Bilanz KW 17 – Whoop Whoop

Ich hatte eine wunderbare Woche und bin sehr stolz auf mich. Beim Schreiben dieser Zeile fällt mir auf, dass ich so einen vollkommen positiven Satz schon lange nicht mehr schreiben konnte. Naja! Ich stürze mich jetzt lieber auf die positive Gegenwart und lasse Vergangenes ruhen… 😛

Ich gehe wieder sehr regelmäßig zum Sport und habe mir in der kurzen Zeit (die über letzte Woche hinausgeht) einen tollen Rhythmus an Krafttraining herausgearbeitet:

1. Tag) Bein + unterer Rücken
– 10 min Laufband oder Crosstrainer bei höherer Stufe zum Erwärmen
– 30-40 min Krafttraining an den Geräten für die Beine und den unteren Rücken
– 15 min Treppengerät (15 min Treppensteigen, seeeehr langsam, aber ich halte durch 😢 (das soll ein gerührtes smiley sein. So viele emojis und trotzdem nicht genug 🤦‍♀️))
– 20-45 min Laufband (irgendwas zwischen flottes Gehen oder langsames Joggen (6,3-8,5 Km/h))
– 15 min Dehnen

2. Tag) Arm + oberer Rücken
– 10 min Laufband oder Crosstrainer bei höherer Stufe zum Erwärmen
– 40-50 min Krafttraining an den Geräten für die Arme und den oberen Rücken
– 30-60 min Laufband oder/und Crosstrainer (mittlere Geschwindigkeit/Stufe)
– 15 min Dehnen

3. Tag) „Ruhetag“/Bauch
– Spazieren
– Bauchübungen wie Situps, Planking, und noch andere Übungen bei denen ich weder den deutschen noch den englischen Namen kenne
– Dehnen

Und dann beginnt wieder Tag 1.

Ich war letzte Woche also 5 mal im Fitnessstudio. 🎉🎉🎉🎉 und an den anderen beiden Tagen habe ich auch Sport gemacht. Jeden Tag Sport! Ich kann es immernoch. 😉

Die Routine musste ich mir nicht erst erarbeiten, die habe ich aus meinem Fundus vergangener Sportphasen entnommen. Das funktioniert sehr gut für mich. Ich achte dabei, dass vorher beanspruchte Körperpartien ihre Erholung bekommen und ich einen schönen Ausgleich von Kraft und Ausdauer habe.

Manchmal fühlt sich mein Körper an wie ein altes Holzhaus. Es knarzt aus alles Winkeln. Und sogar Laufen bei 6,5 km/h ist mir zu viel, dann laufe ich 6,1 Km/h und verkürze zum Teil auch einfach die Trainingszeit.
Ich versuche meinen Körper nicht zu ignorieren, sondern Bedürfnisse herauszufiltern und zu bedienen.

Apropos Bedürfnisses des Körper. Kommen wir zur Ernährung:

Low Carb oder zumindest Lower Carb, wie ich es eher durchführe, scheint mein Freund zu sein. Ich habe mich seit meinem letzten Beitrag (die Kombo vegan/low carb) also nach diesem Motto ernährt. Die Esskapaden blieben aus. Ich war super energetisch durchweg. Und fröhlich und produktiv. Keine Heißhungerattacken. alles super!

Gestriges „Schlemmen“ war mir dann eine Lehre. Herr Bell und ich waren beim Kirschblütenfest. Es gab viele Fressbuden (mit japanischem Essen 😍). Ich habe es gar nicht übertrieben (für meine Verhältnisse), allerdings gab es viel Reis und Soba-Nudeln und dann wollte ich unbeding ein Eis (alles natürlich weder vegan noch low carb). Und Ich schätze das Eis hat dann gerichtet….
Nach dem Fest bin ich sofort für 2 Stunden im Fitnessstudio verschwunden, hatte danach aber ein Loch im Bauch, das ich mir mit Saaten-Knäcke und Hummus getopft habe. Klingt super gesund. Aber Knäcke besteht dann doch hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Ich fand keinen Stopp und habe fast die ganze Packung geleert. Dann noch 2 Eiweißbrot mit veganer Leberwurst (wie geil ist das denn?? die habe ich schon gekauft, bevor ich vegan sein wollte. Senf drauf. fertig. super viel Chemie, aber kein totes Tier ❤️). Das hätte ich natürlich undrehen sollen. Erst Eiweißbrot, dann wär ich nämlich auch schneller satt gewesen….
Also habe ich es geschafft mit Knäcke, Eiweißbrot, Hummus und veganer Leberwurst so viel Kalorien in mich hineinzuschaufeln, wie ne ordentlich belegte Pizza! Na Hervorragend. Ich bin heute morgen also mit nem Fresskater (den gibt es wirklich, das habe ich mir oft genug selbst beweisen können) aufgewacht und roll mich seit dem von Raum zu Raum in die Küche zur Kaffeemaschine, auf den Balkon und schreibe euch.

Herr Bell ist sehr aufmerksam und umsichtig und fragt mich nach meinen/unseren Essplänen. Und da wurde mir erneut klar, dass ich mir keine machen möchte. Ich bin immernoch pappsatt von gestern und sobald ich uns eine Uhrzeit für das Mittagessen festsetze, habe ich mich über meine Bedürfnisse hinweggesetzt und esse, obwohl ich keinen Hunger habe zu einem aus dem Blauen bestimmten Zeitpunkt. Dumm…

Also werde ich nachher ohne etwas gegessen zu haben aus dem Haus gehen. Falls ich dann doch Hunger zwischen durch habe, stopfe ich meine Gelüste mit nem Cappuccino mit Soja-Milch. Das macht mich für einige Zeit wieder satt und zufrieden. Und ich kann mir mein geplantes veganes lower carb essen dann machen, wenn ich wieder daheim und tatsächlich hungrig bin.

Zum Gewicht möchte ich noch einige Worte schreiben.
Ich habe zugenommen. Nicht viel, aber das Gewicht geht doch merklich nach oben. Nach meiner Erfahrung liegt das aber am Sport. Immer wenn ich Muskelaufbau betreibe, wiege ich mehr.
Ich lasse mich dadurch nicht beirren, denn ich sehe eindeutig besser aus. Ich sehe mehr Muskeln und einen schmaleren Bauch.
Beim Laufen auf dem Laufband bleiben meine Arme nicht mehr am Arsch hängen, wenn die da eigentlich nur vorbei schlenkern wollen. Ist das nicht genial? Mein Po ist also kleiner geworden.

Vor der Abnahme hatte ich eine Sanduhrenfigur. Seitdem ich abnehme, passiert das von oben nach unten. Obenrum sehen ich total normal aus und dann kommt mein Hängebauch, der dicke Po (in immernoch Übergröße) und meine Oberschenkel. So ne schöne Birne bin ich jetzt.
In meiner Erinnerung (ich wog als Jugendliche um die 69 Kg), habe ich früher eher einen dicken Bauch gehabt und erst als ich richtig viel wog (95Kg), kam auch der Po und die Schenkel dazu.
Ich habe also meine Mutter befragt, dass ich doch vorher nicht so einen dicken Po hatte und der erst später zum Bauch dazu kam.
Ihre Antwort: „DUU? Du hattest schon immer nen gewaltigen Arsch!“
Alles klar. Mehr wollte ich ja gar nicht wissen. ;P

Ich bin super optimistisch, fröhlich, gut gelaunt, produktiv und voller Energie (und das trotz anwesendem Zyklus-bla).

Achso, Gewicht: 76,7 Kg

Es wird ein sehr gutes Jahr. Das weiß ich. ✌️

Kurve 17 6
das letzte halbe Jahr
Kurve 17.jpg
die letzten 3 Jahre
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Kein Zucker? Kein Tier?

Heiliges Kanonenrohr läuft das ernährungstechnisch grad bescheiden. Ich bin wie ein wildes Tier, wenn es mich nach Süße lüstet. Es lüstet mit täglich. Und PMS rührt ordentlich mit. GRRRRRAAAAAAA :///// :((((((( ;CCCCCC
Zucker ist böse. Das weiß ich doch. Aber aber…
Ich hab ganz klar eine Esstörung. Und komm da einfach nicht raus. Wenn man frisst bis man Schmerzen hat (oder zumindest bis einem schlecht ist), scheint mir das nicht normal zu sein. Zumindest kompensiere ich das grad sehr gut mit Sport. (ich war tatsächlich sehr sehr fleißig 👍).
Vor Allem habe ich Lust auf Eis, Kuchen, Kekse….. Immer!

Ich muss das endlich brechen.

Ich habe neulich einen Ted-Talk gesehen mit dem Thema „Sugar is not a treat“ (Zucker ist kein Vergnügen/Genuss (Die Frau wirkt etwas merkwürdig und schmatzt die ganze Zeit, das hat mich fast verrückt gemacht)). Da wurde ich nochmal auf vieles aufmerksam gemacht, was ich eigentlich schon weiß. Ich habe an mich selbst leider nicht den Anspruch euch haarklein und medizinisch richtig zu erzählen, was denn die Hauptaussagen sind. Dafür herrscht in meinem Kopf zu viel Chaos. Ich formuliere das lieber in meinem Kindersprech um, um es für mich auch dauerhaft einprägsam zu erhalten:

  • Beta-Zellen in den Langhans-Inseln unserer Bauchspeicheldrüse sind dafür verantwortlich, die Höhe des Zuckers im Blut zu erkennen, zu regulieren und wieder aus dem Körper zu führen in dem sie Insulin produzieren
  • Unser Überkonsum an Zucker (Brot, Nudeln, Teig, Kekse, Kuchen, Eis,….) führt dazu, dass die Beta-Zellen im Dauerstress sind. Das kann gut gehen, aber es kann auch zum Verschleiß und im schlimmsten Fall zu Diabetes Typ 2 führen. Insulin kann nicht mehr gebildet werden und wir müssen es mit Spritzen supplementieren, oder würden ohne sterben.
  • Wenn wir (aus amerikanischer Sicht) unsere Essgewohnheiten diesbezüglich nicht ändern, werden in den nächsten Dekaden 1 von 3 Leuten Diabetes haben. (quasi einer von 2 meiner Freunde*innen, oder ich selbst)
  • Nach Zuckerkonsum fühlen wir uns erst energetisch, aber danach fällt der Zuckerspiegel dramatisch ab und wir fühlen uns müde und kränklich
  • Zucker führt zu Konzentrationsstörungen, Ängstlichkeit, Vergesslichkeit, Müdigkeit, Energielosigkeit, unreine Haut, Schlafstörungen, Trägheit

Will ich das alles haben? Nein!
Was ist die Lösung? Low carb!

Und jetzt steck ich in einem Dilemma! Ich versuche möglichst oft auf tierische Produkte zu verzichten – sprich: hauptsächlich vegan zu leben (mit Ausnahmen ab und an, jedenfalls ist das der Plan). Auch das im Übrigen aus gesundheitlichen Gründen (es gibt so viele Berichte von anderen Menschen, warum vegan gesund und tierisch ungesund ist, bitte bedient euch an deren Zusammenfassungen, wenn ihr interessiert seid. Ich fand beispielsweise die Doku „What the health“ (auf netflix) ziemlich eindrucksvoll. Oder die Reihe „vegan is ungesund“ auf Youtube ist ziemlich cool. Das Video, welches ich verlinkt habe, behalndelt das Thema Milch). Meine Idee ist, dass ich vielleicht 1-2 Mal die Woche Fleisch und andere Tierprodukte konsumiere, sonst aber weitestgehend darauf verzichte. Das fällt mir leichter so und außerdem bin ich gesellschaftsfähiger, auch wenn sich über mich lustig gemacht wird, wie inkonsequent ich bin… Wahrscheinlich ist es auch hier besser, einfach den Schnabel zu halten und nicht zu erwähnen, dass man sonst lieber vegan leben möchte. Das Thema führt gerne mal zu emotionalen Diskussionen…

Zurück zum Thema Zucker. Traditionelle low carb Gerichte bestehen quasi aus ner ordentlichen Portion Fleisch mit Ei und Milchprodukten (Gemüse auch natürlich). Ich habe aber kein Verlangen mir täglich ein fettes Steak einzuverleiben oder Quark zu schaufeln. Eiweiß ist lebensnotwendig, aber ich finde es wahnsinnig schwer vegan und low carb auf einer täglich abwechslungsreichen Ebene zu verbinden und vor allem meinen Bedarf dabei  zu decken.

Ich habe mir jetzt ein Kochbuch bestellt und hoffe auf Abhilfe. Wenn das Buch da ist, werde ich mich direkt ans ausprobieren wagen und dann berichten. Ob ich durchhalte (ich ahne böses) und wie das funktioniert….

Übrigens habe ich seit ca einem Jahr eine Akne-ähnliche Pickel Version entlang meines Kieferknochens (ihhhh, bähhhh). Es nervt. es sieht komisch aus und ich wurde schon mehrmals darauf angesprochen, was ich da habe. (wie indeskret können Menschen sein? wenn man denen dann ganz nonchalant und trocken „Pickel“ antwortet, ist die peinlich berührte Reaktion ziemlich lustig anzuschauen. Was fragt man auch so blöd vor versammelter Gruppe an Menschen…) Nach dem Fasten hatte sich das etwas reguliert. Rötungen gingen weg, aber diese verdammten kleinen roten Biester wollen nicht verschwinden. Ich erhoffe, dass es bald besser wird, wenn ich es denn schaffe, von meinem Eis/Kuchen (welches auch unvegan ist) wegzukommen…

Bis dahin soll mich mein neues Mantra schützen: Sugar is not a treat!

Ohjeminee. Aber ich war beim Sport!

Hipp Hipp hura! Ich habe das Eis und alle meine Hemmungen brechen können. Ich war wieder im Fitnessstudio 🎉🎉🎉🎉🎉🎉🎉🎉💃💃💃💐💖👍😢🍀

Ich war seit dem 2. Januar nicht mehr da. Das ist über ein viertel Jahr her. Erbärmlich, dafür dass ich das Abnehmen so großspurig und hochprofessionell (Hallo? Blog?) betreibe.

Ich habe innerhalb meiner Fastenwoche (jetzt ca 3 Wochen her) einen Termin bei einem Brautmodeladen gebucht, in der Hoffnung, dass das Gewicht nach dem Fasten weiter nach unten geht.

Ich wäre nicht Ich, wenn es nicht stattdessen nach oben gehen würde. Also manchmal hasse ich mich echt.

Jetzt kurz vor der Angst habe ich die Ernährung seit ein paar Tagen wieder im Griff und mit dem Sportgang gestern ist auch das Muskelwachstum auf einem guten Weg. Blöderweise habe ich schon die letzten Male (Also in grauen Urzeiten) im Fitnesstudio nur noch Ausdauer betrieben, weil ich die Gott verdammt vielen Kalorien, die ich so täglich zu mir nehme, sofort wieder verschwunden wissen wollte. Meine Arme und Beine wabern also nur noch in einem puddingähnlichen Zustand vor sich her. Grrrr…. das war alles schonmal besser. Die Vernunft kam wieder zurück und ich habe mich gestern der Ausdauer UND dem Krafttraining gewidmet.

Übrigens haben die Fitnesstudiomenschen in meiner erneuten langen Abstinenz mal nicht das ganze Studio umgebaut. Also habe ich mich sofort zurecht gefunden und es fühlte sich an, als wäre ich nie weggewesen. Habe sogar einen Kollegen aus meinem alten Singensemble getroffen und wir haben uns von den Laufbändern aus nett zugewinkt. Da wir beide ja unser super strenges Training nicht unterbrechen wollten, blieb mir Smalltalk und die Schmach zu erwähnen, wie lange ich schon nicht mehr da war, erspart.

An Ausdauer habe ich kaum was verloren. Das könnte daran liegen, dass ich doch tatsächlich im Alltag große Runden Spaziergang einplane, statt ein paar Stationen mit den öffentlichen Verkehrsmittel zu fahren. Das schöne Wetter hilft dabei auch nebenbei bemerkt.

Heute wog ich wie gestern wieder unter 77 kg (Also Status quo des Fastenresultats erreicht). Und dass mich die 78 vor ein paar Tagen in einen Frustzustand versetzt hat, muss ich wohl nicht erklären. Das war jedenfalls kein schöner Moment. Täglich grüßt das Murmeltier: nach Schock auf der Waage gehe ich es also wieder an. Hoffentlich halte ich länger durch als ne Woche. Aber der Kleid-Termin kommt dann doch schallend auf mich zu. Man wird sehen.

Gewicht: 76,7 Kg 🙈

Mein Fastenversuch – Die Bilanz

Nun ist das Experiment (nachzulesen hier (allgemein), bzw. hier(Start)) schon eine gute Woche her und ich hatte genug Zeit zu beobachten, ob und was sich dadurch/seitdem für mich verändert hat.
Meine Fastenwoche bestand aus Entlastungstag(Sonntag), 5 Fastentage (Montag bis Freitag) und 2 Aufbautagen (Samstag und Sonntag).

Fangen wir mal objektiv mit dem Gewicht an. Da mein Kalorienverbrauch täglich bei ca 2000 Kcal liegt, habe ich mit einer Abnahme von rund 2 Kg gerechnet (7000 Kcal=1 Kg Fett).
Fastenkurve
Das Gewicht am Entlastungstag ist gleichzeitig das Startgewicht. Ich startete also bei 78,5 Kg. Und dann ging es gut nach unten. Nach den 5 Fastentagen landete ich sogar bei 74,6 Kg (-3,9Kg)  und war ja fast den Tränen nahe. Ich wusste aber natürlich, dass da 2 Kilo zuviel mit wegegangen sind, die sich ganz schnell wieder als Wassereinlagerung einnisten werden.
Man kann schön beobachten wie sich das Fastenbrechen am Gewicht zeigt und wie sich das Gewicht danach zwischen 75,7 und 76,1 Kg einpendelt.
Der Kurvenanstieg die letzten Tage ist Ostern zu verdanken. Dennoch bin ich immernoch bei einem Minus von 2 Kg. Juche!

Ich habe ja jeden Tag die Stimmung beschrieben, möchte aber doch noch die 5 Tage Fasten verallgemeinern.

Verlangen nach Essen
Der Entlastungstag, also die Vorbereitung des Körpers, war für mich der schwierigste Tag. Es gab zwar noch etwas zu essen, aber das war mächtig unbefriedigend. Vielleicht lag es auch daran, dass ich an diesem Tag noch in meinen eigenen 4 Wänden war, nebst Mann, der weiter aß und zusätzlich noch im Kiez spazieren, vorbei an Cafés mit Kaffee und Kuchen.
Montag bis Freitag hatte ich mich zu meiner Mutter am Stadtrand ausquartiert. Ich meisterte meinen Saft- und Brühensoll gut und lief nicht einmal Gefahr, doch mal zu Naschen. Wirklich Null.
Ich war niemals frustriert oder schlecht gelaunt.
Außerdem habe ich ganz viele Sendung im Fernsehen und auch im Internet rund ums Essen geschaut. Irgendwie hat das geholfen, den Hunger zu stillen. Fragt mich nicht wieso…

Körperliche Verfassung
Die hat mich wahnsinnig genervt. Ich war total schwach und mir wurde nach jedem Aufstehen schwindelig, dass ich mich nochmal festhalten oder gar direkt nochmal hinsetzen musste. Ich war unkonzentriert und tollpatschig und ich weiß nicht, wie oft mir mein Handy auf den Boden geknallt ist. Einmal hat’s sogar den Laptop mitgerissen.
Spazieren ging aber super und ich hatte wirklich große Freude daran. Allgemein zog es mich ständig raus. Ich habe mich einfach auf die Terasse gesetzt oder bin im Garten und ums Haus heraumgelaufen. Immer wieder.
Einen Saunagang am Dritten Fastentag habe ich mir zugetraut, ich war den nächsten Tag aber noch erschöpfter als zuvor, obwohl die letzten Fastentage hätten besser gehen sollen. Also war das schonmal nicht so ne gute Idee.

Gesundheit
Dazu kann ich kaum etwas sagen. Es soll ja den Zellstoffwechsel unterstützen und ist eher eine Vorbeugung, als eine Therapie. Schlacken (Eiweißeinlagerungen in den Zellen) sollen abgebaut werden. Allgemein hat der Körper endlich die Zeit den ganzen Zellmüll aufzuräumen, weil er mal nicht mit Verdauen beschäftigt ist.
Also ich profitiere still davon, ohne direkt zu merken, dass sich etwas verbessert hat.

Theoretisch kann man alle 2 Monate Fasten und es wird empfohlen, es wenigstens einmal im Jahr zu unternehmen.
Ich fand es wirklich sehr anstrengend und weiß nicht, ob ich mich nochmal dazu durchringen kann, auch wenn es so gesund ist.

Was nehme ich mit für den Alltag?
Kleinigkeiten. Zum Beispiel konnte ich Obst nie viel abgewinnen. Mein Fastenbrechen bestand aus einem Apfel und ich fand ihn köstlich. Wenn ich Schoki mit Apfel also austauschen kann, wär dadurch schon viel gewonnen. Nicht unbedingt kalorisch (Obst hat viel Zucker), aber es hat mehr Ballststoffe und sättigt überhaupt. Bei Schoki kenne ich keinen Stopp.
Außerdem konnte ich Knäcke für mich gewinnen. Auch das habe ich vorher nicht verstanden. Es schmeckt wie Pappe. Finde ich nun nicht mehr. Und ich knabber dann eben Abends mal an ner Scheibe Saatenknäcke, als an ner Tüte Kartoffelchips und das weil es mir wirklich schmeckt. Das das gesünder ist, wusste ich vorher schon.
Die Portionsgrößen haben sich geändert. Ich konnte tatsächlich am 1. Aufbautag (also beim Fastenbrechen) nicht so viel Essen. Ich war nach 3 Bissen satt (hatte dann aber auch schnell wieder Hunger). Aber es macht schon einen Unterschied, ob ich am selben Brötchen 2 Stunden herumkaue oder ob ich in einer Stunde 2 Brötchen esse.

Leider macht mir Ostern grad einen Strich durch die Rechnung. Und unangekündigter Besuch mit Essen im Gepäck. Ich kann nicht eher ruhen bis das Zeug weg ist. Glücklicherweise fällt Ostern an Süßkram immer bescheidener aus als beispielsweise Weihnachten und es ist bald überstanden.

Außerdem möchte ich zukünftig öfter mal an Tagen nach ESSkapaden, einfach einen Fastentag einführen. So kann ich das überschüssige Kaloriengut direkt wieder verbraten. Ich komm mit ganz oder gar nicht einfach besser hin.

Eine Frage an mich selbst habe ich allerdings noch. Wieso schaffe ich es 5 Tage hintereinander nichts zu essen, aber an Tagen wo ich einfach nur weniger essen möchte verzweifle ich?
Ich denke es hat was mit Fristen zu tun. Challenges, die befristet sind, schaffe ich irgendwie. Aber dieses gefühlt endlose Abnehmen zermürbt mich.
Ich werde also kurze Fristen setzen und neue Regeln für mich aufstellen. Da muss ich mir noch konkret etwas überlegen. Ich hab aber schon eine schwammige Vorstellung.

Soviel zu meiner Bilanz. Wenn sich die 75Kg dann hält feier ich nochmal groß die 20Kg-Abnahme und damit das Erreichen meines 2. Zwischenziels. 😉

Ich hoffe, ihr hattet schöne Osterfeiertage oder Pessach oder einfach ein paar nette Tage frei. Ich freue mich schon wild auf den Frühling!