunlegen vermittelt haben.

      Ich esse zur Zeit übrigens zwischen 2500-3000 Kalorien bei 1-2 Stunden Sport pro Tag. An inaktiven Tagen sind es etwa 1900, was meinem erechneten Bedarf entspricht. Offenbar überschreite ich den dank etwas höherer Muskelmasse wohl, da ich bei vermeintlich ausgeglichener Kalorienbilanz nun plötzlich doch weiter abnehme. Der Stoffwechsel ist also definitiv nicht kaputt 😉

      Was Bellakatinka erklärt hat ist das, was so im Buch steht (du hast es richtig verstanden). Es gibt keinen „Hungerstoffwechsel“ wenn man ausreichend Fettreserven hat. Ich vertraue da auf die Wissenschaft, aber meine eigene Erfahrung bestätigt es auch. Die 6 Monate auf 500 Kalorien haben zum errechneten Gewichtsverlust geführt und die anschließende Kalorienerhöhung hat nicht dafür gesorgt, dass ich plötzlich zunahm. Und mein Stoffwechsel ist keinesfalls „besonders“ oder eine ganz tolle Ausnahme, sonst wäre ich kaum auf 150kg gekommen 🙂

      fddb nutze ich übrigens auch und finde es gut. Ich sage auch auf keinen Fall, dass eine sehr starke Kalorienreduktion der einzige oder beste Weg ist. Ein kleines Defizit fnktioniert natürlich auch, dauert nur länger. Das wäre in meiner Situation damals nicht der beste Weg gewesen. Für andere mag das ganz anders sein. Aber „der Hungerstoffwechsel!!!“ ist defiitiv kein Argument für oder gegen ein hohes Defizit, sondern ein reiner Mythos, der sich leider hartnäckig hält und besonders für kleinere Frauen das Problem birgt, dass sie unter Druck stehen, gar kein wesentliches Kaloriendefizit essen zu „dürfen“ wenn sie über 1000 oder 1200 Kalorien essen „müssen“.

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