Bilanz Nr. 20

kurve 20Tabelle 19 + 20

Tag 141

Gewicht: 84,2 Kg

Aktuelle Differenz: 11,3 Kg

Im Diagramm könnt ihr diesmal meinen Normalbereich bewundern und einen Tipp abgeben, wie lang ich noch brauche um da endlich mal anzukommen. Hätte ich mein Anfangstempo beibehalten, wäre ich wohl schon längst da. Aber was nicht ist, kann noch werden und wird es ja auch.
Da ich letzte Woche keine Tabelle in den Post einbettete, bekommt ihr diesmal die volle Ladung. Es fehlen die Angaben zum vergangenem Wochenende. Ich hatte schlicht vergessen, sie einzutragen. Aber wie ihr euch denken könnt, gab es auch dort keine mega Überraschung.
Ich wollte euch unbedingt die zweimalige 83 Kg präsentieren (am 18. und 19., es sah so gut aus und dann kam Omis Geburtstag…), zu der (die 83) ich wieder gaaanz leise schleiche. Mal schauen, was die nächste Woche bringt. Jetzt sind die Oma-Opa-Geburtstage erstmal durch und ich hab freie Fahrt bis Weihnachten.

Ich höre, wie meine innere Stimme sagt: „Och joah, könnte wieder mal anfangen, intensiver abzunehmen.“ Aber so ganz laut ist sie noch nicht. Mal schauen, was draus wird, denn die andere Stimme: „Sachte sachte, es eilt nicht“ ist doch noch ziemlich präsent.

Ich mache grade Null Sport. Ich habe unerklärliche Hemmungen. Das passiert mir immer, wenn ich eine Weile Sport-abstinent war. Liebe Psychologen, klärt mich bitte auf. Was ist da los mit mir?
Ihr seid die ersten, die erfahren, wenn ich mich wieder eingesportelt hab.
Zur Zeit bin ich über Ruhe und Erholung ziemlich dankbar, muss ich gestehen.
Die jüdischen Feiertage sind immer noch nicht zu Ende und ich habe bis nächsten Sonntag keinen einzigen Tag frei. Mich gruselt es ein wenig. Zumal ich nächste Woche 3x die 5:15 Uhr Schicht (coffee-shop) habe (ih) und abends darf ich dann noch zum Gottesdienst(einmalig). Wie gesagt, ich hab Angst. Manchmal muss ich auch nur kurz ran, aber es ist eben kein Tag komplett frei. Aber wenn sich dieser ganze Stress normaliesiert hat, die Feiertage vorbei sind und auch endlich Routine als Servizia eingetreten ist, dann findet ihr mich wieder fröhlich strampelnd aufm Crosstrainer.

Apropos Servizia (auch wenn das Thema nervt, es beschäftigt mich ungemein): Der unfreundliche Kollege vom Donnerstag, hatte mich zu Unrecht angekackt. Ich habe heute nochmal meine Teamleiterin gefragt, wie das denn sei mit dem Kassen-Defizit und dem Trinkgeld. Ich hatte also doch Recht und darf mich noch anscheißen lassen… Super. Der hat es mir 5 Mal falsch erklärt, worauf ich ihm immer meine Theorie sagte, die er jedes Mal komischerweise bestätigte(!!) und darauf erwiderte: „wir müssen trotzdem alle leiden.“ „Aber wieso müsst ihr leiden, wenn es von MEINEM Geld abgezogen wird??“ Und dann meinte er irgendwann: „ich habe es dir jetzt 5 mal sehr einfach erklärt. Wenn du es jetzt nicht verstanden hast, wirst du es nie verstehen.“ Hää?
Arschloch!
Jetzt geht’s mir aber besser. Ja ok, muss ich es halt doch selber zahlen, aber mein Stolz ist zumindest zurück!
Ich hatte seit dem Gespräch 5 Tage Kaffeefrei. Die habe ich echt gebraucht. Das hat mich ziemlich beschäftigt diese bescheuerte Debatte um nichts. Wie unfreundlich und respektlos der Typ war. Ich mache mir allgemein immer viel zu viele Gedanken: Was ist, wenn die andren das auch denken, nur nicht aussprechen und mich alle insgeheim blöd finden und unfähig und blabla… Jedenfalls bekomme ich schon Bauchgrummeln, wenn ich nur an den Job denke. Irgendwie ist es zu viel für mich. Von meiner Teamleiterin wurde heute mein erneutes großes Defizit vom Donnerstag auch angesprochen und sie hat mir auch mit Blicken verständlich gemacht, dass es sehr ernst ist und ich denke, ich muss mir sonst wohl Bange um den Job machen. Vielleicht gehe ich auch immer vom Schlimmsten aus; aber ganz ehrlich? Es ist mir egal. Sollen die mich halt feuern. Ich suche eh dringend nach was Gescheitem um ganz schnell wieder kündigen zu können.
Ich habe heute mal versucht allgemein zu entschleunigen und peinlich auf das Wechselgeld geschaut (ich bin der Meinung, das ich das sonst auch hab, aber heute hat es sich wieder gelohnt). Kein Defizit. Halleluja. Ich fang echt an, an mir zu zweifeln.
Vielleicht bin ich auch wirklich nicht für diesen Job gemacht. Dafür bin ich nicht cool genug. Mich lassen Kleinigkeiten nicht los und/oder bringen mich sofort aus dem Konzept. Es ist blöd, aber irgendwie ist es eben so. In meinem Kopf ist so oft einfach Rauschen oder Leerlauf und Fragen dringen nicht oder verzögert ins Hirn, nicht nur von den Kunden auch von den Kollegen. Ja klar, ich bin überfordert. Mit mir hat noch eine andere Kollegin angefangen. Wir haben heute das erste Mal zusammen gearbeitet und sie war viel ruhiger als ich und hatte btw noch kein Minus gemacht 😦
Fazit: (fast) alle Kollegen (außer Arschloch) sind nett und die Vorgesetzten sind sehr fair. Soweit fühl ich mich wohl. Aber ich befürchte, dass Stressjobs doch nichts für mich sind. Ich brauche manchmal einfach mehr Zeit um Dinge zu bearbeiten. (das war schon in der Schule so. Alles fehlerfrei, nur vielzuviel Zeit beansprucht. Nicht wahr Mutti? :P) Jetzt komm ich mir etwas dämlich vor, es klingt, als wär ich etwas zurückgeblieben. ^^ Aber ich bin eben ein langsamer Denker. Dafür spreche ich sehr schnell. Eine super Kombi!
Bis jetzt hab ich’s ja irgendwie geschafft. Abi, Studium, … soll es jetzt wirklich an einer blöden Kasse im Coffee-Shop scheitern? 😉

Weiter geht’s dann morgen. Yippie!

Lasst es euch gut gehen und bleibt stark und zuversichtlich, egal wobei 😉

Kurze 19. Bilanz und lange Beschreibung meines Ist-Zustands ;)

Tag 135

Gewicht gestern: 84,5 Kg
Gewicht heute: 84,8 Kg 😦

Unterm Strich achte ich grad nicht so wirklich viel auf meine Ernährung. So ein bisschen halbherzig bin ich dabei. Sieht man ja an der Stagnation, bzw. gemächlichen Abnahme die letzten Wochen (gar Monate um es genau zu nehmen). Am Anfang ging das alles viel locker flockiger (die ersten 8Kg gabs ja bereits nach 3 Monaten und seitdem schleppt das ziemlich).

Es hat für mich grad einfach keine Priorität. Mir schwirrt so viel anderes im Kopf rum. Letzter Beitrag war auch eher ein Sortieren für mich. Genau das beschrieb ich auch im allerersten Post. Der Blog dient zur Sammlung meiner zerstreuten Selbst. Mir geht einfach unheimlich viel im Kopf herum und manchmal muss ich es einfach aufschreiben, oder eben einfach Buch über meinen Tag führen und für euch gibt es dadurch random facts ohne Sinn und Verstand. Diese Beiträge könnt ihr meinetwegen auch getrost überlesen.

Es folgen genannte random facts:

Gestern war Jom Kippur. Der höchste jüdische Feiertag und das bedeutet für mich der alleranstrengendste Synagogen Tag. Der Vorabend – Kol nidre – ging ja auch mit einer Kaffeeschicht einher. Deshalb war der Tag dann doch ziemlich lang. Heute war auch wieder Coffee-Bar und jetzt bin ich derbe fertig.
Ich lass heute auch das ganze Tabellengedöns. Ich reich das dann vielleicht nach.
Morgen muss ich nur zum normalen Shabbat-Gottesdienst. Yay!

Meine erste Kaffee-Schicht heute lief gut und ich konnte endlich mal in der Pause schön runterkommen (weil ich nervlich gar nicht so weit oben war ^^). Aber nach der Pause gings los. Ich hab wieder ein super beknacktes Minus gemacht und ich könnte mich dafür ohrfeigen. Aber das reicht natürlich nicht. Ich wurde dann auch total blöd von nem Kollegen (Den ich nur vom Probetag von vor 7 Wochen kenne, also heute hatten wir das 1. Mal so richtig das Vergnügen) angekackt und wir hatten so eine Endlosdebatte, bei der der eine den anderen nicht versteht, man immer die gleiche Erklärung gibt und man einfach nicht zum Ziel kommt. Super nervig und anstrengend.
Außerdem gab er mir noch total tolle Tipps: „Du musst besser aufpassen!“ (Ach was.) „Das ist echt blöd!“ (Das sagte er aber genervt und nicht mein-Beileid-mäßig). WEIL mein Minus wird nicht von MEINEM Trinkgeld (was sich in nem Coffee-shop verständlicherweise bescheiden hält) sondern vom GESAMTEN Trinkgeldtopf abgezogen. Also von allen. Jetzt fühl ich mich nur noch mieser. Deshalb war der auch so böse.
Ich versteh es auch nicht so ganz. Ich kann durchaus nen 10er von ’nem 20er Schein unterscheiden. Ich weiß nicht, warum mir sowas fast einmal Pro Tag passiert. Gerade an der Kasse bemühe ich mich um Ruhe und Aufmerksamkeit.
Das hat dem Feierabend jedenfalls auch nochmal so einen richtig bitteren Beigeschmack gegeben. Nicht nur das Minus sondern diese blöde Debatte mit dem angepissten Typen. Entschuldigung das war meine 5. Schicht. Also meine 1. Woche… Fehler sind Scheiße und ich ärger mich mindestens genauso dolle, wenn nicht noch mehr. Ich fühl mich ja eh schon wie der allerletzte Depp…

Vorgestern früh 7:30 Uhr fegte ich den Außenbereich des Cafés. Und da überkams mich dann: „Was zur Hölle mache ich hier eigentlich?“ Ich räume irgendwelche verranzten Zeitungen und Bierflaschen und versüffte Tüten weg. In aller Herrgottsfrühe (Die Frühschicht beginnt übrigens um 5:15Uhr. Die hatte ich bisher aber noch nicht.). Für nen Mindestlohn. Und drück abzüglich noch mein Kassenminus ab. Ich hab ein verdammtes Diplom. Und zusätzlich einen verdammten Master… Muss aber erstmal Geld verdienen, damit ich Gesangsunterricht nehmen kann, damit ich gut genug zum Bewerben bin. Um dann endlich im erlernten Beruf arbeiten zu können. Die Uni hat’s leider irgendwie nicht geschafft mich dahin zubringen, wo ich gerne gewesen wäre.
Dann treffe ich noch nen Dozenten im Coffee-Shop, der fragt, ob ich noch singe… Allgemein immer die Frage: „Und was machst du so??“ Ja keine Ahnung. Was mach ich denn? … Ich hasse die Frage.
Ich war letzte Woche schon bei der Berufsberatung, um mal zu hören, was denn so meine Möglichkeiten sind. Außerdem überlege ich ernsthaft noch ne Ausbildung zu machen. Ich ertrag dieses Dazwischengehänge nicht mehr.
Als Akademiker kann man sich wohl sogar auf alle möglichen Stellen bewerben. Einfach irgendne Firma anschreiben und auf ne Stelle bewerben. Das wusste ich gar nicht. Meine Mama (sie ist unter anderem Ausbilderin) bestätigte dies. So so…
Ich bleib weiter offen. Das mit dem Kaffee-Job schau ich mir noch ne Weile an, aber ich hab vor jeder Schicht fast schon panische Angst. Muss erst Mittwoch wieder hin. Gott sei Dank!
Niemand muss sich für getane Arbeit schämen. Aber ich hätte so auch einfach nach der 10. Klasser abgehen können und nicht noch 11 (ELF!!) weitere Jahre in Ausbildung stecken müssen.
Außerdem finde ich das total eigenartig, dass es scheinbar so einfach gehen soll, sich in einer Firma zu bewerben, allein durch einen Hochschulabschluss, auch wenn man „nur“ Singen studiert hat.
Meine Erfahrung bei der Bewerbung für den Kaffee-Job oder einer Drogeriekette (Ich bin scheinbar nicht fähig genug ein Regal zu bestücken, denn die haben mich gar nicht erst eingeladen) zeigte mir eine andere Wahrheit…

Fazit:
– Ich möchte singen.
– Ich möchte mit Menschen arbeiten, die zu mir kommen, weil sie von mir etwas wollen (nicht weil ich denen was andrehen will) (vllt sollte ich mir das mit dem Gesangsunterricht doch nochmal überlegen.)
– Kundenkontakt macht Spaß
– Telefonieren an sich ist OK
– Stressjobs mit schnell schnell und am Besten alles gleichzeitig sind Scheiße (Phasenweise ist ja ok)
– Teamleiter, die die ganze Zeit auf die Finger schauen und dich immer ankacken und gefühlt nur drauf warten, dass du was falsch machst, sind Scheiße
– Leuten etwas andrehen, von dem sie nicht mal wissen, dass es existiert (bspw. Telefontarif) ist Scheiße
– Leuten Kuchen andrehen, nachdem sie Kaffee bestellen, ist nett. Dabei haben alle Beteiligte auf eine seltsame Weise Spaß. (Situationsbeispiel: Ich: „Wollen sie denn vielleicht noch was Süßes zum Kaffee?“ Kunde: „Och öhm, nagut, dann gönn ich mir ein Stück Schokokuchen. Der sieht ja lecker aus.“ Ich: „ja nicht wahr? Hier, Bitteschön“ Kunde: „ja Ausgezeichnet! Vielen Dank“ Ich: „Lassen Sie es sich schmecken“ man witzelt dabei halb ironisch und irgendwie haben alle danach gute Laune)
– Ich möchte mehr als Mindestlohn verdienen
– Ich möchte mich gut und ernstgenommen beim Arbeiten fühlen und nicht durchweg wie der allerletzte Depp

Ich weiß, dass ich gut singen kann, dass ich halbwegs intelligent, offen und freundlich bin. Mit Kassen kann ich nicht so gut, aber sonst bin ich ein recht flinker Lerner. Ich Spreche Deutsch und Englisch, halbwegs Italienisch und noch halbwegsiger Französsich. Außerdem bring ich mir selbst Japanisch bei (weil ich ein オタク bin. hihi…) Und Fetzen Hebräisch kann ich mittlerweile auch schon.  Na? Jemand Interesse? 😀

Wo wir schon dabei sind: Ich suche eine/n Pianistin/en, die/der Lust hat mit mir zu arbeiten. Raum Berlin. Für kleine Mucken, Vernissages, Hochzeiten, Veranstaltungen, Bars. Was auch immer… Kennt jemanden wen, der jemanden kennt? Ich geb auch gern Klar-Namen und meine Homepage raus 😉

So! Das musste raus und jetzt geht es mir auch besser! Danke!
*Anmerkung für Mutti: Mir geht’s gut! Mach dir keinen Sorgen. ;D

Hier noch postive Neuigkeiten, die langsam spruchreif werden. Das Ensemble in dem ich singe (mit dem musizieren wir eben auch im jüdischen Gottesdienst) hat für nächstes Jahr eine Einladung nach Stockholm zum konzertieren (das sieht wohl schon sehr sehr gut aus) UUUND wenn alles klappt und bitte bitte soll es, machen wir auch ne Konzertreise nach Südafrika bereits im März. hihi… Also drückt die Daumen!!!

Ich hab jetzt eine gefühlte Ewigkeit für den Post gebraucht (Braucht ihr auch immer so lang? Also mindestens ne Stunde) und mich damit wieder gut runtergeholt und gut motiviert. Vielen Dank nochmal für eure Aufmerksamkeit und die Plattform hier.
Meine Selbstthearpie funktioniert 😉

Dorfgeburtstag und Kaffeekochen….

Tag 133

Sooo… Ich habe für morgen 83 Kg angedroht. Wie es sich abzeichnet, wird es die wohl doch nicht geben :((( Dabei hat es so gut angefangen. Samstag war dann der Geburtstag von meinem Opa und ich hab mich sowas von null zusammengerissen und mich zusätzlich noch mit meiner Cousine ordentlich betrunken. Blödes Dorfgefeiere. Da kommt nach dem Kaffee immer der Schnaps auf den Tisch. Sogar selbstgerbannter aus eigenen Früchten. Meine Mama hat auch mitgetrunken, ich kann also nichts dafür.

Dummerweise(/schönerweise) feiert meine Oma (auch vom Dorf) diesen Samstag Geburtstag und da gibt’s das Gleiche nochmal in grün. Kaffee/Kuchen und danach Schnaps… Ich werde mich beherrschen. Bin auch eigentlich gar kein großer Trinker. Nur wenn die Gesellschaft stimmt und ich übermütig werde. 😀
Jedenfalls stand bis gestern (heute nicht mehr. puh…) wieder 85 Kg auf der gottverfluchten Waage. Dabei hab ich die Tage drumherum so schön auf den Kalorienhaushalt geachtet. Aber naja… wird schon… ich bleib ja optimistisch.

Weiter gehts mit dem Kaffee-Job:
Also manchmal stell ich mich an wie der erste Mensch. Ich weiß auch nicht, was da los ist. Aber Kassentätigkeit läuft jetzt ganz gut. Gestern hatte ich nicht nur ein Bargelddefizit von ca 8 € gehabt sondern zusätzlich hat irgendne EC-Buchung nicht geklappt. Als völlig überforderter Neuling, kam ich nicht auf die Idee, diesen blöden Bon zu überprüfen. Nun muss ich die 7 € auch noch blechen. Das macht ein Minus von 15 € -.- zusätzlich zu den 10 € vom Freitag. GRML…
ABER heute hatte ich KEIN Minus!!! JUHU!!! Hat sich der Mathe LK doch noch bezahlt gemacht.
Gestern kam ein Dozent vor mir in den Coffeeshop und heute (peinlich peinlich, dass ich das weiß) ein Kandidat der diesjährigen Bachelorette. haha…
Wie aufregend der Job also ist. Besonders in Berlin. Mal schauen, wer da noch so vorbei kommt. Sofern ich noch ne Weile da arbeiten darf und die mich nicht feuern… Ich bin mir unsicher und trau der Sache noch nicht so ganz.

Mittagessen
Als Bild seht ihr hier mein wunderschönes Mittagsmahl. Bestehend aus: Brot mit Avocado, Geflügelwiener mit magermilchjoghurt (oder irgendsowas) und bissi Gemüse. Und dazu total Kalorienarm und fettfrei einen Iced Vanilla Latte mit Sahne. Also alles im Rahmen… ^^ (Das Foto ist sehr hässlich aber für Food-porn sind bitte andere Leute zuständig)
Meine Stullen hab ich gar nicht aufgegessen. Ich bin in der halbstündigen Mittagspause immer wie erschossen und schieb mir das Essen rein, um es halt zu essen. Wenn ich Stress habe, neige ich eher dazu nichts zu essen. Ich verspüre dann immer überhaupt kein Hungergefühl und vergess es dadurch manchmal sogar einfach.

Ob morgen eine Bilanz kommt, weiß ich noch nicht. Ist grad viel Singerei zusätzlich zum Kaffee-Kochen… Ihr werdet es sehen.

Gmar chatima towa! (ich singe zum Gottesdienst in einer Synagoge und es gibt grad seeehr viele jüdische Feiertage 😉 )

Abenteuer Coffee-Shop

Tag 129

Soo Freunde. Ich hatte gestern meinen 1. Arbeitstag im Coffee-Shop. Das lief ganz Ok. Mein Kopf hat zum Schluss aber ordentlich geraucht. Es gab Input Input Input und am Ende hab ich die einfachsten Sachen nicht mehr hingekriegt.

Eigentlich waren mein Freund und ich gestern Abend mit Freunden verabredet, aber ich hab ihn dann allein gehen lassen und den stillen Abend zum Verarbeiten genutzt (und Beitrag schreiben ^^)

Heute war der 2. Tag. Durch 2 Krankmeldungen sind wir unterbesetzt und ich musste (schon gestern) vollwertig arbeiten. Stress an sich ist ja OK, aber bei Dingen, die man noch nie in seinem Leben gemacht hat? Ich stand dann ganz allein an der Kasse und die Schlange wurde immer länger.

Man kommt sich da aber auch echt wie der größte Depp vor. Kennt die Karte kaum und die ganzen Optionen…
Die Kunden sagen 3 Infos: Welches Getränk, Welche Größe, hier trinken oder To go… und eine Sekunde später, ist alles komplett aus meinem Hirn verschwunden und ich muss alles nochmal erfragen. Manchmal kam auch direkt nur Rauschen bei mir an und ich musste allgemein alles erneut erfragen. Einige Getränke haben schon Sahne drauf, muss ich erfragen, ob das OK ist (und mir erstmal merken, welche es sind), andere wollen Milch zum Americano, Hauskaffee, Kaffee creme,… Den Espresso eher fruchtig oder stark? blabla… Mein Gott… Ich hab irgendwann gefragt, ob der Gast zum Milchkaffee Milch möchte… sicher ist sicher… haha…
Wie ein Depp….
Ich brauch jetzt erstmal das Wochenende Ruhe von dem Kaffee… Muss gleich aber noch zu meinem Singejob… Oh mann…

Mir ist aber was ganz blödes passiert. Ich hab scheinbar 10 Euro zuviel rausgegeben. (Im Schein vergriffen oder so) Das muss ich aus meiner Tasche dann zahlen. Bei einem Stundenlohn von 8,50 tut das ganz schön weh…. :((((

heule heule heule…

Aber ist auch ganz schön gemein: Allein an der Kasse, unterbesetzt. Lange Schlange… schnell schnell schnell…
Ich hoffe, dass sich relativ schnell Routine einstellt, ansonsten muss ich irgendwann noch zahlen, dass ich arbeiten darf :(((

Eine gute Sache hat es… Ich bin die ganze Zeit am Rumrennen und wenigstens Stehen, das einzige Mal sitzen, gibt’s nur in der Pause…
Also kann ich mir an Arbeitstagen getrost das Fitnessstudio schenken.

Ich hab jetzt noch ne Stunde Pause, bevor es weitergeht. Also gibts jetzt schnell schnell schnell noch was zum Essen und dann schnell schnell schnell zur Probe und zum Singejob…

Shabbat Shalom!

Von Mangelernährung bei Kalorienreduktion

Tag 128

Aufgrund der Debatte zum vorigen Post und weil es nicht das erste Mal zu so einer Diskussion kam, möchte ich Bezug auf die Mangelernährung in folge von Kalorienreduktion nehmen.

Ich bin keine Wissenschaftlerin und habe nichts selbst erforscht. Mein Wissen habe ich mir aus unterschiedlichsten Medien und Foren zusammenerarbeitet. Das aktuellste entnehme ich dem Buch Fettlogik überwinden (Ich nehme besonders Bezug auf das Kapitel „Es ist gefährlich, zu wenig zu essen, dann hat man keine Energie“).

Der Mensch braucht zum Leben Energie. Diese bekommt er durch Kalorien in Form von Nahrung.
Auch wenn wir uns im Ruhezustand befinden (bsw. schlafen), arbeitet der Körper. Das Herz schlägt. Wir Atmen. Blut fließt. Alle Organe und auch Fett- und Muskelgewebe muss durchblutet werden. Stoffwechselprozesse….
Für all diese Ruhezustandarbeit braucht der Körper einen gewissen Energiewert, den Grundumsatz. Das hängt von der Größe und dem Gewicht ab. Je mehr davon da ist, desto mehr muss auch gearbeitet werden. Dabei braucht Muskelgewebe beispielsweise mehr Energie als Fettgewebe. Soweit so logisch.
Aber da der Mensch sich meistens nicht im Koma befindet, sondern auch arbeiten, einkaufen, sporteln, … geht, braucht er für jede noch so kleine Tätigkeit (und wenns nur am Kopf kratzen ist) zusätzlich Energie.
Diese Aktivitäten zum Grundumsatz dazugerechnet nennt man dann den Gesamtumsatz, der natürlich jeden Tag variiert.

So jetzt kommt die Weisheit schlechthin: Wenn wir genau unseren Gesamtumsatz Kalorien zu uns nehmen, halten wir unser Gewicht. Wenn wir mehr als das zu uns nehmen, wird die zusätzliche Energie in Form von Fettpolster gespeichert – wir nehmen zu. Wenn wir weniger als den Gesamtumsatz zu uns nehmen, muss der Körper die Energie trotzdem irgendwoher beziehen. Ohne Sprit fährt das Auto nämlich nicht. Also nimmt er die Energie aus den Fettspeichern – wir nehmen ab.

Der Körper speichert die überschüssige Nahrung als Energie ab. So wie ich es verstanden hab, speichert er sie auch NUR als Energie ab.
Natürlich braucht der Körper aber auch andere Bausteine: Vitamine, Proteine und Fett… Dieses kann er nicht aus den angelegten Fettpolstern beziehen, sondern muss dem Körper zusätzlich zugeführt werden.
Das heißt, als Kalorienreduzierter Esser muss ich aufpassen, dass ich genug von allem abbekomme (das gilt übrigens für alle „eingeschränkten“ Ernährungen, z.B. Veganismus).
0,8g Protein pro Körperkilogramm sollte man am Tag mindestens zu sich nehmen. Ich wiege aktuell 84 Kg, also muss ich allerwenigstens 67g Protein zu mir nehmen. 1g Protein = 4Kcal. Das sind schonmal 269 Kcal pro Tag. Wenn ich Sport treibe, brauche ich sogar ca. 2g Protein pro Körperkilogramm. In meinem Fall also schon 672Kcal.
Außerdem benötigt der Körper, wie schon erwähnt, weitere Nährstoffe wie Vitamine und Fett.

Es wird allgemein behauptet, dass man den Grundumsatz an Energie zu sich nehmen soll, damit man nicht in den Hungermodus fällt.
Superschlanke oder gar unterernährte Menschen (Magersüchtige, Menschen in Kriegsgebieten), haben kaum oder gar keinen Fettspeicher. Die sollten natürlich um Himmelswillen nicht kalorienreduziert essen. Nochmal: Ohne Sprit fährt das Auto nicht. Die Energie, damit das Herz pumpt, muss von irgendwo bezogen werden. Wenn es weder zugeführte Nahrung, noch Fettspeicher gibt, werden Muskeln und Organe rangezogen und abgebaut. Der sogenannte Hungermodus.
Das ist sehr gefährlich!
Ich besitze immernoch 10 Kg Übergewicht, also wird mir das so schnell nicht passieren.

ABER: Nur weil ich weniger Energie als den Grundumsatz (in meinem Fall 1600 Kcal) zu mir nehme, heißt das nicht, dass ich deshalb mangelernährt bin, wenn ich schaue, dass ich alle wichtigen Nährstoffe bekomme. Hier gilt auch der Umkehrschluss: Wenn ich meinen Gesamtumsatz (2139 Kcal) oder sogar mehr durch Nahrung zu mir führe, ist nicht gewährleistet, dass ich alle wichtigen Nährstoffe zu mir nehme.
Ess ich den ganzen Tag Pommes, Schoki und meinetwegen Obst und Gemüse komme ich zwar auf meinen Gesamtumsatz, aber bin dennoch mangelernährt.

Ich hoffe, ich habe es gut und nachvollziehbar erklärt. Bitte korrigiert mich bei Fehlern und Unstimmigkeiten und gebt weiter eure Meinung kund.

Witzigerweise habe ich im letzten Post mit keinem Wort erwähnt, dass ich unterm Grundumsatz esse oder es vorhabe. Ich hatte lediglich geschrieben, ich muss weniger essen und mehr Sport treiben ^^

Also! Passt schön auf euch auf und tut nur das, womit ihr euch wohlfühlt. Egal, wie ihr euch ernährt und was ihr auch allgemein so vorhabt. Esst bei eurer Diät meinetwegen lieber zuviel als zu wenig.
Alle Angaben hier sind ohne Gewähr. Jeder ist bitte für sich selbst verantwortlich!

Ihr macht das schon 😉

Bilanz nach 18 Wochen

Kurve 18Tabelle 18

Tag 127

Gewicht: 84,1 Kg

Am 11.09. gab’s sogar mal ne 83 😉

Ich war heute wieder „shoppen“. Trotz Besuches mehrerer Läden habe ich nichts gekauft.
Es folgt wieder eine Größengeschichte: Ich habe unter anderem die gleiche Bluse in 2 Farben in die Umkleide genommen und mich irgendwie bei der einen vergriffen und nun eine Größe 38 (Größe M) statt 42 (XL) dabei gehabt. Was schon mal da ist und halbwegs akzeptabel aussieht, wird halt angezogen…
Todesmutig begann ich mit der 38er Bluse.
Es passte!!!
Da hatte ich heute also wirkliche ne 38 an und es sah nicht mal bescheuert aus. Dann zog ich die 42 an und ohne scheiß: das sah genauso aus. Was zur Hölle? Da liegt sogar noch ne Kleidergröße (L) dazwischen.
Wieso sehen beide gleich aus???
Im selben Laden hatte ich sonst auch nur Sachen in der 42 an, die fast alle minder gut aussahen. Außerdem konnte ich bei einem Kleid nicht mal den Reißverschluss schließen. Ja Größen variieren, aber warum im gleichen Laden so dermaßen??
Ich liebe den Laden (& other stories) dennoch und wenn ich dann endlich reich bin und schlank und aussehe wie ein Supermodel, werde ich mich dort totkaufen… Ich habe jetzt schon Angst. Aber ist ja noch ne Weile hin ^^

Moral von der Geschichte: Ich bin immernoch sehr unzufrieden mit meiner Figur und fühle mich überhaupt nicht wohl, auch wenn ich bereits 2 Kleidergrößen hin zur 42 (Das Tête-à-Tête mit der 38 ignorieren wir hier mal) verloren habe.
Ich finde Mode total toll und es macht mir riesen Spaß, Dinge auszuprobieren und mich halt einfach zurecht zu machen. Genau deshalb seh ich auch dort den Anreiz, endlich mal mit der Abnahme weiter voran zu kommen.
Ja es geht ja weiter. Ich spare jeden Tag Kalorien ein, nur manchmal eben nur ein paar 100 Kcal. Das ist mir zu wenig. Es soll wieder schneller gehen…
Muss ich halt weniger essen und mehr Sport machen…
Jajajaja…
Ich bin so genervt von mir selbst.

Nadja von Fettlogik hat vor kurzem ein Bild gepostet, welches mich so schockiert hat, dass ich es euch gerne zeigen würde. Hier findet ihr es. Boah.. Wie das Fett die ganzen Organe und Muskeln verschiebt. Das ist so gruselig… Da ist wums sofort die Motivation zurück, oder??

Nächste Woche gibt’s mindestens ne 83 zu sehen. Das versprech ich hier jetzt hoch und heilig.

Lasst es euch gut gehen!

Fettlogik Blogstöckchen

Tag …. schlag mich tot

Wie einige von euch wissen, habe ich das Buch Fettlogik überwinden gelesen, was mir unglaublich beim Abnehmen hilft. Ich habe es in meiner Seite Ich in Zahlen bereits kurz beschrieben und verlinkt und außerdem darüber geschrieben, als ich akut am Lesen war 😀

Die Autorin Nadja Hermann/erzählmirnix bat ihre Leser einige Fragen zu beantworten und ein Blogstöckchen zu veranstalten (was das ist, wusste ich vorher auch nicht. Wahrscheinlich ist der Liebster Award auch so eine Geschichte), damit sich Leser austauschen, helfen, zueinander finden, etc… Ich möchte mich sehr gerne daran beteiligen und ihr dürft dabei sein 😉

Los gehts:

  • Wie & wann bist du auf Fettlogik gestoßen?

Durch den Blog Robins Urban Life Stories, die eine Themenwoche übers Abnehmen startete. Ich habe das Buch am 20.05.15 gekauft und sofort begonnen zu lesen. Ich habe das Buch verschlungen und es in wenigen Tagen durchgelesen.

  • Hattest du vorher irgendwelche Erfahrungen mit Gewichtsveränderung (Diäten o.ä.) und wie waren diese?

Ja einige. Ich hatte nie einen festen Plan und immer irgendwie in die Diät hineingelebt. Am erfolgreichsten war eine Ernährungsumstellung „weg vom Zucker“ und hin zu gesunden Lebensmitteln. Das hatte mir geholfen, aber nach einem Jahr war ich wieder bei der alten Essgewohnheit angelangt.

  • Wie ging es dir beim Lesen? Hat sich durch das Lesen etwas verändert und wenn ja, was?

Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen. Es hat mich total durchgeschüttelt und meine ganzen Fesseln niedergerissen. Ich fühlte mich unglaublich befreit und glücklich. Habe das Gefühl nun richtiges Handwerk zum Abnehmen zu besitzen. Meine Einstellung zum Abnehmen und zum Körper allgemein hat sich verändert. Es ist nicht stoffwechselbedingt, ob wir dick oder dünn sind, ob wir ab- oder zunehmen. Wir haben es selbst in der Hand. Unsere Gene sind an gar nichts schuld. Unser Kopf besitzt die Hoheit über unseren Körper. Das macht mich grad schon wieder so fröhlich 😀

  • Bei welchen Kapitel(überschrifte)n warst du skeptisch, bzw. von welchen Fettlogiken warst du bisher überzeugt? Wie siehst du es jetzt?

Von welchen Fettlogiken war ich überzeugt?? Von welchen war ich nicht überzeugt, würde es wohl einfacher machen. Wahrscheinlich war meine größte Fettlogik, dass ich dachte, ich hätte eben einen langsamen und schlechten Stoffwechsel, den ich mir vor allem durch vorige Diäten kaputt gemacht hätte. Was totaler Quark ist! Ich atme. Ich verdaue. Ich kann mich bewegen. Ich bin gesund. Stoffwechsel scheint also in Ordnung zu sein 😀
Vom Setpoint war ich auch überzeugt. Und dass das Tempo möglichst langsam sein soll. Ach einiges….

  • Welches Kapitel würdest du ergänzen?

Mh. Schwierig. Ich habe das Buch im Mai gelesen und mir fällt grad nichts ein, was mir vielleicht beim Lesen gefehlt hat.

  • Was war die letzte Fettlogik, der du begegnet bist, bei dir selbst oder anderen? Wie hast du reagiert?

Meine Oma war auf einer Kur und hat erzählt, dass sie dort gehört hat, dass man, um sein Gewicht zu halten, an einem Tag in der Woche auf Fleisch verzichten soll. Und um abzunehmen an 2 Tagen in der Woche. Ich hab den Kopf geschüttelt und meinte dann auch, dann müssten ja alle Vegetarier komplett dürre sein. Und hab ihr nochmal was von Kalorien und Umsatz erzählt. Meine Oma ist sehr offen und hat mir zugehört und ich glaube, ich konnte sie überzeugen. Bei meinem Opa habe ich es gar nicht versucht, das führt zu nichts ^^
Ich höre ständig Fettlogiken. Immer drauf zu reagieren ist sehr anstrengend. Ungefragt jeden zu korrigieren finde ich manchmal auch unpassend. Deshalb halte ich mich ab und an bedeckt. ^^

  • Hatte Fettlogik Einfluss auf deine Körperwahrnehmung und/oder die Wahrnehmung deiner Umwelt? Falls ja: Wie genau?

Absolut. Ich fühle mich besser im Körper, weil ich weiß, dass ich es ändern kann und auch tue. Und leider bewerte ich alle Menschen in meiner Umgebung nach BMI Muster: einen Übergewicht- oder normal Gewicht-Stempel kriegt grad jeder von mir aufgedrückt… Irgendwie nervt mich das selbst.

  • Wenn sich dein Gewicht verändert hat: Welche Veränderungen bemerkst du an dir? Wie reagiert die Umwelt?

Meine Kleidung hängt oder sitzt besser. Ich werde allgemein schmaler und straffer. Das fällt der Umwelt natürlich auf und ist bisher positiv angekommen.

  • Vorher-Nacher Foto?

Fotos folgen bei größerer Differenz. Es gibt erstmal ne Kurve:

Kurve14.09.15

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit 🙂

PS: Danke Danke Danke Danke Danke für das Buch!!!