Dies und Das… Job und Abnehmen und so…

Jetzt schau ich mal aus dem Berg Klamotten hervor und widme mich wieder anderen Themen

Mir fällt auf, dass ich mich immer mehr verschließe. Ich möchte wenig preisgeben und nicht mehr alles ins Detail beschreiben, was ich tue. Beispielsweise habe ich vor 2 Wochen einen neuen Teilzeitjob begonnen. Vor 3 Jahren habe ich noch darüber haarklein berichtet, wenn ich irgendwo neu war (Callcenter, Coffee-shop). Irgendwie möchte ich das nicht mehr.

Ich möchte euch aber von meinen Erfahrungen berichten. Ich merke, dass ich sehr gewachsen bin. Ich weiß, wer ich bin und wo ich stehe. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann, bzw. bei welchen Tätigkeiten ich mir mehr Zeit nehmen muss, die andere Menschen vielleicht schneller hinkriegen würden. Das ist ein total mächtiges Gefühl. Auch dass, wenn es mir nicht gefällt, ich halt einfach gehe!

Meine neue Tätigkeit ist in einem größerem Unternehmen und ich habe viele Kollegen, die alle herumwuseln und man sieht ständig andere Leute aber auch natürlich immer mal die Selben. Ich komm gut mit allen klar und hab richtig Spaß mittlerweile. (Das hätte ich nach dem 1. Tag ganz sicher nicht gedacht. Ich wollte direkt kündigen…. Ich hatte Kollegen-bedingt einen schwierigen Start. Diese Kollegen haben seitdem aber schon die Firma verlassen und alle haben sich gefreut, dass die weg sind.) Die Vorgesetzten mit denen ich zu tun habe, sind alle in meinem Alter und ich verstehe mich mit allen gut. (Nur mein direkter Supervisor ist etwas arg lahm (bei der Arbeit und im Kopf). Und er versteht meine ganzen Witze nicht und guckt mich jedesmal total entgeistert an. Ich hab jetzt aufgehört mit ihm zu witzeln. Das ist ja verschwendetes Talent und Energie, wenn ich jedes Mal sagen muss „Das war ein Scherz“.
Die anderen sind aber alle cool und blödeln dann mit rum. Gott sei dank, sonst wär das ja trostlos…
Jedenfalls freue ich mich, dass ich so schnell klar komme und irgendwie auch nie das Gefühl hatte, „die Neue“ zu sein, sondern direkt reingleite und weiß, was ich zu tun hab…

Mein Gesang
Eigentlich gibt’s hier auch nochmal News, aber ich befürchte, dass das zu sehr in die Materie geht, die eigentlich niemand, außer Opernsänger verstehen, bzw. dass das auch einfach niemanden interessiert.
Sei es drum. Ich versuch es mal etwas vereinfacht zu beschreiben, weil es wichtig für mich ist und der größte Teil meines Lebens.
Der Kehlkopf ist ein Organ und wie alle unsere Körperteile ist er individuell geformt. Daher ergeben sich ja die verschiedenen Stimmen (von Farbe über Höhe und alles mögliche, wie verschieden eben Stimmen klingen und was sie alles können).
Im Operngesang gibt es Einteilungen von der Stimme (Ich rede jetzt nur von Frauenstimmen), es gibt tiefe (Alt), mittlere (Mezzo-Sopran) und hohe Frauenstimme (Sopran (und auch hier gibt es noch Unterteilungen….)). Für diese Unterschiedlichen Stimmen gibt es unterschiedliche Rollen und Stücke, deshalb ist die Einteilung da. Damit man im Chor und am Theater klar definiert ist. Und jeder weiß, was der Sänger mitbringt und kann und auch nicht kann (damit man nicht falsch besetzt wird. Das soll ein Schutz für den Sänger sein).
Meine Stimme war und ist nicht so eindeutig. Ich habe lange im Alt/Mezzo-Bereich gesungen. Auch an der Uni habe ich den Abschluss als Mezzosopran gemacht. Aber niemand wollte mich als Mezzo nehmen, ich habe meistens gehört, dass ich wie ein Sopran klinge und deshalb Sopranstücke singen soll. Irgendwann habe ich also entschlossen, das anzunehmen und einen „Fachwechsel“ (so heißt das) hin zum Sopran zu machen. Das geht leider aber nicht so schnell (Im schnitt spricht man von 2 Jahren, die das dauern kann). Der Kehlkopf ist mit Muskeln bestückt und es bedarf Training (wie beim Sport), bis der das leisten kann, was bei der anderen Stimme geleistet werden muss. Genauso bei falscher Technik muss umtrainiert werden. Im Prinzip weiß man, was man machen soll. Aber es ist halt nicht so leicht, wenn man versucht Muskeln im Hals einzeln zu bewegen. Und andere eben ruhig zu lassen, vor allem, wenn man sie nicht sehen kann. Außerdem ist Umlernen immer schwer und dauert seine Zeit.
Ich habe mir diese Zeit geben wollen. Das ist meine Daddelei! Nur vereinzelte Projekte und zwischendurch mal Nebenjobs…
Nun sind mehr als 2 Jahre rum und ich bin immernoch nicht beim Sopran angekommen. Das gab mir zu denken!
Ich bin letzte Woche zur Charité, genauer zum Phoniater gegangen (Das ist quasi ein HNO-Arzt, der sich auf die Stimme/Kehlkopf spezialisiert hat).
Und siehe da. Es hat scheinbar einen anatomischen Ursprung. Es ist minimal. Deshalb wurde darauf vorher nicht geachtet. Ich war 2011 schon mal bei deinen und die hatten noch ein Video meines Kehlkopfes von damals… Genau das gleiche Bild. Ich habe eine kleine Verwachsung (das klingt schlimmer als es ist) an der einen Stimmlippe. Solange man nicht grad Leistungen, wie im Operngesang erwartet, bekommt man sowas gar nicht mit. Jedenfalls kann das der Grund sein (und wird es wohl auch sein), warum ich so Probleme in der Höhe habe, obwohl meine Stimme eigentlich sopranig ist und es für mich leicht sein sollte…
Der eine Arzt war etwas unsicher und hat dann noch seinen Kollegen dazugeholt. Die haben sich sehr viel Zeit genommen und ganz lang mit mir gesprochen. Das fand ich sehr toll. Im Prinzip haben sie mir geraten wohl doch Mezzo zu singen und mir noch ne Liste mit Logopäden gegeben, mit denen ich arbeiten sollte.

Irgendwie war ich danach total erleichtert. Endlich zu wissen, was eigentlich los ist und warum, das alles so schwer für mich ist und ich einfach nicht am Ziel ankomme…

Ob ich jetzt Mezzo oder Sopran weitermache, weiß ich noch nicht. Ich fühle mich nun bei beiden falsch.

Für mich selbst habe ich entschieden, dass es definitiv Nischen gibt, die ich erfüllen kann. In meinem letztem Musikthaterprojekt wurde die Musikauswahl auf unsere Stimmen ausgelegt. Und in meinen letzten beiden Konzerten wurde auch crossover musiziert.
Ich sehe, dass es Möglichkeiten gibt. Ich kann nur halt wohl leider nie im Chor oder Theater vorsingen, weil ich nicht in die Konventionen passe. Daher ist mir der „sicherere“ Weg (Festanstellung) verwehrt.
Aber vielleicht ja doch. Ich werde nicht aufgeben. Und weiter probieren. Und solange erstmal den Weg gehen, den ich für richtig halte.
Mein Bauchgefühl ist nicht schlecht und ich möchte drauf vertrauen, auch wenn ich mich dadurch mit Freunden sogar über manche meiner Entscheidungen über meinen Weg streiten muss.

Apropos Bauchgefühl.
Dieser Beitrag ist derart durcheinander! Ich entschuldige mich sehr dafür, wir gehen jetzt nämlich total eiskalt rüber zu Ernährung xD

Kann sich noch jemand an meine Pickel am Kiefer und Wange erinnern? Die sind immer noch da. Seitdem ich nicht mehr genervt dran herumfummel ist es viel besser geworden, aber ich bekomme sie trotzdem immer noch pausenlos. Also die Pickel.
Vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, dass ich vielleicht Soja nicht so gut vertrage. Ich hatte diese Pickel ja nie vorher sondern erst seit geraumer Zeit. Und vielleicht genau seitdem ich versuche die vegane Ernährung in mein Leben einzubauen und dadurch sehr viele Produkte aus Soja zu mir nehme (v.a. Soja-Milch und Tofu). Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung? Soja-Unverträglichkeit ist ja nun nichts ungewöhnliches.

Ich möchte also Soja weitestgehend vermeiden.
Wenn man dann noch versucht dabei abzunehmen, das heißt weniger zu essen als 2000 Kcal am Tag, ist das mit der Eiweißaufnahme schwieriger, vor allem wenn man nicht nur vegan sein möchte sondern auch noch Soja verbannt.
Arg..

Ich habe entschieden Fleisch wieder normal in meinen Tagesplan einzubauen. Milchprodukte möchte ich weitestgehend aber meiden. Es gibt so viele vegane Alternativen, die nicht auf Soja-Basis beruhen, dass ich das gut hinkriegen werde.

Zum Sport habe ich es durch meine neue Tätigkeit nicht mehr geschafft. Mein Kopf und Körper ist die ganze Zeit am Rödeln. Ich bin wieder sehr viel stehend und gehend unterwegs, daher decke ich meinen Bewegungssoll ganz gut. Zum Sport gehe ich wieder, wenn ich mich dafür bereit fühle. Ich möchte aber unbedingt noch vor Neujahr gehen, damit es kein Neujahrsvorsatz wird, sondern ich ganz normal dann einfach 2019 weitermache.

So das war doch mal kunterbunt, falls ihr überhaupt bis zum Ende gelesen habt!
Übrigens habe ich sehr viele Komplimente für mein Abendkleid bei 2 Konzerten am Wochenende erhalten. Ich wollte das gar nicht mehr ausziehen. 😀

Seid lieb gegrüßt und habt eine gute Woche!

Eure Katinka Bell
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Bilanz KW 8 2018 – Süßkram ist beim Abnehmen nicht so gut…

Es hat mich viel Zeit gekostet und ihr werdet sehr über meine bahnbrechende Entdeckung überrascht sein, also haltet euch fest: Ich esse zu viel Süßkram.

Wär hätte gedacht, dass Kuchen, Eis und Schoki einen so fetten roten Strich durch die Rechnung machen.

Natürlich ist das Ironie. Allerdings steckt da auch die pure Ernsthaftigkeit und Wahrheit drin.

Seit fast 3 Jahren tracke ich nun – mal mehr mal weniger erfolgreich – meine Nahrung und je mehr Süßkram ich esse, desto schlampiger werde ich mit der Eintragung im Tagebuch. Das ist natürlich sehr logisch zu erklären. Zucker bringt in schon kleiner Menge enorm viele Kalorieren mit sich. Jetzt packt da noch Weizen, Sahne oder/und Schokobohnen dazu. Et Voilà: Teufelszeug. Das wird natürlich nicht ins Tagebuch eingetragen. So ne rote Zahl mit plus in der Bilanz sieht nämlich mächtig unsympathisch aus.

In kindlicher „Was ich nicht eingetragen habe, habe ich auch nicht gegessen“ Manier, konnte ich also schön ignorieren, dass mein eigentlich täglich erwirtschaftetes Kaloriendefizit gar keins war.

Gut. Überrascht war ich auch nicht. War ich ja selber dabei, als Torte in meinen Mund wanderte…

Aber warum esse ich so viel Süßes? Weil ich es mir gönne. Weil ich es verdient habe. Weil ich mir was gutes tun will.

Den Nobelpreis, der diese Anhäufung an Belohnungen rechtfertigen würde, habe ich aber gar nicht erhalten. Auch sonst gibt es nicht so wahnsinnig tolle Leistungen, mit denen ich Schoki und Co erklären könnte.

Sowieso ist zweifelhaft, wie gut mir Kuchen wirklich tut.

Bleibt festzuhalten, dass ich trotz Kuchen, Schokolade, Eis (wir reden hier von 500ml Bechern, verspeist innerhalb 1-2 Tage), zusätzlich noch anderer böser Nahrungsmittel, denen ich fröne (Pizza, Burger, Pommes,…) ich trotzdem mein Gewicht halte. Dafür sollte ich tatsächlich nen Nobelpreis erhalten.

Ich dachte, ich könnte maßvoll sein. Aber ich schaffe es einfach nicht. Ab sofort steht Süßes auf der don’t-even-think-about Liste. Es wird Ausnahmen geben. Ich hab zum Beispiel keine Lust die Diät-Spaßbremse auf Geburtstagen zu sein. Oder ich führe den von mir gefürchteten Cheat-Day mal ein…

Man wird sehen. Süßes wird aber definitv keine tägliche Angelegenheit mehr für mich sein.

Amen!

(M)Ein Blogpost über gesunde Ernährung. (wow! wie kreativ) und Bilanz KW 24

Kurve KW 24.jpg

Gewicht: 78,8 Kg
Defizit seit letzter Woche: -0,3 Kg
Defizit allgemein: -16,7 Kg

Es macht zwar einen guten Eindruck, aber ehrlich gesagt hatte ich keine gute Abnehmwoche. Ich habe fast normal gegessen und im Prinzip nur 2mal effektiv Sport gemacht.
Es war eine gute Haltewoche. 😉

Ich hatte recht viel zu tun (bis einschließlich gestern. Als Musiker gibt’s keine Wochenden oder Feiertage 😉 ) Am Ende eines jeden Tages war ich körperlich so müde, dass ich Sport dann immer sein lassen musste. Hatte sogar meine Sportsachen gepackt und mit zur Arbeit genommen, aber danach dann doch direkt nach Hause gegangen. Ich weiß nicht, wem das was gebracht hätte sich noch ne Stunde auf dem Crosstrainer zu quälen nachdem ich echt erledigt war.
Ich sehe das recht gelassen und ärgere mich nicht. Diese Woche ist wieder viel entspannter und Sport wird wieder angegangen.

Nun zur Überschrift: Gesunde Ernährung

Ich hatte schon öfter das Bedürfnis darüber zu schreiben und meine bescheidene Meinung kundzutun. Im Prinzip habe ich das schonmal getan, als ich behauptete, dass Kuchen gesund sei. Dieses mal möchte ich noch tiefer in die Materie einsteigen.

Wir haben ja alle unsere Vorstellung von gesunder Ernährung. Dabei ploppen einem Bilder von buntem Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Fisch und zuweilen auch Fleisch auf. Industriell gefertigte Produkte hatte nun wohl niemand vor dem inneren Auge. Außerdem gibt es viele Trends wie Veganismus, Superfood, Detox, Smoothies….

Ich habe gerade eine meiner Meinung nach ziemlich dusselige britische Sendung über gesunde Ernährung gesehen. Es wurden mehrere Trends ausprobiert und anhand von 1-9 Probanden wissenschaftlich getestet und bewertet. In Galileo-Manier wurden nach eindimensionalen fragwürdige Eigenschaften geforscht. Bei maximal 9 Testpersonen können da ja qualitativ nur astreine Resultate herauskommen. Ist klar.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…

Wasseraufnahme

Ein Test ging um die Wasseraufnahme. 4 Testgruppen à 2 Leute sollten herausfinden, aus welchem Getränk der Körper am besten Wasser aufnehmen kann. Getestet wurden Wasser, Kaffee, Orangensaft und Milch. Jede Testperson musste innerhalb einer Stunde einen Liter des ihm zugewiesenen Getränks trinken und danach wurde deren Pipi ausgewertet.
Sieger war Milch(!). 2. Patz O-Saft. Ein Wissenschaftler klärt auch warum. Wenn in Wasser Glukose, Salz und Geschmack wie Zitronensaft (wtf) zusammengerührt wird, kann der Körper das besser aufnehmen. In der Milch hilft das Eiweiß oder das Fett oder weiß der Geier…
Verstehe gar nicht, warum die Tiere im Wald sich nicht immer einen Cocktail mixen. Dass die überhaupt klarkommen da draußen ohne Zintronensaft im Bach. Haben die Urmenschen das also auch immer gemacht, ja?
Was die Sendung ihren dummen Zuschauern also darbringt, ist, dass Milch und O-Saft sehr gesund sind. Welche Eigenschaften Milch und O-Saft noch haben, ist total nebensächlich. Der hohe Zucker-Gehalt in O-Saft spielt keine Rolle.

Und wie war das mit der Milch? Irgendwas mit Kalzium. Und das war gut für die Knochen. Oder?
So passt auf: Milch erzeugt im Körper Säure die durch Kalzium gebunden werden kann. Dabei übersteigt der Kalziumabfluss sogar das Kalzium, dass überhaupt erst durch die Milch aufgenommen wurde. Also führt Milch zum Kalziumabbau. Klingt schon nicht mehr ganz so gesund…

Aber laut der bekloppten Sendung ist ja nur wichtig, wie viel Wasser der Körper aufnimmt.
Ich schlussfolgere also: statt der empfohlenen 1,5-2 Liter Wasser, reicht es auch wenn ich nur 1l Milch trinke? oder was genau wollen die mir damit sagen?

Superfood

Die Sendung kam zur Schlussfolgerung, dass Superfood überteuert ist und nicht notwendig für eine gesunde Ernährung. Da gebe ich ihr sogar recht.
Das ist vielleicht ein heikles Thema, man mag es gar nicht glauben. Ich selbst sehe Superfood allerdings trotzdem als Bereicherung an. Der Name ist übertrieben, sicherlich, zumal dieses Superfood nicht mehr positive Eigenschaften hat als uns bekannte heimische Produkte, das ist auch mir nicht neu. Aber ganz ehrlich: Ich habe lieber Chia- als Leinsamen im Müsli. Ich weiß nicht mal ob Lein-Pudding funktioniert. Quinoa mag man mit Reis ersetzen können, aber Quinoa schmeckt ganz anders.
Ich stelle mir dieses Argument vor 100en-1000en Jahren vor:
Skeptiker 1: „Dieses Superfood Reis aus Asien braucht kein Mensch. Wir haben hier unsere Nudeln. Die bringen auch viel Energie.“
Skeptiker 2: „Wer braucht schon dieses ganze Superfood aus Südamerika. Diese Tomaten, Kartoffeln und Paprika braucht doch kein Mensch. Wir haben unser Getreide, unsere Gurken und Radieschen.“
Bin ich froh, dass die Skeptiker nichts zu melden hatten.
Ja klar haben wir für all dieses „neue“ Essen auch ne hiesige Wunderwaffe, aber ich finde es schön, dass ich nicht jeden Tag das gleiche essen muss um an all die Nährstoffe zu kommen. Vielseitige Ernährung und ausprobieren macht mir Spaß, egal ob Goji-Beeren genauso viel Vitamin C besitzen wie Erdbeeren. Man sollte eher alt-Bekannte Nährstofflieferanten mit in die Superfood-Gang holen (dies tun einige Listen mittlerweile auch schon).

Nahrungsergänzungsmittel

Laut der tollen Serie haben Nahrungsergänzungsmittel keinen Effekt. Weder positiv noch negativ. Der Nährstoff-Spiegel der einzigen Testperson nach 2 Wochen Pilleneinnahme blieb gleich.
Was ich vorher schon wusste:
Der Körper braucht natürlich einen gewissen Wert eines jeden Nährstoffes, wenn der überschritten wird, wird der Rest ausgeschieden. Der Körper kriegt das ganz prima ohne Nahrungsergänzungsmittel hin. Er zieht sie aus der Ernährung, bzw bildet sie selbstständig. Wenn ihm dann die Nährstoffe inform einer Pille serviert werden, hört er auf, selbst welche zu bilden und wird faul, denn mehr brauch er ja gar nicht.
Es gibt natürlich Ausnahmen, wenn mann durch eine beschränkte Ernährung oder Krankheiten nicht in der Lage ist, genügend Nährstoffe zuzuführen. Aber an sich kriegt der Körper das ganz allein hin.

Abschließende Gedanken ohne Bezug auf die Sendung

Neue Erkenntnisse bestätigen meist die alten.
Bunte Nahrung ist gesund. Und das kann man wörtlich nehmen. Je bunter der Teller, desto besser. Das ist sogar ganz logisch zu erklären: Verschiedene Nährstoffe, haben auch unterschiedliche Farben und diese geben sie an die jeweiligen Träger (Obst, Gemüse,… die Nahrung) ab.
Die Dosis macht das Gift. Wenn ich viel von einer Sache esse, macht mich das nicht automatisch gesünder.
Bsp: Wenn ich Orangen esse um meinen Vitamin C Bedarf zu decken, macht mich das nicht gesünder, wenn ich noch eine weitere esse, nachdem der Bedarf gedeckt war. Das zu viel zugeführte Vitamin C wird ausgeschieden. Die letzte Orange hat außerdem rund 118 Kcal zusätzlich gebracht, die ich auch hätte anders füllen können.
Die Frage „Ist eine Orange gesund?“ stellt sich gar nicht. Kein Lebensmittel an sich ist gesund. Man braucht schon viele verschiedene, wir können ja nicht nur von einem Nährstoff leben.

„Aber eine Orange ist doch gesünder als ein Stück Kuchen!„. Das kommt drauf an, was der Körper braucht. Wenn der Körper gerade viele Kalorien braucht, weil er bereits unterernährt ist, oder viel Leistung erbringen muss, wär Kuchen aus allen Lebensmitteln heraus jetzt nicht unbedingt die erste Wahl, aber wenn man die Wahl zwischen den beiden hat vielleicht besser geeignet, als die Orange. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine und dreht mir keinen Strick. 😉
Wenn ich abnehmen möchte, ist natürlich die Orange die bessere Wahl, die hat weniger Kalorien. Allerdings hat auch eine Orange für einen Abnehmernährungsplan verhältnismäßig viele Kalorien…

Tierische Lebensmittel finde ich schwierig. Dazu gibt es so viele Meinungen, dass ich nicht weiß, was stimmt. Wo ich mir fast sicher bin, ist, dass Massentierhaltungen und Pauschalantibiotika für die Tiere nicht gut sein können. Das löst Stress und Krankheiten in den Tieren aus. Wie also kann Milch, Ei und Fleisch eines kranken Tieres gesund für uns Menschen sein?
Ich selbst lebe mit einer Doppelmoral. Fleisch und tierische Produkte konsumiere ich, wegen des Proteins und der wenigen Kalorien und das nur selten in Bio-Qualität. Zumal immer mehr Quellen, die ich rezipiere zu Veganismus raten (ohne selektiv veganismus-quellen gesucht zu haben. Wenn ich suche, dass veganismus gesund ist, finde ich es natürlich auch.). Viele Krankheiten lassen sich auf den Verzehr tierischer Produkte zurückführen. Logisch auch: tierisches Eiweiß führt zu Zellwachstum (wir Menschen werden immer größer), und davon profitieren auch andere Zellen (Krebs…). Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da was dran ist. Da muss ich mir noch eine Lösung für meine Ernährung überlegen, die ich selbst vertreten kann… Einmal die Woche Fleisch, kaum/keine Milchprodukte,… Ich weiß es noch nicht…

Wir kommen also immer wieder darauf zurück: Ausgewogenheit ist wichtig. Bewusstsein ist wichtig.

Gesund essen bedeutet vielseitig zu essen, und nicht nur gesunde Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Die gibt es nämlich gar nicht. Gesund ist, was der Körper gerade braucht. 😀

Das ist das, was ich denke.

Ich bin auf Kommentare gespannt. Sicherlich gibt es einiges an Gegenwind. Ich bin bereit und offen.

Habt eine gute Woche! 😀

Abnehmen: Wenn der Körper macht, was er will und der Kopf nur zusieht…

 

Waage.jpg

Ich möchte nochmal für mich formulieren, was genau mir eigentlich so schwer fällt beim Abnehmen. Dies wird wohl ein Sammelsurium an Gedanken…

Ich habe schon eine 30 Tage Sport-Herausforderung bewältigt. ich bin also fähig jeden Tag Sport zu machen. Geholfen hat mir das Wissen, dass es jeden Tag sein muss, allerdings auch, dass es endlich ist. Das Erste, was ich nach der Challenge gemacht habe, ist mir erstmal den Bauch zu streicheln und glücklich zu sein nicht zum Sport zu müssen. hm…
Mag ich keinen Sport? Ich weiß nicht. Das ist irgendwie keine Frage von mögen oder nicht mögen. Sport an sich ist Ok.
Liegt es an der von mir auserwählten Sportart? Ich gehe ins Fitnessstudio. Ich habe nicht’s gegen das Fitnessstudio. Auch zu Dingen, die mir eigentlich Spaß machen, muss ich mich meistens aufrappeln und sei es sich mit Freunden zu treffen. Ich finde die Überwindung vom Müßig-Sein hin zu einer Betätigung immer sehr anstrengend. Egal, was es ist. Jetzt mögen andere sagen, dass es jedem so geht. Ich hab allerdings das Gefühl, dass es bei mir wirklich sehr stark ausgeprägt ist. Ich habe oft schon Verabredungen absagen müssen, weil ich es mir nicht vorstelle konnte nochmal aufzustehen und vor die Tür zu gehen. So stark ist das ausgeprägt. Es ging einfach nicht.
Im Nachhinein kann ich einiges auf die Schilddrüsenunterfunktion schieben. Seitdem ich Tabletten nehme (seit März), ist das deutlich besser geworden. Aber deutlich!! Ich habe mehr Lust, was zu machen.
Wenn ich mir direkt die Sportsachen ohne zu überlegen überwerfe, gehe ich direkt zum Sport ohne wenn und aber. Es geht also. Außerdem fühlt sich der Körper viel besser an, wenn man sich viel bewegt. Es ist ein tolles Gefühl! Was ist also das Problem? Die Trägheit gilt es zu Überwinden.

Soviel erstmal zum Sport. Weiter geht’s mit der Ernährung:

Ich muss auch fair zu mir sein. Dazu werde ich nochmal meine Vergangenheit aufschlüsseln. In mir verankert ist der innere Wunsch einer Abnahme. Schon immer und das jederzeit. Dieses schlechte Gewissen und der Druck von mir selbst (und früher auch von außen durch die Familie) den kenne ich. Den kennt jeder, der dick ist (bzw. sich dick fühlt). Im meinem Tagebuch hat mein 14-Jähriges selbst bereits sein Gewicht notiert: 64Kg (bei einer Größe von 173cm, BMI: 21,4). Jetzt schaue ich drauf und denke: Meine Fresse. Was genau war denn mein Problem? Auch damals fühlte ich mich dick und unwohl. Dennoch habe ich zugenommen und nicht abgenommen. Obwohl ich auch damals abnehmen wollte.
Nochmal: Ich habe immer weiter zugenommen und das obwohl ich am Abnehmen war. Das stellt euch mal vor! Bis ich dann – Oh Schreck – 10 Jahre später bei 95,5 Kg (morgens, nackt mit leerem Bauch nach dem Toilettengang) gelandet bin.
Obwohl ich immer bedacht war, was und wie viel ich esse, bin ich immer dicker und dicker geworden (verzeiht meine Ausdrucksweise, aber so habe ich selbst über mich empfunden).
Ich habe zwar die meiste Zeit auf die Ernährung geachtet. Das hat aber gerade dazu gereicht mein Gewicht zu halten. Eine gefühlte Selbstkasteiung reichte gerade zum Gewicht halten. An einigen Tagen wollte ich dann aber auch mal wie die Naturschlanken essen, was ich will und habe mich vollgestopft. So habe ich kontinuierlich zugenommen. Über die Jahre… Es gab keinen Ausgleich zum Kalorienüberschuss an den Fresstagen, also wurden sie angesetzt. Nie wirklich viel, dafür aber stetig…

Natürlich gab es auch Phasen, in denen ich tatsächlich abnahm, aber dann bald wieder kontinuierlich zunahm. Das war ein gequirlter Mix aus Fettlogiken und Selbstbetrug. (alles immer ohne wirkliche Bewegung)

Was genau bedeutet Essen für mich: Ich liebe Essen. Es verkörpert Belohnung, Trost, Wohlfühlen. Je kalorischer desto besser. Je mehr Käse auf der Lasagne ist, desto mehr Belohnung und mehr Wohlfühlen. Mittlerweile auch ohne etwas geleistet zu haben. Das kann schon rauschartig werden. Je mehr ich schon gegessen habe an einem Tag, desto besser funktioniert der Satz: Na jetzt ist es ja auch egal.
Ich weiß, dass das Quatsch ist, dennoch funktioniert der Satz in der Tat immernoch viel zu gut.

Warum ich trotzdem daran glaube mein Wunsch-bzw. Idealgewicht zu erreichen ist, weil ich selbst sehe, wie ich kämpfe. Was hier im Blog ankommt ist Stagnation, bzw. Gewicht halten. Aber das ist nur die halbe Wahrheit. Eine Woche lang schaffe ich es durch viel Sport und einem Defizit von 1000 Kcal täglich zu wirtschaften. Die Woche drauf mache ich dann totalen nonsens, befinde mich im Fressrausch und bewege mich quasi gar nicht. So nimmt man nicht ab, so hält man sein Gewicht. Es kostet mich immense Anstrengungen (auch geistig) überhaupt mein Gewicht zu halten und mit Stagnation hat das nun wirklich nichts zu tun.

Mir fällt es verdammt schwer auf Sachen wie Süßigkeiten, Eis, Kuchen, Pizza, Burger, Pommes zu verzichten.
Wenn ich klar bin, dann kann ich sogar ohne schlechtes Gewissen, so etwas einplanen und trainier es einfach ab, oder lehne es direkt frei ab. Aber wenn ich ne schlechte Phase habe, dann reagier ich total merkwürdig.
Bsp: Es war eine gute Abnehmwoche. Mit Ernährungsvorplanung und Sport. Mein Freund rief mich auf dem Heimweg an, dass er sich ein Eis vom Italiener holt und ob er mir eins mitbringen soll…. (wir reden hier von nem Becher mit Sahne)
Das war für mich die Hölle. Weder kann ich cool sagen: nein danke, lieb, dass du fragst. Noch: oh ja gerne.
Mein Freund kommt mit einer guten Absicht, aber was das in mir ausgelöst hat, war alles andere als gut. Ich war auf einmal so wütend. Auf mich, aber auch auf ihn. Ich hab angefangen zu heulen vor Wut. Weil ich mit so einer Anfrage einfach nicht klar komme. NATÜRLICH will ich ein gottverdammtes Eis. Ich bin so sauer auf mich, dass mich so eine Anfrage völlig aus der Bahn wirft. Und ich war sauer auf ihn, weil er weiß, wie schwer es mir fällt und er trotzdem fragt.
Es tut mir sehr leid für meinen Freund, dass er mit einer Irren zusammenlebt, aber dass Dinge, die für viele schön wären, mir nicht gut tun, sollte er wissen und bitte auch akzeptieren. Leider bin ich ja selbst überhaupt nicht konsequent und hol mir dann die Woche drauf selbst ein Eis. Der Arme. Ich versteh mich ja selbst nicht, wie soll er es tun.
Und genau das nervt mich so! Meine Inkonsequenz.

Ich habe jetzt erstmal akzeptiert, dass ich irgendne Form einer Essstörung habe. Wer bitte reagiert denn mit Tränen, wenn ihm ein Eis angeboten wird? Das Einzige, was mir hilft, ist ganz nüchtern alles aufzuschreiben. Am besten schon vorplanen und vorher eintragen. Soweit bin ich ja schonmal gekommen.
Super wie man immer wieder zu den gleichen Erkenntnissen kommt…

Eine Sache, die ich noch kurz anmerken möchte: Essen ist ein großer Teil unserer Gesellschaft. Wenn man sich nicht fügt, weil man eine Diät hält, wird man schief angeschaut und gar verspöttelt. Meine Freunde und engste Familie haben Verständnis, aber je weiter weg von einem Selbst die Person ist, desto schwieriger wird es…
Dann gab es noch eine blöde Situation und ich würde gern wissen, wie ihr reagiert hättet:
Ich bin ja Opernsängerin: Klasisscher Gesang kann ziemlich laut und hoch sein und um die Ohren meiner Nachbarn zu schonen, übe ich regelmäßig bei meinen Schwiegereltern im Haus. Nun traf es sich, dass beide zur Kaffeezeit da waren, bei wunderbaren Gartenwetter. Das wusste ich dann den Tag vorher schon. Ich wusste nur, dass sie da sind, während ich übe. Es gab keine Kaffeeinladung an sich. Und nun grübelte ich schon den Abend vorher, wie ich um den Kuchen herumkomme, den es bestimmt geben wird. Als ich am besagten Tage nun Pause machte, gesellte ich mich in den Garten. Meine Schwiegermutter huschte schnell ins Haus und kam freudestrahlend mit einem Kuchen wieder heraus. Sie hat ihn extra gebacken, weil ich da war. Mein Anstand verbot es mir, abzulehnen. Ihr hättet ihr glückliches Gesicht sehen sollen! Das konnte ich unmöglich zerstören.
Was hättet ihr gemacht?
Dieses Beispiel ist alleinstehend fast lächerlich. Der Kuchen bringt mich nicht um. Aber wenn man diesen Kampf jeden Tag führt, ist das ziemlich schwierig. Den Tag drauf waren wir nämlich bei einem Geburtstag eingeladen und auch dort gab es Kuchen und Abendbrot. Nun fangt mal die Abnehmdiskussion von vorne an. Den Tag drauf gab’s noch ein Frühstückstreffen….
Und diese Vielzahl an gesellschaftlichen Ereignissen macht es mir sehr schwer. Es kostet Kraft standhaft zu bleiben. Und das wiederholt.
Diese Ansammlung kostet mich oft meine Motivation allgemein. Dann kommt: jetzt ist eh egal.
Dann folgt irgendwann schlechtes Gewissen und dann ärger ich mich wieder und ich versuchs von Neuem…. Oh man…
Und so meine Damen und Herren halte ich erfolgreich mein Gewicht. ( statt einfach mal abzunehmen…)

Mein Fahrplan also:
– Essen vorplanen.
– Nüchtern und vernünftig reagieren bei hochkalorischem Essen. Ich darf es einbauen. Es ist OK.
– Der Tag ist nach einer Pizza nicht vorbei.
– Das Abnehmen ist nach 3 warmen Riesenmahlzeiten plus Kuchen am selben Tag nicht vorbei.
– Nahrung ist dazu da, Nährstoffe aufzunehmen, damit der Körper leben kann.
– Sport hilft.
– Viel Sport hilft viel.
– Mein Körper ist mein Tempel. Bin ich giftig zu ihm, wird er krank.
– Freund sagen, dass er ganz toll ist.

Leistungen, die ich vollbracht habe und wieder vollbringen kann:
– Von Mai bis November 2015 insgesamt 16,5 Kg abgenommen.
– Seit Januar 2017 4 Kg abgenommen. (hatte wieder zugenommen…)
– Bremse ziehen.
– Reflektieren.
– Gut zu mir sein.

Na das ist doch allerhand.

Auf ein Neues! Müde werde ich jedenfalls nicht… 😉

Inter… Inmet… Intermitten… Immernentes… Waaas?? Na hier dieses besondere Fasten.

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*Achtung: dies ist kein wissenschaftlicher Text und dient nicht für Recherche zum Thema. Es ist eine subjektive Selektion meinersteits vonstatten gegangen, mit Punkten, die für mich selbst relevant sind. (Anmerk. von Katinka Bell)

Ich kann mir dieses Wort einfach nicht merken. 🙈

Intermittierendes Fasten.

Puh. Jetzt ist es raus. Meine Googlesuche bestätigt, dass ich in der der Vergangenheit schon mehrere Versuche gestartet hatte, danach zu suchen. In äußerst amüsanten Formen…

Was ist das denn überhaupt?
Fasten kennen wir alle irgendwie. Viele haben es schon ausprobiert. Soll ja irgendwie gesund sein. Was macht man da? Irgendwie nichts essen. Nur leichte Suppe und Tee. Dabei soll ja Null-Diät ungesund sein…. Aber Fasten kann man ja auch mit Heil-Fasten erweitern. Klingt dann doch gleich wieder super gesund. Heil-Kur. Heil-Fasten. Heil-Bad. Oder? Pack ein Heil- davor und alle werden dich mit Ohs und Ahs ausquetschen, wie sie denn auch so was machen können.
Ich schweife ab.

Wie man genau jetzt Heil-fastet weiß ich immer noch nicht, darum soll’s auch gar nicht gehen. 😉

Zuerst stieß ich auf das Intermittierende Fasten (ha, ohne nachzuschauen) in Fettlogik überwinden (lest es. lest es. lest es.). Es geht darum in einem bestimmten Zyklus Nahrung aufzunehmen und zwischen der Aufnahme genug Zeit (und Ruhe) für Stoffwechselprozesse und Zellauf- und Abbau zu haben. Nahrungsaufnahme stört oder hemmt gar solche Prozesse. Zusätzlich gelüstet es den Körper nach mehr Zucker durch Blutzuckerauf- und Abgesteige durch ständiges Futtern (und seien es die lieben 5 kleinen Mahlzeiten am Tag, die das verursachen.). Jedenfalls kommt der Körper nicht zur Ruhe um sich mal mit dem Aufräumen der Zellen zu beschäftigen.
Durch das Intermittierende Fasten soll sie ihm gegeben werden.
An sich orientiert sich das Fasten an unsere sehr frühe Vergangenheit. Jäger und Sammler hatten keinen Kühlschrank vor der Nase und aßen erst, sobald Nahrung durch Jagd oder Fund vorhanden war. Der Körper ist durch lange Evolution darauf ausgelegt, nicht ständig zu essen. Also ist es durchaus nicht ungesund, Mal die Luke geschlossen zu halten.
Anders als beim bekannte Fasten, in dem man für Tage oder sogar Wochen gar nichts isst, bezieht sich das intermittierende Fasten auf die Fastenintervalle zwischen den Mahlzeiten.
Es gibt verschiedene Versionen:
Man kann zum Beispiel einen Tag in der Woche komplett fasten. Oder an 2 oder gar 3, ansonsten aber „normal“ weiter essen.
Oder einen 24-Stunden Zyklus haben. Das heißt einen Tage essen, einen Tag fasten usw.

Es geht auch ohne auf einen ganzen Tag Nahrung zu verzichten, sondern nur die Zeitabstände zwischen den Mahlzeiten einzuhalten. So zum Beispiel ca. 16-20 Stunden zwischen den Mahlzeiten nichts zu essen.
In der Realität würde das wie folgt aussehen: 1. Mahlzeit um 12 Uhr und die 2. (und letzte Mahlzeit) um 17 Uhr. Bis zum nächsten Tag hätte der Körper also 18 Stunden Zeit sich zu regenerieren.
Das kann man natürlich individuell abändern.

Auf das Thema hat mich meine herzallerliebste Cousine wieder gebracht. Dabei ist mir aufgefallen, dass ich das zufällig immer genauso handhabe, wenn ich erfolgreich abnehme.
Ich nehme 2 Mahlzeiten zu mir: eine zwischen 11-13 Uhr und eine zwischen 17-19 Uhr. Mir bekommt das wirklich sehr gut. Jeder, der vielleicht Schwierigkeiten hat, einen Rhythmus zu finden, kann das ja auch ausprobieren, ob da ein Intervall für ihn gut passt. Manchen gelingt das Abnehmen, wenn sie nur eine Mahlzeit pro Tag einnehmen (da kann man dann nämlich reinhauen) – auch eine Form des Intermittierenden Fastens.

Es gibt einige Studien dazu und alle sind sich ziemlich einig, dass es dem Körper gut tut. Blutdruck, Blutzucker und Cholesterinspiegel wird dadurch zum Positiven reguliert. Außerdem wurde eine Verbesserung der Gesundheit des Nervensystems bestätigt.
Man hat sogar beobachtet, dass der Körper leistungsfähiger in den Fastenzeiten ist (also Sport sollte gut gehen).

Mit dieser Idee im Hinterkopf bleibe ich jetzt bewusst an diesem Mahlzeitenrhythmus dran und schaue, wie es mir gelingt.

Es funktioniert – Bilanz KW 17

Gewicht aktuell: 80,1 Kg
Gewicht letzte Woche: 81,5 Kg
Differenz zu letzter Woche: -1,4 Kg
Differenz seit Neustart 2017: -4 Kg
Abnahme seit „Projekt Abnahme“: 15,4 Kg

Sehr gut. Da kann ich mir getrost auf die Schultern klopfen. Ich weiß zwar nicht, wie oft ich noch Bergfest feiern muss (langsam reicht’s ja dann doch) , möchte ich mich trotzdem nicht beschweren. Ich musste diese Woche sogar 2mal die blöde 82 (als Kilo) ertragen (Der rote Indianer stand vor der Tür und brachte ungefragt Gepäck mit). Konnte aber beide wieder vertreiben. Der Indianer ist nun also weg, da höre ich schon fast die 7 klopfen. Ich freue mich schon sehr, sie ins Haus zu lassen und gediegen zu pflegen. Die gute alte 7. Das letzte Mal hatte ich sie im September gesehen. Ich freue mich schon 🙂

Ansonsten lief die Woche wirklich richtig gut. Ich kann mich nur beglückwünschen. Meine Mode-Freundin hat mir durch das Angebot mit dem Brautkleid, derart Antrieb verschafft, dass ich ungekannte Kräfte mobilisieren konnte.
Die 30-Tage-Sportchallenge ist zurück. Heute ist Tag 8. Bisher lief es wunderbar.
Ich lechze nach dem Laufband. Ich lechze nach den Kraftgeräten. Ich lechze nach Sport. Ich gehe jede Treppe. Ich verzichte öfter Mal auf kurze Strecken mit der Bahn und laufe dann eben mal 1-2 Km zur nächsten Station. Ich versuche so viel zusätzliche Bewegung einzubauen, wie nur möglich. Alles woran ich grad denken kann ist: Kalorien verbrennen!!

Meine Freundin und ich haben begonnen eine gemeinsame Pinterest-Pinnwand mit tollen Kleidern zu füllen. Ich schau mir die fast jeden Tag an. Die Vorstellung da reinzupassen treibt mich unwahrscheinlich an.

Zur Ernährung. Da habe ich mir so schön vorgenommen einen Wochenplan zu erstellen, habe ich den Plan bravourös schon am ersten Tag missachtet. Also den Plan, den Plan zu machen 😉
Dennoch ist Vorplanung eine super Sache für mich. Ich habe zwar nicht die ganze Woche schon im Vorhinein kulinarisch gestaltet, aber immerhin den jeweiligen nächsten Tag. Das funktioniert wirklich ziemlich gut. Einerseits muss ich nicht drüber nachdenken, was ich denn alles feines heute essen könnte und andererseits trage ich aufkommende Gelüste einfach für den nächsten Tag ein und bin zufrieden.

Ich konzentriere mich nun endlich auf mein 2. Zwischenziel (75 Kg). das erste (85 Kg) habe ich schon vor über einem Jahr erreicht. Wenn ich das Tempo der vergangenen Woche beibehalten kann, wäre ich bereits in 5 Wochen da. 6 Wochen wären auch schon traumhaft. Also drückt mir die Daumen.

💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪💪

 

Be more human – Bilanz KW 8

Kurve KW 8.jpg

Gewicht: 82,4 Kg

Und? Wie lief nun die Sportwoche? Habe ich die ersten 7 von 30 Tagen durchgehalten?
Ja, selbstverständlich!

Was habe ich gemacht?
Sofern man nach nur einer Woche von einer Routine sprechen kann, hat sich schon eine abgezeichnet: Ein 3 Tages-Zirkel.
1. Tag:
– mind. 60 min Cardio (egal ob Rad, Crosstrainer, Laufband, Treppengerät, oder eine Kombination. Nur eben schnell und nicht seichtes Latschen…)
– 10-15 min Dehnen
2. Tag:
– 10 min Erwärmung auf einem der eben genannten Cardiogeräten. Auch hier zügiges Tempo.
– 30-45 min Krafttraining an den Maschinen. Dabei liegt der Fokus im Wechsel entweder auf dem Unterkörper (Beine, Po…) oder auf dem Oberkörper (Arme, Rücken)
– 20 min Cardio (Präferenz Laufband) bei einem ziemlich langsamen Tempo nur zum Auslaufen.
– 10-15 min Dehnen
3. Tag: der kurze Zu-Hause-Tag
– Spazieren
– Übungen auf dem Boden mit dem eigenem Körpergewicht: Situps, Dehnen, Unterarmstütz, was mir einfällt….

Und dann beginnt wieder Tag 1 mit Cardio….

Sport zu machen fällt durch die 30 Tage Challenge gar nicht schwer. Die Frage ist nie, ob ich Sporteln werde, sondern wann und da ich den tollen 3-Tage-Plan habe, muss ich mir nicht einmal Gedanken machen, was ich mache.

Natürlich werde ich mich nicht sklavisch an den halten. Wenn mir die Lust nach was anderem ist oder ich zu sehr Muskelkater oder Ermüdungserscheinungen in Körperregionen habe, die eigentlich mit Sport dran wären, dann disponier ich halt um. Hauptsache Bewegung. Darum geht es ja.

Heute ist Tag 2 dran. Also Kraft. Ich merk jetzt schon, dass der Wechsel von Unter-und Oberkörper eine gute Idee ist. Meine Arme muskelkatern nämlich noch vor sich her, die Beine allerdings sind frisch erholt aus dem Krafturlaub zurück und heute auch wieder dran.

Mimimis der Woche:
– Runners Toe 😦
– Gewicht will und will nicht runter
– TOM und Wasser…. Nach dem Sport wiege ich trotz ständigen Trinkens über 1 Kg weniger… Ich wiege abends oft weniger als Morgens. Und morgens wiederum wiege ich eindeutig zu viel!

Erfolge der Woche:
– Schienbeinprobleme- und Knie-/Knöchelgelenke im Griff. Sport ist der Auslöser und auch die Heilung 😉
– Termin beim Schilddrüsen Arzt gemacht. Vllt lässt sich Gewichtsstagnation und Wasser (und einiges anderes mehr!) darauf zurückführen. Wenn nicht, dann bin ich wohl einfach schlampig im Tagebuchführen.

Überall im Körper fühle ich meine Muskeln. Es zerrt und muckert und arbeitet. Das ist ein schönes Gefühl.
In unserer Gesellschaft (Dazu zähle ich mich natürlich) wird es als besonders angesehen, wenn sich jemand täglich oder wenigstens alle 2 Tage sportlich betätigt. Mangels an Zeit oder Motivation.
Wofür haben wir unsere Muskeln denn? Um vorm Computer zu hängen? Fernsehen? Autofahren? Dafür ist das Gehirn da. Der restliche Körper ist darauf ausgelegt, jagen zu gehen, lange Strecken zu laufen, auf Bäume zu klettern, vor wilden Tieren wegzusprinten. Dafür ist der menschliche Körper geschaffen. Dafür haben wir all die Muskeln und sind so gebaut, wie wir eben gebaut sind nach einer langen Episode menschlicher Evolution…
Reebok hatte vor 1-2 Jahren eine Kampagne, die mich auch nachträglich immernoch fasziniert: „Be more human“. Auf den Plakaten waren Menschen abgebildet, die eine sportliche Tätigkeit ausführten wie Rennen, Hindernislauf, Klettern,… In Sportklamotten aber inszeniert in einer natürlichen, kriegerischen, gefühlt gefährlichen Umgebung.
Als ich die Plakate damals sah, dachte ich: Ja verdammt!
Wir sind nun mal eine Spezies Tiere. Nur weil wir ein großes leistungsstarkes Gehirn haben und auf zwei Beinen laufen können, heißt das ja nicht, dass wir die ursprünglich tierische Kraft verloren haben. Sie schläft nur. Der Körper kann so viel mehr leisten, als wir glauben. Davon profitiert auch das Gehirn. Unser Körper ist schließlich ein Organismus. Alles hängt zusammen. Von der Ernährung bis zur Bewegung hat alles Einfluss auf unsere gesamte Leistung, die sowohl der Kopf als auch der Körper vollbringt, und nicht zuletzt die Psyche…

Also: Bewegt euch! Be more human!

Omi steigt Treppen – KW 5

kurve-kw-5
Gewicht: 83,2 Kg
Differenz zu letzter Woche: +1,9 Kg (irks und das innerhalb von 4 Tagen. Wie bitte?)

Das Gewicht geht rauf und runter, wie es gefällt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich hauptsächlich gute Tage hatte. Ich war von 4 Tagen 3Mal im Fitnesstudio und abgesehen von Samstag habe ich immer ein gutes Defizit erwirtschaftet, also kümmer ich mich um diese fast 2 Kg Zunahme gar nicht erst, denn ich weiß es besser. 🙂

Ich kümmer mich natürlich doch: So ganz verstehe ich es nicht. Wahrscheinlich liegt das daran, dass man immer sehr viel Wasser einlagert, wenn man sehr viel auf einmal isst. Ich habe gerade mal meinen Samstag hochgerenchet. Wir haben den Geburtstag meiner Mutter gefeiert und es gab Kuchen, Sahne und mächtiges Abendbrot en masse. Meine wirklich ehrliche Hochrechnung gab laut fddb eine Aufnahme von ca 3000 Kcal zu Tage (bei einen Umsatz von 2100, eieiei…).

Holen wir mal Adam Riese zu Rate:
Donnerstag: – 877 Kcal
Freitag: – 952 Kcal
Samstag: + 900 Kcal
Sonntag: -70 Kcal
Insgesamt: -999 Kcal

AHA! wenn auch ein winzig kleines, aber dennoch ein Defizit in den letzten 4 Tagen gegessen! Muss das dann sein, dass ich fast 2 Kilo mehr wiege?

Mathe ist und bleibt mein Freund. Ich koch mir einfach ne schöne Kanne Grüntee und dann werde ich die 2 Kg wieder wegspülen. 😉

Ich war 3 Mal im Fitnesstudio. Wow! Was gibt’s neues? Ich war auf dem Treppengerät. Yay! Weil ich euch so gern habe, bin ich unter die alles fotografier-wütigen gegangen und hab mal ein paar Aufnahmen gemacht:

20170130_094622.jpgSchönes Teil. Allen geht es wie mir vorher und machen einen großen Bogen um die Dinger, deshalb sind die oft frei xD

Als ich das erste Mal auf dem Teil war, hatte ich noch 2 Mitstreiter, die in einem lächerlich geringen Tempo gelaufen sind. Verwegen habe ich 15 min eingestellt und versuchsweise Stufe 9 (von 20). Super akzeptables Tempo…. nach ner Minute, habe ich natürlich auf Stufe 4 runtergestellt xD und war etwa gleichauf mit den anderen Treppensteigern…
Mit Stufen rauf und runterstellen habe ich meine 15 min erfüllt bei einem Mörder-Puls von 170 oder sowas und dann kam der Cooldown. Wie kühlt man sich ab, wenn man 15 Minuten lang in einem langsamen Tempo Treppen gestiegen ist? Genau: noch langsamer Treppensteigen. Ich habe es geschafft in 3 Minuten 5 Stockwerke zu gehen. Stellt euch das mal vor! 5 Stockwerke in 3 Minuten…. haha…. Mich hätte ein Rollstuhlfahrer überholt…

Danach bin ich auf mein mittlerweile geliebtes Laufband noch 45 Minuten lang gehechtet und habe weiter ordentlich Kalorien verbrannt. Freitag gab es das selbe Programm.

Wir ihr sehen könnt, bin ich am Freitag schon einen ganzen Stock höher gelaufen. Auf dem Laufband war ich auch schneller unterwegs (wenn auch minimal).

Gestern (Sonntag) hatte ich mir vorgenommen, Sport zu machen, weil meine Nahrungsaufnahme am WE so mächtig war. Tagsüber hatte ich den Plan dann schon aufgegeben wegen akuter Unlust. Bin dann sogar auf der Couch eingepennt gegen 6 oder so. Um 9 abends ist mir langweilig. Ich bin vollgefressen und fühle mich Scheiße. Und dann ist es wieder passiert: Ich bin abends halb 10 ins Fitnesstudio gegangen und war noch ne Stunde auf dem Laufband. Was bin ich stolz auf mich…

Ich bin gespannt wie es weitergeht. Auf jeden Fall sind solche Nacht-und Nebelaktionen ein gutes Zeichen…. 😀

Zu viel gegessen?

Ich kann schonmal verraten, dass ich vorgestern wie versprochen. Tatsächlich im Fitty war. Wahnsinn.

Ich schäme mich ja sowieso, weil ich irgendwie doch zu diesen Neujahrsvorsätzlern gehöre, die jetzt hochmotiviert 2 Wochen lang 4 Mal die Woche ins Fitty rennen und dann wieder aufs neue Jahr warten… Als ich in der Umkleide war, haben Trainerinnen die Kleiderschränke überprüft und sich dabei unterhalten, wie wahnsinnig überfüllt die Kurse grad sind. Haben sich quasi über das Verhalten von Neujahrssportlern (wie ich sie jetzt mal nennen mag) unterhalten. Ich habe mich dann ganz klein gemacht und mir gesagt: Ich bin doch kein Neujahrssportler. Schließlich war ich letztes Jahr doch öfter mal Sporteln und da mein Wille zum Abnehmen gerade alle Trägheit durchbricht, gehe ich jetzt wieder regelmäßig hin. Ganz bestimmt…. 😉

Da bleibt man mal 2-3 Monate fern, haben die nicht komplett die Geräte ausgetauscht?
Gott sei Dank ist mein heißgeliebtes Laufband, zwar etwas anders, aber immer noch vom selben Hersteller. Ich benutze also immer noch die gleichen Einstellungen und musste mich nicht neu am Bordcomputer zurechtfinden… Klasse!
Außerdem besitzt mein Fitnessstudio jetzt auch diese Treppengeräte, die Treppensteigen simulieren. Vorher war ich ja lautstark ganz traurig, dass unser Fitnessstudio sowas nicht hat… Jaja… traurig… Mal schauen, wann ich mich auf die Teile wage. Erstmal bin ich wieder in der Eingewöhnungsphase und kann mich danach dann todesmutig auf die neuen Teile stürzen.

Schon öfter beobachtet habe ich, nicht nur nach dem Sport, Schmerzen im Schienbein. Aber ganz besonders hab ich die nach dem Laufen. Dr. Google attestierte mir: Schienbeinkantensyndrom. Habt ihr damit auch Erfahrung? Die Beschreibung passt haargenau zu meinen Schmerzen. Letztes Jahr hatte ich das auch mehrmals und manchmal auch im Alltag. Hab mich dann in die Materie eingelesen und versucht anders über den Fuß abzurollen und seit dem hatte ich das Problem nicht mehr. Nun war ich lange nicht mehr Laufen und hatte vergessen, dass ich da aufpassen muss und schwups kam wieder dieser widerliche Schmerz. Gestern war es noch spürbar, aber nicht wirklich schmerzvoll. Und heute muss ich den Fuß zum Körper bei gestrecktem Bein anziehen, um überhaupt zu merken, dass da was arbeitet. Heute Abend wollte ich dann wieder Laufen gehen, aber lieber nur bei moderaten Tempo.

Da ich mich gestern also mit pulsierenden Bein gegen Sport entschieden habe, musste ich natürlich ganz genau darauf achten, dass ich dann wenigstens in meinem Defizit esse. Bei meinen erwünschten 500 g Gewichtsverlust die Woche bedeutet es, dass ich 500 Kcal jeden Tag einsparen muss. Mein Tagesumsatz liegt derzeit bei ca 2100 Kcal, also darf ich 1600 Kcal zu mir nehmen, um dieses Defizit zu erreichen.

Nachdem ich gestern abend bei den 1600 Kcal angekommen war, hatte ich plötzlich einen riesen Eishieper gekriegt (Zyklus….), dass ich fast ne ganze Packung 500ml Eis aufgegessen hab. Ich hab mich danach so schlecht gefühlt, dass ich das Eis nicht ins Tagebuch aufgenommen hab. Wie ein Kleinkind. Was ich nicht sehe, ist nicht da… Das Gute an so viel Essen ist, dass man den nächsten Tag dann auch wirklich nicht so viel Hunger hat. Ich kam dann auf die nicht neue, aber glorreiche Idee, das Eis einfach für heute einzutragen. Auf einmal sieht die Welt wieder schön aus… Die Kalorienaufnahme bei fddb leuchtet sowohl für gestern als auch heute grün (unter Tagesumsatz gegessen) und nicht so fies rot (Über Tagesumsatz gegessen)!

Das macht wieder Hoffnung. Nicht aufgeben. Jedes Stück Essen zählt und jeder Tag auch. Nur weil ich beispielsweise 1 Stück (hypothetischen) Kuchen (400-500 Kcal) gegessen habe, ist deshalb nicht der Tag ruiniert. Ein zweites Stück Kuchen macht dann sehr wohl den Brei fett. Also nicht aufgeben, nur weil man sich ne Kleinigkeit gegönnt hat, à la jetzt ist es auch egal. Sollte man nun aber doch auch noch das 2. Stück Kuchen gegessen haben, dann ist das für die Tagesbilanz vielleicht nicht so toll, aber es geht um die Kalorienbilanz allgemein. Man kann auch langfristiger denken. Die Bilanz in 48 Stunden muss bei mir dann eben 1000 Kcal sein, wenn ich 500 g die Woche abnehmen möchte. Das was ich gestern zuviel gegessen habe, kann ich also auch heute ausgleichen. (Das Defizit muss halt größer sein. Statt der 500 Kcal pro Tag, muss ich über 2 Tage verteilt 1000 Kcal einsparen)
Ich mache mich also nicht fertig, weil ich abnehmtechnisch gestern eigentlich den Supergau hatte (ca. 1000 Kcal Eis auf einmal).

Soviel zur Theorie. Also bei 1000 Kcal Eis von gestern und 1000 Kcal, die ich bereits heute zu mir genommen hab, bin ich schon bei 2000 Kcal. Wo bleibt da das Defizit? Ich muss also Sport machen.

Aufgeben werde ich jedenfalls nicht 🙂

Mein Sportergebnis von Mittwoch sieht übrigens so aus:
20170113_155414.jpgFast 7 km bin ich in der Stunde gelaufen. Mit dem Abkühlen hab ich die 7km dann auch erreicht. (Abkühlen ist die Zeit nach dem eigentlichen Training, in der man weiterläuft, um den Puls wieder herunter zu bekommen. Bei ner Stunde Training sind das 5 min bei ca 5 km/h)

Meine Uhr hat dann noch weiter gemessen, weil ich danach immer auf die Matte gehe und dehne und manchmal noch irgendwelche anderen Übungen mache. 80 Kcal sollte man bei ner Stunde Training übrigens abziehen, das sind die Kalorien, die gedoppelt angezeigt werden. Da ich 80 Kcal auch ohne Sport einfach nur durch die Erhaltung meiner Existenz verbrannt hätte und die sind schon bei der Tagesbilanz von 2100 Kcal enthalten). Bei meinem Training habe ich also 700 Kcal verbrannt, die ich mir gutschreiben kann 😀

Ich bin geheilt!

Meine Fresssucht scheint vorerst verebbt zu sein. YAY.

Besiegelt und mir die Lust an fetter und süßer Nahrung genommen hat mein Körper von ganz allein. Der hat ziemlich lautstark verkündet: GENUUUUG!
Ich habe artig zugehört und verstanden.

Vorangegangen waren einige Wochen der Völlerei, ich sprach ja bereits davon. Natürlich gab es mal Tage, an denen ich mich zusammenreißen konnte, aber das war leider die Ausnahme.
Die „Katastrophe“ bahnte sich nun Mitte der Woche an. Mein Freund hatte 30. Geburtstag und seitdem hatten wir viel Besuch und viel Kuchen. Ich hab ihm zum Geburtstag noch ne fette Schokotorte gebacken. Mit essbaren Dekoelementen und Schokoschmelzen und Pipapo. Ich hab den ganzen Tag in der Küche gestanden und beim Fertigen der verschiedenen Schichten, von eben selbigen genascht. Also mein Sahne- Schoko- Kuchenpensum war mehr als erreicht.

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Yummie Schoko-Torte. Die weißen Rosen habe ich ebenfalls selbst gemacht aus weißer Schokolade… Die Ganache ist mir leider nicht so gut gelungen. Naja alles hat sein 1. Mal.

Freitag habe ich mir dann ein Chili con Carne gekocht. Schön scharf.
Esst das Mal, wenn euer Körper schon den Zucker- und Fettschock des Lebens hat!

Freitag gegen 17 Uhr hatte ich dann die letzte Portion verdrückt und mir gings schon so naja… Ich hab gegessen bis ich Schmerzen hatte. Allein das ist schon traurige Wahrheit. Ich hab so lange gegessen bis ich Schmerzen hatte. Das war für mich nichts Neues. Bis zum Schlafen gehen ist es unangenehm, aber da es erst 17 Uhr war, wird das schon. Kenn ich ja schon…

Aber Chili!! Mein Körper war so mit Verarbeiten beschäftigt, dass ich sooo fertig war den ganze Tag. Abends kamen noch die Eltern vorbei, ich habe aber keinen Kuchen mehr angerührt xD

Später lieg ich im Bett und weiß gar nicht wie ich liegen soll, mir tut so der verfluchte Magen weh, oder Darm oder Speiseröhre… Chili breitet sich im Ernährungstrakt aus. Gar nicht schön… Gegen nachts um 2 entschließe ich aufzustehen und nochmal zu ergooglen, was es denn für Hausmittelchen gibt, allein die Senkrechte im Sitzen gab meinem Körper so viel Aufschwung, dass mein Gehirn schaltete: geh mal lieber ins Bad. Im Dunkeln tastete ich mich langsam ums Bett herum, ab Flur bin ich dann schon gerannt. Du musst SOFORT ins Bad. Uuuund? Zu langsam -.-

Kurz vorm Klo entlud sich dann Chili und Krams.

Meine Herren, ich hab seit Jahren nicht mehr wie ein fröhlicher Drache gespien… Das hörte gar nicht auf. Als hätte jemand nen Hydranten angeschlagen.

Als ich fertig war konnte ich mir mein Sodom und Gomorra um mich herum bewundern. Flur, Badtür, Badvorleger, Schlafanzug, Haare, nicht nur Kloschüssel, sondern alles drumherum durfte mal mein Chili probieren.

Die jämmerlichste Erscheinung ist man selbst, mitten in der Nacht, tot müde, halb-nackt weil dreckiges Shirt schon ausgezogen, Haare beschmiert, in seiner eigene Kotze stehend. Ich hab bestimmt volle 60 Sekunden das Wunderwerk angestarrt und wusste nicht, wo ich anfangen sollte.

Nochmal Duschen, Haare waschen, Bad und Flur wischen Badvorleger und Schlafanzug in Quarantäne verfrachten.

Alles ging dann doch ganz gut und ich war so unendlich froh, dass der ganze Mist aus meinem Körper war und konnte mich selig ins Bett legen und einschlummern.

Der nächste Tag ging nicht ganz spurlos vorrüber. Der Körper war immernoch am Arbeiten. Ich hab fast den ganze Tag geschlafen und nur Zwieback gegessen, aber mehr wollte ich auch gar nicht. Hatte sogar erhöhte Temperatur. (abends war noch die Geburtstagfeier von meinem Freund. Ich hatte ziemliche Angst davor, weil der Tag schon so beschissen war, aber mir gings dann richtig gut! Das raff einer Mal..)

Alles, weil ich zu viel gegessen hab. Weil. Ich. Zu viel. Gegessen hab. Man stelle sich das vor. Das ist so traurig.

Gerade verspüre ich absolut keine Lust auf Junkfood. Ein bisschen brennig ist es nämlich doch noch in der Magenregion. Ich weiß, dass das nicht lange anhalten wird, aber ich versuche diesen Zustand, erstmal so lange wie möglich zu halten. (ohne Brennen versteht sich 😉 )

Eine Sache muss ich akzeptieren: Ich muss aufhören zu essen, wenn mein Energiepensum erreicht ist und nicht, wenn ich satt bin. Sättigkeitsgefühl hab ich mir nämlich abtrainiert. Wenn ich so lange esse, wie ich kann, endet es nämlich in Schmerzen. Mein Freund kennt die Leier abends im Bett schon: „Mir ist schlecht“. Ich benutze diesen Satz bereits inflationär…

Nun aber! Auf einen neuen Aufschwung mit ausgewogener Ernährung, dass ich diesen blöden Satz nicht mehr (so oft) sagen muss.

Drückt mir die Daumen 😉

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Das Bild ist schon über ein Jahr alt und ich habe es bereits für einen sehr frühen Beitrag benutzt. Ätsch. Abgesehen von der gammeligen Paprika, macht’s doch aber was her 😀