Abnehmen: Wenn der Körper macht, was er will und der Kopf nur zusieht…

 

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Ich möchte nochmal für mich formulieren, was genau mir eigentlich so schwer fällt beim Abnehmen. Dies wird wohl ein Sammelsurium an Gedanken…

Ich habe schon eine 30 Tage Sport-Herausforderung bewältigt. ich bin also fähig jeden Tag Sport zu machen. Geholfen hat mir das Wissen, dass es jeden Tag sein muss, allerdings auch, dass es endlich ist. Das Erste, was ich nach der Challenge gemacht habe, ist mir erstmal den Bauch zu streicheln und glücklich zu sein nicht zum Sport zu müssen. hm…
Mag ich keinen Sport? Ich weiß nicht. Das ist irgendwie keine Frage von mögen oder nicht mögen. Sport an sich ist Ok.
Liegt es an der von mir auserwählten Sportart? Ich gehe ins Fitnessstudio. Ich habe nicht’s gegen das Fitnessstudio. Auch zu Dingen, die mir eigentlich Spaß machen, muss ich mich meistens aufrappeln und sei es sich mit Freunden zu treffen. Ich finde die Überwindung vom Müßig-Sein hin zu einer Betätigung immer sehr anstrengend. Egal, was es ist. Jetzt mögen andere sagen, dass es jedem so geht. Ich hab allerdings das Gefühl, dass es bei mir wirklich sehr stark ausgeprägt ist. Ich habe oft schon Verabredungen absagen müssen, weil ich es mir nicht vorstelle konnte nochmal aufzustehen und vor die Tür zu gehen. So stark ist das ausgeprägt. Es ging einfach nicht.
Im Nachhinein kann ich einiges auf die Schilddrüsenunterfunktion schieben. Seitdem ich Tabletten nehme (seit März), ist das deutlich besser geworden. Aber deutlich!! Ich habe mehr Lust, was zu machen.
Wenn ich mir direkt die Sportsachen ohne zu überlegen überwerfe, gehe ich direkt zum Sport ohne wenn und aber. Es geht also. Außerdem fühlt sich der Körper viel besser an, wenn man sich viel bewegt. Es ist ein tolles Gefühl! Was ist also das Problem? Die Trägheit gilt es zu Überwinden.

Soviel erstmal zum Sport. Weiter geht’s mit der Ernährung:

Ich muss auch fair zu mir sein. Dazu werde ich nochmal meine Vergangenheit aufschlüsseln. In mir verankert ist der innere Wunsch einer Abnahme. Schon immer und das jederzeit. Dieses schlechte Gewissen und der Druck von mir selbst (und früher auch von außen durch die Familie) den kenne ich. Den kennt jeder, der dick ist (bzw. sich dick fühlt). Im meinem Tagebuch hat mein 14-Jähriges selbst bereits sein Gewicht notiert: 64Kg (bei einer Größe von 173cm, BMI: 21,4). Jetzt schaue ich drauf und denke: Meine Fresse. Was genau war denn mein Problem? Auch damals fühlte ich mich dick und unwohl. Dennoch habe ich zugenommen und nicht abgenommen. Obwohl ich auch damals abnehmen wollte.
Nochmal: Ich habe immer weiter zugenommen und das obwohl ich am Abnehmen war. Das stellt euch mal vor! Bis ich dann – Oh Schreck – 10 Jahre später bei 95,5 Kg (morgens, nackt mit leerem Bauch nach dem Toilettengang) gelandet bin.
Obwohl ich immer bedacht war, was und wie viel ich esse, bin ich immer dicker und dicker geworden (verzeiht meine Ausdrucksweise, aber so habe ich selbst über mich empfunden).
Ich habe zwar die meiste Zeit auf die Ernährung geachtet. Das hat aber gerade dazu gereicht mein Gewicht zu halten. Eine gefühlte Selbstkasteiung reichte gerade zum Gewicht halten. An einigen Tagen wollte ich dann aber auch mal wie die Naturschlanken essen, was ich will und habe mich vollgestopft. So habe ich kontinuierlich zugenommen. Über die Jahre… Es gab keinen Ausgleich zum Kalorienüberschuss an den Fresstagen, also wurden sie angesetzt. Nie wirklich viel, dafür aber stetig…

Natürlich gab es auch Phasen, in denen ich tatsächlich abnahm, aber dann bald wieder kontinuierlich zunahm. Das war ein gequirlter Mix aus Fettlogiken und Selbstbetrug. (alles immer ohne wirkliche Bewegung)

Was genau bedeutet Essen für mich: Ich liebe Essen. Es verkörpert Belohnung, Trost, Wohlfühlen. Je kalorischer desto besser. Je mehr Käse auf der Lasagne ist, desto mehr Belohnung und mehr Wohlfühlen. Mittlerweile auch ohne etwas geleistet zu haben. Das kann schon rauschartig werden. Je mehr ich schon gegessen habe an einem Tag, desto besser funktioniert der Satz: Na jetzt ist es ja auch egal.
Ich weiß, dass das Quatsch ist, dennoch funktioniert der Satz in der Tat immernoch viel zu gut.

Warum ich trotzdem daran glaube mein Wunsch-bzw. Idealgewicht zu erreichen ist, weil ich selbst sehe, wie ich kämpfe. Was hier im Blog ankommt ist Stagnation, bzw. Gewicht halten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Eine Woche lang schaffe ich es durch viel Sport und einem Defizit von 1000 Kcal täglich zu wirtschaften. Die Woche drauf mache ich dann totalen nonsens, befinde mich im Fressrausch und bewege mich quasi gar nicht. So nimmt man nicht ab, so hält man sein Gewicht. Es kostet mich immense Anstrengungen (auch geistig) überhaupt mein Gewicht zu halten und mit Stagnation hat das nun wirklich nichts zu tun.

Mir fällt es verdammt schwer auf Sachen wie Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Pizza, Burger, Pommes zu verzichten.
Wenn ich klar bin, dann kann ich sogar ohne schlechtes Gewissen, so etwas einplanen und trainier es einfach ab, oder lehne es direkt frei ab. Aber wenn ich ne schlechte Phase habe, dann reagier ich total merkwürdig.
Bsp: Es war eine gute Abnehmwoche. Mit Ernährungsvorplanung und Sport. Mein Freund rief mich auf dem Heimweg an, dass er sich ein Eis vom Italiener holt und ob er mir eins mitbringen soll…. (wir reden hier von nem Becher mit Sahne)
Das war für mich die Hölle. Weder kann ich cool sagen: nein danke, lieb, dass du fragst. Noch: oh ja gerne.
Mein Freund kommt mit einer guten Absicht, aber was das in mir ausgelöst hat, war alles andere als gut. Ich war auf einmal so wütend. Auf mich, aber auch auf ihn. Ich hab angefangen zu heulen vor Wut. Weil ich mit so einer Anfrage einfach nicht klar komme. NATÜRLICH will ich ein gottverdammtes Eis. Ich bin so sauer auf mich, dass mich so eine Anfrage völlig aus der Bahn wirft. Und ich war sauer auf ihn, weil er weiß, wie schwer es mir fällt und er trotzdem fragt.
Es tut mir sehr leid für meinen Freund, dass er mit einer Irren zusammenlebt, aber dass Dinge, die für viele schön wären, mir nicht gut tun, sollte er wissen und bitte auch akzeptieren. Leider bin ich ja selbst überhaupt nicht konsequent und hol mir dann die Woche drauf selbst ein Eis. Der Arme. Ich versteh mich ja selbst nicht, wie soll er es tun.
Und genau das nervt mich so! Meine Inkonsequenz.

Ich habe jetzt erstmal akzeptiert, dass ich irgendne Form einer Essstörung habe. Wer bitte reagiert denn mit Tränen, wenn ihm ein Eis angeboten wird? Das Einzige, was mir hilft, ist ganz nüchtern alles aufzuschreiben. Am besten schon vorplanen und vorher eintragen. Soweit bin ich ja schonmal gekommen.
Super wie man immer wieder zu den gleichen Erkenntnissen kommt…

Eine Sache, die ich noch kurz anmerken möchte: Essen ist ein großer Teil unserer Gesellschaft. Wenn man sich nicht fügt, weil man eine Diät hält, wird man schief angeschaut und gar verspöttelt. Meine Freunde und engste Familie haben Verständnis, aber je weiter weg von einem Selbst die Person ist, desto schwieriger wird es…
Dann gab es noch eine blöde Situation und ich würde gern wissen, wie ihr reagiert hättet:
Ich bin ja Opernsängerin: Klasisscher Gesang kann ziemlich laut und hoch sein und um die Ohren meiner Nachbarn zu schonen, übe ich regelmäßig bei meinen Schwiegereltern im Haus. Nun traf es sich, dass beide zur Kaffeezeit da waren, bei wunderbaren Gartenwetter. Das wusste ich dann den Tag vorher schon. Ich wusste nur, dass sie da sind, während ich übe. Es gab keine Kaffeeinladung an sich. Und nun grübelte ich schon den Abend vorher, wie ich um den Kuchen herumkomme, den es bestimmt geben wird. Als ich am besagten Tage nun Pause machte, gesellte ich mich in den Garten. Meine Schwiegermutter huschte schnell ins Haus und kam freudestrahlend mit einem Kuchen wieder heraus. Sie hat ihn extra gebacken, weil ich da war. Mein Anstand verbot es mir, abzulehnen. Ihr hättet ihr glückliches Gesicht sehen sollen! Das konnte ich unmöglich zerstören.
Was hättet ihr gemacht?
Dieses Beispiel ist alleinstehend fast lächerlich. Der Kuchen bringt mich nicht um. Aber wenn man diesen Kampf jeden Tag führt, ist das ziemlich schwierig. Den Tag drauf waren wir nämlich bei einem Geburtstag eingeladen und auch dort gab es Kuchen und Abendbrot. Nun fangt mal die Abnehmdiskussion von vorne an. Den Tag drauf gab’s noch ein Frühstückstreffen….
Und diese Vielzahl an gesellschaftlichen Ereignissen macht es mir sehr schwer. Es kostet Kraft standhaft zu bleiben. Und das wiederholt.
Diese Ansammlung kostet mich oft meine Motivation allgemein. Dann kommt: jetzt ist eh egal.
Dann folgt irgendwann schlechtes Gewissen und dann ärger ich mich wieder und ich versuchs von Neuem…. Oh man…
Und so meine Damen und Herren halte ich erfolgreich mein Gewicht. ( statt einfach mal abzunehmen…)

Mein Fahrplan also:
– Essen vorplanen.
– Nüchtern und vernünftig reagieren bei hochkalorischem Essen. Ich darf es einbauen. Es ist OK.
– Der Tag ist nach einer Pizza nicht vorbei.
– Das Abnehmen ist nach 3 warmen Riesenmahlzeiten plus Kuchen am selben Tag nicht vorbei.
– Nahrung ist dazu da, Nährstoffe aufzunehmen, damit der Körper leben kann.
– Sport hilft.
– Viel Sport hilft viel.
– Mein Körper ist mein Tempel. Bin ich giftig zu ihm, wird er krank.
– Freund sagen, dass er ganz toll ist.

Leistungen, die ich vollbracht habe und wieder vollbringen kann:
– Von Mai bis November 2015 insgesamt 16,5 Kg abgenommen.
– Seit Januar 2017 4 Kg abgenommen. (hatte wieder zugenommen…)
– Bremse ziehen.
– Reflektieren.
– Gut zu mir sein.

Na das ist doch allerhand.

Auf ein Neues! Müde werde ich jedenfalls nicht… 😉

Bäh

Ich bin sowas von angekotzt von mir selbst. Kennt ihr das? Ich guck Abends in den Spiegel und denke: „Du dämliche Kuh“. Warum? Weil ich meinen Arsch nicht hochkriege und zusätzlich so ganz absurde Dinge wie Milchnudeln koche. Das ist nicht mal ne schwache Minute in der man ins Süßigkeitenfach langt. Ich muss aktiv in der Küche stehen und rühren.

Was genau macht den Menschen denn so faul und schwach gegen sinnvolle, positive und gesunde Vorsätze? Will ich krank werden? Findet der Körper das super zu wabern? Tragen die Knie gerne Zusatzgewicht? Schreit die Haut: Talg komm her!? Ich würde mal sagen: Nein!

Ahh. Ich hasse das. Letzte Woche lief es sogar wieder richtig gut. Und dann bekam ich den Todesmuskelkater. Mittlerweile sind aus den zwei Erholungstagen acht geworden. Heute entscheidet sich, ob es neun werden.

Das bin ich mir doch sowas von wert mich gut und gesund zu fühlen, bzw. auch zu sein. Wer – wenn nicht ich – ist verantwortlich für mein Wohlbefinden?

Immer die selbe Leier… da muss ich wohl immer wieder durch. Ich hab wenigstens das Gefühl, dass die Zeiträume zwischen faul-sein- und zusammenreiß-Phasen immer kleiner werden und Zusammenreißen eindeutig die Hoheit besitzt und das ist ja schonmal was. Auch dieses Mega-Ankotzen ist ein gutes Zeichen.

Trotzdem: bähhhh….

Ich hab geträumt, ich wäre Pizzaessen mit Tocotronic

Falls ich mich schon immer gefragt habe, wie ich reagieren würde, wenn auf einmal die Helden meiner Jugend vor mir stehen (bzw. neben mir sitzen) würden, weiß ich jetzt schonmal, wie ich reagiere.

Ich saß gestern in einem kleinen spanischen Restaurant in Kreuzberg. Nichts ahnend schau ich aus dem Fenster. Kommt da ein Mann zum Restaurant und guckt durchs Fenster in meine Augen. Ach du Scheiße, denke ich. Das ist Jan von Tocotronic. Kommt der etwa hier rein? Ja und setzt sich auch noch direkt an den Nachbartisch des kaum gefüllten und sehr überschaubaren Restaurants. Ich wollte ihn nicht anstarren, war mir deshalb nicht so Hundert Prozent sicher. Hörte dann aber Lispeln am Nebentisch (wer schonmal „Es ist einfach Rockmusik“ gehört hat, weiß spätestens jetzt, dass Jan lispelt) und dachte: Doch das MUSS er sein. Wie vom Donner gerührt konnte ich erstmal nicht normal sprechen und mich auf mein Gegenüber konzentrieren.
Jan saß so verdammt dicht, dass ich nicht mal mitteilen konnte, dass wahrscheinlich mein Celebrity-Jugendschwarm grad quasi neben mir sitzt. Hab dann den Blick zum Fenster gesucht um mich zu beruhigen. Kommt auch noch ein wie Arne von Tocotronic aussehender Mensch und guckt ins Restaurant rein.

Ok. Tocotronic sitzt am Tisch nen Meter entfernt von mir. Ahhhhhhhh…..

Achtung! Nun folgt Fangirl-Gequirle:
Ich hab dann getan, was ich immer tue, wenn mich etwas brennend interessiert: Ich hab sie komplett ignoriert und sie keines Blickes gewürdigt. War mir ja total Wumpe, dass da grad Tocotronic sitzen, deren CDs ich im Super Sonder Pack kaufe, dessen Maskottchenplüschtier (Daphne) unser Wohnzimmer schmückt und in dessen T-Shirts ich immernoch einschlafe. Total Wurst. Bei einem total lässigen Blick zu meinem Nachbartisch hat auch Jan wieder geguckt und wir haben nochmal Blickkontakt gehabt.<3 Ahhhh….
Krönung war mein Toilettengang (🙈): Wer steht vor mir als ich aus der Toilette komme? Na der Janni. Da hab ich ihn dann angelächelt und er zurück und ich hab mich wieder auf meinen Platz gestohlen und seit dem nicht mehr in die Richtung geschaut. Meine Fresse war ich nervös…

Man was hätte ich gern Tolles gesagt zu Ihnen. Die waren da noch mit nem befreundeten Paar und ich wollte die nicht in so bescheuert Fanmanier anquatschen und beim Abend stören. Ich hätte beim Gehen, was sagen können. Einfach was nettes sagen können und ihnen einen schönen Abend wünschen. Hab mich nicht getraut.

Ich sag es jetzt: Liebe Tocotronic. Ihr wart meine Jugendhelden. Ihr habt mich durch die Pubertät gebracht und mich begleitet während ich erwachsen wurde.
Danke für eure Musik! Sie war und ist mein Schatz!

Wer von beiden eine Senfallergie hat, verrate ich nicht. Das bleibt mein kleines Süßes-Fan-Girl-Geheimnis. xD

Bilanz KW 19 – weiter geht’s!

 

Gewicht: Äh, lassen wir das mal… Ich schäme mich.

Heute war der erste Tag seit 1,5 Wochen, an dem ich wieder sporteln war. Meine Erkältung war ziemlich hartnäckig. Sonntag hatte ich sängerisch ein Konzert zu bestreiten, mit Stücken, die ich leider nicht aus den Ärmeln schütteln konnte (also ich muss beim Singen ganz schön ackern, und das im gesunden Zustand). Es war mir also wichtig, wirklich gesund zu werden und den Körper bloß nicht zu früh zu belasten.
Mittwoch hatte ich mich schon besser gefühlt und der Plan war, nach dem Gesangsunterricht am nächsten Tag (Donnerstag) wieder aufs Laufband zu steigen. Ich hatte während der Gesangsstunde (wegen wirklich anstrengender Übung und Tonlage) so mit den Kreislauf zu kämpfen, dass ich mich aus Angst vor einem Rückfall der Erkältung dann widerwillig für die Couch entschied.
Konzert lief gut und der Körper macht scheinbar auch wieder mit.

Die Stunde Crosstrainer heute hat mir gut getan. Morgen geht’s also weiter.

Gestern war ich in der Heimat. Beim Besuch meiner Oma habe ich ihr ganz kühn gesagt, dass ich jeden Tag Sport mache, also müssen wohl Taten folgen. 😉
Als ich ihr sagte, dass ich noch weiter abnehmen möchte, sagte sie: „Das schaffst du doch sowieso nicht.“ Na herzlichen Dank! Gut, dass ich meine Oma gut kenne und lieb habe. Ich hätte das jedem anderem nämlich sehr übel genommen.
Ich glaube, für sie ist Abnehmen an sich ein Ding der Unmöglichkeit. Vorher fragte sie nämlich noch bewundernd, wie ich es denn schaffe, mein Gewicht zu halten (weil selbst das ja eigentlich gar nicht geht).

Da ich ja letzte Woche keinen Sport gemacht habe und auf Abnehmen erstmal keinen Wert gelegt habe, hat mein Teufelchen im Kopf die Gunst der Stunde genutzt und mich mit Essen belohnen und auskurieren wollen. Hat super geklappt. Naja… Was rauf geht, kann auch wieder runter gehen. Oder?
Ihr müsst langsam auch schon denken, dass ich spinne und das nie hinkriegen werde. Ich habe die Hoffnung und den Glauben, dass ich mein Ziel erreiche, jedenfalls nicht abgelegt. Werde ich auch nicht. Sobald eine Routine drin ist, geht es nämlich wie von allein. Mich hauen leider Unregelmäßigkeiten (Urlaub, wegfahren und Krankheit) so sehr raus, dass ich viel zu lange brauche, um wieder zurückzukehren. Selbst wenn es nur ein 2-Tage-Trip ist. Daran muss ich arbeiten.

Also es wird schon noch werden. Vertraut mir einfach! 😀

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Bilanz KW 18 – das muss doch nicht sein!

Gewicht: 80,2 Kg
Gewicht letzte Woche: 80,1 Kg

Gewichtsdiagramm KW 18

Ach menno…. Von Dienstag bis Freitag feierte die 7 ein grandioses Comeback. Es lief gut! Mit dem Sport, mit der Ernährung. Alles super. Und was passiert dann Donnerstag?
Man merkt irgendwas stimmt nicht. Ist man müde? Einfach platt vom Sport? Ist das die Allergie, warum meine Nase so zuschwillt? Und dann kriecht’s einem so ganz langsam den Rücken hoch. Kennt ihr das? Das ist eklig. Spätestens jetzt merkt man, dass man erkältet ist. Och nö…. :((((((

Kein Sport für mich. Keine Diät für mich. Mein Fokus liegt auf der Gesundwerdung meinerseits. Laut Ernährungstracking müsste ich voll im grünen Bereich unter 80 sein, obwohl ich am Wochenende kein Defizit gefahren bin (eher das Gegenteil), dennoch habe ich unter der Woche sehr gut vorgeleistet. Das vermiest mir ja noch mehr die Stimmung.
Kommenden Sonntag habe ich endlich mal wieder ein solistisches Konzert. Ist ja klar, wo ich jetzt eigentlich voll aufdrehen müsste, der Körper einen auf keine Lust macht.
Deprimiert starte ich also in die neue Woche und hoffe, dass ich bald wieder einsteigen kann.

Die 30-Tage-Sport-Challenge ist dadurch natürlich unterbrochen. Ich habe mich entschlossen, sie komplett sein zu lassen. Aus Zweierlei Gründen:

1.) Die Challenge ist dazu da, sich bewusst zu machen, dass man mit Planung immer Zeit für auch nur ein bisschen Bewegung hat. Weil ich die Challenge schon einmal geschafft habe, weiß ich, dass es funktioniert. Man muss nur den Popo in müden Momenten hochkriegen. Mehr Zauber ist da nicht.
Allerdings wurde das in meinem Falle „gefährlich“. Ich war Donnerstag auf dem Laufband und hab Körpermüdigkeitserscheinung (weil er bereits im Krieg gegen Bazillen war) mit allgemeiner Couchpotatoe-Müdigkeit verwechselt und dann extra noch drauf gedonnert. Blöde Idee. Jetzt hab ich den Salat und die großen Spaziergänge, die ich grad vollführe, sind die Wege vom Wohnzimmer in die Küche um das Inhalationsgerät startklar zu machen. Wäh…

2.) Ich habe diese 2. Challenge gestartet um mich nach dem langen Urlaub überhaupt wieder zum Sport motivieren zu können. Es hat geklappt. Während der 2. Challenge, habe ich schon gemerkt, dass ich diese Challenge gar nicht wie eine ansehe. Die Frist war in meinen Augen nicht nach 30 Tagen vorbei, sondern war nur der Anfangsrahmen für die Zukunft. Ich möchte auch danach möglichst jeden Tag Sport machen.
Die Challenge möchte ich hiermit also abbrechen und stattdessen jeden Tag Sport machen. Dafür in Ausnahmen (Urlaub, besondere Tage wie Geburtstage, Jahrestage) oder (und besonders dann) wenn ich wirklich ziemlich fertig bin, dem Körper auch die Ruhe gönnen, ohne damit ’ne Challenge verlieren zu müssen. Darf halt nur nicht die Regel werden. Diese Balance muss ich finden!

Jetzt muss ich aber erstmal gesund werden. 🙏🙏🙏🙏

Inter… Inmet… Intermitten… Immernentes… Waaas?? Na hier dieses besondere Fasten.

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*Achtung: dies ist kein wissenschaftlicher Text und dient nicht für Recherche zum Thema. Es ist eine subjektive Selektion meinersteits vonstatten gegangen, mit Punkten, die für mich selbst relevant sind. (Anmerk. von Katinka Bell)

Ich kann mir dieses Wort einfach nicht merken. 🙈

Intermittierendes Fasten.

Puh. Jetzt ist es raus. Meine Googlesuche bestätigt, dass ich in der der Vergangenheit schon mehrere Versuche gestartet hatte, danach zu suchen. In äußerst amüsanten Formen…

Was ist das denn überhaupt?
Fasten kennen wir alle irgendwie. Viele haben es schon ausprobiert. Soll ja irgendwie gesund sein. Was macht man da? Irgendwie nichts essen. Nur leichte Suppe und Tee. Dabei soll ja Null-Diät ungesund sein…. Aber Fasten kann man ja auch mit Heil-Fasten erweitern. Klingt dann doch gleich wieder super gesund. Heil-Kur. Heil-Fasten. Heil-Bad. Oder? Pack ein Heil- davor und alle werden dich mit Ohs und Ahs ausquetschen, wie sie denn auch so was machen können.
Ich schweife ab.

Wie man genau jetzt Heil-fastet weiß ich immer noch nicht, darum soll’s auch gar nicht gehen. 😉

Zuerst stieß ich auf das Intermittierende Fasten (ha, ohne nachzuschauen) in Fettlogik überwinden (lest es. lest es. lest es.). Es geht darum in einem bestimmten Zyklus Nahrung aufzunehmen und zwischen der Aufnahme genug Zeit (und Ruhe) für Stoffwechselprozesse und Zellauf- und Abbau zu haben. Nahrungsaufnahme stört oder hemmt gar solche Prozesse. Zusätzlich gelüstet es den Körper nach mehr Zucker durch Blutzuckerauf- und Abgesteige durch ständiges Futtern (und seien es die lieben 5 kleinen Mahlzeiten am Tag, die das verursachen.). Jedenfalls kommt der Körper nicht zur Ruhe um sich mal mit dem Aufräumen der Zellen zu beschäftigen.
Durch das Intermittierende Fasten soll sie ihm gegeben werden.
An sich orientiert sich das Fasten an unsere sehr frühe Vergangenheit. Jäger und Sammler hatten keinen Kühlschrank vor der Nase und aßen erst, sobald Nahrung durch Jagd oder Fund vorhanden war. Der Körper ist durch lange Evolution darauf ausgelegt, nicht ständig zu essen. Also ist es durchaus nicht ungesund, Mal die Luke geschlossen zu halten.
Anders als beim bekannte Fasten, in dem man für Tage oder sogar Wochen gar nichts isst, bezieht sich das intermittierende Fasten auf die Fastenintervalle zwischen den Mahlzeiten.
Es gibt verschiedene Versionen:
Man kann zum Beispiel einen Tag in der Woche komplett fasten. Oder an 2 oder gar 3, ansonsten aber „normal“ weiter essen.
Oder einen 24-Stunden Zyklus haben. Das heißt einen Tage essen, einen Tag fasten usw.

Es geht auch ohne auf einen ganzen Tag Nahrung zu verzichten, sondern nur die Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. So zum Beispiel ca. 16-20 Stunden zwischen den Mahlzeiten nichts zu essen.
In der Realität würde das wie folgt aussehen: 1. Mahlzeit um 12 Uhr und die 2. (und letzte Mahlzeit) um 17 Uhr. Bis zum nächsten Tag hätte der Körper also 18 Stunden Zeit sich zu regenerieren.
Das kann man natürlich individuell abändern.

Auf das Thema hat mich meine herzallerliebste Cousine wieder gebracht. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich das zufällig immer genauso handhabe, wenn ich erfolgreich abnehme.
Ich nehme 2 Mahlzeiten zu mir: eine zwischen 11-13 Uhr und eine zwischen 17-19 Uhr. Mir bekommt das wirklich sehr gut. Jeder, der vielleicht Schwierigkeiten hat, einen Rhythmus zu finden, kann das ja auch ausprobieren, ob da ein Intervall für ihn gut passt. Manchen gelingt das Abnehmen, wenn sie nur eine Mahlzeit pro Tag einnehmen (da kann man dann nämlich reinhauen) – auch eine Form des Intermittierenden Fastens.

Es gibt einige Studien dazu und alle sind sich ziemlich einig, dass es dem Körper gut tut. Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinspiegel wird dadurch zum Positiven reguliert. Außerdem wurde eine Verbesserung der Gesundheit des Nervensystems bestätigt.
Man hat sogar beobachtet, dass der Körper leistungsfähiger in den Fastenzeiten ist (also Sport sollte gut gehen).

Mit dieser Idee im Hinterkopf bleibe ich jetzt bewusst an diesem Mahlzeitenrhythmus dran und schaue, wie es mir gelingt.

Es funktioniert – Bilanz KW 17

Gewicht aktuell: 80,1 Kg
Gewicht letzte Woche: 81,5 Kg
Differenz zu letzter Woche: -1,4 Kg
Differenz seit Neustart 2017: -4 Kg
Abnahme seit „Projekt Abnahme“: 15,4 Kg

Sehr gut. Da kann ich mir getrost auf die Schultern klopfen. Ich weiß zwar nicht, wie oft ich noch Bergfest feiern muss (langsam reicht’s ja dann doch) , möchte ich mich trotzdem nicht beschweren. Ich musste diese Woche sogar 2mal die blöde 82 (als Kilo) ertragen (Der rote Indianer stand vor der Tür und brachte ungefragt Gepäck mit). Konnte aber beide wieder vertreiben. Der Indianer ist nun also weg, da höre ich schon fast die 7 klopfen. Ich freue mich schon sehr, sie ins Haus zu lassen und gediegen zu pflegen. Die gute alte 7. Das letzte Mal hatte ich sie im September gesehen. Ich freue mich schon 🙂

Ansonsten lief die Woche wirklich richtig gut. Ich kann mich nur beglückwünschen. Meine Mode-Freundin hat mir durch das Angebot mit dem Brautkleid, derart Antrieb verschafft, dass ich ungekannte Kräfte mobilisieren konnte.
Die 30-Tage-Sportchallenge ist zurück. Heute ist Tag 8. Bisher lief es wunderbar.
Ich lechze nach dem Laufband. Ich lechze nach den Kraftgeräten. Ich lechze nach Sport. Ich gehe jede Treppe. Ich verzichte öfter Mal auf kurze Strecken mit der Bahn und laufe dann eben mal 1-2 Km zur nächsten Station. Ich versuche so viel zusätzliche Bewegung einzubauen, wie nur möglich. Alles woran ich grad denken kann ist: Kalorien verbrennen!!

Meine Freundin und ich haben begonnen eine gemeinsame Pinterest-Pinnwand mit tollen Kleidern zu füllen. Ich schau mir die fast jeden Tag an. Die Vorstellung da reinzupassen treibt mich unwahrscheinlich an.

Zur Ernährung. Da habe ich mir so schön vorgenommen einen Wochenplan zu erstellen, habe ich den Plan bravourös schon am ersten Tag missachtet. Also den Plan, den Plan zu machen 😉
Dennoch ist Vorplanung eine super Sache für mich. Ich habe zwar nicht die ganze Woche schon im Vorhinein kulinarisch gestaltet, aber immerhin den jeweiligen nächsten Tag. Das funktioniert wirklich ziemlich gut. Einerseits muss ich nicht drüber nachdenken, was ich denn alles feines heute essen könnte und andererseits trage ich aufkommende Gelüste einfach für den nächsten Tag ein und bin zufrieden.

Ich konzentriere mich nun endlich auf mein 2. Zwischenziel (75 Kg). das erste (85 Kg) habe ich schon vor über einem Jahr erreicht. Wenn ich das Tempo der vergangenen Woche beibehalten kann, wäre ich bereits in 5 Wochen da. 6 Wochen wären auch schon traumhaft. Also drückt mir die Daumen.

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