Dies und Das… Job und Abnehmen und so…

Jetzt schau ich mal aus dem Berg Klamotten hervor und widme mich wieder anderen Themen

Mir fällt auf, dass ich mich immer mehr verschließe. Ich möchte wenig preisgeben und nicht mehr alles ins Detail beschreiben, was ich tue. Beispielsweise habe ich vor 2 Wochen einen neuen Teilzeitjob begonnen. Vor 3 Jahren habe ich noch darüber haarklein berichtet, wenn ich irgendwo neu war (Callcenter, Coffee-shop). Irgendwie möchte ich das nicht mehr.

Ich möchte euch aber von meinen Erfahrungen berichten. Ich merke, dass ich sehr gewachsen bin. Ich weiß, wer ich bin und wo ich stehe. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann, bzw. bei welchen Tätigkeiten ich mir mehr Zeit nehmen muss, die andere Menschen vielleicht schneller hinkriegen würden. Das ist ein total mächtiges Gefühl. Auch dass, wenn es mir nicht gefällt, ich halt einfach gehe!

Meine neue Tätigkeit ist in einem größerem Unternehmen und ich habe viele Kollegen, die alle herumwuseln und man sieht ständig andere Leute aber auch natürlich immer mal die Selben. Ich komm gut mit allen klar und hab richtig Spaß mittlerweile. (Das hätte ich nach dem 1. Tag ganz sicher nicht gedacht. Ich wollte direkt kündigen…. Ich hatte Kollegen-bedingt einen schwierigen Start. Diese Kollegen haben seitdem aber schon die Firma verlassen und alle haben sich gefreut, dass die weg sind.) Die Vorgesetzten mit denen ich zu tun habe, sind alle in meinem Alter und ich verstehe mich mit allen gut. (Nur mein direkter Supervisor ist etwas arg lahm (bei der Arbeit und im Kopf). Und er versteht meine ganzen Witze nicht und guckt mich jedesmal total entgeistert an. Ich hab jetzt aufgehört mit ihm zu witzeln. Das ist ja verschwendetes Talent und Energie, wenn ich jedes Mal sagen muss „Das war ein Scherz“.
Die anderen sind aber alle cool und blödeln dann mit rum. Gott sei dank, sonst wär das ja trostlos…
Jedenfalls freue ich mich, dass ich so schnell klar komme und irgendwie auch nie das Gefühl hatte, „die Neue“ zu sein, sondern direkt reingleite und weiß, was ich zu tun hab…

Mein Gesang
Eigentlich gibt’s hier auch nochmal News, aber ich befürchte, dass das zu sehr in die Materie geht, die eigentlich niemand, außer Opernsänger verstehen, bzw. dass das auch einfach niemanden interessiert.
Sei es drum. Ich versuch es mal etwas vereinfacht zu beschreiben, weil es wichtig für mich ist und der größte Teil meines Lebens.
Der Kehlkopf ist ein Organ und wie alle unsere Körperteile ist er individuell geformt. Daher ergeben sich ja die verschiedenen Stimmen (von Farbe über Höhe und alles mögliche, wie verschieden eben Stimmen klingen und was sie alles können).
Im Operngesang gibt es Einteilungen von der Stimme (Ich rede jetzt nur von Frauenstimmen), es gibt tiefe (Alt), mittlere (Mezzo-Sopran) und hohe Frauenstimme (Sopran (und auch hier gibt es noch Unterteilungen….)). Für diese Unterschiedlichen Stimmen gibt es unterschiedliche Rollen und Stücke, deshalb ist die Einteilung da. Damit man im Chor und am Theater klar definiert ist. Und jeder weiß, was der Sänger mitbringt und kann und auch nicht kann (damit man nicht falsch besetzt wird. Das soll ein Schutz für den Sänger sein).
Meine Stimme war und ist nicht so eindeutig. Ich habe lange im Alt/Mezzo-Bereich gesungen. Auch an der Uni habe ich den Abschluss als Mezzosopran gemacht. Aber niemand wollte mich als Mezzo nehmen, ich habe meistens gehört, dass ich wie ein Sopran klinge und deshalb Sopranstücke singen soll. Irgendwann habe ich also entschlossen, das anzunehmen und einen „Fachwechsel“ (so heißt das) hin zum Sopran zu machen. Das geht leider aber nicht so schnell (Im schnitt spricht man von 2 Jahren, die das dauern kann). Der Kehlkopf ist mit Muskeln bestückt und es bedarf Training (wie beim Sport), bis der das leisten kann, was bei der anderen Stimme geleistet werden muss. Genauso bei falscher Technik muss umtrainiert werden. Im Prinzip weiß man, was man machen soll. Aber es ist halt nicht so leicht, wenn man versucht Muskeln im Hals einzeln zu bewegen. Und andere eben ruhig zu lassen, vor allem, wenn man sie nicht sehen kann. Außerdem ist Umlernen immer schwer und dauert seine Zeit.
Ich habe mir diese Zeit geben wollen. Das ist meine Daddelei! Nur vereinzelte Projekte und zwischendurch mal Nebenjobs…
Nun sind mehr als 2 Jahre rum und ich bin immernoch nicht beim Sopran angekommen. Das gab mir zu denken!
Ich bin letzte Woche zur Charité, genauer zum Phoniater gegangen (Das ist quasi ein HNO-Arzt, der sich auf die Stimme/Kehlkopf spezialisiert hat).
Und siehe da. Es hat scheinbar einen anatomischen Ursprung. Es ist minimal. Deshalb wurde darauf vorher nicht geachtet. Ich war 2011 schon mal bei deinen und die hatten noch ein Video meines Kehlkopfes von damals… Genau das gleiche Bild. Ich habe eine kleine Verwachsung (das klingt schlimmer als es ist) an der einen Stimmlippe. Solange man nicht grad Leistungen, wie im Operngesang erwartet, bekommt man sowas gar nicht mit. Jedenfalls kann das der Grund sein (und wird es wohl auch sein), warum ich so Probleme in der Höhe habe, obwohl meine Stimme eigentlich sopranig ist und es für mich leicht sein sollte…
Der eine Arzt war etwas unsicher und hat dann noch seinen Kollegen dazugeholt. Die haben sich sehr viel Zeit genommen und ganz lang mit mir gesprochen. Das fand ich sehr toll. Im Prinzip haben sie mir geraten wohl doch Mezzo zu singen und mir noch ne Liste mit Logopäden gegeben, mit denen ich arbeiten sollte.

Irgendwie war ich danach total erleichtert. Endlich zu wissen, was eigentlich los ist und warum, das alles so schwer für mich ist und ich einfach nicht am Ziel ankomme…

Ob ich jetzt Mezzo oder Sopran weitermache, weiß ich noch nicht. Ich fühle mich nun bei beiden falsch.

Für mich selbst habe ich entschieden, dass es definitiv Nischen gibt, die ich erfüllen kann. In meinem letztem Musikthaterprojekt wurde die Musikauswahl auf unsere Stimmen ausgelegt. Und in meinen letzten beiden Konzerten wurde auch crossover musiziert.
Ich sehe, dass es Möglichkeiten gibt. Ich kann nur halt wohl leider nie im Chor oder Theater vorsingen, weil ich nicht in die Konventionen passe. Daher ist mir der „sicherere“ Weg (Festanstellung) verwehrt.
Aber vielleicht ja doch. Ich werde nicht aufgeben. Und weiter probieren. Und solange erstmal den Weg gehen, den ich für richtig halte.
Mein Bauchgefühl ist nicht schlecht und ich möchte drauf vertrauen, auch wenn ich mich dadurch mit Freunden sogar über manche meiner Entscheidungen über meinen Weg streiten muss.

Apropos Bauchgefühl.
Dieser Beitrag ist derart durcheinander! Ich entschuldige mich sehr dafür, wir gehen jetzt nämlich total eiskalt rüber zu Ernährung xD

Kann sich noch jemand an meine Pickel am Kiefer und Wange erinnern? Die sind immer noch da. Seitdem ich nicht mehr genervt dran herumfummel ist es viel besser geworden, aber ich bekomme sie trotzdem immer noch pausenlos. Also die Pickel.
Vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, dass ich vielleicht Soja nicht so gut vertrage. Ich hatte diese Pickel ja nie vorher sondern erst seit geraumer Zeit. Und vielleicht genau seitdem ich versuche die vegane Ernährung in mein Leben einzubauen und dadurch sehr viele Produkte aus Soja zu mir nehme (v.a. Soja-Milch und Tofu). Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung? Soja-Unverträglichkeit ist ja nun nichts ungewöhnliches.

Ich möchte also Soja weitestgehend vermeiden.
Wenn man dann noch versucht dabei abzunehmen, das heißt weniger zu essen als 2000 Kcal am Tag, ist das mit der Eiweißaufnahme schwieriger, vor allem wenn man nicht nur vegan sein möchte sondern auch noch Soja verbannt.
Arg..

Ich habe entschieden Fleisch wieder normal in meinen Tagesplan einzubauen. Milchprodukte möchte ich weitestgehend aber meiden. Es gibt so viele vegane Alternativen, die nicht auf Soja-Basis beruhen, dass ich das gut hinkriegen werde.

Zum Sport habe ich es durch meine neue Tätigkeit nicht mehr geschafft. Mein Kopf und Körper ist die ganze Zeit am Rödeln. Ich bin wieder sehr viel stehend und gehend unterwegs, daher decke ich meinen Bewegungssoll ganz gut. Zum Sport gehe ich wieder, wenn ich mich dafür bereit fühle. Ich möchte aber unbedingt noch vor Neujahr gehen, damit es kein Neujahrsvorsatz wird, sondern ich ganz normal dann einfach 2019 weitermache.

So das war doch mal kunterbunt, falls ihr überhaupt bis zum Ende gelesen habt!
Übrigens habe ich sehr viele Komplimente für mein Abendkleid bei 2 Konzerten am Wochenende erhalten. Ich wollte das gar nicht mehr ausziehen. 😀

Seid lieb gegrüßt und habt eine gute Woche!

Eure Katinka Bell
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Es begann mit einem Badputzmittel…

Mein sensibles Lüngchen hat sich entschieden zu meckern, weil es das Mittel nicht mochte. Ich kämpfte über eine Woche lang gegen Husten und Heiserkeit mit 2 verschiedene Asthmasprays für jede Lebenslage. Nu war mein Körper also arg beschäftigt mit der Gesundwerdung der Lunge, dass er scheinbar für jeden anderen Mist empfänglich wurde und jetzt bin ich ganz normal erkältet. Immerhin hat sich die Lunge wieder beruhigt….
Das verursacht so eine miese Laune, dass ich vor mich hinvegetiere und quasi nichts schaffe.
Um mich aufzuheitern, schreibe ich euch! 😀

Bei mir war es schon immer so: Erkältung=deprimiert.
Ich bin Sängerin und wenn ich krank bin, pausiere ich mit dem Singen (je nachdem ob der Hals angegriffen ist, aber das ist bei mir eigentlich immer der Fall). Nicht Singen heißt, keine Beschäftigung zu haben. Auch wenn ein leichter Infekt allgemein total lächerlich ist.
Ich hadere ja schon oft genug damit, dass Singen sowas von unnütz ist und dass eigentlich niemand gerade auf mich gewartet hat. Es gibt ja auch unwahrscheinlich viele Sänger. Aber wenn ich dann nicht mal das machen kann, was bleibt dann noch?

Vegetieren auf der Couch… Auch wenn ich jeden anderen Beruf ausüben könnte, weil ich nicht bettlägerig bin. Das nervt.

Singen ist irgendwie mehr Berufung als Beruf. Ich kann mich nicht davon trennen, auch wenn es total unklug ist und finanziell nicht unbedingt den Segen ins Haus bringt. Das ist es trotzdem einfach wert.
In meinem Kopf schlummern viele Projekte. Ich möchte endlich nicht mehr drüber nachdenken sondern den Schritt weitergehen und sie in die Tat umsetzen. Ich glaube, dass ich es dieses Mal schaffe, ohne alles zu zerdenken.
Einfach machen. Was kann denn schon passieren?
Die Projekte drehen sich unter anderem um Disney- und Anime-Songs, für meinen dahinsterbenden Youtube-Kanal…. 😀
Und ein paar Cover meiner Lieblingsvertreter im „modernen“ Bereich.
Auch klassische Stücke (Im speziellen Debussy, Fauré, Liszt und Wolf). Ich übe wie eine Wilde Klavier, aber ich bin soooo grottenschlecht.

Das zu meinem Ist-Zustand.

Meine Vorsätze in Richtung Gesundheit und Abnehmen:
vegan leben
Klappt überhaupt nicht. Ich nutze jede Gelegenheit an Fleisch zu kommen. Zu Hause im Kühlschrank gibt’s allerdings keines! Milchprodukte hingegen sind kein Problem. Aber gestern zum Beispiel hatte ich ein unwahrscheinliches Verlangen nach Eiweiß und das bitte nicht in Form von Bohnen… es musste ein Tier sein!! (meine Tage kündigen sich an. Jede Frau, weiß, was das verlangenstechnisch mit sich bringt… Ein Krieg zwischen Magen und Kopf.)
– Fasten
Eine Woche Heilfasten. Der Plan steht noch und wird im Frühjahr angegangen!
Sport
Räusper. Ich war seit Anfang Januar nicht mehr im Fitnessstudio. Einmal bin ich 2 Trainern in ihrer Pause begegnet (ich wohne ja doch sehr sehr dicht am Studio) und hab mich versteckt, weil mir das so peinlich war. Aber die kennen mich ja eigentlich gar nicht. Ich bin ja nie da. höhöhö… :((((
Zu meiner Rehabilitierung muss ich gestehen, dass ich zu Hause ab und an turne: Sit-ups, Planking, Dehnen, Yoga, Squats…
Es ist nicht alles verloren… 😉
Kalorien einsparen
Klappt gut bis zur Hälfte des Tages. Ich wiege alles fein säuberlich ab. Notiere jede Möhrenscheibe. Und dann kommt der Abend. Ich giere ganz neidisch auf das Abendbrot meines Mannes und will dann auch! Und am besten das Doppelte von dem, was er hat.
Davon trage ich selbstverständlich nichts ins Tagebuch ein und weiß am Ende des Tages nicht, wieviel ich nu eigentlich zu mir genommen habe.

Mein Gewicht pendelt zwischen 77 oder 79 Kg. Das ist wohl der zyklusbedingte Gewichtstanz im 2 Kilo-Bereich.

Also ich schaffe es mal wieder hervorragend mein Gewicht zu halten.

Eine Sache, die mir gerade stark zu denken gibt, ist dies: Mein Mann ist 1,90 cm groß und wiegt genauso viel wie ich. Meine Größe: 175cm. :((((
Ich freue mich, dass er so ein gesundes Gewicht hat und fühle mich gleichzeitig wie eine Versagerin.

Ich tue die ganze Zeit so, als würde ich abnehmen und spucke große Töne über Kalorien hier und da und hock dann auf dem Sofa und löffel meinen 500g Becher Eis.
Ich hoffe, dass ich irgendwann aus dieser „Dr Jekyll und Mr Hyde“- Nummer wieder herauskomme.

Mental geht’s mir aber eigentlich ziemlich gut. Das ist ein großer Fortschritt. Der Rest zieht nach.

Olé!
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Neues Video! Uhhhh

Hallo ihr Lieben!

Im Juli hat meine Mama geheiratet. Der Freund meiner Schwester und ich haben uns zusammengetan um ein bisschen zu musizieren.

Ihr müsst wissen, dass ich zu diesem Zeitpunkt schon mindestens 2 Gin-Tonics intus hatte und diverse Gläser Sekt. Man kann nie oft genug auf’s Wohl seiner Mutter anstoßen! 😉

Jedenfalls bin ich ne verdammte Grinsebacke und das wird dem Stück ja mal so gar nicht gerecht. Ich glotz auch ständig auf den Text. Das liegt zum einen daran, dass ich eben nicht gaaanz nüchtern war und zum anderen, dass ich dann doch sehr nervös war, wenn einen alle erwartungsvoll anschauen. 😀

Bei Konzerten ist es bei mir auch so: Je mehr bekannte Gesichter im Publikum sind, desto aufgeregter bin ich.

Wie ich dann bei Johnny Cash’s oder besser Nine Inch Nails'“Hurt“ rumhampele, könnte ihr dann beim nächsten Post bewundern.

Jetzt erstmal „Creep“ von Radiohead.

Na? Wie geht’s?

ohjeeminee…

Lang ist’s her.

Wie gern würde ich verkünden, dass ich heimlich ganz viel Sport getrieben habe und auch enorme Erfolge im Ernährungsbuch verbuchen kann. Leider entspricht das so gar nicht der Realität. :S

Falls sich der ein oder andere noch an meinen letzten Post mit der Chips-Tüte und den Kinder-Maxi-King erinnert: So gings die ganze Zeit fast ununterbrochen weiter…

Ich weiß nicht, welches fresssüchtige Wesen gerade von mit Besitz ergriffen hat. Es fällt mir so schwer wie schon Jahre nicht mehr, dagegen anzuhalten. Wie ne Irre krieg ich zu Hause nen Zustand, weil kein Eis da ist… Was ist da nur los?
Ich kenne grad keine Selbstdisziplin und kann mich Null beherrschen.

Mein Gewicht verschweige ich lieber, denn ich selbst falle beim Ergebnis der Waage gleich mehrmals hintereinander in Ohnmacht. :((( Ihr werdet hier erst wieder eingeweiht, wenn ich wieder da bin, wo ich schon war!

Es fing alles ganz blöd mit einer Heiserkeit, die die nächste jagte, an. Und ich wusste gar nicht mehr, was ich machen sollte. Singen musste ich allerdings sehr viel, kaum hatte ich mich stimmlich erholt, musste ich wieder viel singen und war direkt wieder heiser… und das war ein elender Teufelskreis der ungefähr 3-4 Wochen andauerte. Was ist ein Sänger ohne Stimme? Ein deprimiertes schoki-fressendes Indiviuum mit schwarzer Regenwolke über sich eingekuschelt auf der Couch.

Dann gabs noch ne Absage für ein Projekt, was mir sooo dermaßen gut in den Kram gepasst hätte, zeitlich, künstlerisch und finanziell war das alles ansprechend. „Die Eintscheidung viel uns schwer und wir haben uns dann doch für die anderen Sängerin entschieden…. “ (Für die, die es nicht wissen: Ich bin Opernsängerin.)
Wäh… Das hilft jetzt auch nicht unbedingt beim Stimmungsauftrieb…

Ich war auch nicht beim Sporteln, da ich nicht wusste, ob es zu viel Stress für das Immunsystem ist. Ich kam auf den Wetterumschwung ja mal so gar nicht klar… Ein bisschen Asthma hab ich ja auch und die Lunge war eh die ganze Zeit überfordert…

Seit letzter Woche fühle ich mich wieder super. Ich gehe aus dem Haus um Menschen zu treffen und Noten auszuleihen und üben und Krams…
Und soll ich euch was sagen? Hab ich mir am Wochenende nicht ernsthaft nen Infekt eingefangen mit Schnupfen-, Hals-und Kopfweh…? Ich krieg noch die Krise… Jeden anderen Beruf könnte ich ausüben, nur Singen passt da halt nicht zu… ahhhhhhh.. Den Hals hab ich schnell unter Kontrolle gekriegt und die ganzen bösen Viehcher weginhaliert und gesprayt und und und…
Man ich will wieder Sommer haben. Da gings mir super!!!!

So die ganze Heulnummer mal bei Seite, kann ich dennoch was neues berichten: Ich war letzte Woche zusammen mit ner Freundin beim Kendo. JA, Ich habe tatsächlich eine Japan-Gleichgesinnte gefunden und wir haben eben diese japanische Kampfkunst ausprobiert.
Hier mal ein Videozusammenschnitt aus Japan. Wir haben dabei übrigen kein Japan-Pop gehört.

Sieht das nicht witzig aus? Wir hatten unseren Spaß. Zum Kendo gehört der Kampfschrei. Du schreist bei jedem Schlag. Das war auch etwas absurd und dann hurtest du da mit dem Shinai (Bambusschwert) durch die Gegend in diesem typischen Kendo-Schritt und wenn man es nicht besser wüsste, würde man denken, man spielt Ritter mit Lanze aufm Pferd… Jedenfalls sah das bei uns so (ziemlich bescheuert) aus.

Wieder gemerkt habe ich, dass ich dann doch etwas „freigeistig“ ticke. Probieren geht über Studieren. Das mag stimmen. Aber wenn ich den Schritt hundert mal falsche mache, möchte ich gerne erklärt bekommen, wo genau der Fehler liegt. Es macht mir nämlich keinen Spaß so… Aber dann wird man halt angehalten, dass man es machen machen soll und nicht reden… ja blabla… dann komm ich halt nicht mehr und förder die Frauenquote… Seine Theorie ist, wenn man es Jahre macht, dann wird man schon merken, was man falsch macht. (Wo er Recht hat…) Meine Theorie ist: wenn du mir sagst, was ich falsch mache, kann ich die Bewegung ganz schnell richtig ausführen und mich auf Ausführung, Ablauf und das ganze andere Zeug konzentrieren.
Böse Zungen mögen mir ein Problem mit Autoritäten vorwerfen, aber das ist gar nicht der Punkt. Ich bin eben ein Freund von „jedem nach seinem… äh… (deutsches Wort für „pace“?) Tempo…“ Viele Wege führen nach Rom… Und ich habe festgestellt, dass einige bewährte Lernmethoden bei mir einfach nicht greifen. Ich geh an die Sache halt eher intellektuell ran. Ich mag im Kopf klar haben, was zu tun ist. Und dann die Bewegung erstmal gaaaanz langsam durchführen. Durch die endlosen Wiederholungen beschleunigt sich dann das Tempo und das wird dann schon. Aber einfach drauf los zu probieren, macht mir halt keinen Spaß. Dann ist es scheinbar nicht das Richtige für mich. Was schade ist. Aber so ist es halt.

Mir fällt grad auf, dass ich das wohl vom Klavierspielen hab. So hab ich gelernt, neue Stücke zu üben. Schritt für Schritt. Und die Stücke, die ich auf diese Art gelernt habe, kann ich immer noch toll spielen und die Stücke bei denen ich einfach drauf losgespielt und Technik linksliegen gelassen habe, die sind auf ewig verkorkst… Siehste Sensei??? I know what I am doing!

Übrigens habe ich ein paar Jahre Tai Chi gemacht und mit der Lehrmethode kam ich super klar… (jedenfalls mit der, meiner Lehrerin. denn eigentlich wird man auch im Tai Chi einfach reingeworfen und muss sich ausprobieren, habe ich jedenfalls gehört…).

Wir wollten allerdings noch Ninjutsu ausprobieren. Die Ninja-Kampfkunst.

Ein Termin steht schon im November xD Ich erwarte aber ähnliches und werde wohl am Ende wieder im Fitnessstudio landen. Allerdings finde ich Fitnessstudio nicht so schlimm, wie viele andere.

Soo… Ich hab das jetzt einfach von der Leber weggeschrieben und habe trotzdem einen tollen Spannungsbogen zurück zur Abnahme gefunden… Wahnsinn… 😉

Happy Reformationstag!

Ich grüße euch 🙂

 

Zombiefreund: „Du konntest ja schon immer singen“

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(m)Ein Klavier! (m)Ein Klavier!

Als ich noch Zielgruppe der NEON war, hab ich in eben dieser Zeitschrift einen Artikel über Facebook-Zombie-Freunde gelesen.
Grundschulfreunde, deren Namen man schon fast vergessen hat. Die dann plötzlich mit einer Freundschaftseinladung ihre ungefragte Rückkehr in dein Leben verkünden.

Irgendwann habe ich mir tatsächlich mal die Mühe gemacht und alle längt vergangenen Freundschaften einfach rigoros zu kündigen, mich eben dieser Zombie-Freunden zu entledigen.

Einen habe ich scheinbar vergessen. Dieser schrieb mir gestern eine Nachricht: Ob ich zum Polterabend einer Mitschülerin aus der Grundschule komme. What?? Wieso das denn??? Ich wusste nicht mal, dass die heiratet.
Ich habe ihm ganz ehrlich geschrieben, dass ich es komisch finde, da wir uns jetzt nicht grad nahe waren. Er meinte, dass er es schön fände, weil wir in Kindergarten und in der Grundschule zusammen waren (Ich war sogar noch im Gymnasium mit ihr in einer Klasse.) So what??
Kennt ihr das auch? Macht man das so? Geht man auf Zombie-Freundes-Polterabende?
Also ich für meinen Teil will die alle ganz bestimmt nicht an meinem Polterabend wiedersehen.

Wenn man dann schon tatsächlich mit Zombiefreunden in Kontakt tritt und nicht nur ihre Bilder auf der Timeline bewundert, haben wir uns dann Smalltalk Fragen zu unserem Leben gestellt. Als ich schrieb, dass ich freiberufliche Sängerin bin, kam die Antwort: „Du konntest ja schon immer singen.“
Das mag blöd klingen, aber ich bin immernoch ein wenig pikiert.
Das klingt so einfach.
So ohne Stress.
So ohne Gesangs-, Klavier-, Musiktheorie- und Chorunterricht.
So ohne 3 mal die Woche zur Musikschule nach der normalen Schule.
So ohne Schulwechsel für ein Musikabitur.
So ohne ständiges Rumgereise zu Wettbewerben.
So ohne fast tägliches Üben.
So ohne Musikstudium an einer der besten Musikhochschulen der Welt.
So ohne nach dem Gesungsstudium noch privat zu Lehrern rennen.

„Du konntest ja schon immer singen“

NEIN! Mein lieber Zombie-Freund. Das war harte Arbeit.
Es hat mir aber nochmal gezeigt, wie selbstverständlich Menschen künstlerisches Talent wahrnehmen.
Wie sagt man? 1 % Talent, 99% Arbeit.

„Du konntest ja schon immer singen.“
Graaa… dieser Satz kreist in meinem Kopf und lässt mich nicht los.

Das ist genauso wie: „Du singst? Los mach mal. Sing mal was….“

Mein Cover von Portishead „The Rip“

Allerliebste Freunde,

Ich war fleißig, habe etwas geübt und um Erfahrungen mit dem Aufnehmen zu sammeln, heute nachmittag mal mein Pröbchen mitgeschnitten.
Eigentlich wollte ich mir mit der Präsentation mehr Mühe geben. Die Kamera finde ich ausreichend. Der Winkel ist aber eher schlecht als recht gewählt. Außerdem besitze ich auch ein Aufnahmegerät, welches musikalisch gesehen wohl qualitativ bessere Ergebnisse hätte zaubern können.
Hand aufs Herz, eh ich aus dem Potte komme und mir richtig Mühe gebe ein vernünftiges Video aufzunehmen und zu bearbeiten, vergeht wohl noch ne Dekade.
Nun habe ich also schlicht mein Hand aufs Klavier gelegt und auf filmen gedrückt. Das Ergebnis wird jetzt nicht das schönste Video eures Lebens sein, aber ich find’s für nen Mitschnitt OK.

Also viel Spaß und seid lieb. Sowas ist nämlich immer derbe aufregend. xD

Bald gibts wieder Musik.. uhhhh….

Ich hatte diese Woche seit einem Jahr wieder richtig Gesangsunterricht. ( Bei Janet Williams, ihr findet sie auch auf Youtube. Ganz tolle Frau. 😍 )
Ich hab sehr viel Mozart gesungen und der tut (mir) immer gut 😀 Die Stunde lief ganz toll. Ich glaub nur Sänger können nachvollziehen, was eine gute Stunde Gesangsunterricht bedeutet. Gesang ist schon ziemlich speziell und was mussten meine Gesanglehrer nicht auch schon das Amt eines Therapeuten übernehmen. Es kommt nicht selten vor, dass man alle Hemmungen verliert und wie ein Gestörter einfach losflennt oder sowas… Singen löst eben einiges und einiges anderes auch aus ^^ Jedenfalls war dies eine gute Stunde, die mir viel Energie gab. Beflügelt davon hab ich wieder ganz viel am Klavier gehockt. Nachdem ich mit der Zauberflöte durch war, hab ich mich auch wieder neuerer Musik gewidmet.

Ich sitze grad an neuer alter Musik und arbeite ein paar Covers aus. Damit ihr schonmal voller heißer Vorfreude sein könnt, zeige ich an welchen Stücken ich arbeite 😀

Ich hab jedenfalls grad viel Spaß damit und schau mal, was bei herum kommt 😀

Wer verpasst hat, dass ich Sängerin bin, kann das hier nochmal nachlesen/nachhören 😉