Mein Fastenversuch – Die Bilanz

Nun ist das Experiment (nachzulesen hier (allgemein), bzw. hier(Start)) schon eine gute Woche her und ich hatte genug Zeit zu beobachten, ob und was sich dadurch/seitdem für mich verändert hat.
Meine Fastenwoche bestand aus Entlastungstag(Sonntag), 5 Fastentage (Montag bis Freitag) und 2 Aufbautagen (Samstag und Sonntag).

Fangen wir mal objektiv mit dem Gewicht an. Da mein Kalorienverbrauch täglich bei ca 2000 Kcal liegt, habe ich mit einer Abnahme von rund 2 Kg gerechnet (7000 Kcal=1 Kg Fett).
Fastenkurve
Das Gewicht am Entlastungstag ist gleichzeitig das Startgewicht. Ich startete also bei 78,5 Kg. Und dann ging es gut nach unten. Nach den 5 Fastentagen landete ich sogar bei 74,6 Kg (-3,9Kg)  und war ja fast den Tränen nahe. Ich wusste aber natürlich, dass da 2 Kilo zuviel mit wegegangen sind, die sich ganz schnell wieder als Wassereinlagerung einnisten werden.
Man kann schön beobachten wie sich das Fastenbrechen am Gewicht zeigt und wie sich das Gewicht danach zwischen 75,7 und 76,1 Kg einpendelt.
Der Kurvenanstieg die letzten Tage ist Ostern zu verdanken. Dennoch bin ich immernoch bei einem Minus von 2 Kg. Juche!

Ich habe ja jeden Tag die Stimmung beschrieben, möchte aber doch noch die 5 Tage Fasten verallgemeinern.

Verlangen nach Essen
Der Entlastungstag, also die Vorbereitung des Körpers, war für mich der schwierigste Tag. Es gab zwar noch etwas zu essen, aber das war mächtig unbefriedigend. Vielleicht lag es auch daran, dass ich an diesem Tag noch in meinen eigenen 4 Wänden war, nebst Mann, der weiter aß und zusätzlich noch im Kiez spazieren, vorbei an Cafés mit Kaffee und Kuchen.
Montag bis Freitag hatte ich mich zu meiner Mutter am Stadtrand ausquartiert. Ich meisterte meinen Saft- und Brühensoll gut und lief nicht einmal Gefahr, doch mal zu Naschen. Wirklich Null.
Ich war niemals frustriert oder schlecht gelaunt.
Außerdem habe ich ganz viele Sendung im Fernsehen und auch im Internet rund ums Essen geschaut. Irgendwie hat das geholfen, den Hunger zu stillen. Fragt mich nicht wieso…

Körperliche Verfassung
Die hat mich wahnsinnig genervt. Ich war total schwach und mir wurde nach jedem Aufstehen schwindelig, dass ich mich nochmal festhalten oder gar direkt nochmal hinsetzen musste. Ich war unkonzentriert und tollpatschig und ich weiß nicht, wie oft mir mein Handy auf den Boden geknallt ist. Einmal hat’s sogar den Laptop mitgerissen.
Spazieren ging aber super und ich hatte wirklich große Freude daran. Allgemein zog es mich ständig raus. Ich habe mich einfach auf die Terasse gesetzt oder bin im Garten und ums Haus heraumgelaufen. Immer wieder.
Einen Saunagang am Dritten Fastentag habe ich mir zugetraut, ich war den nächsten Tag aber noch erschöpfter als zuvor, obwohl die letzten Fastentage hätten besser gehen sollen. Also war das schonmal nicht so ne gute Idee.

Gesundheit
Dazu kann ich kaum etwas sagen. Es soll ja den Zellstoffwechsel unterstützen und ist eher eine Vorbeugung, als eine Therapie. Schlacken (Eiweißeinlagerungen in den Zellen) sollen abgebaut werden. Allgemein hat der Körper endlich die Zeit den ganzen Zellmüll aufzuräumen, weil er mal nicht mit Verdauen beschäftigt ist.
Also ich profitiere still davon, ohne direkt zu merken, dass sich etwas verbessert hat.

Theoretisch kann man alle 2 Monate Fasten und es wird empfohlen, es wenigstens einmal im Jahr zu unternehmen.
Ich fand es wirklich sehr anstrengend und weiß nicht, ob ich mich nochmal dazu durchringen kann, auch wenn es so gesund ist.

Was nehme ich mit für den Alltag?
Kleinigkeiten. Zum Beispiel konnte ich Obst nie viel abgewinnen. Mein Fastenbrechen bestand aus einem Apfel und ich fand ihn köstlich. Wenn ich Schoki mit Apfel also austauschen kann, wär dadurch schon viel gewonnen. Nicht unbedingt kalorisch (Obst hat viel Zucker), aber es hat mehr Ballststoffe und sättigt überhaupt. Bei Schoki kenne ich keinen Stopp.
Außerdem konnte ich Knäcke für mich gewinnen. Auch das habe ich vorher nicht verstanden. Es schmeckt wie Pappe. Finde ich nun nicht mehr. Und ich knabber dann eben Abends mal an ner Scheibe Saatenknäcke, als an ner Tüte Kartoffelchips und das weil es mir wirklich schmeckt. Das das gesünder ist, wusste ich vorher schon.
Die Portionsgrößen haben sich geändert. Ich konnte tatsächlich am 1. Aufbautag (also beim Fastenbrechen) nicht so viel Essen. Ich war nach 3 Bissen satt (hatte dann aber auch schnell wieder Hunger). Aber es macht schon einen Unterschied, ob ich am selben Brötchen 2 Stunden herumkaue oder ob ich in einer Stunde 2 Brötchen esse.

Leider macht mir Ostern grad einen Strich durch die Rechnung. Und unangekündigter Besuch mit Essen im Gepäck. Ich kann nicht eher ruhen bis das Zeug weg ist. Glücklicherweise fällt Ostern an Süßkram immer bescheidener aus als beispielsweise Weihnachten und es ist bald überstanden.

Außerdem möchte ich zukünftig öfter mal an Tagen nach ESSkapaden, einfach einen Fastentag einführen. So kann ich das überschüssige Kaloriengut direkt wieder verbraten. Ich komm mit ganz oder gar nicht einfach besser hin.

Eine Frage an mich selbst habe ich allerdings noch. Wieso schaffe ich es 5 Tage hintereinander nichts zu essen, aber an Tagen wo ich einfach nur weniger essen möchte verzweifle ich?
Ich denke es hat was mit Fristen zu tun. Challenges, die befristet sind, schaffe ich irgendwie. Aber dieses gefühlt endlose Abnehmen zermürbt mich.
Ich werde also kurze Fristen setzen und neue Regeln für mich aufstellen. Da muss ich mir noch konkret etwas überlegen. Ich hab aber schon eine schwammige Vorstellung.

Soviel zu meiner Bilanz. Wenn sich die 75Kg dann hält feier ich nochmal groß die 20Kg-Abnahme und damit das Erreichen meines 2. Zwischenziels. 😉

Ich hoffe, ihr hattet schöne Osterfeiertage oder Pessach oder einfach ein paar nette Tage frei. Ich freue mich schon wild auf den Frühling!

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Die unendliche (Abnehm-)Geschichte 

Gra gri gruu…

Ich muss mal wieder meinen Gedanken freien Lauf lassen. Wenn ich grübel, bleib ich in einer Schleife hängen. Niederschreiben hilft mir, mich zu sortieren und zu analysieren, was der Stand der Dinge ist, was mir daran gefällt, was nicht, und wie ich eine Änderung zum Besseren bewerkstelligen könnte.

Dass es grad nicht so rund läuft, erwähnte ich bereits. Ich habe auch schon in den letzten Beiträgen erörtert, was ich brauche. Leider fehlte mir bisher die Kraft geschmiedete Pläne umzusetzen.

Ich brauche Struktur. Aus einem leeren Tag etwas zu machen, fällt mir sehr schwer. Ich schaffe am meisten(zum Sport zu gehen, Wohnung putzen,…) , wenn ich kaum Zeit dazu habe. Je mehr Zeit und je freier der Tag ist, desto weniger mache und schaffe ich und bin den ganzen Tag müde. Die letzte Zeit war irgendwie furchtbar zäh und schwer zu ertragen für mich. Irgendwo habe ich mich durch einen Sumpf voll Kaugummi bis hierher geschlagen und bin nur froh, dass ich nicht in die dunkle Ecke abgerutscht bin. Wenn ich aber zurück blicke, habe ich nichts erreicht. Und das dämpft die Stimmung auch schon wieder. Ich war sehr faul und müde und ich schäme mich. Wenn man dann schon anfängt über seine Existenz nachzudenken, dann ist wirklich höchster Alarm.

Vorsicht Gedankensprung: Und dann war ich wieder beim Blut abnehmen: Wieder Schilddrüsenunterfunktion. Erst war meine Dosierung des Hormons zu hoch und nun wieder zu niedrig. Seit kurzem nehme ich wieder minimal mehr und ich spüre, dass wieder Leben in mich strömt. Ernsthaft. Ich spüre förmlich mein Blut zirkulieren. Ich bin direkt aktiver und energetischer.

Es ist sehr einfach alles auf die Schilddrüsenunterfunktion zu schieben und deshalb mach ich es auch. Was hilft es mir, mir Vorwürfe zu machen, so faul gewesen zu sein. Ich hätte ja… und ich konnte doch… Ich hab aber nicht und ich weiß nicht, wieso. Also nehme ich gerne diese Erklärung und versuch nochmal von vorne anzufangen.

Auch dieses immer wieder von vorne anfangen nervt mich. Ich rede jetzt konkret von meinem Versuch abzunehmen. Das ist ja wohl der größte Witz. Aber was anderes als den Entschluss immer neu zu fassen, kann ich nicht machen. Die Alternative wäre Aufgeben. Und das kommt nicht in Frage. Alles ist besser als aufzugeben. Dann lieber immer wieder faul sein und wieder anfangen und wieder faul sein und nochmal anfangen. So halte ich nämlich mein Gewicht. Diese Methode kann ich niemandem empfehlen. Sie ist sehr anstrengend. Aber was soll ich machen. Ich bin wahnsinnig sprunghaft und habe neue Ideen und halte mich nicht an eigene eigentlich kluge Vorgaben und mache am Ende alles ganz anders als vorgenommen.

Mein Essen nicht mehr zu tracken war eine blöde Idee. Das funktioniert nur, wenn ich in einem guten/klaren Zustand bin. Dann halte ich mich nämlich nicht an Essen fest. Gerade ist Essen aber leider der Heiland und ich kann mich nicht beherrschen. Selbst wenn ich satt bin, selbst wenn mir schon schlecht ist, ich stopfe mich weiter voll. Belohnung und Bestrafung zugleich.

Ich denke immer wieder nach, warum ich beim Start der Abnahme so erfolgreich war. 16 Kg in 6 Monaten. Und seitdem hänge ich bei der 80 kg rum . Grad sogar noch mehr. Der Leidensdruck ist einfach nicht mehr da. Mit 78 Kg habe ich mich schon richtig wohl gefühlt. Habe mich an die Zufriedenheit gewöhnt und nicht gemerkt, wie ich wieder auf 84 Kg (Januar 2017) zugenommen habe. Also wieder abgenommen, wieder bei 78 Kg gelandet, zufrieden gewesen und zugenommen. Und nun, meine Damen und Herren hänge ich schon wieder bei der verkackten 83 rum. Wie das nervt!!! Dabei will ich ja nicht mal bei denn 78 bleiben. Ahhhhhh….

Was mir besonders bei der erfolgreichen Abnahme half, war zu wissen, dass ich selber für mein Gewicht verantwortlich bin und zu wissen, wie einfach es theoretisch ist abzunehmen. (Vereinfacht: weniger Kalorien. Durch weniger essen oder/und mehr Bewegung) es ist kein Hexenwerk! Dieses Wissen hat mich wahnsinnig angetrieben und so hatte es endlich funktioniert.

Doch seit der ewigen 80 bin ich nur noch genervt von mir selber.

Soo!! Also!! Neu neu neu… was machen wir jetzt?

Essen tracken. Jeden kleinen Scheiß. Jede Gurkenscheibe. Ich denke nicht, dass die kleine Gurkenscheibe ins (Achtung Wortwitz) Gewicht fällt (höhö). Aber wenn ich nachlässig werde, höre ich irgendwann komplett auf. Ich kenne mich.

Heute Abend gehe ich nach der Arbeit ins Fitnessstudio. Ich bin jetzt schon voll nervös deshalb. Ich war so lange nicht mehr. Schlimm. Schlimm schlimm schlimm. Aber da muss ich durch.

Ich möchte jeden Tag Sport machen. Dazu zähle ich auch eine große Runde spazieren, oder dehnen oder oder. Hauptsache mal irgendwie den Körper gereckt und gestreckt am Tag. Je länger desto besser und je fitnesstudioiger (🙈) desto besser.

Und falls mal gar nichts wird an einem Tag, dann geht die Welt nicht unter. Jedoch muss ich dran bleiben.

Bitte gebt mich nicht auf. Ihr macht mir immer Mut und helft mir, nicht komplett den Kopf in den Sand zu stecken.

Vielen Dank dafür! 💕

Ein Schönes Wochenende euch und ich werde nächste Woche berichten, wie das dann so geklappt hat

Muaaaaahhh!!

Bilanz KW 18 – das muss doch nicht sein!

Gewicht: 80,2 Kg
Gewicht letzte Woche: 80,1 Kg

Gewichtsdiagramm KW 18

Ach menno…. Von Dienstag bis Freitag feierte die 7 ein grandioses Comeback. Es lief gut! Mit dem Sport, mit der Ernährung. Alles super. Und was passiert dann Donnerstag?
Man merkt irgendwas stimmt nicht. Ist man müde? Einfach platt vom Sport? Ist das die Allergie, warum meine Nase so zuschwillt? Und dann kriecht’s einem so ganz langsam den Rücken hoch. Kennt ihr das? Das ist eklig. Spätestens jetzt merkt man, dass man erkältet ist. Och nö…. :((((((

Kein Sport für mich. Keine Diät für mich. Mein Fokus liegt auf der Gesundwerdung meinerseits. Laut Ernährungstracking müsste ich voll im grünen Bereich unter 80 sein, obwohl ich am Wochenende kein Defizit gefahren bin (eher das Gegenteil), dennoch habe ich unter der Woche sehr gut vorgeleistet. Das vermiest mir ja noch mehr die Stimmung.
Kommenden Sonntag habe ich endlich mal wieder ein solistisches Konzert. Ist ja klar, wo ich jetzt eigentlich voll aufdrehen müsste, der Körper einen auf keine Lust macht.
Deprimiert starte ich also in die neue Woche und hoffe, dass ich bald wieder einsteigen kann.

Die 30-Tage-Sport-Challenge ist dadurch natürlich unterbrochen. Ich habe mich entschlossen, sie komplett sein zu lassen. Aus Zweierlei Gründen:

1.) Die Challenge ist dazu da, sich bewusst zu machen, dass man mit Planung immer Zeit für auch nur ein bisschen Bewegung hat. Weil ich die Challenge schon einmal geschafft habe, weiß ich, dass es funktioniert. Man muss nur den Popo in müden Momenten hochkriegen. Mehr Zauber ist da nicht.
Allerdings wurde das in meinem Falle „gefährlich“. Ich war Donnerstag auf dem Laufband und hab Körpermüdigkeitserscheinung (weil er bereits im Krieg gegen Bazillen war) mit allgemeiner Couchpotatoe-Müdigkeit verwechselt und dann extra noch drauf gedonnert. Blöde Idee. Jetzt hab ich den Salat und die großen Spaziergänge, die ich grad vollführe, sind die Wege vom Wohnzimmer in die Küche um das Inhalationsgerät startklar zu machen. Wäh…

2.) Ich habe diese 2. Challenge gestartet um mich nach dem langen Urlaub überhaupt wieder zum Sport motivieren zu können. Es hat geklappt. Während der 2. Challenge, habe ich schon gemerkt, dass ich diese Challenge gar nicht wie eine ansehe. Die Frist war in meinen Augen nicht nach 30 Tagen vorbei, sondern war nur der Anfangsrahmen für die Zukunft. Ich möchte auch danach möglichst jeden Tag Sport machen.
Die Challenge möchte ich hiermit also abbrechen und stattdessen jeden Tag Sport machen. Dafür in Ausnahmen (Urlaub, besondere Tage wie Geburtstage, Jahrestage) oder (und besonders dann) wenn ich wirklich ziemlich fertig bin, dem Körper auch die Ruhe gönnen, ohne damit ’ne Challenge verlieren zu müssen. Darf halt nur nicht die Regel werden. Diese Balance muss ich finden!

Jetzt muss ich aber erstmal gesund werden. 🙏🙏🙏🙏

Bewährtes und Neues muss her. Sportchallenge die Zweite…

Vergessen wir mal die vergangene Woche.
Ich komme aus meinem Urlaubsmodus nicht heraus und muss Konsequenz ziehen.

Was hat geklappt in vergangener Zeit? Die Sportchallenge. Na dann! Einfach nochmal!
Also verkündige ich jetzt hier hoch und feierlich, dass ich mich ab heute für die kommenden 30 Tage täglich sportlich betätigen werde.
Das Spektrum an Bewegung ist breit und reicht vom moderatem Gehen (also ein längerer/flotter Spaziergang), über Dehnübungen, Yoga, Klettern, Badminton bis hin zum Kraft- und Ausdauersport an Geräten.

Da ich vor ca. 30 Tagen eben genau dieses Projekt schon gemeistert habe, weiß ich, dass es geht und vor allem wie es für mich am besten funktioniert. Ich kann direkt aus meiner eigenen Erfahrung schöpfen, erarbeitete Strategien umsetzen und so sollte es mir doch erneut gelingen. Oder was denkt ihr?

Falls sich jemand ermutigt fühlt, der melde sich, egal ob Blogger oder nicht (Die Kommentarfunktion ist für jeden zugänglich). Zusammen in sowas starten hilft mir beispielsweise nämlich sehr. Damals hab ich das mit Jule gleichzeitig gemacht. Schon allein die Vorstellung, dass diese Wahnsinnsfrau (ein Ausdruck meiner Bewunderung und hier auch herzlichste Grüße 😉 ) sich grad abrackert während ich Däumchen drehe, hat mich dann doch auch an schwachen Tagen zur Bewegung angetrieben.

Also probiert’s gern mit mir aus. 🙂

Abnehmen nur durch Sport ohne Ernährung zu beachten, geht das? Ja geht. Klappt bei mir aber nicht, also muss ich auch hier hin mein Augenmerk richten.
So eine richtige Strategie habe noch nicht herausfinden können. Tagebuchführen klappt von allem noch am Besten. Leider fange ich immer wieder an rumzuschlumpern und verliere dann schnell die Lust, jede kleine Kirschtomate einzutragen. Ich möchte mich vom Kalorienzählen also nicht komplett entfernen, aber brauch eine vereinfachte Beta-Version für mich.
Wisst ihr, was ich noch nie gemacht habe? Meine Ernährungswoche vorzuplanen. Ich versuche das jetzt. Ich mach mir einen Wochenplan was ich jeden Tag zu mir nehme und bau jeden Tag irgendwas Geiles ein, dann gibt’s täglich einen Grund zur Freude (Essen ist halt geil) und es gibt keine Verbotsfrustration (Außerdem gibt’s ne Cappuccino Flatrate für die ich mir einen fixen Wert jeden Tag eintrage und entweder bin ich drüber oder drunter, aber in der Summe sollte das klappen). Ich kann in einem Moment der Muße gut alles schon vorab eintragen und muss dann nicht wie sonst beim Brotschmieren simultan fddb bedienen.
Ich probier das jetzt mal eine Woche und modifiziere dann gegebenenfalls für die 2. Woche und schau mal, ob mir das gut bekommt oder ob das gegen mich arbeitet. Bin ja ein kleines Rehchen und lass mich schnell verschrecken.

Yay! Klingt doch super ambitioniert xD

Gewicht heute: 81,5 Kg

Übrigens hat mir gestern eine sehr gute Freundin angeboten, falls die Hochzeit nicht sofort ist und ich mit genug Zeitabstand beim Zielgewicht sein sollte, würde sie mir gern ein Hochzeitskleid nähen. Sie ist halt keine Hobbyschneiderin sondern tatsächlich diplomierte Modedesignerin und hat so Sätze gesagt wie „ja falls wir dann Stoff zum Besticken nach China schicken, dauert das ja dann etwas länger“. Nur so. Ist das nicht toll? Außerdem liebe ich ihre Ästhetik. Wenn das nicht Ansporn ist, schnell abzunehmen. So könnte ich noch ein nach Maß und Wünschen gefertigtes Designer-Kleid abgreifen für nur den Materialpreis. Ahhh….

Es passiert grad so viel. Ich hab noch was für mich persönlich Bahnbrechendes zu berichten.

Ich habe nach sehr langem Hin- und Herüberlegen den Entschluss gefasst, das Ensemble in dem ich seit fast 10 Jahren singe zu verlassen. Der Gründe sind vielerlei und ich mag darauf hier nicht eingehen. Jedenfalls weiß ich schon seit Jahren, dass ich weg muss, dass es mir nicht gut tut und ich außerdem auf der Stelle trete.
Samstag hatte ich dann so ein Aha-Erlebnis und es war mir klar. Ich brauch zwar immer sehr lange um zu Entscheidungen zu kommen, aber wenn sie klar sind, mache ich Nägel mit Köpfen. Ich habe gestern direkt mit meiner Leiterin telefoniert und ihr gesagt, dass ich gehen möchte. Bis zum Jahresende sind noch 2 große Projekte geplant unter anderem eine Israel-Konzertreise und eine Konzertschar im Dezember. Das mach ich alles noch mit , aber mit dem letzten Konzert dieses Jahr ist dann Schluss. So hat sowohl sie als auch ich Zeit sich umzuorientieren, das fand ich für beide Seiten gut und fair. Sie hat entgegen meiner Erwartung sehr cool reagiert und Verständnis entgegengebracht. Sie kann recht hysterisch und cholerisch sein, deshalb habe ich mit jeder Reaktion gerechnet. Aber so bin ich zufrieden und froh.

2017 ist bis hierhin ein sehr gutes Jahr. Ich bin sehr zufrieden und geb mein Bestes es zu bleiben 😉

Viele liebe Grüße und eine gute Woche euch!

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Gefunden in Tokyo. Ausgang der Metro. Wie super passt das denn zum Blog? 😉

 

Die Hälfte ist rum – 15 Tage Sport am Stück… Bilanz KW 9

Gewicht: 82,2 Kg

Mein Gewicht macht weiterhin einen auf Arschloch. Ich habe heute nur resigniert mit den Schultern gezuckt und das Gewicht ohne Selbstgespräch und Flucherei in mein Tagebuch eingetragen.

Sobald ich – gottlob – unter die 80 Kg komme, beginne ich wieder mit den tollen Gewichtskurvenbilder und Defizit-Errechnere.

Falls jemand meinen letzten Post nicht mitbekommen hat: Bei mir wurde eine Schilddrüsenunterfunktion diagnostiziert. Das ist nichts lebensgefährliches, hat nur kleine nervige Begleiterscheinungen. Man kann es ganz unkompliziert behandeln, in dem man das Hormon, welches die Schilddrüse nicht ausreichend bildet, in Pillenform zu sich nimmt.
Es kann gut sein, dass die wenigen Kalorien die ich jeden Tag vermeintlich eingespart habe, genau die Kalorien waren, die mein Körper von sich aus schon zu wenig verbrennt. Dadurch habe ich unbewusst meinen (eigentlichen) Tagesbedarf gedeckt, statt ein Defizit zu erzielen und somit mein Gewicht gehalten. Deshalb hat die Abnahme stagniert und ich habe nicht abgenommen (das ganze verfluchte Jahr 2016 lang). Seit Samstag nehme ich nun Medikamente und schaue, wie es weitergeht.
Wie habe ich es geschafft 2015 trotzdem 15 Kg abgenommen zu haben? Ich hatte ein wirklich großes Defizit von 1000-1500 Kcal täglich über Monate geschafft. Somit lag ich ja auch unter meinem geringeren Tagesbedarf.
Seitdem habe ich eben gedacht mit einem kleinen Defizit abnehmen zu können. Unter normalen Umständen hätte das ja auch funktioniert.
Nun sollte es also klappen. Ich bin sehr gespannt.

Sooo… Gewicht beiseite. Her mit dem Sportbericht.
An meiner Sportroutine hat sich nichts geändert.
1. Tag Cardio, 2. Tag Kraft, 3. Tag Bodenturnen (Wort zweckentfremdet) zu Hause.
Das funktioniert bisher ziemlich gut. Die Leistung ist unterschiedlich. Es gibt mal Durchhängetage und gesteckte Ziele erreiche ich nicht. Aber das macht nichts. Hauptsache ich war sporteln.
Im Großen und Ganzen steigert sich meine Fitness doch merklich und das freut mich.

Ich bin mir sicher, dass es auch körperliche Veränderungen gibt. So mag es niemandem sonst auffallen, weil sie marginal sind, aber ich sehe und spüre sie. Auch wenn Waagi es mir nicht zugestehen möchte: unter meinem Bauch versteckt sich ein Six-Pack. Ganz sicher…. 😀 Muss nur noch das Fett beiseite räumen…

Eines denke ich vermehrt die letzten Tage: Nachdem ich die 30-Tage Challenge geschafft habe (daran zweifel ich nicht), werde ich nach heutigem Stand nicht so fortfahren.
Da ich jeden Tag zum Sport „muss“, stellt sich kein Wunsch auf Bewegung ein. Auch ein Streben nach Verbesserung ist kaum da. Ich erfülle artig mein Pensum und das reicht mir. Weder möchte ich schneller laufen, noch meine Hebe-/Stemm-Gewichte aufstocken. Das ist irgendwie schade, denn diesen Wunsch hatte ich vorher.

Außerdem nervt es mich, umständlich zu planen, weil ich noch ins Fitnessstudio muss. Zeitmanagement war noch nie meine Stärke. Das kann man lernen und ich geb mir auch Mühe, aber ich finde es trotzdem nervend.
Ich habe ja noch 15 Tage vor mir, deshalb kann ich mir vorstellen, dass sich mein jetziges Empfinden noch ändern wird. Ist der ambitionierte Wunsch auf Verbesserung der Fitness zwar eingeschlafen, freue ich mich dennoch über Verbesserungen… Kann mir jemand folgen?
Erfolge motivieren eben, also schauen wir mal, was passiert und wie es weitergeht. Gesportelt wird erstmal weiterhin jeden Tag. Nach der Challenge dann vielleicht nur jeden zweiten… 😉

Seid lieb gegrüßt und habt eine schöne Woche. 🙂

Be more human – Bilanz KW 8

Kurve KW 8.jpg

Gewicht: 82,4 Kg

Und? Wie lief nun die Sportwoche? Habe ich die ersten 7 von 30 Tagen durchgehalten?
Ja, selbstverständlich!

Was habe ich gemacht?
Sofern man nach nur einer Woche von einer Routine sprechen kann, hat sich schon eine abgezeichnet: Ein 3 Tages-Zirkel.
1. Tag:
– mind. 60 min Cardio (egal ob Rad, Crosstrainer, Laufband, Treppengerät, oder eine Kombination. Nur eben schnell und nicht seichtes Latschen…)
– 10-15 min Dehnen
2. Tag:
– 10 min Erwärmung auf einem der eben genannten Cardiogeräten. Auch hier zügiges Tempo.
– 30-45 min Krafttraining an den Maschinen. Dabei liegt der Fokus im Wechsel entweder auf dem Unterkörper (Beine, Po…) oder auf dem Oberkörper (Arme, Rücken)
– 20 min Cardio (Präferenz Laufband) bei einem ziemlich langsamen Tempo nur zum Auslaufen.
– 10-15 min Dehnen
3. Tag: der kurze Zu-Hause-Tag
– Spazieren
– Übungen auf dem Boden mit dem eigenem Körpergewicht: Situps, Dehnen, Unterarmstütz, was mir einfällt….

Und dann beginnt wieder Tag 1 mit Cardio….

Sport zu machen fällt durch die 30 Tage Challenge gar nicht schwer. Die Frage ist nie, ob ich Sporteln werde, sondern wann und da ich den tollen 3-Tage-Plan habe, muss ich mir nicht einmal Gedanken machen, was ich mache.

Natürlich werde ich mich nicht sklavisch an den halten. Wenn mir die Lust nach was anderem ist oder ich zu sehr Muskelkater oder Ermüdungserscheinungen in Körperregionen habe, die eigentlich mit Sport dran wären, dann disponier ich halt um. Hauptsache Bewegung. Darum geht es ja.

Heute ist Tag 2 dran. Also Kraft. Ich merk jetzt schon, dass der Wechsel von Unter-und Oberkörper eine gute Idee ist. Meine Arme muskelkatern nämlich noch vor sich her, die Beine allerdings sind frisch erholt aus dem Krafturlaub zurück und heute auch wieder dran.

Mimimis der Woche:
– Runners Toe 😦
– Gewicht will und will nicht runter
– TOM und Wasser…. Nach dem Sport wiege ich trotz ständigen Trinkens über 1 Kg weniger… Ich wiege abends oft weniger als Morgens. Und morgens wiederum wiege ich eindeutig zu viel!

Erfolge der Woche:
– Schienbeinprobleme- und Knie-/Knöchelgelenke im Griff. Sport ist der Auslöser und auch die Heilung 😉
– Termin beim Schilddrüsen Arzt gemacht. Vllt lässt sich Gewichtsstagnation und Wasser (und einiges anderes mehr!) darauf zurückführen. Wenn nicht, dann bin ich wohl einfach schlampig im Tagebuchführen.

Überall im Körper fühle ich meine Muskeln. Es zerrt und muckert und arbeitet. Das ist ein schönes Gefühl.
In unserer Gesellschaft (Dazu zähle ich mich natürlich) wird es als besonders angesehen, wenn sich jemand täglich oder wenigstens alle 2 Tage sportlich betätigt. Mangels an Zeit oder Motivation.
Wofür haben wir unsere Muskeln denn? Um vorm Computer zu hängen? Fernsehen? Autofahren? Dafür ist das Gehirn da. Der restliche Körper ist darauf ausgelegt, jagen zu gehen, lange Strecken zu laufen, auf Bäume zu klettern, vor wilden Tieren wegzusprinten. Dafür ist der menschliche Körper geschaffen. Dafür haben wir all die Muskeln und sind so gebaut, wie wir eben gebaut sind nach einer langen Episode menschlicher Evolution…
Reebok hatte vor 1-2 Jahren eine Kampagne, die mich auch nachträglich immernoch fasziniert: „Be more human“. Auf den Plakaten waren Menschen abgebildet, die eine sportliche Tätigkeit ausführten wie Rennen, Hindernislauf, Klettern,… In Sportklamotten aber inszeniert in einer natürlichen, kriegerischen, gefühlt gefährlichen Umgebung.
Als ich die Plakate damals sah, dachte ich: Ja verdammt!
Wir sind nun mal eine Spezies Tiere. Nur weil wir ein großes leistungsstarkes Gehirn haben und auf zwei Beinen laufen können, heißt das ja nicht, dass wir die ursprünglich tierische Kraft verloren haben. Sie schläft nur. Der Körper kann so viel mehr leisten, als wir glauben. Davon profitiert auch das Gehirn. Unser Körper ist schließlich ein Organismus. Alles hängt zusammen. Von der Ernährung bis zur Bewegung hat alles Einfluss auf unsere gesamte Leistung, die sowohl der Kopf als auch der Körper vollbringt, und nicht zuletzt die Psyche…

Also: Bewegt euch! Be more human!

KW 7 – Top, die Wette gilt…

Gewicht: 🙈🙊🙉
Defizit: 🙈🙊🙉

Was bin ich schwach. Das ist so traurig. Die Bilanz von Kalenderwoche 6 habe ich gleich bleiben lassen und gehofft, dass es nun besser läuft. Nein, lief es leider nicht.
Ich war wenigstens beide Wochen mindestens 2x ziemlich aktiv im Fitnessstudio. Und hab zusätzlich sogar zu Hause rumgeturnt.

Persönliche Glanzmomente hatte ich auf Treppi. Da bin ich immer flotter unterwegs und übertreffe nun locker die 1000 Schrittmarke. Außerdem versuch ich mich seit ein paar Tagen täglich am Unterarmstütz. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich so ambitioniert angefangen hab. Jedenfalls halte ich schon ganze 10 Sekunden länger durch als am Anfang. Yippie!

Ernährung? Fragt nicht. Ein Trauerspiel. Der Abend ruiniert jedes Mal mein schönes Defizit.
Unterm Strich habe ich jede Woche zusammengerechnet zwar ein Defizit erwirtschaftet (Hurra), aber das ist so mickrig, dass es der Waage kaum auffällt.
Außerdem kämpfe ich mal wieder mit PMS und hoffe dass das hohe Gewicht vom Wasser kommt. Obwohl das Wasser doch erst mit TOM (Time of the month) kommt… Naja…

Nun zu etwas Neuem: Eigentlich bin ich kein Fan von Challenges und Co, weil ich eher dazu neige, träge zu sein und Angst hab, nicht durchzuhalten (super Lebenseinstellung). Aber genau dafür ist sowas ja da.
Gleich zwei Blogger-Nachbarinnen haben mich durch ihre Beiträge nun so motiviert, doch auch mal eine Sport-Challenge zu starten.
Die Kollegin Krissi vom Blog Fitmit30 hat eine 30-Tage Sport Challenge gestartet. Das heißt, sie hat 30 Tage lang jeden Tag gesportelt und das als selbsternannte Couchpotato. Das Ergebnis ist ziemlich beeindruckend und könnt ihr hier nachlesen und anschauen.
Dann schreit auch noch Jule vom Blog Realität mit Sahne heraus, dass sie von Krissis Leistung so beeindruckt ist, dass sie den Versuch nun auch ab heute startet. Lest selbst hier.
Mitgerissen von Jule und immernoch fasziniert von Krissi, möchte ich auch mitmachen.
Da Jule ebenso heute startet, kann ich mich dadurch gut motivieren. Jedenfalls erhoffe ich mir das. Kann ja nicht angehen, dass ich mich ausruhe, während sie sich zum Sport quält… Oder?

Auf geht’s…
Heute war ich schon sporteln… Check… 💪