3. Woche kein Zucker

Yippie ab jetzt sogar nur noch 4 Tage und dann darf ich wieder vereinzelt sündigen. Ich hab es leider nicht eher geschafft, den Beitrag zu verfassen.

Es ist und bleibt echt schwer für mich keinen Zucker zu konsumieren. Ich hätte nicht gedacht, dass das nach 3 Wochen immernoch so ist.

Sonntag haben wir meine Schwiegereltern besucht. Ich habe frühzeitig schon Bescheid gegeben, dass ich keinen Zucker esse. Schwiegermama hat dann sogar extra ungezuckerte Hafer-Kekse mit getrockneten Obst und Bananen gebacken. Das habe ich ganz sicher nicht erwartet von ihr! Die haben richtig gut geschmeckt und ich konnte mich nicht stoppen. Mal wieder! Ich kann mich bei Süßem einfach nicht kontrollieren. Die Kekse waren zwar zuckerfrei, ich habe aber trotzdem das Gefühl, dass ich betrogen hab. Ich wollte ja eben keine süßen Sachen essen… das ist so ne Grauzone. War das jetzt also Ok?

Schwiegervater runzelte etwas mit der Stirn wegen des Zuckerfastens und da fiel ihm ein, dass ja Fastenzeit ist und fragte, schon mehr interessiert, ob ich es wegen der Fastenzeit mache… ich deute ja immer gern viel in etwas hinein, werde aber das Gefühl nicht los, dass ich mehr Verständnis und Wohlwollen geerntet hätte, wenn ich es wegen der Fastenzeit gemacht hätte. Ehrlich zu sagen, dass ich ein Problem mit Zucker habe und wenn ich so weitermache irgendwann mehr als nur adipös („du bist doch nicht adipös“, laut BMI schon, „ach!“) Mir vielleicht als Krönung noch ne Diabetis einfange, wird in der Luft weggefegt. Ja ist ja auch ein krasses Szenario, aber nicht ganz unwahrscheinlich bei dem Tempo, mit dem ich voranschritt.

Anderes Thema. Ich habe Obst so langsam für mich entdeckt. Ehrlich gesagt gibt mir Obst irgendwie nichts. Ich esse es und ja es schmeckt auch, aber so richtig zufrieden wie nach einem Stück Kuchen bin ich nicht. Es wird jetzt besser, aber ich seh es tatsächlich eher als schlechten Ersatz. Einzig eine Bananen nach dem Sport war sehr toll. Ist jetzt auch wirklich mein Lieblingsobst und Weintrauben… na super! Die haben natürlich auch wieder den meisten Fruchtzucker… aber immerhin kann ich nach einer Banane stoppen und schieb mir nicht ne ganze Staude besinnungslos hinter. Das ist ja viel Wert!

Was sagt die Wage? Wie schonmal erwähnt gibts da jetzt nicht die mega schnelle Entwicklung. Allerdings passiert das, was ich das letzte Jahr ganz allmählich halb wegschauend beobachtet hab nun wieder in die andere Richtung. Die Zahlen schleichen nach unten. Kaum merklich. Wenn das so langsam nach oben geht ist das ganz tückisch. Man sieht nämlich immer wieder die Gewichtszahl die man kennt und wähnt sich in Sicherheit. Das wird aber von mal zu mal seltener und öfter blitzt dann eine neue Zahl auf, die man auf Wassereinlagerungen oder oder schieben kann. Bei mir pendelte das zwischen seltener 91Kg die sich irgendwann hauptsächlich bei der 92 manifestiert hat, aber mir ständig auch die 93Kg gezeigt hat, bis die 91 gar nicht mehr kam. Mittlerweile kommt die 91 wieder manchmal. Und der Anschlag zur 93 wird seltener. Ich hoffe ihr konntet mir folgen! Der Trend stimmt also und das ist ja die Hauptsache!

Na das wird doch! Abgesehen vom Sport! So richtig den Sport in den Alltag integriert bekomm ich leider noch nicht auf die Reihe. Dafür geh mit meinem 7Kg Paket fast täglich (am WE schone ich den Rücken und der Papa muss ran.) in der Trage spazieren. Den Kinderwagen benutzen wir gar nicht. Das kann ja nicht ganz unsportlich sein, oder?

Ich bleibe dabei: na das wird doch!

2. Woche kein Zucker

Noch eine Woche rum! Juchheißa!

Die 2.Woche fiel mir deutlich leichter, auch wenn vor allem die Wochenden ne Qual sind…

Ich fühl mich irgendwie besser und leichter und weniger massiv, auch wenn die Waage nicht wirklich viel davon zeigt. Ich mach erstmal weiter damit.

Bei uns in der Straße ist eine tolle Patisserie. Die haben natürlich viele verschiedene Törtchen, aber am meisten hat es mir deren Marmorkuchen angetan. Die Schokolade der Marmorierung ist nur leicht eingerührt, so dass man sie, wenn der Kuchen kühl genug ist, knacken spürt beim Draufbeißen… hachja… dieser wunderbare Marmorkuchen. Fast wäre ich gestern schwach geworden. Es war ja Valentinstag. Ein Tag, der mir so wichtig ist wie Rosenmontag. Nämlich gar nicht. Aber Anlass genug doch noch ein Stück Kuchen zu erschleichen? Ach komm! Ist doch ein Feiertag!

Ich bin eisern geblieben und hab ihn auf März vertröstet.

Ansonsten hatte ich gestern ganze 2 Stunde Babyfrei… Ich wollte in der Zeit sporteln. Hab ich aber nicht gemacht. Hab mich einfach nur auf die Couch gesetzt und das Hirn ausgeschaltet… meistens ärgere ich mich ja über verpasste Sport Chancen. Aber diesmal denke ich immernoch, dass es gut so war!

Dafür hab ich es mal unter der Woche am Abend geschafft. Das passt zeitlich meist schlecht und ich muss mich entscheiden, entweder Abendessen oder Sport… denn dann will das Kind ja wieder gestillt und ins Bett gebracht werden und bei uns ist das so, dass ich dann meist nicht nochmal aufstehe. So wie jetzt. Es ist 21 Uhr und ich bin schon komplett fertig im Bett. Natürlich schlaf ich noch nicht. Aber bald… irgendwann muss man sich ja den Schlaf holen.

Durch die aktuelle Lage da draußen verpasst man ja auch gar nichts…

Ansonsten habe ich mich am Samstag auf einen Ausbildungsplatz beworben. Ich bin sehr aufgeregt, ob es klappt. Aber da muss ich noch eine Weile warten. Die Bewerbungsfrist geht bis Ende März…

Das war mal wieder ein Schwank aus meinem Leben.

Mir gehts gut! Ich hoffe, euch auch!

Eure Katinka

1. Woche 2.0

Ich habe nun eine Woche auf Zucker verzichtet. Ich meine damit Kuchen, Eis, Süßigkeiten und so Krams. Auch kein Nutella aufs Brot. Kein/e Saft/Limo/Schorle.

Obst ist Ok. Kohlenhydrate an sich sind auch Ok. Ich mache keine Low Carb Diät.

Das ist für manche Leute vielleicht nichts besonderes. Mir fiel das tatsächlich unendlich schwer. Irgendwas Süßes zwischendrin zu essen fehlt mir doch extremst. Ich hoffe, das wird mit der Zeit einfacher.

Ich freue mich schon sehr auf den März, wenn ich die Geschichte aufweiche und mir ab dann einmal die Woche Leckerlis erlaube.

Bis dahin sind aber noch 3 Wochen zu meistern. Olé!

Sportlich aktiv war ich am Samstag. Da hab ich Ring Fit Adventure auf der Switch „gespielt“. Mein Puls war zwischendrin bei 160 und ich hatte gestern schon einen heftigen Muskelkater. Man besiegt mit Sporteinheiten Monster. Diesmal waren zum teil Squats sehr effektiv… immer und immer wieder. Puls und Muskelkater nehme ich als Indikatoren dafür, dass es was gebracht hat.

Und sonst liege ich oft mit dem Baby auf der Krabbelmatte und nutze die Zeit für kleine Übungen hier und da. Ist natürlich nicht sonderlich effektiv die paar Minuten, aber besser als nichts…

Mein Mann hat auch schon Videos auf Youtube gefunden, bei denen man mit dem Baby trainiert. Vielleicht probiere ich das auch mal aus. 😉

Lasst es euch gut gehen und bleibt gesund!

Eure Katinka 😊

93 Kg… Auweia!

Ich bin dann also wieder mal adipös. Zumindest am Abend. Morgens bin ich lediglich stark übergewichtig.

Das musste natürlich überhaupt nicht sein und ist wahnsinnig unnötig. Erörtert habe ich das schon bei der Zunahme in der Schwangerschaft.

In die Stillzeit habe ich nun all meine Hoffnung gesetzt. Aber Pustekuchen. Mein Verbrauch ist zwar höher als normal, aber ich habe auch viel mehr Hunger. Und ich still den leider hauptsächlich mit süßen Sachen. Im Endeffekt habe ich allein seitdem ich stille nochmal 2 Kg zugenommen.

Jeden Tag muss ein Eis, Schokolade, Kuchen, Kekse oder was adäquates her. Ich lechze förmlich danach.

Ich fühle mich furchtbar und sehe auf den Fotos mit meinem wundervollen Kind zusammen fast immer scheußlich aus. Deshalb habe ich schon aufgehört uns beide zusammen zu fotografieren (zu lassen). Das ist so schade und das möchte ich unbedingt ändern.

Die Kilos müssen also wieder gehen. So lange ich stille, möchte ich kein starkes Kaloriendefizit fahren. Ich verzichte lediglich auf Zucker. Reiner weißer Zucker. Brot, Nudeln und Co sind weiter erlaubt, allerdings weitestgehend Vollkorn.

Ich habe mir vorgenommen das den gesamten Februar über durchzuziehen. Cheatdays gibt’s erst ab März. 1x eine süße Sache pro Woche. Denn den Zuckerverzicht möchte ich gern als Normalität in meinem Alltag etablieren. Und das schaffe ich persönlich nur, wenn ich mich von Ausnahme zu Ausnahme hangel.

Montag war der 1. Februar. Da startete ich bereits. Ich hatte mir das bereits letzte Woche vorgenommen am 1.2. zu beginnen und das auch direkt den 3 Leuten mit denen ich ab und an spazieren gehe gesagt, damit ich das dann auch wirklich durchziehe…

Tatsächlich bin ich guter Dinge, dass allein der Zuckerverzicht schon viel bringt. Ansonsten gehe ich wie jeder Mensch gerade auf der Welt viel Spazieren und mache außerdem noch ein paar Übungen hier und da, wenn es passt.

Das wird schon wieder. Nicht schnell, aber es wird schon! 😉

Eure Katinka

Schwangerschaft und (Über-)Gewicht

Hallo Ihr Lieben,

gestern jährte sich mein WordPress-Dasein (oder Dahinscheiden, wie man es nimmt). 5 Jahre reise ich mit der Ab- und Zunehmbahn.

Ich wollte abnehmen und startete bei einem adipös-wert von 95,5 Kg (bei 175cm Körpergröße). Bis letztes Jahr etwa Frühling war ich richtig erfolgreich. Mit einem Tiefstgewicht von ca 72 Kg. Richtig gut. Aber ich bin ja blöd und lerne nicht aus meinen Fehlern und hab mir ganz schnell wieder was angefressen. Ende des Jahres wog ich schon wieder 80Kg. Einfach mal so 8 Kg zugenommen, weil ich mich null bewegt habe und dabei ordentlich weitergefuttert. Ich könnte mich ja nur ohrfeigen.

Nun bin ich schwanger. Das schon seit Dezember 😉 und seitdem ging das mit der Zunahme weiter. Versteh mich nicht falsch. Ja man nimmt ganz normal in einer Schwangerschaft zu. Das ist mir schon klar. Aber auch da muss ich ja gleich wieder übertreiben.
Die Zunahme sollte sich nach dem Start BMI richten. Untergewichtige sollten also eher so 12-18 Kg in einer Schwangerschaft zunehmen. Normalgewichtige irgendwas um die 11-16 Kg und Übergewichtige (ich) 7-11 Kg insgesamt, am Ende der Schwangerschaft.

Zum Start der Schwangerschaft lag ich also schon im Übergewicht, das heißt 7-11 Kg sind voll OK. Ich bin jetzt in der 25. Schwangerschaftswoche (7.Monat) und bin jetzt schon stolze 90Kg schwer. 10 Kg zugenommen. Ist ja eigentlich noch im Rahmen. Allerdings beginnt JETZT erst die starke Zunahme, jedenfalls bei den meisten Schwangeren, die bis hierhin eher so bei 4 Kg Zunahme rumdümpeln. Maaaaan. Das nervt doch. Wieso krieg ich das einfach nicht auf die Reihe. Ohne Sport bin ich völlig aufgeschmissen.

Lasst mich mal bitte kurz Rumheulen. Da kommen mir jetzt nämlich gleich mehrere Sachen in die Quere:
1) Ausgangssperre: Ob es nun Lockerungen gibt oder nicht, ich fühl mich wahnsinnig unwohl draußen und fühl mich als Schwangere doppelt gefährdet, weil ich vor allem mein kleines Wesen in mir beschützen will. Daher gehe ich fast gar nicht vor die Tür. Sinnvoll oder nicht. Keine Ahnung. Aber lieber faul und dick, als krank auf der Intensivstation.
2) Schwangerschaftswehwehchen. Erst die unendliche Müdigkeit. Als hätte mir jemand mit ’ner Keule auf den Kopf gedonnert. Und das jeden Tag. Am Wochenende habe ich bis 11 Uhr geschlafen. Von 14-16 Uhr Mittagsschlaf gemacht und um 20-21 Uhr war ich wieder im Bett. An Werktagen war ich auf Arbeit und konnte mich natürlich nicht die ganze Zeit irgendwo rumlümmeln, dafür war ich nach der Arbeit einfach tot.
Dann kam endlich das verheißungsvolle 2. Trimester. Der Heiland wo alles fein sein soll und man sich wohl und fit fühlt und Bäume ausreißt und endlich wieder Sport machen kann.
Ich hab dann doch tatsächlich mit Schwangerschaftsyoga begonnen und direkt am nächsten Tag ne Wirbelblockade gehabt. Super. Ich hatte so extreme Schmerzen, dass ich weder stehen oder laufen noch sitzen konnte. Nur liegen ging halbwegs. Das war Ende März da begann der Lockdown. Mein Mann und ich sind beide seitdem im Homeoffice. Gott sei Dank. So konnte mir mein Mann beim Anziehen helfen. Ich hab das alleine wirklich nicht geschafft. Nachdem ich dann beim Orthopäden war und Physio hatte gings mir nach ein paar Wochen wieder besser und mittlerweile ist das ganz weg.
So lange man nie wirklich vor Schmerzen bewegungseingeschränkt war, kann man wohl nie ganz nachvollziehen, wie es Menschen geht, die durch Alter oder Krankheit, das täglich durchmachen. Das wurde mir nochmal bewusst, wie selbstverständlich ich sonst mit meinem Körper umgehe…
3) gehört eigentlich zu Schwangerschafswehwehchen, ich finde aber das verdient nen eigenen Punkt. Der Gott verfluchte Ischias. Alter Schwede. Sobald ich über 30 min spazieren war. Tut mir der so höllisch weh und ich krüppel mich wieder auf dem Sofa rum. Ein Glas vom Couch-Tisch nehmen erscheint mir schon wie ein unüberwindbares Hindernis.

Fazit: ich schließe mich einfach zu Hause ein und bleib den ganzen lieben langen Tag auf dem Sofa liegen.

Jetzt wisst ihr, wie man ganz schnell 10 Kg zunimmt.

Interessanterweiser geht’s mir mit fortschreitendem Gewicht aber immer besser (das hat wohl auch eher was mit fortschreitender Schwangerschaft zu tun.)
Seit ein paar Tagen ist das mit dem Ischias nicht mehr so schlimm. KO und aus der Puste bin ich zwar schnell, aber in dem Sinne nicht müde, dass ich sofort einschlafen müsste.

Eine Sache die mich am Übergewicht eigentlich am meisten stört ist, dass ich von außen wenig von den Bewegungen spüre. Ja innerlich spüre ich Kindsbewegungen. ordentlich sogar. Aber von außen nur sehr dezent. Eigentlich kann man wohl sogar ertasten, ob da grad ein Fuß oder der Rücken, gegen die Bauchwand drückt, aber mit dem ganzen Bauchspeck bleibt mir das leider verwehrt. Dafür bin ich wirklich böse auf mich.

Außerdem fühl mich extrem unwohl in meinem Körper. Ich bin jedenfalls keine stolze Bauchträgerin, die jedem ihren Babybauch präsentiert. Ich versuch den eher zu verstecken. Ich bin doof. Ich weiß. Ich hab einfach das Gefühl überall an mir hängen Melonen. Meine Brüste, mein Bauch, meine Schenkel, mein Po. Alles Melonen. Vor allem mit meinem Busen habe ich ordentlich zu kämpfen. Der war vor der Schwangerschaft schon groß. Mittlerweile habe ich Körbchen Größe H. Ja zählt das mal mit euren Fingern nach. Also ganz ehrlich lieber Körper? Meinst du wirklich, dass Körbchen E/F (vor der Schwangerschaft) nicht echt schon ausreichend war? Wenn ich dann nicht stillen kann, schneid ich mir die Dinger einfach ab…

So fertig mit heulen und so.
Dass ich soviel jammer ist übrigens ein gutes Zeichen. Denn dem Baby geht’s bisher wunderbar. Ich war auch beim Organultraschall und alles ist feini. Würde es dem Baby nicht gut gehen, dann wär mir mein Rücken und Gewicht und alles auch total egal. Also sehen wir das mal alles positiv.

Mein Gewicht habe ich nicht immer unter Kontrolle, aber manchmal schon. Und manchmal kann ich auch echt gut abnehmen und mein Gewicht halten. Also ist nicht alles verloren. Und nach der Zunahme ist vor der Abnahme und so….

Übrigens wird es ein Mädchen. 😀

Willkommen heißen

Hallo ihr Lieben!

Jetzt ist es ja wirklich schon eine ganze Weile her mit dem Schreiben. Ich habe es absolut nicht gebraucht und auch nicht vermisst. Das scheint aber Einigen so zu gehen, da viele Blogs, denen ich folge auch kaum noch Inhalt posten.

Meine letzten Beiträge drehten sich auch gar nicht mehr um mein eigentliches Thema- dem Abnehmen – sondern eher um meine berufliche Gegenwart und Zukunft.

Der allerletzte Post kam dann von ganzem Herzen und mir schießen ja tatsächlich sofort Tränen in die Augen, wenn ich nur dran denke.
Das Schicksal meint es aber gut mit mir. Daher nimmt der heutige Beitrag indirekt Bezug auf den letzten.

Das letzte Mal habe ich einen Menschen verabschieden müssen und nun darf ich einen neuen begrüßen. Ich bin bereits im 4 Monat schwanger.

Ihr könnt euch denken, dass das Thema Gewichtsreduktion dadurch sowas von nicht relevant gerade ist.

Mir und Chibi Chibi geht es gut. Alles ist bisher so, wie es sein soll. Ich bin nur etwas beunruhigt in dieser Pandemiephase und was das für mich bedeuten kann. Zumal ich in einer Vergnügungsattraktion arbeite wo wir doch hohe Besucherzahlen verbuchen (die derzeit doch arg einbrechen, also wiederum doch nicht mehr so schlimm…).

Ich plaudere jetzt einfach mal von der Leber weg. Meinen Job mag ich übrigens gar nicht mehr! Dieser Wirtschaftsgedanke ist mir einfach zu wider. Dafür bin ich zu sensibel. Ich persönlich freue mich, wenn das System in sich funktioniert. Warum muss immer alles wachsen und mehr Geld generieren? Die Arbeit nimmt einen so großen Stellenwert ein, dass ich nachts aufwache und darüber nachgrübel, was so fällig ist und wie ich die Probleme im Job lösen kann. Das stresst mich ungemein. Ich denke fast gar nicht ans Baby sondern immer nur an den Job. Das scheint mir nicht gesund zu sein. Mein „Glück“ ist, dass ich nicht gegen alle Kinderkrankheiten geschützt bin und nicht mehr allen Tätigkeiten (Schichtleiter zum Beispiel) nachgehen darf. Dadurch sucht meine Chefin ab sofort schon nach einen Ersatz für mich und ich werde dann direkt freigestellt, wenn jemand gefunden ist. Besser geht’s ja nicht.

Auch wenn ich meinen aktuellen Job wirklich nicht mag, gibt es sehr viel positives daraus zu ziehen. Ich komme sehr an meine Grenzen und meine Schwächen kommen ziemlich zu Tage. Aber auch meine Stärken habe ich kennengelernt und ich weiß, worauf ich bauen kann und habe Strategien herausgefunden um mit meinen Schwächen klarzukommen.

Nun zum Körper. Ich versuche ganz gewiss nicht abzunehmen. Allerdings achte ich auf mein Gewicht und mir ist es sehr wichtig, nicht zu sehr zuzunehmen. Das letzte Jahr hat mich arbeitstechnisch so stark eingenommen, dass ich komplett mit dem Sport aufgehört und die Ernährung vernachlässigt habe.
Dadurch war das letzte Gewicht vor der Schwangerschaft wieder bei 80 Kg. 😦 Knapp 10Kg zugenommen. Das ärgert mich so sehr und ist total unnötig. Ich möchte für Chibi Chibi gesund und fit sein, daher guck ich, dass ich ausgewogen esse und es nicht so übertreibe. Außerdem mache ich ab und an ein paar Übungen. Mit den 40 Stunden Job und der Müdigkeit durch die Schwangerschaft, pack ich es grad wirklich kaum mich anderweitig zu bewegen. Diese Woche habe ich Urlaub und ich bin wieder etwas fitter. Sobald ich freigestellt bin, geh ich das Thema Bewegung mehr an. (in einem moderaten Schwangerschaftsrahmen selbstverständlich 😉 )
Allerdings merke ich schon, dass mir der Bürojob so viel einfacher fällt, seitdem ich keine Schichten mehr habe und den Schichtleiter nicht mehr machen muss. Das war wirklich kräftezehrend.

Übrigens ist der Entbindungstermin eine gute Woche nach dem 1.Todestag von meiner Oma. Wie verrückt wäre es bitte, wenn es zu früh kommt. Wenn es ein Mädchen wird, habe ich jedenfalls schon den perfekten Namen. 🙂
Bei einem Jungen müsste ich noch etwas mehr grübeln. Wobei mein Vorgesetzter ja darauf besteht, es nach ihm zu benennen. xD

Das war es erstmal von mir. Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Katinka

Und nu?

Einen guten Monat besetze ich also einen neuen Job und schweige seit dem still. Bis heute.
Vielleicht wollt ihr ja wissen, wie es so ist?

Also so langsam komm ich rein. Eigentlich noch bis letzte Woche war es einfach viel viel viel. Mein Kopf raucht und ich komm zu gar nichts. Auf Arbeit komm ich zu nichts. Privat komm ich zu nichts (was so eigene Projekte anbelangt (Hallo? Sport?)).
Ich bin nach jedem Tag Arbeit immer so froh, dass ich mich zu Hause verkriechen kann.

Dafür sind hingegen die freien Tage noch so schön.
Ich war vorher freiberuflich. Frei hieß für mich immer Job- und somit Geldlos. Und ich konnte es gar nicht genießen, weil ich oft nicht wusste wann und ob da nochmal Geld reinkommt.

Also diese Last ist weg und ich fühle mich seelisch soviel besser!

Zum Job: Ich übernehme sehr viele Schichtleiterdienste in meinem Unternehmen (eine Freizeitattraktion). Und bin an diesen Tagen die Managerin, die dann gerufen wird, wenn es irgendwo hakt. Ich schaue, dass alle Mitarbeiter an den Positionen sind und pfeif die dann wenn nötig zurück. Ich muss Ersatz bei krankmeldungen finden, oder einen Plan B erschustern, wenn ich niemanden finde.
Ich kümmere mich um Kunden und alles mögliche, wo eben Hilfe und Entscheidungen verlangt werden. Ich gebe Kassen raus und mache Abrechnungen.
Das bringt eine Verantwortung, die ich noch nie tragen musste. Zudem leite ich ja noch eines der Teams in dieser Attraktion, was auch nochmal alles neu ist.
Dazu kommen noch logistische Dinge. (Mein Team ist das Café-Team. ich leite also noch so ganz nebenbei ein Café). Wenn ich das so lese, muss ich selber lachen. Wie absurd das alles ist.
Bisher ging alles gut, auch wenn einiges (durch technische Probleme) daneben ging.
Wie verhext war das alles.

Wieso schreib ich ausgerechnet heute?
So richtiges Feedback gab es von oben für mich bisher nicht. Die haben sich die ganze Sache ja auch erstmal angeschaut. Heute hatte ich dann mal ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten (dem Betriebsleiter) über meine zukünftigen Projekte, deren Stand und auch mich in dieser neuen Position. Das war im Großen und Ganzen sehr positiv.

Interessanterweise hat er Sachen gesagt, die ich immer höre, egal wo ich bin. Er meinte, ich sei zu bescheiden.
Als er das sagte, dachte ich, das kann doch nicht wahr sein?? Das durfte ich mir ja vorher auch immer anhören in Bezug auf mein Auftreten auf der Bühne.
Ich bin zu perfektionistisch und stresse mich selbst zu sehr, hat er auch gesagt.
Das höre ich ja auch schon die ganze Zeit von links und rechts, dass ich mich zu sehr stresse.

Also im Prinzip ist er mit meiner Arbeit zufrieden, nur mache ich mich kleiner als ich bin. 🙈🙈🙈

Wie war das mit dem Selbstwert und so? Da hab ich echt noch nen langen Weg vor mir.

Ich habe den Betriebsleiter auch nochmal direkt gefragt, ob er die Entscheidung schon bereut mit mir (etwas besser formuliert im Gespräch). Und er meinte, nein gar nicht. Er weiß, dass ich das alles kann und hinkriege. Ich war ja noch bevor ich mich beworben hatte bereits seine 1. Wahl. Und er war ganz enttäuscht, als ich ihm im Personalgespräch vor knapp 2 Monaten quasi sagte, dass ich mich für keine höhere Position im Unternehmen interessiere. Er wollte mich damals schon abklopfen, denn 2 Tage später wurde ja mein damaliger Chef gekündigt. Was er wusste, ich aber nicht. 😉

Jedenfalls muss ich mal etwas auf mein Umfeld vertrauen. Und es vor allem entspannter angehen. Er meine sogar selbst, wenn etwas mal liegen bleibt oder ich Fristen nicht schaffe, wird ja der Laden nicht gleich untergehen.
Das fand ich nochmal sehr gut zu hören.

Ich will die Sache halt nicht verbocken und denen zeigen, dass es eben nicht die falsche Entscheidung war, eine komplett Ahnungslose in die Position zu lassen. Ich bring genug mit in den Job und den Rest kann ich lernen. Ich hab ja genug Lebenserfahrung und bin nicht zu dumm. Ich bin also eigentlich gar nicht ahnungslos. 😉
Das wird alles gut.

Und wenn ich mich dann an das Pensum gewöhnt habe und mein Kopf nicht mehr raucht, dann widme ich mich auch wieder meinem Langzeitprojekt: dem Abnehmen!

Morgen hab ich wieder frei und freue mich wie Bolle!

Passt auf euch auf vor allem bei der kommenden Hitze!

Eure Katinka 🙂

Alles neu macht der Ma… JUNI

Als Vorbereitung für meine neue Stelle ab Montag, habe ich mir vorgenommen es mal mit dem Bullet-Journal zu probieren. Das ist eine sehr klare und übersichtliche Form, seinen Alltag zu strukturieren. Alles findet Platz: Von spontanen Ideen, Tages-Ereignisse über Essenspläne bis hin zur Planung eines ganzen Urlaubs. Ich gehe nach der ursprünglichen Methode vom Erfinder selbst vor. Ohne hübsches Lettering und ohne bunte Klebchen.

Mein Vormittag bestand darin, mir das Prinzip mal genauer anzuschauen. Mein Mann macht das schon seit geraumer Zeit. Bis vor kurzem einer der verplantesten Menschen, den ich kenne, überrascht er mit Aufgeräumtheit. Als er einmal auf ein Kommentar von mir „YZ hat heute Geburtstag“ reagierte mit „Ich hab schon gratuliert“ war das augenöffnend für mich. Jedenfalls bin ich derart inspiriert, dass ich denke, dass ich das auch brauche.
Habe heute morgen also ein Bullet-Journal für meinen Alltag und zusätzlich eins nur für die Arbeit gekauft.
Ihr seid live dabei, wie ich erwachsen werde…

Worauf möchte ich hinaus? Ich habe also heute mit dem Bullet-Journal begonnen und ein paar Dinge, die auch für diesen Blog relevant sind, mit integriert. Z.B wie oft ich blogge, sportmache, vernünftig esse (nach meinen Maßstäben).
Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich sehr regelmäßig nämlich alle 3 Tage zum Sport gehe. Das ist Ok. könnte besser sein, aber ist OK.
Außerdem kamen mir Blogideen hoch, die ich schon seit ner Weile hatte. Also vielleicht wird’s ja wieder mal interessanter hier. 😉

Die Waage ging auch wieder ein Stück nach unten und zeigte mir eine immer noch hohe, aber bessere Zahl heute. Nämlich 76 Kg.
Bin mit neuem UND altem BMI wiede im Normal bereich. YESSS
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Gestern war ich Sporteln und konnte von einer sehr guten Position aus beobachten, wie 2 Herren sich nacheinander im Damenzirkel verliefen und sich dann auch noch ausgerechnet mit Schlauchi abmühten. Das war sehr herrlich, wie sie auch absolut keine Ahnung hatten, was zu tun ist…. xD
Jetzt schmeiße ich mich in meine Sportsachen und kann im Fitty hoffentlich wieder Leute beobachten, die einen Kampf mit meinem Liebling wagen…

Allerliebste Grüße und ein schönes Wochenende!
Eure Katinka 🙂

Übergewicht sagt Hallo!

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77 Kg 🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈

Laut alter BMI-Formel bin ich wieder im Übergwicht. Mit neuer renomierter Oxford-BMI Formel, die natürlich viel besser ist, bin ich noch normalgewichtig.

Ich fühle mich fett und aufgedunsen und kein Stück wohl gerade.
Ich könnte mich selbst sowas von Ohrfeigen. Ich war vor 3 Monaten noch bei 71Kg. Ich hoffe auch die mich belächelnden Menschen bei der Erwähnung, dass ich leicht essgestört bin, glauben mir langsam mal?

Warum ist das Gewicht so dramatisch angestiegen? Weil ich komplett mit dem Sport aufgehört habe. Wenn ich vorher (vor heute aber nach meiner Abnahme) so Fressphasen hatte, habe ich das mit sehr sehr viel Sport kompensiert und konnte mein Gewicht halten.

Abgenommen habe ich, wenn ich mich beim Essen reglementieren konnte und zusätzlich Sport gemacht habe.

Tolle Sache. Ich bin mittlerweile froh, wenn ich einfach nur meinen Tagesbedarf an Kalorien nicht überschreite. Weiß der Fuchs, warum mir das grad so schwer fällt.

Ich lass mich jetzt mal nicht mehr hängen und komm aus meinem Schneckenhaus gekrochen.
Das begann mit meiner Bewerbung für eine Fürhungsposition. Ein kleiner Tritt von mir für mich. Egal ob ich die Stelle bekomme oder nicht: Ich will was erreichen!!
Ich kaufe jetzt auch wieder vernünftiger für meine Ernährung ein.
Ich versuche Süßkram nicht besinnungslos in mich reinzuschaufeln.
Ich habe sehr gern sehr viel auf meinem Teller. Also muss ich das mit kalorienarmen Produkten tun. Gemüse. Ganz viel frisches und vielfältiges Gemüse auf dem Teller. Dann ist nicht so schlimm, wenn ich mir 3 Portionen nachhole…

UND ich war gestern wieder beim Sport. Zum allerersten Mal seit März oder so…. HALELUJA!!! Praise the Lord! Salem aleikum! Namaste….

Ich möchte mir selbst gern einen Orden vergeben. Was mich das für eine enorme Überwindung gekostet hat, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich war da!
Immer wenn ich mal 2-3 Monate nicht im Fitty bin, nutzen die ja jedesmal die Gelegenheit und bauen um. (das hat sebstverständlich etwas mit meiner Abwesenheit zu tun. Damit sie mich nicht beim Sport stören oder so.) Diesmal nicht. Yay. alles beim alten. Nur zwei komplett neue Trainer waren da.
Kann ich denen gleich zeigen, dass ich ja eigentlich regelmäßiger Gänger bin. Der eine von den neuen Trainer weiß ja nicht, dass ich die Kurse tunlichst meide und traut sich noch mit mir zu reden. Der kam zu mir und hat meine Bewegung auf einem Gerät korrigiert. Vielen Dank. Nur weil ich Blickkontakt meide und alle Kurse ignoriere, heißt das ja nicht, dass man mich nicht ansprechen darf. Vor allem, wenn ich mich Monate lang dusslig anstelle.
Da muss ich gleich wieder an mein erstes Intermezzo mit Schlauchi (Abenteuer Zirkeltraining) denken.

Jedenfalls war ich wieder ganz toll 2 Stunden im Fitty. Habe gestern okay-isch gegessen und bin einigermaßen stolz auf mich.

So kann es doch weitergehen!

Die allerschönsten Grüße,
Eure Katinka
🍀💪🍀💪🍀💪🍀💪🍀

Rekapitulation

Vor ein paar Tagen blinkte das rote Glöckchen der WordPress Benachrichtigung mit der Meldung: Gratulation zu 4 Jahren WordPress.
Oha. 4 Jahre ist das her, dass ich den Blog gestartet habe, dass ich versucht habe (vor allem) abzunehmen und mich selbst zu ordnen.

Ich habe ein paar meiner ersten Einträge gelesen und war zum Teil überrascht, wie ich damals heran gegangen bin. Was ich damals angenommen habe. Meine Zielsetzung war auch interessant. Und auch mein Ehrgeiz entwickelte sich kontinuierlich in alle Richtungen.
Das vor 4 Jahren war auch ich. Aber ich hatte ganz vergessen, was ich damals als richtig annahm. Was mir möglich, aber auch schwierig erschien. Ich sehe manche Dinge mittlerweile anders.
Zu erst wollte ich mit meinem Körper einfach nur in den Normalbereich des BMIs in einem Wert unter 25 landen. Das hieß für mich konkret auf 75Kg zu kommen. Ich wusste weder wann noch ob ich das schaffen werde. Abnehmen scheint ja immer ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. In meinen jungen Jahren als ich normalgewichtig war, wollte ich immer dünn sein und dazu fehlten in meinem Kopf immer 5 Kg. (egal wieviel ich wog. Ich wollte immer 5 Kg weniger haben). Ich habe es nie geschafft 5 Kg abzunehmen. Erst als ich wirklich fast adipös war, gelang es mir dann mal gar 10 Kg abzunehmen. Aber dann kamen durch schlechte Seelhygiene 15 Kg drauf und ich war adipös. Ja ich war adipös. Das muss ich mir immer wieder vor Augen führen.
Ich wusste schon wie hart es ist 5 Kg abzunehmen. Und jetzt sollten also 20 Kg weg?
Die Motivation ist da, also los…. Wir schauen einfach mal, was passiert!

Ein Faktor, der diesen Abnehmweg unglaublich in die überhaupt für mich mögliche Bahn gebracht hat (und ich wiederhole mich immer gern) ist das Buch „Fettlogik überwinden“.
Das habe ich – Gott sei es gedankt – schon sehr früh in meiner Abnehmprozedur zu lesen bekommen, als es noch nicht mal lektoriert und nur elektronisch zu kaufen war.
Ich glaube, es kam 1-2 Wochen vor Beginn meines eigenen Blogs heraus und ist sowas von zur richtigen Zeit erschienen.
Ich habe, noch ehe ich einen Gramm abgenommen habe, mein Endziel auf 65 Kg korrigiert. Also nochmal 10Kg weg vom Ursprungsziel. Wie verwegen. 30 Kg abnehmen!

Bevor ich meine aktuelle Lage schildere möchte ich mir nochmal und immer wieder neu auf die Schulter klopfen. Ich habe mein ursprüngliches Ziel von – 20 Kg nämlich schon längst erreicht. Damals war es ein großer Wunsch und ich wusste ja nicht, ob ich das je schaffen würde.
Ich möchte meinem Ich von vor 4 Jahren gern nen Gruß ausrichten:
„Mega geil! Du hast es geschafft. Du bist normalgewichtig und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“

Mir ist mittlerweile klar, dass mein Gewicht nur Spiegel meiner Seele ist. Und insgeheim wusste ich auch, dass ich eigentlich andere Dinge klären musste, als ausschließlich mein Gewicht. Mein Körper fügt sich dann automatisch ein.

Also was ist grad eigentlich Phase?
Der Wurm ist drin! Und das ist ein Euphemismus!
Ich habe es erst gar nicht so richtig gemerkt, dass es mir nicht gut geht.
Fakt ist: Ich hör nicht mehr auf zu essen. Ich stopf mich voll bis mir schlecht ist und sobald ich mich ein bisschen besser fühle, renn ich schon wieder in die Küche…
Was zur Hölle tu ich da schon wieder? Das hat irgendwie schon gar nichts mehr mit verlorener Disziplin zur tun. Das ist Selbstverletzung. Warum mach ich das?

Die letzten Wochen stelle ich mir viele Fragen und ich muss es nun aufschreiben, sonst verläuft das alles wieder im Sand und ich komm zu keiner Antwort. Genau das war der Grund, warum ich überhaupt angefangen hab zu schreiben. Und das ist der Grund, warum ich auch weitermachen sollte. Es tut mir gut.

Ich bin auf eine Antwort gekommen, die mir schon mal kam, aber ich wusste nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll und hab es wieder vergraben:
Ich habe Angst Ziele zu erreichen. Ich habe Angst erfolgreich zu sein.

Kurz bevor es ernst wird und ich am Ziel bin, kehre ich um. Das spiegelt sich in fast allem wider, was ich anfasse. Und das zieht mich dann ja auch wieder herunter und ich fühle mich schlecht.
Ich mache alles nur so halb fertig und wenn ich dann doch mal zu 100 % zufrieden bin und ich gar Lob bekomme, schäme ich mich, obwohl ich es ja auch irgendwo haben möchte. Meine Güte…

Kommen wir zurück zu meinem Gewicht. Ich habe in den letzten 2 Monaten ca 4 Kg zugenommen.
Ich war und bin es vielleicht immer noch, wer weiß das schon, irgendwo verloren und versuche mich gerade wieder herauszuboxen. Ich weiß nicht mal, wie das passiert ist. Auf einmal hab ich gemerkt, dass ich schon längst im tiefem schwarzen Loch feststecke.

Ich war schonmal weit tiefer drin als jetzt und ich habe es wieder herausgeschafft. Vor 4 Jahren startete ich ja schonmal nen Versuch mich selbst zu therapieren.
Und? hat es geklappt? die Frage geht an mein Jetztiges Ich.
Ja ziemlich gut sogar!
Natürlich heißt es nicht, dass nie wieder schwierige Phasen kommen. Das ist normal und gehört zum Leben. Viel besser ist es doch zu wissen, dass die positiven Phasen überwiegen und ich ja sogar weiß, wie ich diese positiven Phasen erreichen und auch halten kann.

Ich möchte gut zu mir sein. Körper und Seele gehen immer Hand in Hand. Wenn ich eins der beiden vergesse, leidet der andere Teil. und ich lass irgendwann beide komplett hängen. Wenn ich mir aber wieder Mühe gebe, dann übt das Effekt auf alles auf.

Ich muss lernen, dass ich Ziele erreichen darf. Dass es Ok ist, dass ich tue, was ich mir vorgenommen hab. Dass es OK ist, dass es sich gut anfühlt, etwas geschafft zu haben. Keine Ahnung, welches Trauma ich da überwältigen muss. Das spielt auch gar keine Rolle, so lange ich das hier und jetzt sehe.

Ich möchte nun also mein jetziges Ich grüßen mit ner modifizierten Version vom Gruß an mein Ich von vor 4 Jahren:

„Mega geil! Du hast es geschafft. Du hast dein Gewicht-Traumziel von 65 Kg erreicht und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“
Außerdem:
„Bleib dran: Sei fleißig, mutig und geduldig. Es wird sich auszahlen!“
Das ist allgemein gültig und möchte ich mir zu Herzen nehmen.

Da das ein kompletter Ich-bin-toll-und-kann-alles-schaffen-Post ist, möchte ich auch gern mit einem Bild von mir schließen, das ähnliches ausstrahlt:
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Allerliebste Grüße und ein schönes Wochenende euch allen!
Eure Katinka ❤