Und nu?

Einen guten Monat besetze ich also einen neuen Job und schweige seit dem still. Bis heute.
Vielleicht wollt ihr ja wissen, wie es so ist?

Also so langsam komm ich rein. Eigentlich noch bis letzte Woche war es einfach viel viel viel. Mein Kopf raucht und ich komm zu gar nichts. Auf Arbeit komm ich zu nichts. Privat komm ich zu nichts (was so eigene Projekte anbelangt (Hallo? Sport?)).
Ich bin nach jedem Tag Arbeit immer so froh, dass ich mich zu Hause verkriechen kann.

Dafür sind hingegen die freien Tage noch so schön.
Ich war vorher freiberuflich. Frei hieß für mich immer Job- und somit Geldlos. Und ich konnte es gar nicht genießen, weil ich oft nicht wusste wann und ob da nochmal Geld reinkommt.

Also diese Last ist weg und ich fühle mich seelisch soviel besser!

Zum Job: Ich übernehme sehr viele Schichtleiterdienste in meinem Unternehmen (eine Freizeitattraktion). Und bin an diesen Tagen die Managerin, die dann gerufen wird, wenn es irgendwo hakt. Ich schaue, dass alle Mitarbeiter an den Positionen sind und pfeif die dann wenn nötig zurück. Ich muss Ersatz bei krankmeldungen finden, oder einen Plan B erschustern, wenn ich niemanden finde.
Ich kümmere mich um Kunden und alles mögliche, wo eben Hilfe und Entscheidungen verlangt werden. Ich gebe Kassen raus und mache Abrechnungen.
Das bringt eine Verantwortung, die ich noch nie tragen musste. Zudem leite ich ja noch eines der Teams in dieser Attraktion, was auch nochmal alles neu ist.
Dazu kommen noch logistische Dinge. (Mein Team ist das Café-Team. ich leite also noch so ganz nebenbei ein Café). Wenn ich das so lese, muss ich selber lachen. Wie absurd das alles ist.
Bisher ging alles gut, auch wenn einiges (durch technische Probleme) daneben ging.
Wie verhext war das alles.

Wieso schreib ich ausgerechnet heute?
So richtiges Feedback gab es von oben für mich bisher nicht. Die haben sich die ganze Sache ja auch erstmal angeschaut. Heute hatte ich dann mal ein Gespräch mit meinem Vorgesetzten (dem Betriebsleiter) über meine zukünftigen Projekte, deren Stand und auch mich in dieser neuen Position. Das war im Großen und Ganzen sehr positiv.

Interessanterweise hat er Sachen gesagt, die ich immer höre, egal wo ich bin. Er meinte, ich sei zu bescheiden.
Als er das sagte, dachte ich, das kann doch nicht wahr sein?? Das durfte ich mir ja vorher auch immer anhören in Bezug auf mein Auftreten auf der Bühne.
Ich bin zu perfektionistisch und stresse mich selbst zu sehr, hat er auch gesagt.
Das höre ich ja auch schon die ganze Zeit von links und rechts, dass ich mich zu sehr stresse.

Also im Prinzip ist er mit meiner Arbeit zufrieden, nur mache ich mich kleiner als ich bin. 🙈🙈🙈

Wie war das mit dem Selbstwert und so? Da hab ich echt noch nen langen Weg vor mir.

Ich habe den Betriebsleiter auch nochmal direkt gefragt, ob er die Entscheidung schon bereut mit mir (etwas besser formuliert im Gespräch). Und er meinte, nein gar nicht. Er weiß, dass ich das alles kann und hinkriege. Ich war ja noch bevor ich mich beworben hatte bereits seine 1. Wahl. Und er war ganz enttäuscht, als ich ihm im Personalgespräch vor knapp 2 Monaten quasi sagte, dass ich mich für keine höhere Position im Unternehmen interessiere. Er wollte mich damals schon abklopfen, denn 2 Tage später wurde ja mein damaliger Chef gekündigt. Was er wusste, ich aber nicht. 😉

Jedenfalls muss ich mal etwas auf mein Umfeld vertrauen. Und es vor allem entspannter angehen. Er meine sogar selbst, wenn etwas mal liegen bleibt oder ich Fristen nicht schaffe, wird ja der Laden nicht gleich untergehen.
Das fand ich nochmal sehr gut zu hören.

Ich will die Sache halt nicht verbocken und denen zeigen, dass es eben nicht die falsche Entscheidung war, eine komplett Ahnungslose in die Position zu lassen. Ich bring genug mit in den Job und den Rest kann ich lernen. Ich hab ja genug Lebenserfahrung und bin nicht zu dumm. Ich bin also eigentlich gar nicht ahnungslos. 😉
Das wird alles gut.

Und wenn ich mich dann an das Pensum gewöhnt habe und mein Kopf nicht mehr raucht, dann widme ich mich auch wieder meinem Langzeitprojekt: dem Abnehmen!

Morgen hab ich wieder frei und freue mich wie Bolle!

Passt auf euch auf vor allem bei der kommenden Hitze!

Eure Katinka 🙂

Was wurde aus Mut und Warten und so?

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Ich habe die Stelle bekommen. (worum gehts?? kann man hier nachlesen) Wie verrückt ist das denn? Toll, wenn man so wertgeschätzt und einem eine Führungsposition anvertraut wird. Ich bringe keinerlei Erfahrung oder Ausbildung in diesem Bereich mit. Sie haben mich ein halbes Jahr arbeiten sehen und das reicht denen, mir die Stelle anzuvertrauen. So cool!
Ich werde ein Team innerhalb eines größeren Unternehmens führen.

Ich habe heute meinen neuen Vertrag unterschrieben. Danach war ich so aufgeregt, dass ich erstmal jemanden voll quatschen musste. Wer hat denn nachmittags unter der Woche Zeit? Hab meine Omi angerufen. Die hat sich gefreut.

Jedenfalls sprudel ich grad und genieße noch die letzten Tage ohne Verantwortung.

Ich hoffe, ich kriege das alles gut hin. Ich hoffe, dass die Einarbeit toll läuft und ich mich sicher fühle, sobald ich meinen Dienst allein antrete.

Oh man. Das ist echt verrückt, wenn man offen für alles ist. Man weiß nie, wohin die Reise geht. Hätte mir das jemand vor einem halben Jahr erzählt, hätte ich dem wohl einen Vogel gezeigt.
Ich werde mein Bestes geben und hoffen, dass mir die Arbeit liegt.

🍀🧚‍♀️

Übergewicht sagt Hallo!

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77 Kg 🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈🙈

Laut alter BMI-Formel bin ich wieder im Übergwicht. Mit neuer renomierter Oxford-BMI Formel, die natürlich viel besser ist, bin ich noch normalgewichtig.

Ich fühle mich fett und aufgedunsen und kein Stück wohl gerade.
Ich könnte mich selbst sowas von Ohrfeigen. Ich war vor 3 Monaten noch bei 71Kg. Ich hoffe auch die mich belächelnden Menschen bei der Erwähnung, dass ich leicht essgestört bin, glauben mir langsam mal?

Warum ist das Gewicht so dramatisch angestiegen? Weil ich komplett mit dem Sport aufgehört habe. Wenn ich vorher (vor heute aber nach meiner Abnahme) so Fressphasen hatte, habe ich das mit sehr sehr viel Sport kompensiert und konnte mein Gewicht halten.

Abgenommen habe ich, wenn ich mich beim Essen reglementieren konnte und zusätzlich Sport gemacht habe.

Tolle Sache. Ich bin mittlerweile froh, wenn ich einfach nur meinen Tagesbedarf an Kalorien nicht überschreite. Weiß der Fuchs, warum mir das grad so schwer fällt.

Ich lass mich jetzt mal nicht mehr hängen und komm aus meinem Schneckenhaus gekrochen.
Das begann mit meiner Bewerbung für eine Fürhungsposition. Ein kleiner Tritt von mir für mich. Egal ob ich die Stelle bekomme oder nicht: Ich will was erreichen!!
Ich kaufe jetzt auch wieder vernünftiger für meine Ernährung ein.
Ich versuche Süßkram nicht besinnungslos in mich reinzuschaufeln.
Ich habe sehr gern sehr viel auf meinem Teller. Also muss ich das mit kalorienarmen Produkten tun. Gemüse. Ganz viel frisches und vielfältiges Gemüse auf dem Teller. Dann ist nicht so schlimm, wenn ich mir 3 Portionen nachhole…

UND ich war gestern wieder beim Sport. Zum allerersten Mal seit März oder so…. HALELUJA!!! Praise the Lord! Salem aleikum! Namaste….

Ich möchte mir selbst gern einen Orden vergeben. Was mich das für eine enorme Überwindung gekostet hat, könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Aber ich war da!
Immer wenn ich mal 2-3 Monate nicht im Fitty bin, nutzen die ja jedesmal die Gelegenheit und bauen um. (das hat sebstverständlich etwas mit meiner Abwesenheit zu tun. Damit sie mich nicht beim Sport stören oder so.) Diesmal nicht. Yay. alles beim alten. Nur zwei komplett neue Trainer waren da.
Kann ich denen gleich zeigen, dass ich ja eigentlich regelmäßiger Gänger bin. Der eine von den neuen Trainer weiß ja nicht, dass ich die Kurse tunlichst meide und traut sich noch mit mir zu reden. Der kam zu mir und hat meine Bewegung auf einem Gerät korrigiert. Vielen Dank. Nur weil ich Blickkontakt meide und alle Kurse ignoriere, heißt das ja nicht, dass man mich nicht ansprechen darf. Vor allem, wenn ich mich Monate lang dusslig anstelle.
Da muss ich gleich wieder an mein erstes Intermezzo mit Schlauchi (Abenteuer Zirkeltraining) denken.

Jedenfalls war ich wieder ganz toll 2 Stunden im Fitty. Habe gestern okay-isch gegessen und bin einigermaßen stolz auf mich.

So kann es doch weitergehen!

Die allerschönsten Grüße,
Eure Katinka
🍀💪🍀💪🍀💪🍀💪🍀

Mut. Warten. Mutig bleiben…

Da dieser Beitrag quasi eine Fortsetzung des letzten Beitrags vom Sonntag ist, empfehle ich diesen vorigen zu erst zu lesen, denn sonst versteht man wohl nicht, was los ist.
(Wer keine Zeit hat, eine Kurzfassung: Mein Teamleiter musste gehen und ich habe mich am Montag todesmutig auf die Stelle beworben. Obwohl ich absolut keine Ahnung von dem ganzen Kram habe.)

Ich gab Montag also persönlich meine Bewerbung ab.
Meine Chefin (Die Hauptgeschäftsführerin) sah mich mit dem Zettel in der Hand, bekam große Augen und sprach schon eher seufzend: Oh nein.
Ich tippte darauf, dass sie dachte, dass ich kündigen möchte. Und sagte „keine Angst, ich möchte nicht gehen. Eher im Gegenteil.“
Sie sah den Betreff. Und jetzt begann ein sehr lustiges Schauspiel für mich. Sie begann zu lachen, zu klatschen und mit den Füßen auf den Boden zu trommeln. Ungelogen!!
Und sagte „Oh ich hab mir das so sehr gewünscht, dass du das machst.“
Was ernsthaft??
Sie war auf einmal total aufgeregt und wollte sofort ein Gespräch vereinbaren. Sie hatte schon mit den Betriebsleiter über mich in dieser Position gesprochen. Deshalb sagte er in meinem Personalgespräch vor einer Woche „Schade“, als ich noch ganz unschuldig nicht wusste, dass die Stelle bald frei wird, und mir keine hohen Ziele in der Firma gesteckt habe. Und mit einer anderen Kollegin von auch da ganz oben, sprach sie über mich, die sich das mit mir auch super vorstellen konnte.

Dienstag (also am nächsten Tag) kam ich wieder ins Büro und ich wurde schon von einem anderen Teamleiter, mit dem mich eine – ich sag mal Hass-Liebe – verbindet, grinsend begrüßt. Interessanterweise dachte ich, sei es bei ihm am schwierigsten – von all den anderen – ihn auf meine Seite zu ziehen, aber dann sprach er: Er hatte sofort an mich gedacht, als die Stelle frei wurde…
Also meine Wahrnehmung scheint ja völlig für den Müll zu sein…
Er ist halt sehr gemein und hat immer nen total nervigen Spruch auf Lager. Ich bin allerdings auch nicht auf den Mund gefallen und konnte bisher immer gegenhalten. Allerdings falle ich bei im auch mal aus der Rolle und mir ist egal wenn ich sämtlichen Respekt verliere. Ich habe ihn wohl schon mehr als einmal Arschloch genannt und den Stinkefinger gezeigt. Wohlgemerkt, ist das einer meiner Vorgesetzten. (würde ich auch nicht bei jedem machen…. ) Aber er scheint, das nicht so schlimm zu finden, wenn er sich grinsend freut, dass ich eventuell bald auf seiner Ebene bin. Er sagt auch, dass er mich voll unterstützt und mir gern hilft, wenn ich was brauche. Der Arschloch-Kollege?? Mein Gott. Werden wir jetzt noch beste Freunde oder was?

Im Prinzip scheinen alle Teamleiter auf meiner Seite zu stehen. Und 2 davon meinten, sie werden sich für mich einsetzen. Mir kommen ja fast die Tränen. Also das ist wirklich mal Wertschätzung.
Habe mich also Montag und Dienstag unbesiegbar wie Superman gefühlt. Kein Kryptonit weit und breit.

Meine Chefin hatte es dann aber doch gefunden. Gestern kam dann mal eine gehörige Ernüchterung. Ich hatte mein Gespräch. Sie hatte sich nach all dem Vorgestelle dann auch mal meinen Lebenslauf angeschaut. Da sie wusste, dass ich Sängerin bin, dachte ich, dass sie das schon einkalkuliert hatte, dass ich eben keine kaufmännische Ausbildung oder dergleichen habe. Sogar im Gespräch als ich ihr die Bewerbung gab, sagte sie noch „Ich kann dir alles beibringen und das kriegen wir schon hin. Die meisten sind wie ich aus einer anderen Position hochgerutscht. Ich selbst ja auch.“
Nun war das aber doch ein Problem??

Gestern sind wir dann all die Punkte durchgegangen, die die Stelle mit sich bringt. Und das war schon enorm, hat mich aber nicht überrascht. Ich finde, ich habe mich ganz gut angestellt.
Sie meinte, sie lässt sich das nochmal durch den Kopf geben und sagt mir nächste Woche bescheid, ob sie sich das überhaupt vorstellen kann.
Die Ausschreibung der Stelle ist allerdings noch 2 Wochen aktiv. Wenn sich niemand Geeigneteres findet, bin ich dann wohl Schmerzwahl. Aber immerhin.
Dafür, dass ich absolut gar keine Erfahrung mitbringe, ist das doch schon eigentlich ziemlich cool, dass ich so viel Unterstützung seitens der anderen Teamleiter und sogar des Betriebsleiters erfahre.

Am 11.06. wird es wohl die finale Entscheidung geben.
Es bleibt also spannend!

Hier ist der Artikel quasi zu Ende, aber ich möchte nochmal herausziehen, was das alles für mich bedeutet. Ich lerne ja grad, meine Qualitäten mir auch selbst bewusst zu machen und so besser in die Zukunft zu schreiten.
Dass mich quasi jeder gut genug kennt in einem tatsächlich großen Unternehmen, ist ja schonmal was, warüber ich nie nachgedacht habe. Ich bin halt sehr gesellig und quatsche mit jedem, egal auf welcher Ebene. Ich hatte ja sogar schon ein Pläuschchen mit eben der Geschäftsführerin. Sie ging sogar bei einer Bewerbung drauf ein: das kurze Gespräch hat ihr sehr viel über mich gezeigt. Ich kann gut mit Menschen und bin klug genug.
Mein Alter macht mir meist auch zu schaffen. Ich werde bald 32.
Allerdings ist nun auch mein Alter eine Qualität. Ich bin reifer als die anderen und besitze mehr Lebenserfahrung. Das sticht halt auch heraus. Deshab fühle ich mich ja auch so wohl bei den anderen Teamleitern. Die sind nämlich eher in meinem Alter.
In der Kunst duzen sich alle. Ich habe schon zu Unizeiten, meine Dozenten und Professoren duzen können. Daher ist auch meine Respektwand vor Obrigkeiten nicht so extrem. Natürlich ist mir klar, wer mein Vorgesetzter ist und ich behandel den auch so, dennoch bin ich recht locker und habe keine Angst (… Ihn auch mal Arschloch zu nennen xD).
Und ich glaube mein darstellerisches Studium und gerade der Schauspielunterricht mit den Improvisationen war gute Voraussetzung um auf jede Situation irgendwie adäquat reagieren zu können. An sich bin ich recht schlagfertig. Das hab ich auch in meinem Bewerbungsgespräch gemerkt. Ich war total ruhig und entspannt.

Natürlich befürchte ich, falls ich den Job bekomme, zu versagen. Aber das ist total berechtigt und kann ja sogar passieren. Ich bin dennoch total froh, den Schritt gewagt zu haben. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich genug von auf-der-Stelle-stehen habe. Sollte sie mich nicht für die Position besetzen, werde ich mich weiter umsehen nach einer geeigneteren Zukunft. Ich hab schon Ideen. Ich muss nur mutig genug sein, es auch anzugehen. Und gerade habe ich vor gar nichts Angst.

Muahhh!

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Foto von Pixabay

Weiter geht’s mit der Selbstbeweihräucherung. Es ist nötig!

Mein letzter Post hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich besser zu mir selbst sein soll. Ich bin zwar selbstbewusst, aber nicht in allen Bereichen und vor allem mein Selbstwert hinkt arg hinterher.
Ich möchte mich für eure Kommentare und Likes darunter bedanken, das hat mich auf jeden Fall gestärkt und eine gewisse Euphorie mitgebracht.

Ich bin total wechselhaft mit meinem Denken mir selbst gegenüber. Ein „Hab ich gut gemacht.“ wird meist von drei „Mein Gott bin ich dämlich“ überschattet. Das hab ich doch gar nicht nötig. Warum möchte ich mich schlecht machen?
Eine gesunde Selbsteinschätzung ist toll, aber sich permanent fertig zu machen, scheint mir nicht dazu zugehören. Ich möchte mich gern also auf meine Qualitäten stürzen.

Gerade die letzte Woche brachte sehr viele positive Prädikate von verschiedenen Personen über mich.
Es begann mit einem Konzert am Sonntag. Ich hatte ein für mich recht anspruchsvolles Stück als Solistin begleitet von Orchester zu singen und ich hab das ganz toll hinbekommen. (Ich wollte das Konzert ursprünglich gar absagen, weil ich ja ich bin und mir ja nichts zutraue… -.-‚ Also erste Hürde, überhaupt zuzusagen, habe ich schon mal gemeistert.) Später nach dem Konzert bekam ich eine Nachricht von einem Zuschauer, der meinen Kontakt über meine Homepage suchte. Er wollte sich nur für den schönen Abend bedanken und sagte mir noch, ich hätte eine phantastische Stimme. Wenn sich jemand extra bemüht, mich googlet um über ein Kontaktformular einen netten Gruß zu hinterlassen, dann ist das wirklich ein tolles Kompliment.

Weiter geht’s mit Montag. Meine Probezeit in meinem Nebenjob ist fast um und deshalb gab es ein Personalgespräch mit meinem Teamleiter und dem Personalchef über meine jetzige und weitere Tätigkeit dort.
Die Worte über mich waren: zuverlässig, pünktlich, fleißig, tolle Kollegin, weitsichtig, gute Kommunikation. Als es darum ging, was ich verbessern könnte ist denen nichts eingefallen und sie schlossen mit den Worten: Na wir müssen uns ja jetzt auch nichts ausdenken, nur damit was auf dem Zettel steht.
Das war ne pure Komplimenten-Dusche. Ich musste mich arg zurückhalten um nicht zu widersprechen und gleich auf all meine Schwächen hinzuweisen…
Ich wurde auch zu meinen beruflichen Zielen (es gibt nämlich Aufstiegschancen) innerhalb des Unternehmens befragt und ich hab wahrheitsgemäß gesagt, dass das grad für mich eine Zwischenstation ist und ich noch auf der Suche nach meiner Zukunft bin oder so ähnlich. Also, dass ich eigentlich nicht ewig da bleiben möchte um andere Positionen zu besetzen (das Feld ist für mich auch komplett Neuland und mir fehlen sämtliche Qualifikationen). Daraufhin sagte mein Personalchef: Schade. (Auch das war ja im Prinzip ein Kompliment. Auch wenn ich mit dieser Aussage nicht unbedingt glänzte)

Mittwoch (2 Tage später also) bekomme ich eine Nachricht, dass mein direkter Vorgesetzter, also mein Teamleiter gekündigt worden ist (ich war auch kein Fan seiner Arbeit muss ich gestehen. Und dass es für ihn brenzlich wird war augenscheinlich).
Ab morgen wird die Stelle intern ausgeschrieben (wir sind ein sehr großes Unternehmen mit Standorten weltweit. Daher ist „intern“ sehr großflächig).

Also nochmal kurz drüber nachgedacht: neee…. ich weiß nicht.. neeeee….. Angst… nee….

Freitag komm ich seit dieser Verkündigung wieder zur Arbeit und der erste Büromensch( Wir haben Arbeiterlein auf Mindestlohn, das was ich grad mache und Büromenschen in leitenden Positionen) kommt auf mich zu: bewirb dich doch (und das immer energischer nach Protest meinerseits).
Samstag erzähl ich meiner Kollegin, die Assistenten meines nun ehemaligen Teamleiters, dass mich der eine Büromensch schon fast genötigt hat, mich zu bewerben. Sie fand diese Idee nun auch großartig und meinte, sie könnte sich das ganz toll vorstellen und wüsste, dass sie gern meine Assistentin wäre. Keim gesetzt. hm…..
Hab dann einem anderen Vorgesetzten, mit dem ich sehr freundschaftlich bin auch erzählt, dass ich nun überlege mich zu bewerben. (er selbst wäre sogar für die Einarbeit zuständig) Auch er war sofort Feuer und Flamme und meinte, er würde sich für mich einsetzen.
Ab dem Moment hab ich mich entschieden und einer weiteren engen Kollegin und ein paar engen Freunden gesagt, dass ich mich nun bereits entschieden habe mich zu bewerben.

Ich habe mir ja nun mal vorgenommen mutig zu sein. Also bin ich mal mutig und werfe mich in einen total neuen Themenbereich und einer total neuen Verantwortung.

Das Leben besteht aus Erfahrungen und die bringen mich ja alle weiter.

Ich bin ja schon so aufgeregt, nur weil ich die Bewerbung einreiche. Ob ich den Job überhaupt bekomme, weiß ich ja gar nicht. Aber ich bin total stolz auf mich, dass ich selbst den Grundstein lege.

Ich habe die Bewerbung heute morgen geschrieben, ausgedruckt und werde sie morgen meiner Chefin persönlich überreichen. Da kann ich ja gleich mal schauen, wie sie guckt und ob ihr die Idee gefällt.
Drückt mir die Daumen! Das wäre ein sehr neues und sehr spannendes Kapitel in meinem Leben, sollte es klappen.

Nach dem Bewerbungsschreiben Schreiben war ich übrigens wählen.
Geht Wählen!
Frieden ist ein wertvolles Gut, das wir uns nicht durch Ignoranz und Desinteresse nehmen lassen dürfen.

Rekapitulation

Vor ein paar Tagen blinkte das rote Glöckchen der WordPress Benachrichtigung mit der Meldung: Gratulation zu 4 Jahren WordPress.
Oha. 4 Jahre ist das her, dass ich den Blog gestartet habe, dass ich versucht habe (vor allem) abzunehmen und mich selbst zu ordnen.

Ich habe ein paar meiner ersten Einträge gelesen und war zum Teil überrascht, wie ich damals heran gegangen bin. Was ich damals angenommen habe. Meine Zielsetzung war auch interessant. Und auch mein Ehrgeiz entwickelte sich kontinuierlich in alle Richtungen.
Das vor 4 Jahren war auch ich. Aber ich hatte ganz vergessen, was ich damals als richtig annahm. Was mir möglich, aber auch schwierig erschien. Ich sehe manche Dinge mittlerweile anders.
Zu erst wollte ich mit meinem Körper einfach nur in den Normalbereich des BMIs in einem Wert unter 25 landen. Das hieß für mich konkret auf 75Kg zu kommen. Ich wusste weder wann noch ob ich das schaffen werde. Abnehmen scheint ja immer ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. In meinen jungen Jahren als ich normalgewichtig war, wollte ich immer dünn sein und dazu fehlten in meinem Kopf immer 5 Kg. (egal wieviel ich wog. Ich wollte immer 5 Kg weniger haben). Ich habe es nie geschafft 5 Kg abzunehmen. Erst als ich wirklich fast adipös war, gelang es mir dann mal gar 10 Kg abzunehmen. Aber dann kamen durch schlechte Seelhygiene 15 Kg drauf und ich war adipös. Ja ich war adipös. Das muss ich mir immer wieder vor Augen führen.
Ich wusste schon wie hart es ist 5 Kg abzunehmen. Und jetzt sollten also 20 Kg weg?
Die Motivation ist da, also los…. Wir schauen einfach mal, was passiert!

Ein Faktor, der diesen Abnehmweg unglaublich in die überhaupt für mich mögliche Bahn gebracht hat (und ich wiederhole mich immer gern) ist das Buch „Fettlogik überwinden“.
Das habe ich – Gott sei es gedankt – schon sehr früh in meiner Abnehmprozedur zu lesen bekommen, als es noch nicht mal lektoriert und nur elektronisch zu kaufen war.
Ich glaube, es kam 1-2 Wochen vor Beginn meines eigenen Blogs heraus und ist sowas von zur richtigen Zeit erschienen.
Ich habe, noch ehe ich einen Gramm abgenommen habe, mein Endziel auf 65 Kg korrigiert. Also nochmal 10Kg weg vom Ursprungsziel. Wie verwegen. 30 Kg abnehmen!

Bevor ich meine aktuelle Lage schildere möchte ich mir nochmal und immer wieder neu auf die Schulter klopfen. Ich habe mein ursprüngliches Ziel von – 20 Kg nämlich schon längst erreicht. Damals war es ein großer Wunsch und ich wusste ja nicht, ob ich das je schaffen würde.
Ich möchte meinem Ich von vor 4 Jahren gern nen Gruß ausrichten:
„Mega geil! Du hast es geschafft. Du bist normalgewichtig und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“

Mir ist mittlerweile klar, dass mein Gewicht nur Spiegel meiner Seele ist. Und insgeheim wusste ich auch, dass ich eigentlich andere Dinge klären musste, als ausschließlich mein Gewicht. Mein Körper fügt sich dann automatisch ein.

Also was ist grad eigentlich Phase?
Der Wurm ist drin! Und das ist ein Euphemismus!
Ich habe es erst gar nicht so richtig gemerkt, dass es mir nicht gut geht.
Fakt ist: Ich hör nicht mehr auf zu essen. Ich stopf mich voll bis mir schlecht ist und sobald ich mich ein bisschen besser fühle, renn ich schon wieder in die Küche…
Was zur Hölle tu ich da schon wieder? Das hat irgendwie schon gar nichts mehr mit verlorener Disziplin zur tun. Das ist Selbstverletzung. Warum mach ich das?

Die letzten Wochen stelle ich mir viele Fragen und ich muss es nun aufschreiben, sonst verläuft das alles wieder im Sand und ich komm zu keiner Antwort. Genau das war der Grund, warum ich überhaupt angefangen hab zu schreiben. Und das ist der Grund, warum ich auch weitermachen sollte. Es tut mir gut.

Ich bin auf eine Antwort gekommen, die mir schon mal kam, aber ich wusste nicht so richtig, wie ich damit umgehen soll und hab es wieder vergraben:
Ich habe Angst Ziele zu erreichen. Ich habe Angst erfolgreich zu sein.

Kurz bevor es ernst wird und ich am Ziel bin, kehre ich um. Das spiegelt sich in fast allem wider, was ich anfasse. Und das zieht mich dann ja auch wieder herunter und ich fühle mich schlecht.
Ich mache alles nur so halb fertig und wenn ich dann doch mal zu 100 % zufrieden bin und ich gar Lob bekomme, schäme ich mich, obwohl ich es ja auch irgendwo haben möchte. Meine Güte…

Kommen wir zurück zu meinem Gewicht. Ich habe in den letzten 2 Monaten ca 4 Kg zugenommen.
Ich war und bin es vielleicht immer noch, wer weiß das schon, irgendwo verloren und versuche mich gerade wieder herauszuboxen. Ich weiß nicht mal, wie das passiert ist. Auf einmal hab ich gemerkt, dass ich schon längst im tiefem schwarzen Loch feststecke.

Ich war schonmal weit tiefer drin als jetzt und ich habe es wieder herausgeschafft. Vor 4 Jahren startete ich ja schonmal nen Versuch mich selbst zu therapieren.
Und? hat es geklappt? die Frage geht an mein Jetztiges Ich.
Ja ziemlich gut sogar!
Natürlich heißt es nicht, dass nie wieder schwierige Phasen kommen. Das ist normal und gehört zum Leben. Viel besser ist es doch zu wissen, dass die positiven Phasen überwiegen und ich ja sogar weiß, wie ich diese positiven Phasen erreichen und auch halten kann.

Ich möchte gut zu mir sein. Körper und Seele gehen immer Hand in Hand. Wenn ich eins der beiden vergesse, leidet der andere Teil. und ich lass irgendwann beide komplett hängen. Wenn ich mir aber wieder Mühe gebe, dann übt das Effekt auf alles auf.

Ich muss lernen, dass ich Ziele erreichen darf. Dass es Ok ist, dass ich tue, was ich mir vorgenommen hab. Dass es OK ist, dass es sich gut anfühlt, etwas geschafft zu haben. Keine Ahnung, welches Trauma ich da überwältigen muss. Das spielt auch gar keine Rolle, so lange ich das hier und jetzt sehe.

Ich möchte nun also mein jetziges Ich grüßen mit ner modifizierten Version vom Gruß an mein Ich von vor 4 Jahren:

„Mega geil! Du hast es geschafft. Du hast dein Gewicht-Traumziel von 65 Kg erreicht und das fühlt sich toll an und ist jede Anstrengung wert. Du kannst es! Dein zukünftiges Ich hat es nämlich geschafft. Es steckt in dir. Vertrau auf dich.“
Außerdem:
„Bleib dran: Sei fleißig, mutig und geduldig. Es wird sich auszahlen!“
Das ist allgemein gültig und möchte ich mir zu Herzen nehmen.

Da das ein kompletter Ich-bin-toll-und-kann-alles-schaffen-Post ist, möchte ich auch gern mit einem Bild von mir schließen, das ähnliches ausstrahlt:
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Allerliebste Grüße und ein schönes Wochenende euch allen!
Eure Katinka ❤

Von Schulterblätterknochen (,die ich scheinbar auch besitze)

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Seht ihr diesen kleinen Knubbel?? Das gehört anscheinend zu meinem Schulterblatt. Ich glaube, ich habe diesen Knochen vorher mein Leben lang noch nicht zu Gesicht bekommen.

Entdeckt habe ich ihn, als ich meine Rückseite kurz vor dem Sportgang checkte…
„Oh mein Gott, was ist das denn??“

Mittlerweile finde ich meinen Schulter-/ Nacken-/Dekolleté-Bereich echt ziemlich vorzeigbar. Ich finde es total faszinierend, dass sich das Knochen- und Muskelgeflecht (gerade von Schultern, Schlüsselbein, Oberarme) so schön unter der Haut definieren lässt. Ein Blick von außen nach innen.

Ich nehme ja von oben nach unten ab. Bauch, Beine und Po sind leider noch alles andere als definiert. Wabernde Masse, die ab meinem Becken sackartig herunterhängt. Ringsherum. Schön aussehen werden sie wahrscheinlich nie, weil die Haut zu ausgeleiert ist. Aber mit Sport kann man ja wenigstens ein bisschen ausrichten.

In diesem Sinne sollte ich heute wohl zum Sport. Dennoch gönne ich mir einen Erholungstag, da ich schon die letzten beiden Tage im Fitty war. Vielleicht gibt es Dehn-und Bauchübungen… Schauen wir mal.

Erstmal bestaune ich noch weiter meine 2 neuen winzigen Knubbelfreunde. (sind ja auf beiden Seiten 😍).

Liebste Grüße und eine herrliche Woche!

Eure Katinka 🧚‍♀️

Bilanz KW 10 2019

Ja Mensch! So eine Protokoll-Überschrift hatte ich ja ewig nicht mehr…

Im Prinzip soll sie nur verkünden, dass ich mich grad gar nicht so schlecht mache!

Ich achte endlich wieder auf meine Energiezufuhr. Ich meine damit, dass ich unter meinem Tagesbedarf (der grad ungefähr bei 2000 Kcal ohne Sport liegt) ernähre.
Und zusätzlich sportle ich ab und an.
Die Waage und ich sind auch wieder beste Freunde. Gestern lag mein Gewicht bei 72,9 (heute 73,3Kg). Das ist sehr gut! Die 72 ist bisher tatsächlich seltener Gast.
Mein BMI liegt laut altem und neuem BMI-Rechner bei 23,x Juhu! Ist zwar oberer Normalbereich, allerdings kratzt es nicht mal am Übergewicht. WUHU!!
Ich bin wirklich dauerhaft normalgewichtig.

Obwohl ich mich sogar monatelang um nichts geschert habe. Ist das nicht toll? Ich kann auch mal den Satz bringen: Ich kann essen, was ich will und nehme nicht zu. Ich hab nämlich tatsächlich alles gegessen, was ich wollte! Das ist so unfassbar herrlich.
Was neu ist: Wenn ich mal sehr viel gegessen haben, verspüre ich irgendwann die nächsten Tage weniger Appetit. Ich habe darauf gehört, anstatt mich trotzdem vollzustopfen, weil ja Mittagszeit ist oder so!!! Das ist so toll, dass ich mir fast ein Tränchen wegwischen muss.
Ja ich übertreibe maßlos, aber ihr seht, worauf ich hinaus möchte.

Außerdem weiß ich jetzt, dass ich den Trainern in meinem Fitness-Studio scheinbar doch nicht unbekannt bin. In einem unachtsamen Moment, habe ich dumm in der Gegend herumgeschaut und direkt ins zu mir schauende Gesicht eines Trainers geblickt… Ich sag dem jedes Mal Hallo am Empfang, aber IM Fitty schau ich sonst in jede Richtung nur nicht in seine und tu selbstverständlich so, als würde ich den nicht kennen…. Nun schauten wir uns halt aus Versehen voll in die Augen.. Dann habe ich den halt nett angelächelt. Er schien kurz überfordert, weil er grad den wegschau-Move vollziehen wollte wie immer… und dann doch sowas ähnliches wie ein Lächeln entgegen gebracht. Ich war so krass mutig. Und gestern hat er mich dann auch IM Fitty gegrüßt! Jetzt haben wir eine tolle Kopfzugenicke-Trainer-Sportler-Beziehung. Klasse!

Da habe ich entschieden, heute doch gleich wieder zum Sport zu gehen!

Hier mal eine gaaaanz alte Kurve, damit ihr mal seht, dass ich es echt drauf hatte!! und noch die aktuelle, dass ich es immer noch ein bisschen drauf habe:

Kurve 49
alte Kurve sieht Datum im Diagramm
Kurve 10 19 2
neue Kurve

Zwischen September und März gabs mal wieder ein großes Rumgemurkse, aber das hab ich mittlerweile im Griff! Ich habe innerhalb eines Jahres 5 Kg abegnommen. Hätte besser sein können. Aber hätte auch gar nichts passieren können… Oder gar Zunahme…. Also ist das doch ein Erfolg! 😀

Allerfeinste Grüße zum Frauentag!

Eure Kat-Weight-Loss 🍀

Ich bin dann mal wieder da….

Für ein Frohes Neues ist es wohl reichlich spät. ^^

Ich mache mich sehr rar. Ich weiß ich weiß. Wahrscheinlich sollte ich wieder regelmäßig schreiben, denn dann würde ich mich vermutlich nicht so gehen lassen.

Ihr Lieben, mein letzter Eintrag ist von Anfang Dezember. Genau seit dem war ich nicht mehr beim Sport. Gar nicht. Ein bisschen Yoga hier und da zu Hause, aber das war es mit meiner Sportlichkeit.

Meine neue Jobbing-Tätigkeit hat mich bis jetzt so sehr körperlich und geistig (weil neu, nicht weil anspruchsvoll) eingenommen, dass ich mich nach Feierabend und an den freien Tagen aufs Sofa verkrochen hab…

Seit dieser Woche fühle ich mich irgendwie gefestigt und denke, dass ich dem Fitnessstudio doch mal wieder ne Chance geben könnte.
Eine meiner größten Hemmungen ist, den Trainern am Empfang Hallo zu sagen. Wie blöd ist das denn bitte?
Da ich eh nie nen Kurs mache, kennen die mich gar nicht. Allerdings weiß ich, dass die mich DOCH kennen. Denn wenn sie Kandidaten für ihre Kurse suchten, haben sie mich Anfangs auch immer gefragt. Nach mehreren freundlichen „Nein, Danke!“s sind die nie wieder zu mir gekommen. Das heißt, die kennen mich gut genug, um zu wissen, dass ich die Kurse tunlichst meide! Mist… Vorbei mit der Anonymität…

Ich denke mir sogar Geschichten aus, die die denken könnten, was passiert ist, warum ich abstinent war: Ich war im Ausland für einige Monate… oder Projekt bedingt in einer anderen Stadt…. Oder war ernsthaft krank…. oder sportete in einem anderen Studio (denn ich bin in einer Kette und kann auch andere Studios, die sich im hiesigen Berlin befinden, nutzen…. (Allerdings sieht man an meinem zurückgekehrten Schwibbel-Schwabbel am Bauch, dass letzte Version definitiv Quatsch ist.)
Meine Phantasie ist zu groß….

Ich ziehe jetzt meine Sportsachen an und gehe los… Freitag Abend 21 Uhr ist die beste Zeit. Das Studio ist leer und Sporteln dadurch super entspannt… (jedenfalls war es das damals…. als ich noch regelmäßig zum Sport ging….)

Was muss, das muss…. Auf geht’s…

Eure Katinka 🙋‍♀️

Dies und Das… Job und Abnehmen und so…

Jetzt schau ich mal aus dem Berg Klamotten hervor und widme mich wieder anderen Themen

Mir fällt auf, dass ich mich immer mehr verschließe. Ich möchte wenig preisgeben und nicht mehr alles ins Detail beschreiben, was ich tue. Beispielsweise habe ich vor 2 Wochen einen neuen Teilzeitjob begonnen. Vor 3 Jahren habe ich noch darüber haarklein berichtet, wenn ich irgendwo neu war (Callcenter, Coffee-shop). Irgendwie möchte ich das nicht mehr.

Ich möchte euch aber von meinen Erfahrungen berichten. Ich merke, dass ich sehr gewachsen bin. Ich weiß, wer ich bin und wo ich stehe. Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann, bzw. bei welchen Tätigkeiten ich mir mehr Zeit nehmen muss, die andere Menschen vielleicht schneller hinkriegen würden. Das ist ein total mächtiges Gefühl. Auch dass, wenn es mir nicht gefällt, ich halt einfach gehe!

Meine neue Tätigkeit ist in einem größerem Unternehmen und ich habe viele Kollegen, die alle herumwuseln und man sieht ständig andere Leute aber auch natürlich immer mal die Selben. Ich komm gut mit allen klar und hab richtig Spaß mittlerweile. (Das hätte ich nach dem 1. Tag ganz sicher nicht gedacht. Ich wollte direkt kündigen…. Ich hatte Kollegen-bedingt einen schwierigen Start. Diese Kollegen haben seitdem aber schon die Firma verlassen und alle haben sich gefreut, dass die weg sind.) Die Vorgesetzten mit denen ich zu tun habe, sind alle in meinem Alter und ich verstehe mich mit allen gut. (Nur mein direkter Supervisor ist etwas arg lahm (bei der Arbeit und im Kopf). Und er versteht meine ganzen Witze nicht und guckt mich jedesmal total entgeistert an. Ich hab jetzt aufgehört mit ihm zu witzeln. Das ist ja verschwendetes Talent und Energie, wenn ich jedes Mal sagen muss „Das war ein Scherz“.
Die anderen sind aber alle cool und blödeln dann mit rum. Gott sei dank, sonst wär das ja trostlos…
Jedenfalls freue ich mich, dass ich so schnell klar komme und irgendwie auch nie das Gefühl hatte, „die Neue“ zu sein, sondern direkt reingleite und weiß, was ich zu tun hab…

Mein Gesang
Eigentlich gibt’s hier auch nochmal News, aber ich befürchte, dass das zu sehr in die Materie geht, die eigentlich niemand, außer Opernsänger verstehen, bzw. dass das auch einfach niemanden interessiert.
Sei es drum. Ich versuch es mal etwas vereinfacht zu beschreiben, weil es wichtig für mich ist und der größte Teil meines Lebens.
Der Kehlkopf ist ein Organ und wie alle unsere Körperteile ist er individuell geformt. Daher ergeben sich ja die verschiedenen Stimmen (von Farbe über Höhe und alles mögliche, wie verschieden eben Stimmen klingen und was sie alles können).
Im Operngesang gibt es Einteilungen von der Stimme (Ich rede jetzt nur von Frauenstimmen), es gibt tiefe (Alt), mittlere (Mezzo-Sopran) und hohe Frauenstimme (Sopran (und auch hier gibt es noch Unterteilungen….)). Für diese Unterschiedlichen Stimmen gibt es unterschiedliche Rollen und Stücke, deshalb ist die Einteilung da. Damit man im Chor und am Theater klar definiert ist. Und jeder weiß, was der Sänger mitbringt und kann und auch nicht kann (damit man nicht falsch besetzt wird. Das soll ein Schutz für den Sänger sein).
Meine Stimme war und ist nicht so eindeutig. Ich habe lange im Alt/Mezzo-Bereich gesungen. Auch an der Uni habe ich den Abschluss als Mezzosopran gemacht. Aber niemand wollte mich als Mezzo nehmen, ich habe meistens gehört, dass ich wie ein Sopran klinge und deshalb Sopranstücke singen soll. Irgendwann habe ich also entschlossen, das anzunehmen und einen „Fachwechsel“ (so heißt das) hin zum Sopran zu machen. Das geht leider aber nicht so schnell (Im schnitt spricht man von 2 Jahren, die das dauern kann). Der Kehlkopf ist mit Muskeln bestückt und es bedarf Training (wie beim Sport), bis der das leisten kann, was bei der anderen Stimme geleistet werden muss. Genauso bei falscher Technik muss umtrainiert werden. Im Prinzip weiß man, was man machen soll. Aber es ist halt nicht so leicht, wenn man versucht Muskeln im Hals einzeln zu bewegen. Und andere eben ruhig zu lassen, vor allem, wenn man sie nicht sehen kann. Außerdem ist Umlernen immer schwer und dauert seine Zeit.
Ich habe mir diese Zeit geben wollen. Das ist meine Daddelei! Nur vereinzelte Projekte und zwischendurch mal Nebenjobs…
Nun sind mehr als 2 Jahre rum und ich bin immernoch nicht beim Sopran angekommen. Das gab mir zu denken!
Ich bin letzte Woche zur Charité, genauer zum Phoniater gegangen (Das ist quasi ein HNO-Arzt, der sich auf die Stimme/Kehlkopf spezialisiert hat).
Und siehe da. Es hat scheinbar einen anatomischen Ursprung. Es ist minimal. Deshalb wurde darauf vorher nicht geachtet. Ich war 2011 schon mal bei deinen und die hatten noch ein Video meines Kehlkopfes von damals… Genau das gleiche Bild. Ich habe eine kleine Verwachsung (das klingt schlimmer als es ist) an der einen Stimmlippe. Solange man nicht grad Leistungen, wie im Operngesang erwartet, bekommt man sowas gar nicht mit. Jedenfalls kann das der Grund sein (und wird es wohl auch sein), warum ich so Probleme in der Höhe habe, obwohl meine Stimme eigentlich sopranig ist und es für mich leicht sein sollte…
Der eine Arzt war etwas unsicher und hat dann noch seinen Kollegen dazugeholt. Die haben sich sehr viel Zeit genommen und ganz lang mit mir gesprochen. Das fand ich sehr toll. Im Prinzip haben sie mir geraten wohl doch Mezzo zu singen und mir noch ne Liste mit Logopäden gegeben, mit denen ich arbeiten sollte.

Irgendwie war ich danach total erleichtert. Endlich zu wissen, was eigentlich los ist und warum, das alles so schwer für mich ist und ich einfach nicht am Ziel ankomme…

Ob ich jetzt Mezzo oder Sopran weitermache, weiß ich noch nicht. Ich fühle mich nun bei beiden falsch.

Für mich selbst habe ich entschieden, dass es definitiv Nischen gibt, die ich erfüllen kann. In meinem letztem Musikthaterprojekt wurde die Musikauswahl auf unsere Stimmen ausgelegt. Und in meinen letzten beiden Konzerten wurde auch crossover musiziert.
Ich sehe, dass es Möglichkeiten gibt. Ich kann nur halt wohl leider nie im Chor oder Theater vorsingen, weil ich nicht in die Konventionen passe. Daher ist mir der „sicherere“ Weg (Festanstellung) verwehrt.
Aber vielleicht ja doch. Ich werde nicht aufgeben. Und weiter probieren. Und solange erstmal den Weg gehen, den ich für richtig halte.
Mein Bauchgefühl ist nicht schlecht und ich möchte drauf vertrauen, auch wenn ich mich dadurch mit Freunden sogar über manche meiner Entscheidungen über meinen Weg streiten muss.

Apropos Bauchgefühl.
Dieser Beitrag ist derart durcheinander! Ich entschuldige mich sehr dafür, wir gehen jetzt nämlich total eiskalt rüber zu Ernährung xD

Kann sich noch jemand an meine Pickel am Kiefer und Wange erinnern? Die sind immer noch da. Seitdem ich nicht mehr genervt dran herumfummel ist es viel besser geworden, aber ich bekomme sie trotzdem immer noch pausenlos. Also die Pickel.
Vor ein paar Tagen kam ich auf die Idee, dass ich vielleicht Soja nicht so gut vertrage. Ich hatte diese Pickel ja nie vorher sondern erst seit geraumer Zeit. Und vielleicht genau seitdem ich versuche die vegane Ernährung in mein Leben einzubauen und dadurch sehr viele Produkte aus Soja zu mir nehme (v.a. Soja-Milch und Tofu). Vielleicht ist das ja des Rätsels Lösung? Soja-Unverträglichkeit ist ja nun nichts ungewöhnliches.

Ich möchte also Soja weitestgehend vermeiden.
Wenn man dann noch versucht dabei abzunehmen, das heißt weniger zu essen als 2000 Kcal am Tag, ist das mit der Eiweißaufnahme schwieriger, vor allem wenn man nicht nur vegan sein möchte sondern auch noch Soja verbannt.
Arg..

Ich habe entschieden Fleisch wieder normal in meinen Tagesplan einzubauen. Milchprodukte möchte ich weitestgehend aber meiden. Es gibt so viele vegane Alternativen, die nicht auf Soja-Basis beruhen, dass ich das gut hinkriegen werde.

Zum Sport habe ich es durch meine neue Tätigkeit nicht mehr geschafft. Mein Kopf und Körper ist die ganze Zeit am Rödeln. Ich bin wieder sehr viel stehend und gehend unterwegs, daher decke ich meinen Bewegungssoll ganz gut. Zum Sport gehe ich wieder, wenn ich mich dafür bereit fühle. Ich möchte aber unbedingt noch vor Neujahr gehen, damit es kein Neujahrsvorsatz wird, sondern ich ganz normal dann einfach 2019 weitermache.

So das war doch mal kunterbunt, falls ihr überhaupt bis zum Ende gelesen habt!
Übrigens habe ich sehr viele Komplimente für mein Abendkleid bei 2 Konzerten am Wochenende erhalten. Ich wollte das gar nicht mehr ausziehen. 😀

Seid lieb gegrüßt und habt eine gute Woche!

Eure Katinka Bell
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