Bilanz KW 39

Gewicht: Verschweigen bringt ja nun auch nichts…. 81,7 Kg
Seit meiner Hochzeit und damit meine ich wirklich 2 Tage später ist mein Gewicht ganz merkwürdig nach oben geschnellt. Direkt auf die 82Kg, ohne Treppe. Die Zunahme macht seit eben 4 Wochen keine Anstalten wieder zu verschwinden. Das Gewicht schwankt irgendwo zwischen 81,5-83,0 Kg…. Wieso? Warum? Weshalb? Wo ist die 79? Was ist passiert?

Ich muss erwähnen, dass die Hochzeit mein einziges Hoch in einer Phase mit ganz viel Mist war. Es sind ganz viele komische unerwartete Dinge passiert, die mich stark mitgenommen haben, oder wenigstens arg beschäftigen.

Dadurch ging die Spirale nach unten und zog mich mit sich in den Keller. Mein Gewicht war mir einfach sowas von egal und das zahlt es mir dann eben sofort heim.

Langsam meldet sich alles wieder zurück. Alarmierende Blinklichter nehme ich wieder wahr. Hose spannt. Shirt spannt. Waage zeigt 8X Kg an. Schulter fallen wieder ein. Ich fühle mich schlapp. Ich erkälte mich schnell (aktuell erkältet). Horropickel rund um mein Gesicht (und ich habe eigentlich das Glück mit reiner Haut gesegnet zu sein (sogar meine Oma fragte mich schon, ob ich Ausschlag habe)).

Ich befinde mich gerade im Aufarbeitungsprozess. Die Handbremse habe ich bereits letzte Woche gezogen, aber ich bin ein sehr gemütlicher Mensch….

Die Pickel sind wieder weg. Die Gleichgültigkeit ist wieder weg. Der Ehrgeiz ist zurück.

Ich möchte, dass es mir gut geht. Ich möchte mich wohlfühlen und gut zu mir sein.

Was kann ich von außen tun:
– vernünftige Ernährung (Ich neige dazu, mir riesige Portionen einzuverleiben, selbst wenn die Mahlzeit an sich Ok war)
– Bewegung

Was kann ich von innen tun:
– Einstellung zu gewissen Dingen überdenken (Job, Chefin, Meinung von anderen)
– offen sein (für neue Wege, für Ratschläge, für andere Meinungen)
– für eigene Rechte einstehen
– Ziele setzen
– Ziele verfolgen

Wie werde ich das also anstellen?
Ich werde weiterhin keine Kalorien zählen, sondern auf meine Portionen achten.
Weniger Öl in die Pfanne hauen.
Buntere Teller.
Weniger Fleisch und Milchprodukte.
2 l am Tag trinken (light, Wasser oder ungesüßter Tee).
Vollkornprodukte.

Sobald ich wieder gesund bin, geht’s wieder zum Sport. Es macht mir Spaß, also bleibe ich auch dran.
Treppen steigen, statt Rolltreppe benutzen.

Wenn ich schon keine großen Schritte (mehr) schaffe, möchte ich doch wenigstens die kleinen gehen.

Drückt mir die Daumen!

Japan_0919

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Bilanz der letzten KWs

Was ist hier schon wieder los?
Madame kommt nicht zu Potte und dümpelt wieder im eigenem Mus.

Theoretisch könnte ich auch einen alten Post recyceln, denn letztendlich passiert das ja immer wieder und ich komm immer zu den gleichen Schlüssen.

Aber ich mach mal einen Umriss der gegenwärtigen Umstände.

Positiv bleiben ist das Einzige was mir hilft um nicht komplett im Sumpf des Versagens abzutauchen.
Worte haben eine große Kraft und ich muss aufpassen, wie ich mich artikuliere, vor allem mir selbst gegenüber.
Ich neige dazu mich klein, dumm, unfähig und schwach zu machen. Ich mache das zwar mit Selbstironie, aber derart oft und fast immer, wenn ich über mich selbst rede, dass das mittlerweile schon sämtliche Ironie verloren hat und Realität geworden ist.

Hauptsächlich zieht mich mein Berufliches herunter. Und eigentlich ist es nicht mal das, sondern Menschen um mich herum, die meinen wissen zu müssen, wie es mir geht, weil sie denken, dass mich meine berufliche Situation herunter zieht. Und dadurch, zieht einem dann irgendwann wirklich die berufliche Situation herunter, weil das ja nicht gesellschaftsfähig ist, wie ich lebe.

Vorgeschichte: Die Uni hat mich damals ziemlich aus der Bahn geworfen. Ich habe sehr lange studiert und war am Ende so ausgebrannt, dass ich ein Jahr lang nicht wusste, wohin es mit mir gehen soll. Ich konnte mir jedenfalls nicht vorstellen zu singen.
Ich war leider immer viel zu brav und habe auf alle guten Ratschläge gehört. Ich habe immer einfach gemacht, was von mir erwartet wurde. Auch nie mehr. Eigene Ideen und Wünsche habe ich gar nicht gelernt zu verfolgen, da ich immer auf die, die es besser wissen, vertraut habe (vor allem Lehrer und Dozenten dann später).
Gerade die Uni hat mich sehr sehr klein gemacht. Sie hat mir viel meiner Natürlichkeit genommen.
Ihr müsst verstehen, ein Gesangsstudium ist sehr speziell und intim. Ich hatte fast nur Einzelunterricht. Der Gesangslehrer ist schon fast ein Therapeut und weiß eigentlich immer, was gerade in deinem Leben los ist, denn jede Stimmung legt sich auf die Stimme (jedenfalls konnte ich das schwer trennen). Durch dieses uneingeschränkte Vertrauen, haben Gesangslehrer auch eine große Macht über dich. Intuition gegenüber der eigenen Stimme (welche Stücke zu früh, zu hoch, zu schwer, zu einfach,… sind. Oder mein eigenes Verhängnis: was habe ich überhaupt für eine Stimme? Alt oder Sopran?) wird einem aberkannt und über einen hinweg entschieden. Noch zu Musikschulzeiten hatte ich in einer Jazzband gesungen und wegen Wettberwerbe im klassischen Bereich bekam ich das Verbot mit der Band weiter aufzutreten (weil nicht alle Sänger das unterschiedliche Singen trennen können. Mir wurde abgesprochen, dass ich das kann). An der Uni organisierten Kommilitonen ein Projekt, in dem wir zum ersten mal szenisch auftreten konnten, meine Gesangslehrerin verbot mir die Teilnahme, weil es zu früh für mich war. (Ich war 20 und im 2. Semester).
An der Uni gab es ein Projekt mit dem „Skandal-Regisseur“ Calixto Bieito und manche Lehrer verboten die Teilnahme ihrer Studenten am Kurs, weil seine Inszenierungen eben skandalträchtig sind.
Man lernt an der Uni, dass man noch zu jung, zu früh, zu irgendwas ist. Selbstbewusstsein sein wird einem abtrainiert, dabei ist das so wichtig auf der Bühne.
Hier möchte ich erwähnen, dass die Lehrer natürlich wirklich nur im besten Interesse des Studenten handeln wollen. Ich ärger mich über mich selbst, denn es gehörte zu meiner Natur artig zu sein. Und ich ärgere mich über die Dozenten, die wie Übereltern alle Entscheidungen übernehmen und mich und auch andere nicht wirklich für den Beruf ausgebildet haben.

Was ich erfahren habe an der Uni, ist, dass all die Studenten, die sich damals hinweggesetzt haben, Gesprächsstoff der Lehrer/Studenten waren und eben nicht von ihnen gegängelt worden sind, jetzt erfolgreicher sind.
Sie haben immer auf ihr Bauchgefühl gehört und wenn sie vielleicht doch mal daneben lagen, konnten sie zumindest aus ihren eigenen Fehlern lernen.

Ich habe sehr spät gelernt auf mein Bauchgefühl zu hören.
Ich habe das Gefühl zum ersten Mal zu wissen, was mir gut tut und was ich gerade brauche um dahin zukommen, wo ich auch hin möchte. (wichtig: wo ich hin möchte. Und nicht wo andere mich sehen.)
Dennoch quatschen immernoch Leute rein und meinen es besser zu wissen oder wollen helfen.
Ich nehme mir gerade ganz bewusst eine Auszeit. Ich singe Projekte hier und da, habe mein festes Ensemble, das jede Woche auftritt und nehme Dinge an, die durch Kontakte entstanden sind. Ich gehe aber nicht zu Vorsingen oder anderen Auditions, weil ich einfach nicht so weit bin. Das ist aber OK. Mir nutzt es nichts eine Arie toll vorsingen, dann aber die ganze Rolle nicht durchstehen zu können um dann einen schlechten Eindruck zu hinterlassen und nie wieder gefragt zu werden.

Gerade lerne ich unter anderem diese Arie:

Das wäre vor einem Jahr noch undenkbar gewesen. Ich muss noch ganz schön an meinem hohen C arbeiten, aber hey, ich habe ein hohes C… Ich bin jedenfalls sehr froh und spüre, dass grad ganz viele Knoten platzen. Das gibt mir also Recht!

Und jetzt kommt ganz viel Eigenlob für meine eigene Selbstwertschätzung: Ich habe eine außergewöhnlich Stimme, die einen großen Wiedererkennungswert besitzt. Ich habe eine große Stimme, die auch herausgehört wird, wenn ich in einem Ensemble oder Chor singe. Ich habe eine gefällige, warme Stimme.

Das sind meine Punkte. Die habe ich. Daran gibt’s nichts zu rütteln, die gab mir die Natur.
Was mir noch fehlt ist eine stabile Technik und die Ruhe und das Vertrauen vor schwierigen Phrasen. Das lerne ich gerade! Also ist doch eigentlich alles in Ordnung?

Ich möchte mir den Schuh nicht mehr anziehen, dass weil ich nicht sooo viel zu tun hab, es mir ja auch schlecht zu gehen hat.
Es ist selbstgewählt! Ich verdiene nicht so viel, weil es selbst gewählt ist. Das ist der Unterschied. Je mehr Zeit ich mir jetzt gebe, desto schneller bin ich am Ziel. Auch wenn alle anderen dagegen sprechen und meinen, ich sollte trotzdem vorsingen gehen und trotzdem blabla….

Fassen wir zusammen:
Ich habe einen beruflichen Fahrplan. Ich weiß, was ich erreichen möchte und wie ich es erreichen kann. (Das ist ziemlich toll!)
Meine Teilzeit-Tätigkeit ist selbst gewählt. Und dass ich trotzdem überlebensfähig bin, (wenn auch sehr knapp) ist doch ein gutes Zeichen.
Ich bin optimistisch. Ich glaube wirklich daran, dass ich erfolgreich sein kann.
Alle Hindernisse sind überwindbar. Es liegt tatsächlich in meiner Hand, dadurch ist es machbar!

Was hat das ganze mit meiner Abnahme zu tun?
Sehr viel. Mein beruflicher Zwischenzustand belastet mich ziemlich stark (vor allem in der letzten Zeit) und zieht mich dann doch herunter. Und in solchen Momenten, verliere ich Kraft und Lust für andere Dinge und flüchte ins Fressen.
Die Lage in meiner einzigen festen Tätigkeit ist gerade einfach zum Davonlaufen, weshalb ich sogar auch diese Tätigkeit ab Januar aufgebe.
Das ist sehr mutig von mir, aber es ist notwenig. Ich bange äußerst vor dem neuen Jahr, denn ich habe absolut keine Ahnung, wie es weiter geht. Aber ich werde es anpacken und nicht in ein Loch fallen.

Selbstmitleid schüttel ich also mal ab. Ich habe mehr zu bieten.

shana towa!

🍀🍀🍀🍀🍀🍀🍀

Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 4 – Hiroshima

*Hier kommt ihr zu Teil 1 (Tokyo/Hakone), Teil 2 (Kyoto) und Teil 3 (Osaka/Nara)

Station 5 Hiroshima
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass Hiroshima zuerst nicht zu unseren unbedingten Zielen in Japan gehörte. Die Geschichte, wenn auch rudimentär, ist bekannt. Und gerade als Deutscher wird man verständlicherweise ja doch immer wieder mit dem 2. Weltkrieg konfrontiert und sei es nur beim Zappen: Auf irgendeinem Sender gibt es mit Sicherheit eine Hitler-/II.WK-Doku. Natürlich hatte der Bombenabwurf auf Hiroshima ausnahmsweise mal nichts mit deutscher Vernichtungswut im Jahre 1945 zu tun. Aber Krieg ist Krieg und das Thema ist schwer verdaulich. Da überlegt man sich eben im Urlaub, ob man die ganze Zeit Heititei macht oder sich auch mal geschichtlichen Dingen stellt, vor allem wenn es sich um so dramatische Themen handelt.
Hiroshima wäre auch ein ziemlicher Ausriss aus der Route gewesen (Hier kommt spät aber immerhin mal die Ansage, dass wir eine Rundreise allein auf der Hauptinsel Honshu planten (und auch verrichteten)). Hiroshima liegt ziemlich weit westlich und wäre bereits an einem Tag besichtigt. Lohnt sich das also…?
Allerdings liegt direkt vor Hiroshima (Wir befinden uns an der Küste) die kleine Insel Miyajima mit ihrem Shinto-Shrein Itsukushima (ja schon wieder ein Schrein). Das rote Torii, dass den Schrein weist, steht vor der Insel quasi im Wasser und kann bei Ebbe belaufen werden. Auch der Schrein befindet sich direkt am Strand. Bei Flut werden Torii und Schrein unterspült (stehen nämlich auf Stelzen) und es sieht so aus, als würden sie auf dem Wasser schwimmen. Mit so tollen Bildern habt ihr mich ja und zusätzlich mit Hiroshima gibt es zwei gut ausgefüllte Tage, also ging es dann doch für 2 Nächte nach Hiroshima.

Tag 12
Ankunft in Hiroshima
Meiner Meinung nach gab es eine große Veränderung in der Stadt-Atmosphäre im Vergleich zu den anderen Orten. Entweder war es das Wissen der Geschichte, die mich andächtiger werden ließ oder man hat tatsächlich gemerkt, dass die Stadt ihr Päckchen zu tragen hat.
Schon die Architektur sah ganz anders aus. Alles war breiter und man hatte mehr Platz. Mich haben die Häuser an sozialistische 70er-Jahre Bauten erinnert mit großen Promenaden. Es gab sogar die Betonblumenbeete mit Stiefmütterchen überall. Viel Beton generell.
Es war allgemein nicht so bunt und laut wie die anderen Städte. Irgendwie ruhiger und entschleunigter.
Im Zentrum der Stadt befindet sich umrahmt von 2 Flussarmen der Friedenspark. Hier war das Epizentrum der Explosion und hier hat man das große Denkmal errichtet. Auf dieser innerstädtischen Insel befindet sich das Friedensmuseum und eine Park-Anlage mit vielen Denkmälern für verschiedenste ethnische Gruppen und Persönlichkeiten, die ihr Leben lassen mussten. In der Mitte des Parks steht der Kenotaph mit einer Truhe, in der die Namen der Opfer der Atombombe hineinkommen. Es kommen stetig Namen dazu, da auch heute noch Menschen an den Folgen sterben.

Fakten zum Bombenabwurf
(Quelle z.T. Wikipedia)
Hiroshima wurde ausgewählt, da sich hier das Hauptquartier wichtiger Armeen und Divisionen befand und die Stadt als Truppensammelpunkt und Lagerung kriegswichtiger Güter genutzt wurde. Zudem befanden sich sehr wenige Kriegsgefangene in der Gegend.
Die meisten der 255.000 Einwohner waren jedoch Zivilisten.
Die Häuser bestanden traditionell aus Holz und Papier und so wurde mit einem Feuersturm gerechnet.
Die Bombe explodierte in 600m Höhe (da sie aus der Höhe noch mehr Vernichtungskraft besitzt).
Die Temperatur erreichte im Epizentrum schlagartig 4000°C.
70.000-80.000 Menschen waren sofort tot.
Innerhalb einer Sekunde hat die Detonationswelle 80 Prozent der Innenstadt vollständig zerstört.
Bis in 10 km wurden durch die Strahlung noch Feuer entzündet.
Little Boy war der Name dieser Atombombe und war mit 13 Kilotonnen TNT Sprengkraft quasi nur der kleine Bruder der Bombe Fat Man die mit fast doppelter Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT über Nagasaki explodierte.

Im Friedensmuseum werden Gegenstände, die durch die Hitze total deformiert wurden, Kleidung die zum Teil ausgebrannt wurde und Fotos von Menschen mit Verbrennungen gezeigt. Außerdem berichten Zeitzeugen, was sie erlebt haben.
Ich habe euch Bilder vom Museum mitgebracht. Die sind zum Teil etwas verstörend, da sie massive Verbrennungen von Überlebenden zeigen. Vielleicht solltet ihr beim Bilderstöbern nicht grad euer Brot essen. Aber wie gesagt, es handelt sich um Menschen, die überlebt haben. Die separate Galerie findet ihr unter der ersten Galerie mit den schönen Bildern.

Hier kommt noch eine Geschichte, die sehr traurig ist, aber in sich irgendwie auch schön:
Eine japanische Legende besagt, wenn man 1000 Origami-Kraniche faltet, erfüllen die Götter einem einen Wunsch.
Bei Sadako Sasaki, die mit 2,5 Jahren den Atombombenabwurf überlebte, diagnostizierte man 1955 im Alter von 12 Jahren Leukämie (gewiss verursacht von den Strahlen bei der Explosion). Sie hörte von der Kranich–Legende und begann zu falten. Es wurden sogar 1600 Kraniche, dennoch starb sie noch im selben Jahr. Gerührt von der Geschichte begannen Menschen mittlerweile weltweit gefaltene Kraniche erst ins Krankenhaus und später bis heute ins Friedensmuseum zu schicken, die in einem eigens für Sadako aufgestelltem Denkmal einen Platz bekommen.
Heute steht die Geschichte um Sadako Sasaki und der Origami-Kranich für Frieden auf der Welt und für die Abschaffung von Atomwaffen.

Eine Überleitung dieses Themas zum Urlaub ist unmöglich, also verzeiht die Abruptheit.

Weiter mit unserer Reise
Pünktlich um 18 Uhr zur Schließung verließen wir das Museum und kehrten in die Innenstadt zurück.
Hiroshima hat natürlich auch schöne Dinge zu bieten. Mittlerweile wohnen knapp 1,2 Mio. Menschen dort und haben auch ihren Zeitvertreib.
Vorbei an der wiederaufgebauten Burg sind wir hin zu einem Must-See in Hiroshima. Dem Okonomi-mura. Ein Haus voller Okonomiyaki-Restaurants.
Okonomiyaki heißt übersetzt soviel wie „brate, was dir gefällt“ und wird immer als eine Art Kohl-Eierkuchen oder Teig-mit-Kohl-Fladen beschrieben. In Hiroshima gibt es eine eigene Version dieses nationalen Gerichts – zusätzlich kommen noch gebratene Nudeln zwischen die Teigfladen. Und toppen kann man das dann noch mit allem möglichen Zeug: Garnelen, Schweinebauch, Kimchi, Spiegelei, oder alles auf einmal.
Sie werden direkt vor deiner Nase auf einer heißen Platte zubereitet und dir dann mit einem Spachtel (ja Spachtel!!) auf der Kochplatte serviert. Ich liebe es!! Ahhh.
(am Ostkreuz gibt es ein Okonomiyaki-Laden, falls das jemand in Berlin mal ausprobieren möchte. da aber ohne Kochplatte und Spachtel.)

Tag 13 Miyajima
Wie schon geschrieben liegt die Insel quasi direkt vor Hiroshimas Küste. Mit der Fähre hinübergesetzt, befanden wir uns wieder einmal in einer wahnsinnig schönen, grünen, bergigen, ruhigen und dorfähnlichen Gegend. Natürlich gibt es Schaaren an Touristen und die müssen wieder mit unzähligen Souveniershops betäubt werden. (Wir waren mit Sicherheit in jedem drin. Japanischer Kitsch ist einfach das Beste.)
Überall gab es mal wieder zahme Rehe. Rehe am Strand ist auch mal ein interessanter und merkwürdiger Anblick.
Eigentlich sind wir ja wegen des „schwimmenden“ Schreins hin, aber den haben wir kaum wahrgenommen, weil er uns recht wenig interessierte auf einmal. Es war grad Ebbe. Natürlich war er trotzdem super schön, aber wir hatten ja schon den Schrein-Overkill…. Und die Schlange zur Besichtigung war elend lang. Da haben wir beschlossen den Hügel (Mt. Misen 530 m) zu erklimmen, der mitten auf der Insel gewachsen war. Es gab auch eine Seilbahn, aber pff…. Wir hatten ziemlich gutes und warmes Wetter (so um die 25 °C bei strahlendem Sonnenschein) und der Schatten der Bäume spendete Erfrischung, bei diesem doch recht anstrengendem Weg, der absolut nicht barrierefrei war. Schätzungsweise nach 2 Stunden waren wir oben (vielleicht waren es auch mehr oder weniger, ich weiß es nicht mehr) und wurden mit einer umwerfenden Aussicht belohnt. (… und einem kleinen buddistischem Schrein… natürlich…)
Um hinunter zu kommen hätten wir den selben Weg wieder laufen müssen oder eine seeeehr lange andere Route nehmen, bei bereits vor Hunger nörgelndem Bauch. Darauf hatten wir dann doch weniger Lust und entschieden uns dann mit sehr vielen Menschen in eine Gondel zu quetschen. „Wenn auf dem Schild steht, dass die Gondel 40 Personen tragen kann, dann befüllen wir die auch mit 40 Personen, egal wieviel Platz ist“ war wohl das Motto der Angestellten, jedenfalls war es sehr sehr eng.
Was Hiroshima sein Okonomiyaki ist, ist Miyajima sein gegrillter Aal und seine Austern (Wirklich jeder Ort hat irgendeine Spezialität, die unbedingt probiert werden sollte. Als Japaner war man nicht in einer Stadt, wenn man nicht deren lokale Spezialität probierte.) Dem möchte ich mich natürlich nicht widersetzen. Ich habe sehr anständig gegessen. Der Aal war wirklich köstlich. Teuer! Aber köstlich! Fotos findet ihr auch unten!
Essen ist und bleibt mein zentrales Thema. 😉

Nächste Station Kanazawa (Geishaviertel mit Teehaus) und Takayama (die japanischen Alpen)

Hier nun die Galerie für den Friedenspark:

Bilanz KW 35

Gewicht: 79,6 Kg
Differenz: -15,9 Kg

Ich war 4 Mal Sporteln. Das ist ziemlich super. Allerdings wollte ich noch öfter gehen, aber dann kam wiedermal das Leben dazwischen mit all seinen vielen (besonders unschönen) Facetten und ich hatte ganz andere Probleme als mein Gewicht.

Ich verzichte auf Details und konzentriere mich auf die guten Dinge.
Ich heirate übermorgen. 😀
Ich habe tatsächlich ein Kleid gefunden, das genau so aussieht, wie ich mir das vorgestellt habe. Hochtailliert mit weitem Midi-Rock. Es ist bordeaux-rot und daher nicht unbedingt die typische Brautfarbe, aber mir doch egal!
Ich sollte erwähnen, dass es um die standesamtliche Trauung geht, die wir nur klein feiern. Nächstes Jahr wird dann nochmal groß gefeiert und dann auch in weiß. uhhh….
Jedenfalls bin ich glücklich doch noch etwas gefunden zu haben, womit ich mich 100% wohl fühle.

Gestern begrüßte mich ein (schwuler) Kollege (hetero Männer sind meist nicht so überschwänglich):  „Mensch Katinka, du bist so dünn geworden…. !!“
Glatte Lüge! Aber ich hab mich nicht beschwert. xD

Laut Waage ist nichts passiert, aber der Sport macht sich bereits nach 2 Wochen bemerkbar, finde ich. Mein Kollege sieht das scheinbar auch so.
Ich treibe im Schnitt mindestens alle 2 Tage Sport.
Sport machen bedeutet:

Variante 1) Ich habe viel Kraft, Zeit und Lust:
10 min Erwärmung auf einem Cardiogerät (Laufband oder Crosstrainer)
45 min Krafttraining (Arme/Oberer Rücken oder Beine/unterer Rücken)
30-60 min Cardio (Laufband, Crosstrainer, Treppensteigegerät)
10 min Dehnen.

Variante 2) Ich habe Zeit, aber keine Lust/Kraft:
Wenn Sport dran ist, aber ich nicht soviel Lust habe, dann laufe ich bei 6,3-6,5 km/h ne Stunde einfach auf dem Laufband und danach Dehnen.

Variante 3) Ich habe keine Zeit und keine Lust:
Wenn ich mich ganz schlecht fühle und gar keine Lust auf Fitnessstudio habe, mache ich zu Hause Bauchtraining, Dehnübungen und Kniebeugen.

Die 4 Male letzte Woche waren übrigens nur Variante 1. Also das volle Programm. YAY!

Ich habe nur heute Zeit für Sport. Diese Zeit möchte ich dann abends gerne nutzen. (Variante 1 natürlich 😉 Die Beine sind wieder dran)

Außerdem habe ich aufgehört Kalorien zu zählen. Ich trickse mich immer selber aus. Und fast jedes Defizit, das ich am Tage erwirtschafte, mache ich mir noch am selben Abend oder wenigstens am nächsten Tag kaputt.
Irgendwie komme ich besser damit klar, wenn ich keine Ahnung habe, wieviel ich wirklich zu mir nehme. Ich wiege trotzdem meine Nudeln ab (damit da nicht wieder aus Versehen 150g auf dem Teller landen 🙈) und schau bei den Zutaten auf die Nährwerttabelle, trage eben nur nicht alles ein.

Mein neuer Weg ist „normal“ zu essen. Das heißt, ich versuche im Allgemeinen meinen Gesamtumsatz (aktuell von ca. 2080 Kcal) zu konsumieren.
Ich habe 2 Jahre lang Kalorien gezählt und mittlerweile ein ganz gutes Gespür entwickelt und werde im Kopf überschlagen. Sollte mein Gewicht dennoch dramatisch nach oben ausschlagen, dann wird wohl nix anderes helfen, als doch alles pingelig aufzuschreiben.

Man wird sehen!

Ich verabschiede mich schonmal für diese Woche ab in den Hochzeitsstress samt Flitterwochenende.

Lasst es euch gut gehen und habt eine schöne Woche! ❤

20170902_133021
Dies ist jenes welches Kleid 😀

Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 3 – Osaka/Nara

*Hier kommt ihr zu Teil 1 (Tokyo/Hakone) und Teil 2 (Kyoto)

Station 4 Osaka und Nara
Osaka und Kyoto liegen nur 50 km auseinander (20min mit dem Zug) daher bleibt man meist einfach in einer der beiden Städte und macht Tagesausflüge in die jeweils andere. Der dritte sehenswerte Ort im Bunde ist Nara und bildet ein Kultur-Dreieck mit Osaka und Kyoto zusammen.
Ursprünglich wollten wir 6 Tage in Kyoto bleiben und eben nur Ausflüge nach Osaka und Nara unternehmen. Allerdings kamen wir zur Kirschblütenzeit (die sich leider doch noch sehr geziert hat) und da dreht Kyoto völlig ab und ist komplett ausgebucht. Für 6 Tage haben wir nichts bezahlbares in Kyoto gefunden und haben uns gleich für 3 Nächste in Osaka einquartiert und einen Tagesausflug nach Nara von dort aus gestartet.

Osaka ist eine Großstadt ganz wie Tokyo und wirtschaftlich sehr bedeutend, da viele Großunternehmen ihren Sitz in Osaka haben (auch wenn in den 90er Jahren die meisten Firmen nach Tokyo gezogen sind). Sie ist mit 2,7 Mio Einwohnern die dritt größte Stadt Japans. Sie ist damit kleiner als Berlin, was ich aber nicht vermutet hätte, denn auch hier wirkt alles einfach nur groß und voll.

Tag 9
Ankunft in Osaka. Der Wetterbericht bereitete uns schon auf Schauer vor, daher blieb eine Stadtentdeckung zu Fuß vorerst aus und wir entschieden uns das hochangepriesene Aquarium zu besichtigen.
Wie auch in Tokyo haben sich in Osaka so eine Art Vergnügungsviertel an den Buchten angesiedelt. Neben dem Aquarium befindet sich gleich Legoland und das größte Riesenrad Japans (4. größte der Welt), außerdem ein Freizeitpark-Resort der Universal Studios Japan.
Das Aquarium war eine sehr gute Wahl. Ich war in Deutschland schon öfter in welchen gewesen, aber dieses stellt alles in den Schatten. Es war riesig. Man fährt zu erst mit einer Rolltreppe richtig steil weit nach oben und läuft dann spiralartig an den Wasserbecken/-Tanks vorbei nach unten. Was die nicht alles für Fische da hatten. Wahnsinn. Es gab ein großes Haibecken in dem neben mehreren Hammer-, Riff- und anderen Haien, viele viele Rochen, Thunfische, ein großer Schwarm kleiner Fische auch noch 2 (zwei) Walhaie platz fanden. Ja warum nicht… Da läuft man dann eben drumherum/bzw. zwischendurch nach unten und entdeckt auf verschiedenen Eben des selben Beckens immer andere Arten. Super tolle Sache. Beeindruckt war ich auch von den Riesenkrabben. Aber was interessieren euch die Fische in einem Aquarium in Japan, ich verschone euch mit den tausend Bildern, die wir allein dort gemacht haben.
Nach dem Aquarium ging es direkt zum Riesenrad. Da es geregnet hat, war die Aussicht nicht einwandfrei, aber zu zweit in einer kleinen Kapsel hoch über der beleuchteten Stadt (es war bereits nach 20 Uhr und deshalb dunkel) hat dann doch seinen Charme. Wenn man die Kapsel dann noch mit Ring am Finger (, der da vorher nicht war) verlässt, bleibt der Ausflug unvergesslich. 😉

Tag 10
Ich muss euch sagen, war ich eh schon die ganze Zeit im Himmel, weil alles bisher einfach nur schön, aufregend, interessant und toll war, kann man diese Gefühle mit einer frischen Verlobtheit noch toppen. 😀
Wir strebten die Burg Osaka an. Umgeben von einem Park, einen Burggraben dann einer Burgmauer bauen Menschen ihre Burgen dann wohl auf jedem Kontinent nach Chema F. Nur die Architektur sieht dann für mein europäisch geprägtes Auge exotisch aus.
Wir bestaunten einen Neubau aus Anfang des 20 Jahrhunderts, da die Burg völlig zerstört war. Ich steh total auf mitteralterliche Burgen und Geschichten und war hocherfreut, dass man die Burg besichtigen konnte. Da es sich um einen Neubau handelte, wurde das Innere dann doch eher dem 20. Jahrhundert angepasst und so schön die Burg auch von außen war, so befand sich im inneren nur ein Museum über den Fast-Schogunen, der die Burg aufbauen ließ. Da ich absolut keinen Plan der ganzen Familien und -Zerwürfnisse des mittelalterlichen Japans hatte, war das Vermächtnis einer einzigen Person, die da beleuchtet wurde dann doch ziemlich uninteressant für uns. Cool waren Samurei-Rüstungen und Schwerter, die ausgestellt wurden, die da irgendwem von diesem Typen gehörten. Man hatte übrigens auch einen wunderschönen Blick von oben ringsherum auf die Stadt. Damit hat sich der Eintritt dann doch rentiert.
Im Park vor der Burg feierten die Einheimischen ihr Hanami (Blütenschauen, Picknick unter den Kirschblüten), auch wenn kaum eine Blüte zu sehen war. Und Festival ähnlich gab es Essensstände, denen wir unser Mittagessen verdanken. Bei der schönen Kulisse war auch der grässliche gegrillte Kalmar noch erträglich. (Takoyaki gab es auch, also alles war gut 😉 )
Dann gab es einen Spaziergang an den Hochhäusern vorbei ins Shopping district und zum amerikanischen Viertel „Amerikamura“. Früher haben sich viele amerikanische Firmen und Labels dort angesiedelt, ihnen verdankt das Viertel seinen Namen. Amerikamura ist Zentrum der jungen Fashion Welt und Popkultur. (Falls jemand das Nintendo-Spiel Splatoon kennt: es sieht aus wie Inkopolis).
Weiter zu Dotonbori (dabei bin ich mir nicht sicher, ob die Brücke so heißt, der Fluss oder das Viertel). Viele Restaurants und bunte Shops und Plüschtierautomaten Häuser. Wieder so eine andere Welt von unserer, dass ich mich einfach nur reinschmeißen wollte. Es macht wahnsinnig viel Spaß da langzulaufen und diese ganzen verrückten Dinge anzuschauen.
In einem Plüschtierautomaten/Arcade-Hause haben wir dann eine perfide Absurdität entdeckt. Man konnte Angeln. Echte Fische schwammen in einem Becken. Man hat nach Zeit bezahlt. Und falls ein Fisch geangelt wurde, wurde anhand seiner Größe ein Preis (Bunte Kinkerlitzchen…) überreicht. Was mit dem Fisch dann passierte, wissen wir nicht. Gar nicht schön. 😦

Tag 11
Ausflug nach Nara. Auch Nara kann mit unzähligen historischen Schätzen und Schreinen aufwarten. Zusätzlicher Anreiz sind die zahmen Rehe, die einem bei Erkundigung des Ortes (die eigentliche Stadt haben wir gar nicht gesehen, sondern eher den Park mit den Schreinen und Palastruinen und was da nicht alles wieder ist ^^) begleiten. Jedenfalls gehen einem die Rehe irgendwann mächtig auf den Kranz, weil sie alles anknabbern wollen, was du in der Hand hast, ob essbar oder nicht…. Oder du sitzt ganz entspannt auf ner Bank, kommt da plötzlich ein Rehkopf von hinten an dich ran und versucht deine Jacke zu essen. Also das Wort „niedlich“ lag da nicht unbedingt auf meinen Lippen.
Das Wichtigste, das man in Nara wohl besuchen sollte, ist die (Achtung Superlative) größte Buddha-Bronzestatue. Sie wohnt in einem Tempel der (Achtung Superlative) das größte nur aus Holz gebaute Bauwerk ist.
Und man kann ganz viel Merchandise mit Rehen drauf kaufen. Es wird immer alles was man vermarkten kann auch vermarktet. Im Inari-Schrein kann man alles beispielsweise mit Fuchs drauf kaufen. In Nara dreht sich eben alles um Rehe und große Buddhas.
Zurück in Osaka haben wir uns unserer Gegend Umeda, an der wir immer umsteigen mussten nochmal genauer angeschaut. Ich wiederhole mich: es ist groß.  2 Bahnhöfe wurden verschmelzt so weitläufig ist das Gebiet. Aus mangelnden Platz werden Depato (Department-Stores- aka Karstadt) oft nach unten in die Erde gebaut. Und statt nach oben gehen die Stockwerke tief nach unten. Das führt zu sehr verschachtelten Gängen und Ebenen und man kann sich ganz leicht verlaufen. Oben drauf sind dann die Wolkenkratzer. Man sieht also nur die Spitze des Eisbergs.
Jedenfalls ist das mal ein ganz neues Shopping-Erlebnis und den Ausgang kann man ja auch erfragen. 😉

Irgendwie hat mir Osaka wirklich sehr gut gefallen, auch wenn viele die Stadt nicht mögen. Auch hier war die Zeit viel zu kurz.

Nächste Station ist Hiroshima.

 

Bilanz KW 34

Kurve 34

Gewicht: 79,1 Kg
Differenz seit Start: -16,4 Kg

Die letzten Wochen waren gemütsmäßig etwas turbulent. Es war mir nicht möglich meine Ernährung auf einen grünen Zweig, bzw einen grünen Zweig auf meinen Teller zu bringen. Sport verhielt sich ähnlich abstinent, hielt sich gar hinter dem grünen Zweig versteckt.

„Aber du hast doch in dem letzten Post (vor 2-3 Wochen oder so) davon geredet, dass es wieder läuft…?!“
Ja, aber da hatte ich nicht mit dem Unvermögen meiner Chefin gerechnet, die sämtliche Energie und guten Gedanken aus mir herausgesogen hat.
Ich war schon lange nicht mehr so wütend auf eine Person. Ich bin enttäuscht, wütend und frustriert.
Jedenfalls habe ich aus Frust Wut-Pizza, Wut-Pasta, Wut-Schoki, Wut-Eis und was noch alles gegessen. Ich habe wahrscheinlich in einer Woche 2 Kilo zugenommen oder so. An Sport war gar nicht zu denken. Wenn ich frustig bin, möchte ich gar nichts machen. Obwohl Sport sicherlich eine gute Option wäre, um Dampf abzulassen. Aber man fällt in solchen Situationen ja dann doch in bewährte Ventil-Strategien: Grummeln auf Couch und dazu Fressi!

Dann war das Projekt vorbei und ich bin quasi ins Frustkoma gefallen. Diese Woche existiert für mich gar nicht. Total an mir vorbeigerauscht. Lichtblick war der Besuch meiner Mama, mit der ich einen schönen Tag auf der IGA hatte. Dabei hat sie mich dann zu sich eingeladen für ein paar Tage. Gesagt getan.
Ich habe Sachen gepackt und bin für ein paar Tage in die Heimat. Ich habe niemanden besucht (nicht mal meine Omis) und mich komplett auf meine Bedürfnisse konzentriert. Übrigens bewusst meine Sportsachen wieder nicht mitgenommen. Ich war ja noch im Frust-Modus und grummelte still vor mich hin.

Zusätzlich brachte mein Zyklus noch Gefühle und Gewicht in Wallung und es schwankte zwischen 78,X Kg und 81,X KG hin und her. Von Tag zu Tag unterschiedlich… Himmel Herr Gott…

Die paar Tage haben wahnsinnig gut getan. Ich habe mich geklärt: Gedanken und Gefühle. Singen geht mit der Seele leider immer ziemlich einher. Wenn es einem scheiße geht, singt man auch scheiße. Das Üben lief wunderbar. Ich bin bereit, dann bald endlich mal in den Theatern vorsingen zu gehen. Bald! Ganz bald! Es wird Licht.

Ich komme Mittwoch nach Hause komplett ohne Agenda. Schmeiß meine Tasche von meiner kleinen Reise unausgepackt hin. Schau auf die Uhr und denke: Eigentlich kannste jetzt auch zum Sport gehen. Werf mir zum ersten Mal seit Beginn des schrecklichen Projekts meine Sportkleidung über und geh ins Fitness-Studio. Ohne wenn und aber.

Dafür, dass ich Mittwoch erst wieder in Berlin war, war eine Woche mit 4 x Sport doch ziemlich gut, was? Also Kalenderwoche 34 war ein Erfolg. 😉

Was genau lerne ich daraus?
Probleme anderer Menschen nicht überstülpen.
Gutes für mich und den Körper tun (und damit meine ich nicht Couch und Fressi) sondern den Ausbruch aus dem Alltag, wenn die Decke auf den Kopf fällt. Und sei es eine Tour mit der Sbahn an den Rand Berlins um mal ne Runde im Wald zu spazieren. (ich bin ein absolutes Dorfkind und mit Wald verbinde ich Freiheit und Abenteuer.)

Kommenden Montag habe ich noch ein Konzert mit dieser furchtbaren Frau. Da muss ich mich herum manövrieren. Und dann soll sie mir erstmal egal sein, denn ich heirate nächste Woche.

Ja ihr lest richtig! An einem Vormittag, kommende Woche heirate ich.

Abgesehen davon, dass ich immer noch kein Kleid habe, läuft die Planung ganz gut. 😉

Im Moment bin ich sehr glücklich. 😀