Was wurde aus Mut und Warten und so?

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Ich habe die Stelle bekommen. (worum gehts?? kann man hier nachlesen) Wie verrückt ist das denn? Toll, wenn man so wertgeschätzt und einem eine Führungsposition anvertraut wird. Ich bringe keinerlei Erfahrung oder Ausbildung in diesem Bereich mit. Sie haben mich ein halbes Jahr arbeiten sehen und das reicht denen, mir die Stelle anzuvertrauen. So cool!
Ich werde ein Team innerhalb eines größeren Unternehmens führen.

Ich habe heute meinen neuen Vertrag unterschrieben. Danach war ich so aufgeregt, dass ich erstmal jemanden voll quatschen musste. Wer hat denn nachmittags unter der Woche Zeit? Hab meine Omi angerufen. Die hat sich gefreut.

Jedenfalls sprudel ich grad und genieße noch die letzten Tage ohne Verantwortung.

Ich hoffe, ich kriege das alles gut hin. Ich hoffe, dass die Einarbeit toll läuft und ich mich sicher fühle, sobald ich meinen Dienst allein antrete.

Oh man. Das ist echt verrückt, wenn man offen für alles ist. Man weiß nie, wohin die Reise geht. Hätte mir das jemand vor einem halben Jahr erzählt, hätte ich dem wohl einen Vogel gezeigt.
Ich werde mein Bestes geben und hoffen, dass mir die Arbeit liegt.

🍀🧚‍♀️

Übergewicht sagt Hallo!

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77 Kg 🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈

Laut alter BMI-Formel bin ich wieder im Übergwicht. Mit neuer renomierter Oxford-BMI Formel, die natürlich viel besser ist, bin ich noch normalgewichtig.

Ich fühle mich fett und aufgedunsen und kein Stück wohl gerade.
Ich könnte mich selbst sowas von Ohrfeigen. Ich war vor 3 Monaten noch bei 71Kg. Ich hoffe auch die mich belächelnden Menschen bei der Erwähnung, dass ich leicht essgestört bin, glauben mir langsam mal?

Warum ist das Gewicht so dramatisch angestiegen? Weil ich komplett mit dem Sport aufgehört habe. Wenn ich vorher (vor heute aber nach meiner Abnahme) so Fressphasen hatte, habe ich das mit sehr sehr viel Sport kompensiert und konnte mein Gewicht halten.

Abgenommen habe ich, wenn ich mich beim Essen reglementieren konnte und zusätzlich Sport gemacht habe.

Tolle Sache. Ich bin mittlerweile froh, wenn ich einfach nur meinen Tagesbedarf an Kalorien nicht überschreite. Weiß der Fuchs, warum mir das grad so schwer fällt.

Ich lass mich jetzt mal nicht mehr hängen und komm aus meinem Schneckenhaus gekrochen.
Das begann mit meiner Bewerbung für eine Fürhungsposition. Ein kleiner Tritt von mir für mich. Egal ob ich die Stelle bekomme oder nicht: Ich will was erreichen!!
Ich kaufe jetzt auch wieder vernünftiger für meine Ernährung ein.
Ich versuche Süßkram nicht besinnungslos in mich reinzuschaufeln.
Ich habe sehr gern sehr viel auf meinem Teller. Also muss ich das mit kalorienarmen Produkten tun. Gemüse. Ganz viel frisches und vielfältiges Gemüse auf dem Teller. Dann ist nicht so schlimm, wenn ich mir 3 Portionen nachhole…

UND ich war gestern wieder beim Sport. Zum allerersten Mal seit März oder so…. HALELUJA!!! Praise the Lord! Salem aleikum! Namaste….

Ich möchte mir selbst gern einen Orden vergeben. Was mich das für eine enorme Überwindung gekostet hat, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich war da!
Immer wenn ich mal 2-3 Monate nicht im Fitty bin, nutzen die ja jedesmal die Gelegenheit und bauen um. (das hat sebstverständlich etwas mit meiner Abwesenheit zu tun. Damit sie mich nicht beim Sport stören oder so.) Diesmal nicht. Yay. alles beim alten. Nur zwei komplett neue Trainer waren da.
Kann ich denen gleich zeigen, dass ich ja eigentlich regelmäßiger Gänger bin. Der eine von den neuen Trainer weiß ja nicht, dass ich die Kurse tunlichst meide und traut sich noch mit mir zu reden. Der kam zu mir und hat meine Bewegung auf einem Gerät korrigiert. Vielen Dank. Nur weil ich Blickkontakt meide und alle Kurse ignoriere, heißt das ja nicht, dass man mich nicht ansprechen darf. Vor allem, wenn ich mich Monate lang dusslig anstelle.
Da muss ich gleich wieder an mein erstes Intermezzo mit Schlauchi (Abenteuer Zirkeltraining) denken.

Jedenfalls war ich wieder ganz toll 2 Stunden im Fitty. Habe gestern okay-isch gegessen und bin einigermaßen stolz auf mich.

So kann es doch weitergehen!

Die allerschönsten Grüße,
Eure Katinka
🍀💪🍀💪🍀💪🍀💪🍀

Rekapitulation

Vor ein paar Tagen blinkte das rote Glöckchen der WordPress Benachrichtigung mit der Meldung: Gratulation zu 4 Jahren WordPress.
Oha. 4 Jahre ist das her, dass ich den Blog gestartet habe, dass ich versucht habe (vor allem) abzunehmen und mich selbst zu ordnen.

Ich habe ein paar meiner ersten Einträge gelesen und war zum Teil überrascht, wie ich damals heran gegangen bin. Was ich damals angenommen habe. Meine Zielsetzung war auch interessant. Und auch mein Ehrgeiz entwickelte sich kontinuierlich in alle Richtungen.
Das vor 4 Jahren war auch ich. Aber ich hatte ganz vergessen, was ich damals als richtig annahm. Was mir möglich, aber auch schwierig erschien. Ich sehe manche Dinge mittlerweile anders.
Zu erst wollte ich mit meinem Körper einfach nur in den Normalbereich des BMIs in einem Wert unter 25 landen. Das hieß für mich konkret auf 75Kg zu kommen. Ich wusste weder wann noch ob ich das schaffen werde. Abnehmen scheint ja immer ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. In meinen jungen Jahren als ich normalgewichtig war, wollte ich immer dünn sein und dazu fehlten in meinem Kopf immer 5 Kg. (egal wieviel ich wog. Ich wollte immer 5 Kg weniger haben). Ich habe es nie geschafft 5 Kg abzunehmen. Erst als ich wirklich fast adipös war, gelang es mir dann mal gar 10 Kg abzunehmen. Aber dann kamen durch schlechte Seelhygiene 15 Kg drauf und ich war adipös. Ja ich war adipös. Das muss ich mir immer wieder vor Augen führen.
Ich wusste schon wie hart es ist 5 Kg abzunehmen. Und jetzt sollten also 20 Kg weg?
Die Motivation ist da, also los…. Wir schauen einfach mal, was passiert!

Ein Faktor, der diesen Abnehmweg unglaublich in die überhaupt für mich mögliche Bahn gebracht hat (und ich wiederhole mich immer gern) ist das Buch „Fettlogik überwinden“.
Das habe ich – Gott sei es gedankt – schon sehr früh in meiner Abnehmprozedur zu lesen bekommen, als es noch nicht mal lektoriert und nur elektronisch zu kaufen war.
Ich glaube, es kam 1-2 Wochen vor Beginn meines eigenen Blogs heraus und ist sowas von zur richtigen Zeit erschienen.
Ich habe, noch ehe ich einen Gramm abgenommen habe, mein Endziel auf 65 Kg korrigiert. Also nochmal 10Kg weg vom Ursprungsziel. Wie verwegen. 30 Kg abnehmen!

Bevor ich meine aktuelle Lage schildere möchte ich mir nochmal und immer wieder neu auf die Schulter klopfen. Ich habe mein ursprüngliches Ziel von – 20 Kg nämlich schon längst erreicht. Damals war es ein großer Wunsch und ich wusste ja nicht, ob ich das je schaffen würde.
Ich möchte meinem Ich von vor 4 Jahren gern nen Gruß ausrichten:
„Mega geil! Du hast es geschafft. Du bist normalgewichtig und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“

Mir ist mittlerweile klar, dass mein Gewicht nur Spiegel meiner Seele ist. Und insgeheim wusste ich auch, dass ich eigentlich andere Dinge klären musste, als ausschließlich mein Gewicht. Mein Körper fügt sich dann automatisch ein.

Also was ist grad eigentlich Phase?
Der Wurm ist drin! Und das ist ein Euphemismus!
Ich habe es erst gar nicht so richtig gemerkt, dass es mir nicht gut geht.
Fakt ist: Ich hör nicht mehr auf zu essen. Ich stopf mich voll bis mir schlecht ist und sobald ich mich ein bisschen besser fühle, renn ich schon wieder in die Küche…
Was zur Hölle tu ich da schon wieder? Das hat irgendwie schon gar nichts mehr mit verlorener Disziplin zur tun. Das ist Selbstverletzung. Warum mach ich das?

Die letzten Wochen stelle ich mir viele Fragen und ich muss es nun aufschreiben, sonst verläuft das alles wieder im Sand und ich komm zu keiner Antwort. Genau das war der Grund, warum ich überhaupt angefangen hab zu schreiben. Und das ist der Grund, warum ich auch weitermachen sollte. Es tut mir gut.

Ich bin auf eine Antwort gekommen, die mir schon mal kam, aber ich wusste nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll und hab es wieder vergraben:
Ich habe Angst Ziele zu erreichen. Ich habe Angst erfolgreich zu sein.

Kurz bevor es ernst wird und ich am Ziel bin, kehre ich um. Das spiegelt sich in fast allem wider, was ich anfasse. Und das zieht mich dann ja auch wieder herunter und ich fühle mich schlecht.
Ich mache alles nur so halb fertig und wenn ich dann doch mal zu 100 % zufrieden bin und ich gar Lob bekomme, schäme ich mich, obwohl ich es ja auch irgendwo haben möchte. Meine Güte…

Kommen wir zurück zu meinem Gewicht. Ich habe in den letzten 2 Monaten ca 4 Kg zugenommen.
Ich war und bin es vielleicht immer noch, wer weiß das schon, irgendwo verloren und versuche mich gerade wieder herauszuboxen. Ich weiß nicht mal, wie das passiert ist. Auf einmal hab ich gemerkt, dass ich schon längst im tiefem schwarzen Loch feststecke.

Ich war schonmal weit tiefer drin als jetzt und ich habe es wieder herausgeschafft. Vor 4 Jahren startete ich ja schonmal nen Versuch mich selbst zu therapieren.
Und? hat es geklappt? die Frage geht an mein Jetztiges Ich.
Ja ziemlich gut sogar!
Natürlich heißt es nicht, dass nie wieder schwierige Phasen kommen. Das ist normal und gehört zum Leben. Viel besser ist es doch zu wissen, dass die positiven Phasen überwiegen und ich ja sogar weiß, wie ich diese positiven Phasen erreichen und auch halten kann.

Ich möchte gut zu mir sein. Körper und Seele gehen immer Hand in Hand. Wenn ich eins der beiden vergesse, leidet der andere Teil. und ich lass irgendwann beide komplett hängen. Wenn ich mir aber wieder Mühe gebe, dann übt das Effekt auf alles auf.

Ich muss lernen, dass ich Ziele erreichen darf. Dass es Ok ist, dass ich tue, was ich mir vorgenommen hab. Dass es OK ist, dass es sich gut anfühlt, etwas geschafft zu haben. Keine Ahnung, welches Trauma ich da überwältigen muss. Das spielt auch gar keine Rolle, so lange ich das hier und jetzt sehe.

Ich möchte nun also mein jetziges Ich grüßen mit ner modifizierten Version vom Gruß an mein Ich von vor 4 Jahren:

„Mega geil! Du hast es geschafft. Du hast dein Gewicht-Traumziel von 65 Kg erreicht und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“
Außerdem:
„Bleib dran: Sei fleißig, mutig und geduldig. Es wird sich auszahlen!“
Das ist allgemein gültig und möchte ich mir zu Herzen nehmen.

Da das ein kompletter Ich-bin-toll-und-kann-alles-schaffen-Post ist, möchte ich auch gern mit einem Bild von mir schließen, das ähnliches ausstrahlt:
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Allerliebste Grüße und ein schönes Wochenende euch allen!
Eure Katinka ❤

Geht’s weiter? Yo!

Gewicht: 72,9 Kg
Differenz seit Start 2015: -22,6 Kg

YAY. Eine 2!! 😀 Ich denke dennoch, dass die 72 vorerst eine Eintagsfliege ist.

In der letzten Zeit war viel los. Ich habe vor genau 3 Wochen meine Hochzeit nachgefeirt, da gibt’s viel zu tun. Ich hatte eine Probenwoche außerhalb von Berlin. Ich war im Urlaub. Ich hatte Endproben und zugehörige Aufführungen und war parallel noch erkältet. Das ließ nicht viel Raum für Sport.
Ich habe aus schlechtem Gewissen heraus immer mal wieder was gemacht, (sogar in den kurzen Flitterwochen, war ich einmal im Gym des Hotels. In der Probenwoche außerhalb Berlins war ich 2mal 8km Joggen), aber mein Bewegungsdrang hielt sich sehr in Grenzen.

Da ich vorher ziemlich aktiv war und sich mein Sport (Kraft- und Ausdauertraining) auf 4-6 Mal die Woche verteilte, kam es sicherlich zum Abbau. Ich kenne das Spiel schon. Ich nehme nach einer längeren Sportpause immer ab. Das ist in diesem Falle leider nie Fett. Ein Muskel-Wasser-Gemisch wohl eher.

Gestern habe ich nach vorangegangener Erkältung zum 1. Mal wieder die Trägheit überwunden und bin ins Fitty gegangen. Gesund war ich schon seit ein paar Tagen, aber ihr kennt sicher diese Bequemlichkeit nach dem man für eine Weile pausiert hat. Den Abbau habe ich leider auch gespürt. So ist das mit den Muskeln. Wenn man mit dem Sport aufhört, muss man eben wieder von vorn anfangen. Naja, ganz so dramatisch ist es nun nicht, da ich den Muskeln ja dann doch sporadisch Impulse schickte bitte nicht zu schrumpfen.

Hoffentlich kriege ich ab jetzt den Popo wieder hoch.
Die 6 als erste Zahl des Gewichts ist so nah!!

Falls ich durch meine Schreibruhephasen überhaupt noch Leser habe, grüße ich euch ganz herzlich und freue mich riesig, dass ihr noch dabei seid!

Eure Kat-Weight-Loss 💪😻🍀

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Ich bin schlank, glaube ich. Zumindest kurz davor.

Wieder eine neue Zahl auf der Waage: 73,6 Kg. Ich fang ja gleich an zu weinen.

In letzter Zeit ist irgendwie viel los und ich habe keine richtige Lust zu Schreiben. Ich weiß auch nicht worüber. Es gibt keine bahnbrechenden Erkenntnisse und auch sonst nix neues.
Einfach drauflos schreiben, muss ich auch nicht. Ich bin ziemlich sortiert und das ist per se ja ne gute Sache.

Ich bin immernoch dran. Mache mal mehr und mal weniger Sport und achte mal mehr mal weniger auf die Ernährung. Aber gut genug um ganz langsam Richtung Abnahme zu gehen. Die 73 hab ich das letzte Mal mit 17 Jahren oder so gesehen. Das ist wirklich verdammt lange her. Ich freue mich total drüber und grinse jeden Tag auf der Waage. 🙂

Ich erwische mich vor dem Spiegel mit den unterschiedlichsten Gedanken:
Dein Bauch hängt so hässlich herum.
Deine Arme sind voll schlank geworden.
Der Po ist riesig und total wabbelig.
Dein Gesicht sieht schmaler aus.
Du siehst überhaupt nicht verändert aus.
Du siehst ganz anders aus.
Du bist dick.
Du bist schlank.

Manchmal habe ich wirklich das Gefühl, total anders auszusehen und manchmal, als hätte ich mich überhaupt nicht verändert.

Jetzt sind es knapp 22 Kilo weniger. Noch 8 Kg müssen weichen. Ich bin irgendwie total aufgeregt, seitdem ich die 73 gesehen habe. Es kribbelt. Wie geht es wohl weiter… Wie wird das sein?

Ich freue mich und bin sehr guter Dinge! 😀

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Akzeptanz

Seit dem ich versuche mein Gewicht zu verlieren, habe ich etwas ganz Wichtiges dazugewonnen: Akzeptanz. Ich akzeptiere meinen Körper so wie er ist. Akzeptanz des Körpers heißt für mich nicht sich zufrieden geben mit dem Zustand, wenn man es nicht ist.

Fast 30 Jahre brauchte ich für diese Erkenntnis. Egal, wie mein Körper aussah und egal in welche Kleidergröße ich zu irgendeiner Zeit meines Lebens gepasst habe (und da war alles von 36-48 dabei). Solange ich nicht zufrieden war, akzeptierte ich mich auch nicht. Ich war unzufrieden und wollte anders aussehen. Ich hätte sonstwas für einen schlanken und straffen Körper gegeben („Sonstwas“ beinhaltete irgendwie nicht die Disziplin um eine Abnahme durchzustehen. Bescheuert oder? Wenn ich nicht selbst in dieser Situation gesteckt hätte, würde ich meinen, es sei geheuchelt.).

Ich sehe mich gerade selbst als Tonskulptur. Alles was an mir (zuviel) dran ist, habe ich selbst dahin getan. Und überall wo was wegsoll, kann ich das auch wieder entfernen. Sowohl das eine als auch das andere geht nicht über Nacht. Es dauert seine Zeit. Auch das habe ich akzeptiert.

20 Kilo fordern seinen Tribut. Dehnungstreifen. Hängende Haut. Überschüssige Haut. Zu meiner Idealvorstellung gehört das nicht unbedingt. Aber so ist das nun einmal. 10 Kg sollen noch folgen. Was wird da wohl noch mit meiner Haut passieren? Erstmal gebe ich ihr Zeit um sich an ihrem neuen Ort zurecht zu finden.

Mein Körper befindet sich in einem Prozess des Umstrukturierens. Seitdem das der Fall ist, sehe ich mich selbst so wie ich gerne sein möchte: schlank und straff. Bin ich nicht. Noch nicht. Aber ich sehe mich schon so. Denn ich kann es ja sein. Ich habe es ja zum Teil selbst in der Hand, was ich mit meinen Fettpolstern anstelle (Die Straffheit wird wohl eher schwieriger zu erreichen sein).
Dadurch akzeptiere ich mich selbst auch im Bikini. Was vorher unmöglich war! Vor fremden Menschen am See. Es ist irgendwie seltsam, aber diese Akzeptanz gibt mir die Ruhe und Gleichgültigkeit anderen gegenüber. Ich weiß selbst, was ich möchte und ich weiß, was ich dafür tue. Was die anderen über meinen Jetzt-Zustand denken ist mir egal geworden. Das ist das Allerbeste daran. Ich schäme mich nicht mehr für meinen Körper. Er ist mein. Egal ob mit Hängebusen oder mit Knackarsch. Alles meins.
Wichtig ist nur, dass ich mich mag. Und das tue ich.

Ein sehr gutes Gefühl.

Übrigens habe ich mich entschieden mein allererstes (tatsächliches) Vorherbild zu posten, sobald ich mein Ziel von 65Kg erreicht habe. Mir läuft immernoch ein Schauer über den Rücken, wenn ich es sehe.
Aber das bin nun mal ich.
Mit ganz viel Ton zugespachtelt.

Spreewald-Day (in Berlin)

Ich bin dann doch ein ganz schöner Lokalpatriot. Auch wenn Cottbus (da bin ich aufgewachsen und bis zum Abi zur Schule gegangen) nicht unbedingt immer die besten Schlagzeilen zu bieten hat, gibt es in der Umgebung genug Landschaft, Erholung, Kultur und Bildung und ich konnte mich zu einer freien Pflanze frei vom rechten Gedankengut und voll mit bunten Interessen entwickeln. blablala jedenfalls bin ich ein großer großer Fan vom Spreewald und empfehle jedem wenigstens einmal im Leben (am besten) im Sommer mit nem Kanu (nicht dem Kahn. Kahn ist langweilig) durch den Spreewald zu paddeln. Überall gibt es Flussarme und Abzweigungen und egal wo man langfährt, man passiert ständig Bierstuben, -gärten und kann überall sein Boot anlegen. Da gibts dann Leckerlis wie Schmalzbrote UND worauf ich überhaupt hinaus will natürlich die guten Gewürzgurken und für ganz nerdige Spreewaldfans auch Kürbiskompott.

Mein Spreewald-Gen kam gestern besonders doll durch und ich habe vormittags Gurken eingeweckt (zum ersten Mal als Erwachsene, als Kind habe ich öfter bei den Omas mitgeholfen). Abends kochte mein heißgeliebtes Kürbiskompott. (Allerliebster Nachtisch als ich Kind war und ich finde es immernoch sehr sehr geil (ganz viel Essig, Zimt und Nelken)). Ich weiß nicht, ob ihr das wisst, in der Lausitz gibt es eine slawische Minderheit (Sorben/Wenden) (wodurch manche Ortschilder (in Cottbus auch die Straßenschilder) zweisprachig sind (deutsch/sorbisch). Jedenfalls haben die guten Menschen den slawischen Einschlag im Essen mitgebracht und es kommt überall gut Essig mit rein. Mein Mann kommt an das Kompott gar nicht ran. Und wenn ich Kartoffelsuppe oder Eintopf mache (was für ne Mutti bin ich denn? …), koche ich normal mit Essig und hau mir auf meinen Teller immernoch ne extra Portion Essig mit rein.

So sieht mein Werk also aus:

Geiel!

Grad sitze ich allerdings im Zug nach Frankfurt und komme erst in den Genuss wenn ich wieder zurück zu Hause bin.

Jetzt geh ich mal auf mein Hauptinhalt ein: Abnehmen/Sport.

So gut ich abends-Sport-machen auch finde, so nervt es mich auch, keinen entspannten Samstagabend zu haben. Ich bin Samstag dann einfach zu Hause geblieben um Zeit zu zweit zu haben. Tagsüber war es etwas voll, deshalb konnte ich es nicht verschieben.

Hatte ich die Woche also insgesamt 2 Tage keinen Sport. Ist das jetzt schlimm? So nüchtern betrachtet, ist das ziemlich gut, 5 Tage die Woche sportlich zu sein (davon 3x Fitty und 2x Zu Hause BauchProgramm). Gestern ist mir überhaupt erst eingefallen, dass ich die nächsten Tage ja unterwegs bin (zu Besuch) und die Damen zwar totale Sport-Cracks sind, aber ich echt keine Lust habe an den 2 Tagen, die ich da sein werde, durch die Hitze zu joggen.

Habe also gestern mein Arm- UND Beinsoll im Fitty absolviert und weiß nun wieder ganz genau, warum ich das sonst trenne: es dauert Eeeewig. 1,5h allein Krafttraining. Dazu kommt Erwärmung, Ausdauer (bissi Laufbandspaziergang, Treppi habe ich mir dann gekniffen) und Dehnen. Für das Dehnen lasse ich mir auch immer sehr viel Zeit und komm da allein nochmal auf 15min. Sport ist so krass zeitintensiv. Mein Gott….

Mittwoch geht’s dann also wieder los.

Singen (mein Beruf ist Opernsängerin): Ansonsten bin ich immernoch im schwebenden Zustand, weil ich an meine Höhe immer besser herankomme. Ich habe letzte Woche endlich die Noten für mein Kommendes Projekt erhalten. Ich erschrak kurz als ich ein paar gewisse Töne sah. Es geht rauf bis zum hohen Peff (wie mein Gesangsprof. an der Uni es ausdrücken würden). In meinem Fall heißt das ein d3 😱. Es ist für mich sehr sehr hoch, aber mit neuem Kniff beim Singen bekomme ich es (zwar noch Katzenschreimäßig, aber immerhin) hin. Das ist so mega toll, ihr könnt euch das gar nicht vorstellen, wie glücklich ich darüber bin. Alle meine Vorsing-Arien klappen aufeinmal oder wenigstens fast. Bis auf ein zwei Töne, die ich eben noch gut üben muss. Aber OK genug, dass ich mich so bewerben kann.

Unterm Strich bin ich grad überaus froh und erleichtert, dass endlich alles irgendwie zu laufen scheint. Alles was ich erreichen möchte, scheint zum Greifen nah. Sowohl im sportlichen/Idealgewichtigen als auch im beruflichen Bereich. Im Privaten ist eh schon alles super gut!

Aus mir kommen Regenbögen, Sterne und Lichtfontänen heraus…. Ich höre besser auf zu schreiben.

Lasst es euch gut gehen und habt eine schöne Woche!

💪😺💕🍀