Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 4 – Hiroshima

*Hier kommt ihr zu Teil 1 (Tokyo/Hakone), Teil 2 (Kyoto) und Teil 3 (Osaka/Nara)

Station 5 Hiroshima
Ich muss ganz ehrlich sagen, dass Hiroshima zuerst nicht zu unseren unbedingten Zielen in Japan gehörte. Die Geschichte, wenn auch rudimentär, ist bekannt. Und gerade als Deutscher wird man verständlicherweise ja doch immer wieder mit dem 2. Weltkrieg konfrontiert und sei es nur beim Zappen: Auf irgendeinem Sender gibt es mit Sicherheit eine Hitler-/II.WK-Doku. Natürlich hatte der Bombenabwurf auf Hiroshima ausnahmsweise mal nichts mit deutscher Vernichtungswut im Jahre 1945 zu tun. Aber Krieg ist Krieg und das Thema ist schwer verdaulich. Da überlegt man sich eben im Urlaub, ob man die ganze Zeit Heititei macht oder sich auch mal geschichtlichen Dingen stellt, vor allem wenn es sich um so dramatische Themen handelt.
Hiroshima wäre auch ein ziemlicher Ausriss aus der Route gewesen (Hier kommt spät aber immerhin mal die Ansage, dass wir eine Rundreise allein auf der Hauptinsel Honshu planten (und auch verrichteten)). Hiroshima liegt ziemlich weit westlich und wäre bereits an einem Tag besichtigt. Lohnt sich das also…?
Allerdings liegt direkt vor Hiroshima (Wir befinden uns an der Küste) die kleine Insel Miyajima mit ihrem Shinto-Shrein Itsukushima (ja schon wieder ein Schrein). Das rote Torii, dass den Schrein weist, steht vor der Insel quasi im Wasser und kann bei Ebbe belaufen werden. Auch der Schrein befindet sich direkt am Strand. Bei Flut werden Torii und Schrein unterspült (stehen nämlich auf Stelzen) und es sieht so aus, als würden sie auf dem Wasser schwimmen. Mit so tollen Bildern habt ihr mich ja und zusätzlich mit Hiroshima gibt es zwei gut ausgefüllte Tage, also ging es dann doch für 2 Nächte nach Hiroshima.

Tag 12
Ankunft in Hiroshima
Meiner Meinung nach gab es eine große Veränderung in der Stadt-Atmosphäre im Vergleich zu den anderen Orten. Entweder war es das Wissen der Geschichte, die mich andächtiger werden ließ oder man hat tatsächlich gemerkt, dass die Stadt ihr Päckchen zu tragen hat.
Schon die Architektur sah ganz anders aus. Alles war breiter und man hatte mehr Platz. Mich haben die Häuser an sozialistische 70er-Jahre Bauten erinnert mit großen Promenaden. Es gab sogar die Betonblumenbeete mit Stiefmütterchen überall. Viel Beton generell.
Es war allgemein nicht so bunt und laut wie die anderen Städte. Irgendwie ruhiger und entschleunigter.
Im Zentrum der Stadt befindet sich umrahmt von 2 Flussarmen der Friedenspark. Hier war das Epizentrum der Explosion und hier hat man das große Denkmal errichtet. Auf dieser innerstädtischen Insel befindet sich das Friedensmuseum und eine Park-Anlage mit vielen Denkmälern für verschiedenste ethnische Gruppen und Persönlichkeiten, die ihr Leben lassen mussten. In der Mitte des Parks steht der Kenotaph mit einer Truhe, in der die Namen der Opfer der Atombombe hineinkommen. Es kommen stetig Namen dazu, da auch heute noch Menschen an den Folgen sterben.

Fakten zum Bombenabwurf
(Quelle z.T. Wikipedia)
Hiroshima wurde ausgewählt, da sich hier das Hauptquartier wichtiger Armeen und Divisionen befand und die Stadt als Truppensammelpunkt und Lagerung kriegswichtiger Güter genutzt wurde. Zudem befanden sich sehr wenige Kriegsgefangene in der Gegend.
Die meisten der 255.000 Einwohner waren jedoch Zivilisten.
Die Häuser bestanden traditionell aus Holz und Papier und so wurde mit einem Feuersturm gerechnet.
Die Bombe explodierte in 600m Höhe (da sie aus der Höhe noch mehr Vernichtungskraft besitzt).
Die Temperatur erreichte im Epizentrum schlagartig 4000°C.
70.000-80.000 Menschen waren sofort tot.
Innerhalb einer Sekunde hat die Detonationswelle 80 Prozent der Innenstadt vollständig zerstört.
Bis in 10 km wurden durch die Strahlung noch Feuer entzündet.
Little Boy war der Name dieser Atombombe und war mit 13 Kilotonnen TNT Sprengkraft quasi nur der kleine Bruder der Bombe Fat Man die mit fast doppelter Sprengkraft von 21 Kilotonnen TNT über Nagasaki explodierte.

Im Friedensmuseum werden Gegenstände, die durch die Hitze total deformiert wurden, Kleidung die zum Teil ausgebrannt wurde und Fotos von Menschen mit Verbrennungen gezeigt. Außerdem berichten Zeitzeugen, was sie erlebt haben.
Ich habe euch Bilder vom Museum mitgebracht. Die sind zum Teil etwas verstörend, da sie massive Verbrennungen von Überlebenden zeigen. Vielleicht solltet ihr beim Bilderstöbern nicht grad euer Brot essen. Aber wie gesagt, es handelt sich um Menschen, die überlebt haben. Die separate Galerie findet ihr unter der ersten Galerie mit den schönen Bildern.

Hier kommt noch eine Geschichte, die sehr traurig ist, aber in sich irgendwie auch schön:
Eine japanische Legende besagt, wenn man 1000 Origami-Kraniche faltet, erfüllen die Götter einem einen Wunsch.
Bei Sadako Sasaki, die mit 2,5 Jahren den Atombombenabwurf überlebte, diagnostizierte man 1955 im Alter von 12 Jahren Leukämie (gewiss verursacht von den Strahlen bei der Explosion). Sie hörte von der Kranich–Legende und begann zu falten. Es wurden sogar 1600 Kraniche, dennoch starb sie noch im selben Jahr. Gerührt von der Geschichte begannen Menschen mittlerweile weltweit gefaltene Kraniche erst ins Krankenhaus und später bis heute ins Friedensmuseum zu schicken, die in einem eigens für Sadako aufgestelltem Denkmal einen Platz bekommen.
Heute steht die Geschichte um Sadako Sasaki und der Origami-Kranich für Frieden auf der Welt und für die Abschaffung von Atomwaffen.

Eine Überleitung dieses Themas zum Urlaub ist unmöglich, also verzeiht die Abruptheit.

Weiter mit unserer Reise
Pünktlich um 18 Uhr zur Schließung verließen wir das Museum und kehrten in die Innenstadt zurück.
Hiroshima hat natürlich auch schöne Dinge zu bieten. Mittlerweile wohnen knapp 1,2 Mio. Menschen dort und haben auch ihren Zeitvertreib.
Vorbei an der wiederaufgebauten Burg sind wir hin zu einem Must-See in Hiroshima. Dem Okonomi-mura. Ein Haus voller Okonomiyaki-Restaurants.
Okonomiyaki heißt übersetzt soviel wie „brate, was dir gefällt“ und wird immer als eine Art Kohl-Eierkuchen oder Teig-mit-Kohl-Fladen beschrieben. In Hiroshima gibt es eine eigene Version dieses nationalen Gerichts – zusätzlich kommen noch gebratene Nudeln zwischen die Teigfladen. Und toppen kann man das dann noch mit allem möglichen Zeug: Garnelen, Schweinebauch, Kimchi, Spiegelei, oder alles auf einmal.
Sie werden direkt vor deiner Nase auf einer heißen Platte zubereitet und dir dann mit einem Spachtel (ja Spachtel!!) auf der Kochplatte serviert. Ich liebe es!! Ahhh.
(am Ostkreuz gibt es ein Okonomiyaki-Laden, falls das jemand in Berlin mal ausprobieren möchte. da aber ohne Kochplatte und Spachtel.)

Tag 13 Miyajima
Wie schon geschrieben liegt die Insel quasi direkt vor Hiroshimas Küste. Mit der Fähre hinübergesetzt, befanden wir uns wieder einmal in einer wahnsinnig schönen, grünen, bergigen, ruhigen und dorfähnlichen Gegend. Natürlich gibt es Schaaren an Touristen und die müssen wieder mit unzähligen Souveniershops betäubt werden. (Wir waren mit Sicherheit in jedem drin. Japanischer Kitsch ist einfach das Beste.)
Überall gab es mal wieder zahme Rehe. Rehe am Strand ist auch mal ein interessanter und merkwürdiger Anblick.
Eigentlich sind wir ja wegen des „schwimmenden“ Schreins hin, aber den haben wir kaum wahrgenommen, weil er uns recht wenig interessierte auf einmal. Es war grad Ebbe. Natürlich war er trotzdem super schön, aber wir hatten ja schon den Schrein-Overkill…. Und die Schlange zur Besichtigung war elend lang. Da haben wir beschlossen den Hügel (Mt. Misen 530 m) zu erklimmen, der mitten auf der Insel gewachsen war. Es gab auch eine Seilbahn, aber pff…. Wir hatten ziemlich gutes und warmes Wetter (so um die 25 °C bei strahlendem Sonnenschein) und der Schatten der Bäume spendete Erfrischung, bei diesem doch recht anstrengendem Weg, der absolut nicht barrierefrei war. Schätzungsweise nach 2 Stunden waren wir oben (vielleicht waren es auch mehr oder weniger, ich weiß es nicht mehr) und wurden mit einer umwerfenden Aussicht belohnt. (… und einem kleinen buddistischem Schrein… natürlich…)
Um hinunter zu kommen hätten wir den selben Weg wieder laufen müssen oder eine seeeehr lange andere Route nehmen, bei bereits vor Hunger nörgelndem Bauch. Darauf hatten wir dann doch weniger Lust und entschieden uns dann mit sehr vielen Menschen in eine Gondel zu quetschen. „Wenn auf dem Schild steht, dass die Gondel 40 Personen tragen kann, dann befüllen wir die auch mit 40 Personen, egal wieviel Platz ist“ war wohl das Motto der Angestellten, jedenfalls war es sehr sehr eng.
Was Hiroshima sein Okonomiyaki ist, ist Miyajima sein gegrillter Aal und seine Austern (Wirklich jeder Ort hat irgendeine Spezialität, die unbedingt probiert werden sollte. Als Japaner war man nicht in einer Stadt, wenn man nicht deren lokale Spezialität probierte.) Dem möchte ich mich natürlich nicht widersetzen. Ich habe sehr anständig gegessen. Der Aal war wirklich köstlich. Teuer! Aber köstlich! Fotos findet ihr auch unten!
Essen ist und bleibt mein zentrales Thema. 😉

Nächste Station Kanazawa (Geishaviertel mit Teehaus) und Takayama (die japanischen Alpen)

Hier nun die Galerie für den Friedenspark:

Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 3 – Osaka/Nara

*Hier kommt ihr zu Teil 1 (Tokyo/Hakone) und Teil 2 (Kyoto)

Station 4 Osaka und Nara
Osaka und Kyoto liegen nur 50 km auseinander (20min mit dem Zug) daher bleibt man meist einfach in einer der beiden Städte und macht Tagesausflüge in die jeweils andere. Der dritte sehenswerte Ort im Bunde ist Nara und bildet ein Kultur-Dreieck mit Osaka und Kyoto zusammen.
Ursprünglich wollten wir 6 Tage in Kyoto bleiben und eben nur Ausflüge nach Osaka und Nara unternehmen. Allerdings kamen wir zur Kirschblütenzeit (die sich leider doch noch sehr geziert hat) und da dreht Kyoto völlig ab und ist komplett ausgebucht. Für 6 Tage haben wir nichts bezahlbares in Kyoto gefunden und haben uns gleich für 3 Nächste in Osaka einquartiert und einen Tagesausflug nach Nara von dort aus gestartet.

Osaka ist eine Großstadt ganz wie Tokyo und wirtschaftlich sehr bedeutend, da viele Großunternehmen ihren Sitz in Osaka haben (auch wenn in den 90er Jahren die meisten Firmen nach Tokyo gezogen sind). Sie ist mit 2,7 Mio Einwohnern die dritt größte Stadt Japans. Sie ist damit kleiner als Berlin, was ich aber nicht vermutet hätte, denn auch hier wirkt alles einfach nur groß und voll.

Tag 9
Ankunft in Osaka. Der Wetterbericht bereitete uns schon auf Schauer vor, daher blieb eine Stadtentdeckung zu Fuß vorerst aus und wir entschieden uns das hochangepriesene Aquarium zu besichtigen.
Wie auch in Tokyo haben sich in Osaka so eine Art Vergnügungsviertel an den Buchten angesiedelt. Neben dem Aquarium befindet sich gleich Legoland und das größte Riesenrad Japans (4. größte der Welt), außerdem ein Freizeitpark-Resort der Universal Studios Japan.
Das Aquarium war eine sehr gute Wahl. Ich war in Deutschland schon öfter in welchen gewesen, aber dieses stellt alles in den Schatten. Es war riesig. Man fährt zu erst mit einer Rolltreppe richtig steil weit nach oben und läuft dann spiralartig an den Wasserbecken/-Tanks vorbei nach unten. Was die nicht alles für Fische da hatten. Wahnsinn. Es gab ein großes Haibecken in dem neben mehreren Hammer-, Riff- und anderen Haien, viele viele Rochen, Thunfische, ein großer Schwarm kleiner Fische auch noch 2 (zwei) Walhaie platz fanden. Ja warum nicht… Da läuft man dann eben drumherum/bzw. zwischendurch nach unten und entdeckt auf verschiedenen Eben des selben Beckens immer andere Arten. Super tolle Sache. Beeindruckt war ich auch von den Riesenkrabben. Aber was interessieren euch die Fische in einem Aquarium in Japan, ich verschone euch mit den tausend Bildern, die wir allein dort gemacht haben.
Nach dem Aquarium ging es direkt zum Riesenrad. Da es geregnet hat, war die Aussicht nicht einwandfrei, aber zu zweit in einer kleinen Kapsel hoch über der beleuchteten Stadt (es war bereits nach 20 Uhr und deshalb dunkel) hat dann doch seinen Charme. Wenn man die Kapsel dann noch mit Ring am Finger (, der da vorher nicht war) verlässt, bleibt der Ausflug unvergesslich. 😉

Tag 10
Ich muss euch sagen, war ich eh schon die ganze Zeit im Himmel, weil alles bisher einfach nur schön, aufregend, interessant und toll war, kann man diese Gefühle mit einer frischen Verlobtheit noch toppen. 😀
Wir strebten die Burg Osaka an. Umgeben von einem Park, einen Burggraben dann einer Burgmauer bauen Menschen ihre Burgen dann wohl auf jedem Kontinent nach Chema F. Nur die Architektur sieht dann für mein europäisch geprägtes Auge exotisch aus.
Wir bestaunten einen Neubau aus Anfang des 20 Jahrhunderts, da die Burg völlig zerstört war. Ich steh total auf mitteralterliche Burgen und Geschichten und war hocherfreut, dass man die Burg besichtigen konnte. Da es sich um einen Neubau handelte, wurde das Innere dann doch eher dem 20. Jahrhundert angepasst und so schön die Burg auch von außen war, so befand sich im inneren nur ein Museum über den Fast-Schogunen, der die Burg aufbauen ließ. Da ich absolut keinen Plan der ganzen Familien und -Zerwürfnisse des mittelalterlichen Japans hatte, war das Vermächtnis einer einzigen Person, die da beleuchtet wurde dann doch ziemlich uninteressant für uns. Cool waren Samurei-Rüstungen und Schwerter, die ausgestellt wurden, die da irgendwem von diesem Typen gehörten. Man hatte übrigens auch einen wunderschönen Blick von oben ringsherum auf die Stadt. Damit hat sich der Eintritt dann doch rentiert.
Im Park vor der Burg feierten die Einheimischen ihr Hanami (Blütenschauen, Picknick unter den Kirschblüten), auch wenn kaum eine Blüte zu sehen war. Und Festival ähnlich gab es Essensstände, denen wir unser Mittagessen verdanken. Bei der schönen Kulisse war auch der grässliche gegrillte Kalmar noch erträglich. (Takoyaki gab es auch, also alles war gut 😉 )
Dann gab es einen Spaziergang an den Hochhäusern vorbei ins Shopping district und zum amerikanischen Viertel „Amerikamura“. Früher haben sich viele amerikanische Firmen und Labels dort angesiedelt, ihnen verdankt das Viertel seinen Namen. Amerikamura ist Zentrum der jungen Fashion Welt und Popkultur. (Falls jemand das Nintendo-Spiel Splatoon kennt: es sieht aus wie Inkopolis).
Weiter zu Dotonbori (dabei bin ich mir nicht sicher, ob die Brücke so heißt, der Fluss oder das Viertel). Viele Restaurants und bunte Shops und Plüschtierautomaten Häuser. Wieder so eine andere Welt von unserer, dass ich mich einfach nur reinschmeißen wollte. Es macht wahnsinnig viel Spaß da langzulaufen und diese ganzen verrückten Dinge anzuschauen.
In einem Plüschtierautomaten/Arcade-Hause haben wir dann eine perfide Absurdität entdeckt. Man konnte Angeln. Echte Fische schwammen in einem Becken. Man hat nach Zeit bezahlt. Und falls ein Fisch geangelt wurde, wurde anhand seiner Größe ein Preis (Bunte Kinkerlitzchen…) überreicht. Was mit dem Fisch dann passierte, wissen wir nicht. Gar nicht schön. 😦

Tag 11
Ausflug nach Nara. Auch Nara kann mit unzähligen historischen Schätzen und Schreinen aufwarten. Zusätzlicher Anreiz sind die zahmen Rehe, die einem bei Erkundigung des Ortes (die eigentliche Stadt haben wir gar nicht gesehen, sondern eher den Park mit den Schreinen und Palastruinen und was da nicht alles wieder ist ^^) begleiten. Jedenfalls gehen einem die Rehe irgendwann mächtig auf den Kranz, weil sie alles anknabbern wollen, was du in der Hand hast, ob essbar oder nicht…. Oder du sitzt ganz entspannt auf ner Bank, kommt da plötzlich ein Rehkopf von hinten an dich ran und versucht deine Jacke zu essen. Also das Wort „niedlich“ lag da nicht unbedingt auf meinen Lippen.
Das Wichtigste, das man in Nara wohl besuchen sollte, ist die (Achtung Superlative) größte Buddha-Bronzestatue. Sie wohnt in einem Tempel der (Achtung Superlative) das größte nur aus Holz gebaute Bauwerk ist.
Und man kann ganz viel Merchandise mit Rehen drauf kaufen. Es wird immer alles was man vermarkten kann auch vermarktet. Im Inari-Schrein kann man alles beispielsweise mit Fuchs drauf kaufen. In Nara dreht sich eben alles um Rehe und große Buddhas.
Zurück in Osaka haben wir uns unserer Gegend Umeda, an der wir immer umsteigen mussten nochmal genauer angeschaut. Ich wiederhole mich: es ist groß.  2 Bahnhöfe wurden verschmelzt so weitläufig ist das Gebiet. Aus mangelnden Platz werden Depato (Department-Stores- aka Karstadt) oft nach unten in die Erde gebaut. Und statt nach oben gehen die Stockwerke tief nach unten. Das führt zu sehr verschachtelten Gängen und Ebenen und man kann sich ganz leicht verlaufen. Oben drauf sind dann die Wolkenkratzer. Man sieht also nur die Spitze des Eisbergs.
Jedenfalls ist das mal ein ganz neues Shopping-Erlebnis und den Ausgang kann man ja auch erfragen. 😉

Irgendwie hat mir Osaka wirklich sehr gut gefallen, auch wenn viele die Stadt nicht mögen. Auch hier war die Zeit viel zu kurz.

Nächste Station ist Hiroshima.

 

Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 2 – Kyoto

*Hier gehts zum 1. Teil

Station 3 Kyoto
Erst einmal ein paar Worte zu Kyoto.
Kyoto ist eines der bedeutendsten kulturellen sowie historischen Zentren Japans, wenn nicht sogar DAS bedeutendste. Der Stadtname bedeutet übersetzt „kaiserliche Residenz“ und war von 794 bis 1868 auch tatsächlich der Sitz des Kaisers (Seit 1868 sitzt er in Tokyo). Daher gab es Geld und Kultur in Hülle und Fülle. In Zahlen aktuell:
1600 buddhistische Tempel
400 Schinto-Schreine
viele Paläste
Viele Gärten
(und das bei einer Einwohnerzahl von 1’469’000 Einwohnern).
Die 2 großen Religionen in Japan sind der Buddhismus und der Shintoismus. 80% der Japaner gehören beider Religionen gleichermaßen an, daher gibt es so viele Schreine verschiedener Religionen.  Andere Religionen sind in der klaren Minderheit. Durch meine Manga weiß ich, dass Kurisumasu (gesprochen: krismas (Christmas=Weihnachten)) für verliebte Paare sehr wichtig ist xD. Sie gehen am 24. oder 25.12. auf ein Deto (Date) geben sich Presento (Geschenke) und essen Keki (Cake/Kuchen). Im Japanischen sind viele Wörter aus anderen Sprachen angelehnt und japanisiert. Das war grad eine schöne Beispielkette. Übrigens ist das Wort für Arbeit aus dem Deutschen entnommen und heißt auf Japanisch Arubaito. xD

Während des 2. Weltkriegs gab es die Diskussion, an welchem Ort die erste Atombombe abgeworfen werden sollte. Kyoto stand aufgrund seiner Bedeutung ganz vorn auf der Liste. Einer der befehlshabenden amerikanischen Offiziere (ich habe keine Ahnung von Militär-Sprech, also verzeiht falsche Titelbezeichnungen.) war zuvor schon in Kyoto gewesen und wusste um seiner Schätze. Er fand die Stadt zu wertvoll um sie zu zerstören, so dass Kyoto wieder von der Liste gestrichen wurde und man sich für die Stadt mit großem militärischen Stützpunkt entschied: Hiroshima.
Übrigens wurden fast alle japanischen Großstädte während des Krieges nahezu vollständig zerbombt (wenn auch nicht durch die Atombomben). Nur Kyoto hat man aus Respekt komplett verschont.

Kyoto unterscheidet sich zusätzlich im Stadtbild von anderen Städten, da neue Häuser unter der Auflage stehen, nicht höher als die historischen zu sein. Dadurch gibt es keine Skyline (na, ein paar höhere Gebäude stehen um den Bahnhof um ehrlich zu sein). Die Stadt ist zwar weitläufig, man kann aber fast alles erlaufen (aber ich komm auch aus Berlin. Hier ist alles unter 2 km ein Katzensprung und wird erlaufen.) und man hat einen gewissen kleine Großstadtflair trotz seiner Größe. Es gibt ein historisches Zentrum, an den man manchmal wohl auch Geishas sehen kann (die gibt es nämlich bis zum heutigen Tage). Kyoto ist ebenso von den Japanern sehr geschätzt und ein beliebtes Reiseziel. Jede Schulklasse muss mal dort gewesen sein. Außerdem sieht man sehr viele Leute im Kimono herumspazieren. Kimonos werden zu besonderen Anlässen herausgeholt: Abschlussveranstaltungen, Schreinfestivals, Hochzeiten. Für große Feste eben, egal ob spirituell oder weltlich. Da Kyoto so viel Geschichte und göttliche Spiritualität (diese vielen Schreine) ausstrahlt, tragen viele Japaner auch bei der Stadtbesichtigung einen Kimono. Die Stadt ist eben besonders. Übrigens gibt es zahllose Kimono-Verleihe inklusive Styling (bis 18 Uhr muss man die Kleidung wieder zurückgeben), das sowohl von den japanischen als auch den nichtjapanischen Touristen gern genutzt wird. Wir haben einmal zwei ältere europäische Damen gesehen, komplett gestyled mit den FlipFlop-Holzlatschen und den kleinen Täschchen. Das sah ziemlich niedlich aus und ich war ein ganz klein bisschen neidisch (aber meinen Kimono Auftritt hatte ich dann später noch in Tokyo 😉 )
Tag 6
Unser Hostel lag direkt neben einem großen bedeutenden Schrein (Namen sind Schall und Rauch. (hab jetzt doch gegooglet: Heian-Jingu, ein Shinto-Shrein)). Daher wurden wir direkt an unserer Bushaltestelle von einem großen rotem Torii begrüßt. (Wir erlebten das erste Mal das Abenteuer Busfahrt in einem fremden Land. Das ist ja immer ziemlich aufregend. Aber Japan ist natürlich super übersichtlich und es gab keine Probleme, nachdem wir verstanden haben, wie man im Bus bezahlt (beim Aussteigen)).
Wir sind erst Nachmittags in der Stadt angekommen daher blieb nur eine kurze Schreinbesichtigung (Schreine an sich darf man gar nicht betreten, aber auch von außen machen sie viel her. Außerdem gehörte zu ihm noch ein wunderschöner Garten, den man besichtigen konnte.
Später haben wir uns die alten Gebäude des historischen Kerns angeschaut.
Und hatten einen wunderbaren Abend-Spaziergang zurück zum Hostel. Wir mussten jedesmal wieder durch das Gelände des Heian-Jingu (Schrein vor unserem Hostel), der abends schön angeleuchtet wurde. Unser Heimweg war jedes Mal so wundervoll, allein durch die Anwesenheit des Schreins. 🙂
Tag 7
Dieser wurde fast ausschließlich dem Fushimi-Inari-Taisha gewidmet, ein Shinto-Schrein. Inari ist zwar nur eine von vielen Shinto-Gottheiten, gehört aber mit zu den wichtigsten (Gottheit für Fruchtbarkeit, Reis und Sake). Inari Schreine erkennt man an den zinnoberroten Torii, die den Weg zum Schrein deuten. (Allgemein steht fast vor jedem Schrein oder Tempel mindestens ein Torii um den Weg anzuzeigen) Und an den weißen Fuchstatuen, die oft auch paarweise den Weg links und rechts markieren. Allgemein sieht man die Füchse im Inari-Schrein/-Areal überall. Da ranken sich auch mehrer Legenden herum. Die weißen Füchse (Kitsune genannt) gelten als Boten des Inari-Gottes. Außerdem verwandelt sich der Gott/die Göttin (es ist regional unterschiedlich welchen Geschlechts Inari angehört) wohl auch selbst als Fuchs. Jedenfalls gelten Füchse in Japan fast überall als heilig.
Dieser Schrein in Kyoto (genauer gesagt zählt er zum Ort Fushimi, angrenzend an Kyoto) gehört zu den 3 Haupt Inari-Schreinen Japans (Es gib nämlich wohl mehrer Inari-Gottheiten oder Geschwister oder Familien. Dramen ganz wie in griechischer-Mythologie-Manier). Die Besonderheit dieses Schreins in Kyoto sind seine abertausenden Torii, die um einen Hügel herum auf das Heiligtum des Schreins auf die Spitze führen. Am Anfang quetscht man sich noch mit Schaaren von Menschen durch die Tor-Allee, aber der Weg ist recht lang außerdem stetig bergauf und als sportlicher junger Mensch hängt man dann nach und nach die Leute ab und man hat sogar mal private Momente in den Alleen für Fotos! (übrigens war der Inari Tag einer, an den ich 27000 Schritte gelaufen bin. und das zur Hälfte bergauf!) Man kann auch einfach mal durch die Tore heraustreten und den wunderschönen wechselnden Bambus-, Nadel- und Blattwald bewundern. Links und rechts gibt es noch weitere kleine Schreine. Manche irrwitzig klein. Zwischendurch sieht man auch mal buddhistische Tempel oder Figuren, in Ausbuchtungen an denen sich Wand an Wand Miniatur-Schreine sammeln.
Schrein Schrein Schrein. Das ist halt Kyoto.
Übrigens. Falls ihr das nächste mal Sushi esst. Schaut mal ob ihr Inari-Sushi seht. Die zählen zu den Nigiri und bestehen aus einer frittierten Tofutasche mit Reis gefüllt. Dies ist die typische Opfergabe für den Inari-Gott. Daher der Name für das Sushi. 😀
Später zurück in der Stadt sind wir auf den Kyoto-Tower (die Form soll an eine traditionelle japanische Kerze erinnern) herauf und haben die Stadt von oben bestaunt.
Tag 8
Der goldene Pavillon ist eines der großen Sehenswürdigkeiten in Kyoto, da die obere Fassade komplett mit Blattgold verziert ist. Zu unserer Schande muss ich gestehen, dass wir nicht geschafft haben ihn zu besuchen. Dafür waren wir beim silbernen Pavillon (der nie versilbert wurde, daher ist der Name hinfällig, steht aber irgendwie im Gegensatz zum goldenen und wird deshalb trotzdem Silberner Pavillon genannt). Zum silbernen Pavillon gehört wieder ein entzückender verträumter Garten, den ich bis heute nicht vergessen kann. Die Gärten strahlen so viel Ruhe aus, das kann man gar nicht beschreiben.
Wir haben noch einen ganz tollen Überdachten Einkaufskomplex mit Fischmarkt und Handwerksläden gefunden, aber leider keine Bilder gemacht. Aber das hat sehr viel Spaß gemacht.
Kyoto hat unendlich viel zu bieten. Den Königspalast haben wir nicht mal gesehen. 3 Tage sind eindeutig zu wenig, aber wirwollten ja weiter und anderen Städte bereisen.

Ich lasse nun wieder Bilder sprechen:

 

Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 1

Ich bin für ein paar Tage in die Heimat gefahren. Hier habe ich fast hauptsächlich Sturmfrei und pendel zwischen üben (Opernsgesang), zocken (grad ist es A Link Between Worlds aus der Zelda-Reihe), lesen (Roald Dahl) zwischen Wohnzimmer und Terasse hin und her. Außerdem habe ich mir vorgenommen Dinge, die lang liegen geblieben sind, anzugehen. Dazu gehört der Japan-Bericht. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass ich mit meinem Liebsten im Frühling für gute 3 Wochen in Japan war.

Vielleicht ist es auch ganz gut, so viel Zeit dazwischen zu haben, so bleiben nur die prägnantesten Erinnerungen zurück und ihr bekommt nicht den ungefilterten Kulturschock entgegengehauen.

Die Schritte vorher.
Die japanische Kultur mit all ihren vielen Facetten fasziniert mich schon eine ganze Weile. Ich schätze, dass Sailor Moon den Grundstein dazu gelegt und Studio Ghibli (das ist ein Anime-Studio. Das Disney von Japan quasi. Bekannte Filme aus dem Hause sind „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Prinzessin Mononoke“) das Interesse ausgeweitet hat. Mit mittlerweile 30 steh ich immernoch total auf Animes und Mangas. Irgendwann habe ich sogar das Schämen dafür abgelegt und kann seit dem ganz offen dazu stehen.
Zu Disneyfilmen darf man mittlerweile ja auch ganz offen stehen. Wer Disney-Filme mag sollte sich mal „Das wandelnde Schloss“ aus Hayao Miyazakis Hand anschauen. Das ist wohl mein Lienlingsfilm. Danach wird man von keinem Disneyfilm mehr befriedigt sein. Es geht bei diesen Filmen um so viel mehr als die Suche nach dem Prinzen. Gut und Böse bleibt in der Balance, bzw. das pure Böse gibt es oft nicht einmal. Allein das ist eine Qualität, die Disney eigentlich nie hinbekommt.

Durch die Mangas und Animes wird einem gleichzeitig die Kultur und Religion nahegebracht. Eigenschaften, die mir einfallen sind folgende: Ursprünglichkeit, Reinheit, Reinlichkeit, Vollkommenheit durch Unvollkommenheit, Zartheit, Kraft, Natur, Geister. Das spiegelt sich in vielen Dingen wieder und hat durch die Naturbezogene Kultur und Ästhetik etwas sehr sanftes und beruhigendes. Anderseits ist das Land wahnsinnig fortschrittlich, knallig, bunt, voll und laut. Auch das übte seinen Reiz auf mich aus und ich war bereit, alle Farben Japans zu sehen und zu erleben.
Im März 2017 war es dann soweit.

Die Flüge haben wir fast ein Jahr im Voraus gebucht. Ursprünglich wollten wir die Reise frei gestalten und einkehren wann und wo wir eben lustig waren. Aber mir ist dann wieder eingefallen, dass das für mich immer starke Stresssituationen sind, wenn ich nicht weiß, wo ich noch am Abend schlafen werde. Außerdem war das Geld auch ein Faktor und ich wollte nicht in einem gemischten Schlafsaal enden um im Budget zu bleiben. Also begannen wir die Reise aus Deutschland aus zu planen. Nur die Züge haben wir dann vor Ort gebucht, aber das war durch den Japan-Rail-Pass auch ein Zuckerschlecken.

Station 1) Tokyo 1
Wir wollten uns Tokyo für das Ende der Reise aufheben und haben die ersten 2 Tage dazu genutzt um uns zu akklimatisieren. Trotzdem haben wir natürlich mit dem Sight Seeing begonnen. Wir waren schließlich in Tokyo!
Schon am Flughafen haben wir die allseits beliebte und verhasste Kaffee-Kette aus den Staaten besucht. Das war wohl auch unsere Haupt Frühstückslokalität der gesamten Reise. Ich erwischte mich einmal beim Sagen von: „Lass uns lieber zu Starbucks gehen, da ist der Kaffee günstiger“. Und das, meine Freunde, war keine Ironie. Japan ist sehr teuer und in solchen Fällen kommt einem eine Kette mit immergleichen Preisen auf dem Erdball ganz entgegen. Außerdem konnten wir das WLan dort frei nutzen, was doch sehr hilfreich ist in einem fremden Land. So wurde Starbucks unser bester Freund.

Tag 1) war für die Katz. Wir haben quasi überhaupt nicht geschlafen, weil wir von 1 Uhr morgens die Uhr auf 9 Uhr morgens umgestellt haben und somit komplett die Nacht übersprungen. Wir haben etwas abseits vom Zentrum gewohnt, aber das macht in Tokyo nichts. Wir hatten quasi unsere eigene kleine Stadt mit großem Bahnhof und Einkaufspassage und haste nicht gesehen… Also selbst unsere Gegend war ganz spannend. Außerdem hatten wir unsere erste Begegnungen mit den Toiletten und mit einem Essenbestell-Automaten.
Zu erst die Toilette. Mein 1. Foto, was ich in Japan aufgenommen hatte, galt eben einer Toilette. Die Toiletten da sind ja sowas von toll. Vergesst diese widerlichen sich selbstreinigen Klobrillen, sowas haben die nicht. Sondern ein komplettes Steuerbord mit unzähligen Knöpfen mit dem man wahrscheinlich auch ein Raumschiff bedienen könnte. Da waren Knöpfe mit Musiknoten drauf (denn die feine Dame von Welt schämt sich bei dem Pipi-Geräusch und kann so ihr Geschäft mit Bachrauschen, Spülungsgeräusch vom Band oder Vogelgezwitscher durch Druck dieses Knopfes überdecken). Es gab Knöpfe für Deo, Fön, Bidet vorn, Bidet hinten, die Stärke des Bidet-Strahls, die Höhe des Strahls, die Temperatur des Strahls und selbstverständlich eine eingebaute Brillenheizung. (Übrigens sind alle öffentlichen Toiletten in Japan kostenlos und sauber. Selbst die hinterletzte Toilette in einem abgelegenem Ort ist sauber und man setzt sich immer auf eine warme Brille und das ist wunderschön…. Ich vermisse sie…. Brilli…. schnief…)
Nun der Essensautomat: In vielen Restaurants und Suppenküchen bestellt und bezahlt man sein Essen zuerst an einem Automaten und geht dann mit dem Ticket zum Koch. Lost in translation haben wir das Ding natürlich übersehen und der Koch, der ausschließlich japanisch gesprochen hat, hat uns versucht klar zu machen, dass wir doch den Automaten benutzen sollen. Soweit so gut. Stehste also wie Schweinchen vom Uhrwerk. Die Zeichen für klein und groß habe ich erkannt. Success! Aber was wir dann wirklich in der Suppe hatten? keine Ahnung. Auf den Tasten waren Bilder angebracht, die das Gericht präsentierten. Sah aber so aus wie 5 mal das Selbe nur aus unterschiedlichen Winkeln fotografiert. No risk no fun! irgendwas geklickt. Und mein tolles Wissen über klein und groß ausgepackt und den Knopf für klein gedrückt (ich versuch ja abzunehmen, falls das jemand von euch mitbekommen hat). Hat geklappt. Essen war toll!
Ab diesem Moment wurde also immer erst das Lokal beäugt und nach Automaten abgecheckt.

Tag 2) begann Jetlag bedingt sehr früh. Wir besuchten zuerst den Meiji Schrein und den großen Park drumherum. Das liegt direkt neben Shibuya bzw. gehört sogar zum Bezirk Shibuya (ihr kennt sicherlich diese Große Kreuzung, die immer mit Tokyo zusammen gezeigt wird, die von Tausenden von Menschen (zu Spitzenzeiten am Abend bei einer einzigen Ampelphase bis zu 15000 Menschen (Quelle wikipedia)kreuz und quer überquert wird.) Das ist Shibuya. Jedenfalls ist dieser super ruhige und schöne Park grad mal 10 Geh Minuten vom Trubel entfernt. Es beherbergt noch einen japanischen Garten. Dieser war nur der erste den wir besuchten. Allein der war schon wahnsinnig schön dabei hat noch gar nix geblüht. Außerdem waren wir in der Takeshita-Dori. Eine hippe Einkaufsstraße mit bunten Menschen und bunter Kleidung und alles ist bunt und überhaupt… Ich habe mir dort eine Jacke mit Katzenbaby Köpfen gekauft. Die ist super.
Und wir haben dem Hund Hachiko einen Besuch abgestatt. Dieser super treue Hund, dem unter anderem ein Film mit Richard Gere gewidmet ist. (Ich hab Rotz und Wasser geheult.)

Tag 3) Besuch in Akihabara. Das Electronic-/Animé-/Amusment-Viertel. Alles ist hoch und laut und bunt und es gibt zahllose Arcade-Häuser (!) und Plüschtiergreifautomaten-Häuser (!)…. und und und… Darauf hab ich mich ja die ganze Zeit gefreut. Und Bekloppte, die vor Automaten tanzen, singen und springen oder irgendwelche Trommelspiele spielen. Die müssen den ganzen Tag nichts anderes machen, die sind derart begabt, das ist ziemlich beeindruckend. Also die ganzen Nerds gehen dahin und wir wurden auch sehr fündig was Plüschtiere von Anime und Pokemon und so was angeht…. wir haben jetzt ein Plüsch-Pokeball und ein Plüsch-Trasla (das ist mein Lieblingspokemon. Ja ich hab ein Lieblingspokemon. :D).

Station 2 Hakone
Tag 4)-5)
Am Vierten Tag sind wir dann nach Hakone gefahren. Es wird als das Nahrerholungsgebiet der Tokyoter beworben. Es liegt ca. 80 km südlich von Tokyo in den Bergen Richtung Fuji-San und zieht durch seine Vulkanität und den dadurch natürlichen heißen Quellen viele Besucher an. Es gibt einen riesigen Vulkansee und wunderschöne Landschaft zum bewandern und bewundern.
Wir haben in einem Ryokan eingecheckt. Das ist ein Traditionelles Hotel was etwas hochkarätiger ist. Mit Tatamimatten ausgestattet schläft man auf Futonmatratzen auf dem Boden. Auch das Essen ist traditionell Japanisch reichhaltig und üppig. Ryokans mit Onsen (also eigener heißen Quelle) sind so eine Art Spa-Hotel. Man bekommt einen Yukata (eine leichte Version des Kimono. Der Ursprung unseres Bademantels) und es ist völlig normal den ganzen Tag mit dem Badelmantel durch die Gegend zu laufen. Das machen alle. Man geht zum Essen mit dem Bademantel. Man geht ins Bad mit dem Bademantel und man schläft sogar damit. Jeden Tag bekommt man einen Frischen Yukata (also der Bademantel) und Zehensöckchen für die Slipper 😀
Es war so herrlich. Der Onsen war herrlich. Das Essen war herrlich. Die Berge waren herrlich. Es war sooooo toll. Haaaach….. Von den heißen Quellen durften wir keine Bilder machen (aus ähnlichen Gründen, warum man in der Sauna keine macht 😉 )

hier folgen nun Bilder und der nächste Bericht kommt dann auch bald nach.

 

Ich bin wieder hier. In meinem Revier… Bilanz…

Hallo ihr lieben Leserlein!
Ich bin glücklich, begeistert, voller Eindrücke und zufrieden von meiner Japanreise wieder in Berlin angekommen. Vor zwei Tagen um genau zu sein.

Zu gegebener Zeit wird es auch darüber einen (oder mehrere) Bericht(e) geben. Heute widme ich mich erstmal meinen Statuswerten, und wie sie zu Stande kamen.

Wie lief denn so der Sport?
Sport? Was ist das?
Habe ich mir so toll vorgenommen wenigstens Bodenübungen zu machen, habe ich meinen Vorsatz grandios ignoriert und mich statt auf dem Boden schwitzend lieber schlafend im Bett befunden. (wenn wir im Hotelzimmer waren)
Ansonsten sind wir gelaufen, gelaufen und gelaufen… Meinen Schrittzähler hatte ich zwar nach Japan mitgenommen, aber durch ständigen Taschenwechsel nicht immer dabei gehabt. Gerade die ersten Tage war das Teil nicht mit. Als Referenz kann ich einen Tag nehmen, an dem wir gefühlt genauso viel liefen, wie vorher auch und da brachte ich stolze 27000 Schritte zustande. ja ihr lest richtig. Und das haben wir sehr oft geschafft. Nachdem ich den Schrittzähler nach wiederholter längerer Nichtbenutzung in der Tasche hatte, überraschte mich ein Klingeln schon am Vormittag, dass die 10000 Schritte bereits bewältigt sind, die man ja so pro Tag empfiehlt. Was? schon? Und wir hatten noch den ganzen Tag Stadterkundung vor uns. Also ich bin jetzt Profispaziergängerin müsst ihr wissen.

Und das Essen so?
Das war sehr lecker kann ich euch sagen. Sehr bunt und vielfältig und toll und es gab so ziemlich jeden Tag mindestens (!) ein Eis plus zusätzlicher Süßigkeiten oder/und Knabberein. Ich habe mir sogar erlaubt zuckerhaltige Getränke zu konsumieren. Es hat sehr viel Spaß gemacht diese ganzen neuen Produkte auszuprobieren.

Wie ihr seht, habe ich mich bewusst nach Lust und Laune ernährt und das war wirklich mal schön. Allerdings habe ich auch öfter den Bogen überspannt und mich mit leichter Überfressübelkeit ins Bett legen müssen.

Heute morgen habe ich mich getraut das erste mal wieder zu wiegen: 81,8 Kg. schnell mal schauen, wo das Gewicht bei der Abreise lag: 81,8 Kg. Wie biete?? Ich habe mein Gewicht gehalten. komplett? Auf hundert Gramm? unmöglich. Weiß der Geier wie das zustande kommt. Jedenfalls fühle ich mich wie ein Wal.

Ich bin sowas von hochmotiviert wieder in die Vollen zu gehen. Allgemein habe ich durch die Reise so viel Kraft und Lust geschöpft. Mir geht’s richtig gut. Vielleicht liegt’s auch ein bisschen an den Schilddrüsentabletten, die ich seit 2 Monaten nehme, jedenfalls fühle ich mich seelisch und körperlich grad sehr im Reinen.

Getoppt wird das Ganze noch durch eine Kirsche: Ich bin jetzt nicht nur verliebt sondern auch verlobt.

Manchmal ist das Leben wunderbar. Besonders wenn man seinen Zynismus verliert 😀

Habt eine gute Woche! Mehr folgt bald! 🙂

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