Schwangerschaft und (Über-)Gewicht

Hallo Ihr Lieben,

gestern jährte sich mein WordPress-Dasein (oder Dahinscheiden, wie man es nimmt). 5 Jahre reise ich mit der Ab- und Zunehmbahn.

Ich wollte abnehmen und startete bei einem adipös-wert von 95,5 Kg (bei 175cm Körpergröße). Bis letztes Jahr etwa Frühling war ich richtig erfolgreich. Mit einem Tiefstgewicht von ca 72 Kg. Richtig gut. Aber ich bin ja blöd und lerne nicht aus meinen Fehlern und hab mir ganz schnell wieder was angefressen. Ende des Jahres wog ich schon wieder 80Kg. Einfach mal so 8 Kg zugenommen, weil ich mich null bewegt habe und dabei ordentlich weitergefuttert. Ich könnte mich ja nur ohrfeigen.

Nun bin ich schwanger. Das schon seit Dezember 😉 und seitdem ging das mit der Zunahme weiter. Versteh mich nicht falsch. Ja man nimmt ganz normal in einer Schwangerschaft zu. Das ist mir schon klar. Aber auch da muss ich ja gleich wieder übertreiben.
Die Zunahme sollte sich nach dem Start BMI richten. Untergewichtige sollten also eher so 12-18 Kg in einer Schwangerschaft zunehmen. Normalgewichtige irgendwas um die 11-16 Kg und Übergewichtige (ich) 7-11 Kg insgesamt, am Ende der Schwangerschaft.

Zum Start der Schwangerschaft lag ich also schon im Übergewicht, das heißt 7-11 Kg sind voll OK. Ich bin jetzt in der 25. Schwangerschaftswoche (7.Monat) und bin jetzt schon stolze 90Kg schwer. 10 Kg zugenommen. Ist ja eigentlich noch im Rahmen. Allerdings beginnt JETZT erst die starke Zunahme, jedenfalls bei den meisten Schwangeren, die bis hierhin eher so bei 4 Kg Zunahme rumdümpeln. Maaaaan. Das nervt doch. Wieso krieg ich das einfach nicht auf die Reihe. Ohne Sport bin ich völlig aufgeschmissen.

Lasst mich mal bitte kurz Rumheulen. Da kommen mir jetzt nämlich gleich mehrere Sachen in die Quere:
1) Ausgangssperre: Ob es nun Lockerungen gibt oder nicht, ich fühl mich wahnsinnig unwohl draußen und fühl mich als Schwangere doppelt gefährdet, weil ich vor allem mein kleines Wesen in mir beschützen will. Daher gehe ich fast gar nicht vor die Tür. Sinnvoll oder nicht. Keine Ahnung. Aber lieber faul und dick, als krank auf der Intensivstation.
2) Schwangerschaftswehwehchen. Erst die unendliche Müdigkeit. Als hätte mir jemand mit ’ner Keule auf den Kopf gedonnert. Und das jeden Tag. Am Wochenende habe ich bis 11 Uhr geschlafen. Von 14-16 Uhr Mittagsschlaf gemacht und um 20-21 Uhr war ich wieder im Bett. An Werktagen war ich auf Arbeit und konnte mich natürlich nicht die ganze Zeit irgendwo rumlümmeln, dafür war ich nach der Arbeit einfach tot.
Dann kam endlich das verheißungsvolle 2. Trimester. Der Heiland wo alles fein sein soll und man sich wohl und fit fühlt und Bäume ausreißt und endlich wieder Sport machen kann.
Ich hab dann doch tatsächlich mit Schwangerschaftsyoga begonnen und direkt am nächsten Tag ne Wirbelblockade gehabt. Super. Ich hatte so extreme Schmerzen, dass ich weder stehen oder laufen noch sitzen konnte. Nur liegen ging halbwegs. Das war Ende März da begann der Lockdown. Mein Mann und ich sind beide seitdem im Homeoffice. Gott sei Dank. So konnte mir mein Mann beim Anziehen helfen. Ich hab das alleine wirklich nicht geschafft. Nachdem ich dann beim Orthopäden war und Physio hatte gings mir nach ein paar Wochen wieder besser und mittlerweile ist das ganz weg.
So lange man nie wirklich vor Schmerzen bewegungseingeschränkt war, kann man wohl nie ganz nachvollziehen, wie es Menschen geht, die durch Alter oder Krankheit, das täglich durchmachen. Das wurde mir nochmal bewusst, wie selbstverständlich ich sonst mit meinem Körper umgehe…
3) gehört eigentlich zu Schwangerschafswehwehchen, ich finde aber das verdient nen eigenen Punkt. Der Gott verfluchte Ischias. Alter Schwede. Sobald ich über 30 min spazieren war. Tut mir der so höllisch weh und ich krüppel mich wieder auf dem Sofa rum. Ein Glas vom Couch-Tisch nehmen erscheint mir schon wie ein unüberwindbares Hindernis.

Fazit: ich schließe mich einfach zu Hause ein und bleib den ganzen lieben langen Tag auf dem Sofa liegen.

Jetzt wisst ihr, wie man ganz schnell 10 Kg zunimmt.

Interessanterweiser geht’s mir mit fortschreitendem Gewicht aber immer besser (das hat wohl auch eher was mit fortschreitender Schwangerschaft zu tun.)
Seit ein paar Tagen ist das mit dem Ischias nicht mehr so schlimm. KO und aus der Puste bin ich zwar schnell, aber in dem Sinne nicht müde, dass ich sofort einschlafen müsste.

Eine Sache die mich am Übergewicht eigentlich am meisten stört ist, dass ich von außen wenig von den Bewegungen spüre. Ja innerlich spüre ich Kindsbewegungen. ordentlich sogar. Aber von außen nur sehr dezent. Eigentlich kann man wohl sogar ertasten, ob da grad ein Fuß oder der Rücken, gegen die Bauchwand drückt, aber mit dem ganzen Bauchspeck bleibt mir das leider verwehrt. Dafür bin ich wirklich böse auf mich.

Außerdem fühl mich extrem unwohl in meinem Körper. Ich bin jedenfalls keine stolze Bauchträgerin, die jedem ihren Babybauch präsentiert. Ich versuch den eher zu verstecken. Ich bin doof. Ich weiß. Ich hab einfach das Gefühl überall an mir hängen Melonen. Meine Brüste, mein Bauch, meine Schenkel, mein Po. Alles Melonen. Vor allem mit meinem Busen habe ich ordentlich zu kämpfen. Der war vor der Schwangerschaft schon groß. Mittlerweile habe ich Körbchen Größe H. Ja zählt das mal mit euren Fingern nach. Also ganz ehrlich lieber Körper? Meinst du wirklich, dass Körbchen E/F (vor der Schwangerschaft) nicht echt schon ausreichend war? Wenn ich dann nicht stillen kann, schneid ich mir die Dinger einfach ab…

So fertig mit heulen und so.
Dass ich soviel jammer ist übrigens ein gutes Zeichen. Denn dem Baby geht’s bisher wunderbar. Ich war auch beim Organultraschall und alles ist feini. Würde es dem Baby nicht gut gehen, dann wär mir mein Rücken und Gewicht und alles auch total egal. Also sehen wir das mal alles positiv.

Mein Gewicht habe ich nicht immer unter Kontrolle, aber manchmal schon. Und manchmal kann ich auch echt gut abnehmen und mein Gewicht halten. Also ist nicht alles verloren. Und nach der Zunahme ist vor der Abnahme und so….

Übrigens wird es ein Mädchen. 😀

Willkommen heißen

Hallo ihr Lieben!

Jetzt ist es ja wirklich schon eine ganze Weile her mit dem Schreiben. Ich habe es absolut nicht gebraucht und auch nicht vermisst. Das scheint aber Einigen so zu gehen, da viele Blogs, denen ich folge auch kaum noch Inhalt posten.

Meine letzten Beiträge drehten sich auch gar nicht mehr um mein eigentliches Thema- dem Abnehmen – sondern eher um meine berufliche Gegenwart und Zukunft.

Der allerletzte Post kam dann von ganzem Herzen und mir schießen ja tatsächlich sofort Tränen in die Augen, wenn ich nur dran denke.
Das Schicksal meint es aber gut mit mir. Daher nimmt der heutige Beitrag indirekt Bezug auf den letzten.

Das letzte Mal habe ich einen Menschen verabschieden müssen und nun darf ich einen neuen begrüßen. Ich bin bereits im 4 Monat schwanger.

Ihr könnt euch denken, dass das Thema Gewichtsreduktion dadurch sowas von nicht relevant gerade ist.

Mir und Chibi Chibi geht es gut. Alles ist bisher so, wie es sein soll. Ich bin nur etwas beunruhigt in dieser Pandemiephase und was das für mich bedeuten kann. Zumal ich in einer Vergnügungsattraktion arbeite wo wir doch hohe Besucherzahlen verbuchen (die derzeit doch arg einbrechen, also wiederum doch nicht mehr so schlimm…).

Ich plaudere jetzt einfach mal von der Leber weg. Meinen Job mag ich übrigens gar nicht mehr! Dieser Wirtschaftsgedanke ist mir einfach zu wider. Dafür bin ich zu sensibel. Ich persönlich freue mich, wenn das System in sich funktioniert. Warum muss immer alles wachsen und mehr Geld generieren? Die Arbeit nimmt einen so großen Stellenwert ein, dass ich nachts aufwache und darüber nachgrübel, was so fällig ist und wie ich die Probleme im Job lösen kann. Das stresst mich ungemein. Ich denke fast gar nicht ans Baby sondern immer nur an den Job. Das scheint mir nicht gesund zu sein. Mein „Glück“ ist, dass ich nicht gegen alle Kinderkrankheiten geschützt bin und nicht mehr allen Tätigkeiten (Schichtleiter zum Beispiel) nachgehen darf. Dadurch sucht meine Chefin ab sofort schon nach einen Ersatz für mich und ich werde dann direkt freigestellt, wenn jemand gefunden ist. Besser geht’s ja nicht.

Auch wenn ich meinen aktuellen Job wirklich nicht mag, gibt es sehr viel positives daraus zu ziehen. Ich komme sehr an meine Grenzen und meine Schwächen kommen ziemlich zu Tage. Aber auch meine Stärken habe ich kennengelernt und ich weiß, worauf ich bauen kann und habe Strategien herausgefunden um mit meinen Schwächen klarzukommen.

Nun zum Körper. Ich versuche ganz gewiss nicht abzunehmen. Allerdings achte ich auf mein Gewicht und mir ist es sehr wichtig, nicht zu sehr zuzunehmen. Das letzte Jahr hat mich arbeitstechnisch so stark eingenommen, dass ich komplett mit dem Sport aufgehört und die Ernährung vernachlässigt habe.
Dadurch war das letzte Gewicht vor der Schwangerschaft wieder bei 80 Kg. 😦 Knapp 10Kg zugenommen. Das ärgert mich so sehr und ist total unnötig. Ich möchte für Chibi Chibi gesund und fit sein, daher guck ich, dass ich ausgewogen esse und es nicht so übertreibe. Außerdem mache ich ab und an ein paar Übungen. Mit den 40 Stunden Job und der Müdigkeit durch die Schwangerschaft, pack ich es grad wirklich kaum mich anderweitig zu bewegen. Diese Woche habe ich Urlaub und ich bin wieder etwas fitter. Sobald ich freigestellt bin, geh ich das Thema Bewegung mehr an. (in einem moderaten Schwangerschaftsrahmen selbstverständlich 😉 )
Allerdings merke ich schon, dass mir der Bürojob so viel einfacher fällt, seitdem ich keine Schichten mehr habe und den Schichtleiter nicht mehr machen muss. Das war wirklich kräftezehrend.

Übrigens ist der Entbindungstermin eine gute Woche nach dem 1.Todestag von meiner Oma. Wie verrückt wäre es bitte, wenn es zu früh kommt. Wenn es ein Mädchen wird, habe ich jedenfalls schon den perfekten Namen. 🙂
Bei einem Jungen müsste ich noch etwas mehr grübeln. Wobei mein Vorgesetzter ja darauf besteht, es nach ihm zu benennen. xD

Das war es erstmal von mir. Passt auf euch auf und bleibt gesund!

Eure Katinka

Abschiednehmen

Wie alt war sie? 84…

Das ist doch ein gutes Alter zum Sterben. Eigene Tochter schon lange tot. Eigener Mann seit 15 Jahren tot. Das Leben ist doch einsam…

Nein es gibt noch Enkel. Und die haben ihre Oma unwahrscheinlich lieb. Reden gern mit ihr. Sitzen gern einfach auf ihrer Couch und schauen zusammen rote Rosen…

Die konnten in 4 Generationen der Oma am Dienstag noch um den Hals fallen und sich verabschieden. Sie konnten sehen, dass sie die Woche kaum überstehen wird.

Meine Mama, meine Schwester meine Nichte und ich saßen um sie herum im Bett und konnten noch mit ihr reden. Sie drücken. Ihre warme Wange streicheln und küssen.

Wir haben ihr noch eine Kartoffel gekocht und ihre selbst gemachte gefüllte Paprikaschote aufgewärmt. Ich hab den Löffel abgeleckt und schmeckte meine Kindheit in dieser Küche. In dem Haus in dem ich gewohnt habe. Unter einem Dach mit dieser kleinen schwachen Frau.

Mittwoch Abend übermannt mich im Bett ein Weinkrampf.

Gestern wach ich auf und schau auf mein Telefon und frage mich, warum mich noch niemand benachrichtigt hat. Keine Nachricht auf meinem Telefon… kein Anruf…

Ich schminke mich und mache wasserfesten Mascara drauf, weil der noch wichtig sein wird am Tag.

Ich sitze in der Ubahn und scrolle durchs Internet und da ruft plötzlich mein Vater an.

Ah da ist ja der Anruf…

Ich weiß schon Bescheid…

Die Verabschiedung wird noch lange dauern…

Die kleinen Freuden…

eye-1553789_1920
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay 

„Lass L. wissen, dass du heute an Ihren Geburtstag denkst.“ NÖ!!
Hab ich der Notification von Facebook via Email auch gleich laut entgegengebracht.
Ich denke ja auch gar nicht an das Geburtstagskind. Nett wäre von FB auch noch ne Erinnerung, woher ich die überhaupt kenne??

Gerade scrolle ich gelangweilt den Newsfeed von Facebook bis zum bitteren Ende… Das einzig spannende sind die Memes, mit denen ich in der letzen Zeit auch sehr gern meine Freunde nerve. Ansonsten denke ich zu fast allem: ist mir egal… ist mir egal.. ist mir egal….

Ich bin gerade so glücklich, dass ich mich nicht mehr verkaufen muss. Nicht mehr im Gedächtnis sein muss. Keinem Sänger, Dirigenten, Pianisten, Regisseur, Kunstmenschen, den ich irgendwann mal wenigstens kurz gesehen habe und dann gleich zum besten Facebookfreund erklärt habe, zum Geburtstag gratulieren muss, Urlaubsfotos liken oder gar kommentieren muss.
Ich bin nun mal mit sehr vielen Künstlern befreundet und sehe, wo die überall hinjeten und Premieren haben und was für tolle Konzerte, an was für tollen Orten, mit was für tollen Orchestern… Und eigentlich will ich das gar nicht mehr sehen. Ich wollte das eigentlich nie sehen. Das ist Gift.
Und trotzdem muss man ja mitmachen für: Hier bin ich. Guck mal! Ich bin lustig. Und ich mag dich! Bitte denk an mich, wenn du wieder nen Job zu vergeben hast, oder empfehle mich weiter…..

Das gehört ja tatsächlich zum Job.

Jedenfalls habe ich das nicht mehr nötig!
Die wissen gar nicht, wie sehr ich mich gerade hämisch darüber freue M. nicht zur Verlobung zu gratulieren, A. nicht ne tolle Premiere zu wünschen und das Urlaubsbild von T. nicht zu liken. Har Har Har!!

Das fühlt sich großartig an!!

Beste Grüße von meinem boshaften Ich! har har…. 👹👹👹👹

 

Und nu?

Einen guten Monat besetze ich also einen neuen Job und schweige seit dem still. Bis heute.
Vielleicht wollt ihr ja wissen, wie es so ist?

Also so langsam komm ich rein. Eigentlich noch bis letzte Woche war es einfach viel viel viel. Mein Kopf raucht und ich komm zu gar nichts. Auf Arbeit komm ich zu nichts. Privat komm ich zu nichts (was so eigene Projekte anbelangt (Hallo? Sport?)).
Ich bin nach jedem Tag Arbeit immer so froh, dass ich mich zu Hause verkriechen kann.

Dafür sind hingegen die freien Tage noch so schön.
Ich war vorher freiberuflich. Frei hieß für mich immer Job- und somit Geldlos. Und ich konnte es gar nicht genießen, weil ich oft nicht wusste wann und ob da nochmal Geld reinkommt.

Also diese Last ist weg und ich fühle mich seelisch soviel besser!

Zum Job: Ich übernehme sehr viele Schichtleiterdienste in meinem Unternehmen (eine Freizeitattraktion). Und bin an diesen Tagen die Managerin, die dann gerufen wird, wenn es irgendwo hakt. Ich schaue, dass alle Mitarbeiter an den Positionen sind und pfeif die dann wenn nötig zurück. Ich muss Ersatz bei krankmeldungen finden, oder einen Plan B erschustern, wenn ich niemanden finde.
Ich kümmere mich um Kunden und alles mögliche, wo eben Hilfe und Entscheidungen verlangt werden. Ich gebe Kassen raus und mache Abrechnungen.
Das bringt eine Verantwortung, die ich noch nie tragen musste. Zudem leite ich ja noch eines der Teams in dieser Attraktion, was auch nochmal alles neu ist.
Dazu kommen noch logistische Dinge. (Mein Team ist das Café-Team. ich leite also noch so ganz nebenbei ein Café). Wenn ich das so lese, muss ich selber lachen. Wie absurd das alles ist.
Bisher ging alles gut, auch wenn einiges (durch technische Probleme) daneben ging.
Wie verhext war das alles.

Wieso schreib ich ausgerechnet heute?
So richtiges Feedback gab es von oben für mich bisher nicht. Die haben sich die ganze Sache ja auch erstmal angeschaut. Heute hatte ich dann mal ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten (dem Betriebsleiter) über meine zukünftigen Projekte, deren Stand und auch mich in dieser neuen Position. Das war im Großen und Ganzen sehr positiv.

Interessanterweise hat er Sachen gesagt, die ich immer höre, egal wo ich bin. Er meinte, ich sei zu bescheiden.
Als er das sagte, dachte ich, das kann doch nicht wahr sein?? Das durfte ich mir ja vorher auch immer anhören in Bezug auf mein Auftreten auf der Bühne.
Ich bin zu perfektionistisch und stresse mich selbst zu sehr, hat er auch gesagt.
Das höre ich ja auch schon die ganze Zeit von links und rechts, dass ich mich zu sehr stresse.

Also im Prinzip ist er mit meiner Arbeit zufrieden, nur mache ich mich kleiner als ich bin. 🙈🙈🙈

Wie war das mit dem Selbstwert und so? Da hab ich echt noch nen langen Weg vor mir.

Ich habe den Betriebsleiter auch nochmal direkt gefragt, ob er die Entscheidung schon bereut mit mir (etwas besser formuliert im Gespräch). Und er meinte, nein gar nicht. Er weiß, dass ich das alles kann und hinkriege. Ich war ja noch bevor ich mich beworben hatte bereits seine 1. Wahl. Und er war ganz enttäuscht, als ich ihm im Personalgespräch vor knapp 2 Monaten quasi sagte, dass ich mich für keine höhere Position im Unternehmen interessiere. Er wollte mich damals schon abklopfen, denn 2 Tage später wurde ja mein damaliger Chef gekündigt. Was er wusste, ich aber nicht. 😉

Jedenfalls muss ich mal etwas auf mein Umfeld vertrauen. Und es vor allem entspannter angehen. Er meine sogar selbst, wenn etwas mal liegen bleibt oder ich Fristen nicht schaffe, wird ja der Laden nicht gleich untergehen.
Das fand ich nochmal sehr gut zu hören.

Ich will die Sache halt nicht verbocken und denen zeigen, dass es eben nicht die falsche Entscheidung war, eine komplett Ahnungslose in die Position zu lassen. Ich bring genug mit in den Job und den Rest kann ich lernen. Ich hab ja genug Lebenserfahrung und bin nicht zu dumm. Ich bin also eigentlich gar nicht ahnungslos. 😉
Das wird alles gut.

Und wenn ich mich dann an das Pensum gewöhnt habe und mein Kopf nicht mehr raucht, dann widme ich mich auch wieder meinem Langzeitprojekt: dem Abnehmen!

Morgen hab ich wieder frei und freue mich wie Bolle!

Passt auf euch auf vor allem bei der kommenden Hitze!

Eure Katinka 🙂

Alles neu macht der Ma… JUNI

Als Vorbereitung für meine neue Stelle ab Montag, habe ich mir vorgenommen es mal mit dem Bullet-Journal zu probieren. Das ist eine sehr klare und übersichtliche Form, seinen Alltag zu strukturieren. Alles findet Platz: Von spontanen Ideen, Tages-Ereignisse über Essenspläne bis hin zur Planung eines ganzen Urlaubs. Ich gehe nach der ursprünglichen Methode vom Erfinder selbst vor. Ohne hübsches Lettering und ohne bunte Klebchen.

Mein Vormittag bestand darin, mir das Prinzip mal genauer anzuschauen. Mein Mann macht das schon seit geraumer Zeit. Bis vor kurzem einer der verplantesten Menschen, den ich kenne, überrascht er mit Aufgeräumtheit. Als er einmal auf ein Kommentar von mir „YZ hat heute Geburtstag“ reagierte mit „Ich hab schon gratuliert“ war das augenöffnend für mich. Jedenfalls bin ich derart inspiriert, dass ich denke, dass ich das auch brauche.
Habe heute morgen also ein Bullet-Journal für meinen Alltag und zusätzlich eins nur für die Arbeit gekauft.
Ihr seid live dabei, wie ich erwachsen werde…

Worauf möchte ich hinaus? Ich habe also heute mit dem Bullet-Journal begonnen und ein paar Dinge, die auch für diesen Blog relevant sind, mit integriert. Z.B wie oft ich blogge, sportmache, vernünftig esse (nach meinen Maßstäben).
Mir ist gar nicht aufgefallen, dass ich sehr regelmäßig nämlich alle 3 Tage zum Sport gehe. Das ist Ok. könnte besser sein, aber ist OK.
Außerdem kamen mir Blogideen hoch, die ich schon seit ner Weile hatte. Also vielleicht wird’s ja wieder mal interessanter hier. 😉

Die Waage ging auch wieder ein Stück nach unten und zeigte mir eine immer noch hohe, aber bessere Zahl heute. Nämlich 76 Kg.
Bin mit neuem UND altem BMI wiede im Normal bereich. YESSS
tempFileForShare_20190615-200146.jpg

Gestern war ich Sporteln und konnte von einer sehr guten Position aus beobachten, wie 2 Herren sich nacheinander im Damenzirkel verliefen und sich dann auch noch ausgerechnet mit Schlauchi abmühten. Das war sehr herrlich, wie sie auch absolut keine Ahnung hatten, was zu tun ist…. xD
Jetzt schmeiße ich mich in meine Sportsachen und kann im Fitty hoffentlich wieder Leute beobachten, die einen Kampf mit meinem Liebling wagen…

Allerliebste Grüße und ein schönes Wochenende!
Eure Katinka 🙂

Was wurde aus Mut und Warten und so?

office-1701161_1920

Ich habe die Stelle bekommen. (worum gehts?? kann man hier nachlesen) Wie verrückt ist das denn? Toll, wenn man so wertgeschätzt und einem eine Führungsposition anvertraut wird. Ich bringe keinerlei Erfahrung oder Ausbildung in diesem Bereich mit. Sie haben mich ein halbes Jahr arbeiten sehen und das reicht denen, mir die Stelle anzuvertrauen. So cool!
Ich werde ein Team innerhalb eines größeren Unternehmens führen.

Ich habe heute meinen neuen Vertrag unterschrieben. Danach war ich so aufgeregt, dass ich erstmal jemanden voll quatschen musste. Wer hat denn nachmittags unter der Woche Zeit? Hab meine Omi angerufen. Die hat sich gefreut.

Jedenfalls sprudel ich grad und genieße noch die letzten Tage ohne Verantwortung.

Ich hoffe, ich kriege das alles gut hin. Ich hoffe, dass die Einarbeit toll läuft und ich mich sicher fühle, sobald ich meinen Dienst allein antrete.

Oh man. Das ist echt verrückt, wenn man offen für alles ist. Man weiß nie, wohin die Reise geht. Hätte mir das jemand vor einem halben Jahr erzählt, hätte ich dem wohl einen Vogel gezeigt.
Ich werde mein Bestes geben und hoffen, dass mir die Arbeit liegt.

🍀🧚‍♀️

Übergewicht sagt Hallo!

tempFileForShare_20190606-122315.jpg20190606_123015.jpg
77 Kg 🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈

Laut alter BMI-Formel bin ich wieder im Übergwicht. Mit neuer renomierter Oxford-BMI Formel, die natürlich viel besser ist, bin ich noch normalgewichtig.

Ich fühle mich fett und aufgedunsen und kein Stück wohl gerade.
Ich könnte mich selbst sowas von Ohrfeigen. Ich war vor 3 Monaten noch bei 71Kg. Ich hoffe auch die mich belächelnden Menschen bei der Erwähnung, dass ich leicht essgestört bin, glauben mir langsam mal?

Warum ist das Gewicht so dramatisch angestiegen? Weil ich komplett mit dem Sport aufgehört habe. Wenn ich vorher (vor heute aber nach meiner Abnahme) so Fressphasen hatte, habe ich das mit sehr sehr viel Sport kompensiert und konnte mein Gewicht halten.

Abgenommen habe ich, wenn ich mich beim Essen reglementieren konnte und zusätzlich Sport gemacht habe.

Tolle Sache. Ich bin mittlerweile froh, wenn ich einfach nur meinen Tagesbedarf an Kalorien nicht überschreite. Weiß der Fuchs, warum mir das grad so schwer fällt.

Ich lass mich jetzt mal nicht mehr hängen und komm aus meinem Schneckenhaus gekrochen.
Das begann mit meiner Bewerbung für eine Fürhungsposition. Ein kleiner Tritt von mir für mich. Egal ob ich die Stelle bekomme oder nicht: Ich will was erreichen!!
Ich kaufe jetzt auch wieder vernünftiger für meine Ernährung ein.
Ich versuche Süßkram nicht besinnungslos in mich reinzuschaufeln.
Ich habe sehr gern sehr viel auf meinem Teller. Also muss ich das mit kalorienarmen Produkten tun. Gemüse. Ganz viel frisches und vielfältiges Gemüse auf dem Teller. Dann ist nicht so schlimm, wenn ich mir 3 Portionen nachhole…

UND ich war gestern wieder beim Sport. Zum allerersten Mal seit März oder so…. HALELUJA!!! Praise the Lord! Salem aleikum! Namaste….

Ich möchte mir selbst gern einen Orden vergeben. Was mich das für eine enorme Überwindung gekostet hat, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich war da!
Immer wenn ich mal 2-3 Monate nicht im Fitty bin, nutzen die ja jedesmal die Gelegenheit und bauen um. (das hat sebstverständlich etwas mit meiner Abwesenheit zu tun. Damit sie mich nicht beim Sport stören oder so.) Diesmal nicht. Yay. alles beim alten. Nur zwei komplett neue Trainer waren da.
Kann ich denen gleich zeigen, dass ich ja eigentlich regelmäßiger Gänger bin. Der eine von den neuen Trainer weiß ja nicht, dass ich die Kurse tunlichst meide und traut sich noch mit mir zu reden. Der kam zu mir und hat meine Bewegung auf einem Gerät korrigiert. Vielen Dank. Nur weil ich Blickkontakt meide und alle Kurse ignoriere, heißt das ja nicht, dass man mich nicht ansprechen darf. Vor allem, wenn ich mich Monate lang dusslig anstelle.
Da muss ich gleich wieder an mein erstes Intermezzo mit Schlauchi (Abenteuer Zirkeltraining) denken.

Jedenfalls war ich wieder ganz toll 2 Stunden im Fitty. Habe gestern okay-isch gegessen und bin einigermaßen stolz auf mich.

So kann es doch weitergehen!

Die allerschönsten Grüße,
Eure Katinka
🍀💪🍀💪🍀💪🍀💪🍀

Mut. Warten. Mutig bleiben…

Da dieser Beitrag quasi eine Fortsetzung des letzten Beitrags vom Sonntag ist, empfehle ich diesen vorigen zu erst zu lesen, denn sonst versteht man wohl nicht, was los ist.
(Wer keine Zeit hat, eine Kurzfassung: Mein Teamleiter musste gehen und ich habe mich am Montag todesmutig auf die Stelle beworben. Obwohl ich absolut keine Ahnung von dem ganzen Kram habe.)

Ich gab Montag also persönlich meine Bewerbung ab.
Meine Chefin (Die Hauptgeschäftsführerin) sah mich mit dem Zettel in der Hand, bekam große Augen und sprach schon eher seufzend: Oh nein.
Ich tippte darauf, dass sie dachte, dass ich kündigen möchte. Und sagte „keine Angst, ich möchte nicht gehen. Eher im Gegenteil.“
Sie sah den Betreff. Und jetzt begann ein sehr lustiges Schauspiel für mich. Sie begann zu lachen, zu klatschen und mit den Füßen auf den Boden zu trommeln. Ungelogen!!
Und sagte „Oh ich hab mir das so sehr gewünscht, dass du das machst.“
Was ernsthaft??
Sie war auf einmal total aufgeregt und wollte sofort ein Gespräch vereinbaren. Sie hatte schon mit den Betriebsleiter über mich in dieser Position gesprochen. Deshalb sagte er in meinem Personalgespräch vor einer Woche „Schade“, als ich noch ganz unschuldig nicht wusste, dass die Stelle bald frei wird, und mir keine hohen Ziele in der Firma gesteckt habe. Und mit einer anderen Kollegin von auch da ganz oben, sprach sie über mich, die sich das mit mir auch super vorstellen konnte.

Dienstag (also am nächsten Tag) kam ich wieder ins Büro und ich wurde schon von einem anderen Teamleiter, mit dem mich eine – ich sag mal Hass-Liebe – verbindet, grinsend begrüßt. Interessanterweise dachte ich, sei es bei ihm am schwierigsten – von all den anderen – ihn auf meine Seite zu ziehen, aber dann sprach er: Er hatte sofort an mich gedacht, als die Stelle frei wurde…
Also meine Wahrnehmung scheint ja völlig für den Müll zu sein…
Er ist halt sehr gemein und hat immer nen total nervigen Spruch auf Lager. Ich bin allerdings auch nicht auf den Mund gefallen und konnte bisher immer gegenhalten. Allerdings falle ich bei im auch mal aus der Rolle und mir ist egal wenn ich sämtlichen Respekt verliere. Ich habe ihn wohl schon mehr als einmal Arschloch genannt und den Stinkefinger gezeigt. Wohlgemerkt, ist das einer meiner Vorgesetzten. (würde ich auch nicht bei jedem machen…. ) Aber er scheint, das nicht so schlimm zu finden, wenn er sich grinsend freut, dass ich eventuell bald auf seiner Ebene bin. Er sagt auch, dass er mich voll unterstützt und mir gern hilft, wenn ich was brauche. Der Arschloch-Kollege?? Mein Gott. Werden wir jetzt noch beste Freunde oder was?

Im Prinzip scheinen alle Teamleiter auf meiner Seite zu stehen. Und 2 davon meinten, sie werden sich für mich einsetzen. Mir kommen ja fast die Tränen. Also das ist wirklich mal Wertschätzung.
Habe mich also Montag und Dienstag unbesiegbar wie Superman gefühlt. Kein Kryptonit weit und breit.

Meine Chefin hatte es dann aber doch gefunden. Gestern kam dann mal eine gehörige Ernüchterung. Ich hatte mein Gespräch. Sie hatte sich nach all dem Vorgestelle dann auch mal meinen Lebenslauf angeschaut. Da sie wusste, dass ich Sängerin bin, dachte ich, dass sie das schon einkalkuliert hatte, dass ich eben keine kaufmännische Ausbildung oder dergleichen habe. Sogar im Gespräch als ich ihr die Bewerbung gab, sagte sie noch „Ich kann dir alles beibringen und das kriegen wir schon hin. Die meisten sind wie ich aus einer anderen Position hochgerutscht. Ich selbst ja auch.“
Nun war das aber doch ein Problem??

Gestern sind wir dann all die Punkte durchgegangen, die die Stelle mit sich bringt. Und das war schon enorm, hat mich aber nicht überrascht. Ich finde, ich habe mich ganz gut angestellt.
Sie meinte, sie lässt sich das nochmal durch den Kopf geben und sagt mir nächste Woche bescheid, ob sie sich das überhaupt vorstellen kann.
Die Ausschreibung der Stelle ist allerdings noch 2 Wochen aktiv. Wenn sich niemand Geeigneteres findet, bin ich dann wohl Schmerzwahl. Aber immerhin.
Dafür, dass ich absolut gar keine Erfahrung mitbringe, ist das doch schon eigentlich ziemlich cool, dass ich so viel Unterstützung seitens der anderen Teamleiter und sogar des Betriebsleiters erfahre.

Am 11.06. wird es wohl die finale Entscheidung geben.
Es bleibt also spannend!

Hier ist der Artikel quasi zu Ende, aber ich möchte nochmal herausziehen, was das alles für mich bedeutet. Ich lerne ja grad, meine Qualitäten mir auch selbst bewusst zu machen und so besser in die Zukunft zu schreiten.
Dass mich quasi jeder gut genug kennt in einem tatsächlich großen Unternehmen, ist ja schonmal was, warüber ich nie nachgedacht habe. Ich bin halt sehr gesellig und quatsche mit jedem, egal auf welcher Ebene. Ich hatte ja sogar schon ein Pläuschchen mit eben der Geschäftsführerin. Sie ging sogar bei einer Bewerbung drauf ein: das kurze Gespräch hat ihr sehr viel über mich gezeigt. Ich kann gut mit Menschen und bin klug genug.
Mein Alter macht mir meist auch zu schaffen. Ich werde bald 32.
Allerdings ist nun auch mein Alter eine Qualität. Ich bin reifer als die anderen und besitze mehr Lebenserfahrung. Das sticht halt auch heraus. Deshab fühle ich mich ja auch so wohl bei den anderen Teamleitern. Die sind nämlich eher in meinem Alter.
In der Kunst duzen sich alle. Ich habe schon zu Unizeiten, meine Dozenten und Professoren duzen können. Daher ist auch meine Respektwand vor Obrigkeiten nicht so extrem. Natürlich ist mir klar, wer mein Vorgesetzter ist und ich behandel den auch so, dennoch bin ich recht locker und habe keine Angst (… Ihn auch mal Arschloch zu nennen xD).
Und ich glaube mein darstellerisches Studium und gerade der Schauspielunterricht mit den Improvisationen war gute Voraussetzung um auf jede Situation irgendwie adäquat reagieren zu können. An sich bin ich recht schlagfertig. Das hab ich auch in meinem Bewerbungsgespräch gemerkt. Ich war total ruhig und entspannt.

Natürlich befürchte ich, falls ich den Job bekomme, zu versagen. Aber das ist total berechtigt und kann ja sogar passieren. Ich bin dennoch total froh, den Schritt gewagt zu haben. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich genug von auf-der-Stelle-stehen habe. Sollte sie mich nicht für die Position besetzen, werde ich mich weiter umsehen nach einer geeigneteren Zukunft. Ich hab schon Ideen. Ich muss nur mutig genug sein, es auch anzugehen. Und gerade habe ich vor gar nichts Angst.

Muahhh!

courage-2050840_1920
Foto von Pixabay

Weiter geht’s mit der Selbstbeweihräucherung. Es ist nötig!

Mein letzter Post hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich besser zu mir selbst sein soll. Ich bin zwar selbstbewusst, aber nicht in allen Bereichen und vor allem mein Selbstwert hinkt arg hinterher.
Ich möchte mich für eure Kommentare und Likes darunter bedanken, das hat mich auf jeden Fall gestärkt und eine gewisse Euphorie mitgebracht.

Ich bin total wechselhaft mit meinem Denken mir selbst gegenüber. Ein „Hab ich gut gemacht.“ wird meist von drei „Mein Gott bin ich dämlich“ überschattet. Das hab ich doch gar nicht nötig. Warum möchte ich mich schlecht machen?
Eine gesunde Selbsteinschätzung ist toll, aber sich permanent fertig zu machen, scheint mir nicht dazu zugehören. Ich möchte mich gern also auf meine Qualitäten stürzen.

Gerade die letzte Woche brachte sehr viele positive Prädikate von verschiedenen Personen über mich.
Es begann mit einem Konzert am Sonntag. Ich hatte ein für mich recht anspruchsvolles Stück als Solistin begleitet von Orchester zu singen und ich hab das ganz toll hinbekommen. (Ich wollte das Konzert ursprünglich gar absagen, weil ich ja ich bin und mir ja nichts zutraue… -.-‚ Also erste Hürde, überhaupt zuzusagen, habe ich schon mal gemeistert.) Später nach dem Konzert bekam ich eine Nachricht von einem Zuschauer, der meinen Kontakt über meine Homepage suchte. Er wollte sich nur für den schönen Abend bedanken und sagte mir noch, ich hätte eine phantastische Stimme. Wenn sich jemand extra bemüht, mich googlet um über ein Kontaktformular einen netten Gruß zu hinterlassen, dann ist das wirklich ein tolles Kompliment.

Weiter geht’s mit Montag. Meine Probezeit in meinem Nebenjob ist fast um und deshalb gab es ein Personalgespräch mit meinem Teamleiter und dem Personalchef über meine jetzige und weitere Tätigkeit dort.
Die Worte über mich waren: zuverlässig, pünktlich, fleißig, tolle Kollegin, weitsichtig, gute Kommunikation. Als es darum ging, was ich verbessern könnte ist denen nichts eingefallen und sie schlossen mit den Worten: Na wir müssen uns ja jetzt auch nichts ausdenken, nur damit was auf dem Zettel steht.
Das war ne pure Komplimenten-Dusche. Ich musste mich arg zurückhalten um nicht zu widersprechen und gleich auf all meine Schwächen hinzuweisen…
Ich wurde auch zu meinen beruflichen Zielen (es gibt nämlich Aufstiegschancen) innerhalb des Unternehmens befragt und ich hab wahrheitsgemäß gesagt, dass das grad für mich eine Zwischenstation ist und ich noch auf der Suche nach meiner Zukunft bin oder so ähnlich. Also, dass ich eigentlich nicht ewig da bleiben möchte um andere Positionen zu besetzen (das Feld ist für mich auch komplett Neuland und mir fehlen sämtliche Qualifikationen). Daraufhin sagte mein Personalchef: Schade. (Auch das war ja im Prinzip ein Kompliment. Auch wenn ich mit dieser Aussage nicht unbedingt glänzte)

Mittwoch (2 Tage später also) bekomme ich eine Nachricht, dass mein direkter Vorgesetzter, also mein Teamleiter gekündigt worden ist (ich war auch kein Fan seiner Arbeit muss ich gestehen. Und dass es für ihn brenzlich wird war augenscheinlich).
Ab morgen wird die Stelle intern ausgeschrieben (wir sind ein sehr großes Unternehmen mit Standorten weltweit. Daher ist „intern“ sehr großflächig).

Also nochmal kurz drüber nachgedacht: neee…. ich weiß nicht.. neeeee….. Angst… nee….

Freitag komm ich seit dieser Verkündigung wieder zur Arbeit und der erste Büromensch( Wir haben Arbeiterlein auf Mindestlohn, das was ich grad mache und Büromenschen in leitenden Positionen) kommt auf mich zu: bewirb dich doch (und das immer energischer nach Protest meinerseits).
Samstag erzähl ich meiner Kollegin, die Assistenten meines nun ehemaligen Teamleiters, dass mich der eine Büromensch schon fast genötigt hat, mich zu bewerben. Sie fand diese Idee nun auch großartig und meinte, sie könnte sich das ganz toll vorstellen und wüsste, dass sie gern meine Assistentin wäre. Keim gesetzt. hm…..
Hab dann einem anderen Vorgesetzten, mit dem ich sehr freundschaftlich bin auch erzählt, dass ich nun überlege mich zu bewerben. (er selbst wäre sogar für die Einarbeit zuständig) Auch er war sofort Feuer und Flamme und meinte, er würde sich für mich einsetzen.
Ab dem Moment hab ich mich entschieden und einer weiteren engen Kollegin und ein paar engen Freunden gesagt, dass ich mich nun bereits entschieden habe mich zu bewerben.

Ich habe mir ja nun mal vorgenommen mutig zu sein. Also bin ich mal mutig und werfe mich in einen total neuen Themenbereich und einer total neuen Verantwortung.

Das Leben besteht aus Erfahrungen und die bringen mich ja alle weiter.

Ich bin ja schon so aufgeregt, nur weil ich die Bewerbung einreiche. Ob ich den Job überhaupt bekomme, weiß ich ja gar nicht. Aber ich bin total stolz auf mich, dass ich selbst den Grundstein lege.

Ich habe die Bewerbung heute morgen geschrieben, ausgedruckt und werde sie morgen meiner Chefin persönlich überreichen. Da kann ich ja gleich mal schauen, wie sie guckt und ob ihr die Idee gefällt.
Drückt mir die Daumen! Das wäre ein sehr neues und sehr spannendes Kapitel in meinem Leben, sollte es klappen.

Nach dem Bewerbungsschreiben Schreiben war ich übrigens wählen.
Geht Wählen!
Frieden ist ein wertvolles Gut, das wir uns nicht durch Ignoranz und Desinteresse nehmen lassen dürfen.