Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 2 – Kyoto

*Hier gehts zum 1. Teil

Station 3 Kyoto
Erst einmal ein paar Worte zu Kyoto.
Kyoto ist eines der bedeutendsten kulturellen sowie historischen Zentren Japans, wenn nicht sogar DAS bedeutendste. Der Stadtname bedeutet übersetzt „kaiserliche Residenz“ und war von 794 bis 1868 auch tatsächlich der Sitz des Kaisers (Seit 1868 sitzt er in Tokyo). Daher gab es Geld und Kultur in Hülle und Fülle. In Zahlen aktuell:
1600 buddhistische Tempel
400 Schinto-Schreine
viele Paläste
Viele Gärten
(und das bei einer Einwohnerzahl von 1’469’000 Einwohnern).
Die 2 großen Religionen in Japan sind der Buddhismus und der Shintoismus. 80% der Japaner gehören beider Religionen gleichermaßen an, daher gibt es so viele Schreine verschiedener Religionen.  Andere Religionen sind in der klaren Minderheit. Durch meine Manga weiß ich, dass Kurisumasu (gesprochen: krismas (Christmas=Weihnachten)) für verliebte Paare sehr wichtig ist xD. Sie gehen am 24. oder 25.12. auf ein Deto (Date) geben sich Presento (Geschenke) und essen Keki (Cake/Kuchen). Im Japanischen sind viele Wörter aus anderen Sprachen angelehnt und japanisiert. Das war grad eine schöne Beispielkette. Übrigens ist das Wort für Arbeit aus dem Deutschen entnommen und heißt auf Japanisch Arubaito. xD

Während des 2. Weltkriegs gab es die Diskussion, an welchem Ort die erste Atombombe abgeworfen werden sollte. Kyoto stand aufgrund seiner Bedeutung ganz vorn auf der Liste. Einer der befehlshabenden amerikanischen Offiziere (ich habe keine Ahnung von Militär-Sprech, also verzeiht falsche Titelbezeichnungen.) war zuvor schon in Kyoto gewesen und wusste um seiner Schätze. Er fand die Stadt zu wertvoll um sie zu zerstören, so dass Kyoto wieder von der Liste gestrichen wurde und man sich für die Stadt mit großem militärischen Stützpunkt entschied: Hiroshima.
Übrigens wurden fast alle japanischen Großstädte während des Krieges nahezu vollständig zerbombt (wenn auch nicht durch die Atombomben). Nur Kyoto hat man aus Respekt komplett verschont.

Kyoto unterscheidet sich zusätzlich im Stadtbild von anderen Städten, da neue Häuser unter der Auflage stehen, nicht höher als die historischen zu sein. Dadurch gibt es keine Skyline (na, ein paar höhere Gebäude stehen um den Bahnhof um ehrlich zu sein). Die Stadt ist zwar weitläufig, man kann aber fast alles erlaufen (aber ich komm auch aus Berlin. Hier ist alles unter 2 km ein Katzensprung und wird erlaufen.) und man hat einen gewissen kleine Großstadtflair trotz seiner Größe. Es gibt ein historisches Zentrum, an den man manchmal wohl auch Geishas sehen kann (die gibt es nämlich bis zum heutigen Tage). Kyoto ist ebenso von den Japanern sehr geschätzt und ein beliebtes Reiseziel. Jede Schulklasse muss mal dort gewesen sein. Außerdem sieht man sehr viele Leute im Kimono herumspazieren. Kimonos werden zu besonderen Anlässen herausgeholt: Abschlussveranstaltungen, Schreinfestivals, Hochzeiten. Für große Feste eben, egal ob spirituell oder weltlich. Da Kyoto so viel Geschichte und göttliche Spiritualität (diese vielen Schreine) ausstrahlt, tragen viele Japaner auch bei der Stadtbesichtigung einen Kimono. Die Stadt ist eben besonders. Übrigens gibt es zahllose Kimono-Verleihe inklusive Styling (bis 18 Uhr muss man die Kleidung wieder zurückgeben), das sowohl von den japanischen als auch den nichtjapanischen Touristen gern genutzt wird. Wir haben einmal zwei ältere europäische Damen gesehen, komplett gestyled mit den FlipFlop-Holzlatschen und den kleinen Täschchen. Das sah ziemlich niedlich aus und ich war ein ganz klein bisschen neidisch (aber meinen Kimono Auftritt hatte ich dann später noch in Tokyo 😉 )
Tag 6
Unser Hostel lag direkt neben einem großen bedeutenden Schrein (Namen sind Schall und Rauch. (hab jetzt doch gegooglet: Heian-Jingu, ein Shinto-Shrein)). Daher wurden wir direkt an unserer Bushaltestelle von einem großen rotem Torii begrüßt. (Wir erlebten das erste Mal das Abenteuer Busfahrt in einem fremden Land. Das ist ja immer ziemlich aufregend. Aber Japan ist natürlich super übersichtlich und es gab keine Probleme, nachdem wir verstanden haben, wie man im Bus bezahlt (beim Aussteigen)).
Wir sind erst Nachmittags in der Stadt angekommen daher blieb nur eine kurze Schreinbesichtigung (Schreine an sich darf man gar nicht betreten, aber auch von außen machen sie viel her. Außerdem gehörte zu ihm noch ein wunderschöner Garten, den man besichtigen konnte.
Später haben wir uns die alten Gebäude des historischen Kerns angeschaut.
Und hatten einen wunderbaren Abend-Spaziergang zurück zum Hostel. Wir mussten jedesmal wieder durch das Gelände des Heian-Jingu (Schrein vor unserem Hostel), der abends schön angeleuchtet wurde. Unser Heimweg war jedes Mal so wundervoll, allein durch die Anwesenheit des Schreins. 🙂
Tag 7
Dieser wurde fast ausschließlich dem Fushimi-Inari-Taisha gewidmet, ein Shinto-Schrein. Inari ist zwar nur eine von vielen Shinto-Gottheiten, gehört aber mit zu den wichtigsten (Gottheit für Fruchtbarkeit, Reis und Sake). Inari Schreine erkennt man an den zinnoberroten Torii, die den Weg zum Schrein deuten. (Allgemein steht fast vor jedem Schrein oder Tempel mindestens ein Torii um den Weg anzuzeigen) Und an den weißen Fuchstatuen, die oft auch paarweise den Weg links und rechts markieren. Allgemein sieht man die Füchse im Inari-Schrein/-Areal überall. Da ranken sich auch mehrer Legenden herum. Die weißen Füchse (Kitsune genannt) gelten als Boten des Inari-Gottes. Außerdem verwandelt sich der Gott/die Göttin (es ist regional unterschiedlich welchen Geschlechts Inari angehört) wohl auch selbst als Fuchs. Jedenfalls gelten Füchse in Japan fast überall als heilig.
Dieser Schrein in Kyoto (genauer gesagt zählt er zum Ort Fushimi, angrenzend an Kyoto) gehört zu den 3 Haupt Inari-Schreinen Japans (Es gib nämlich wohl mehrer Inari-Gottheiten oder Geschwister oder Familien. Dramen ganz wie in griechischer-Mythologie-Manier). Die Besonderheit dieses Schreins in Kyoto sind seine abertausenden Torii, die um einen Hügel herum auf das Heiligtum des Schreins auf die Spitze führen. Am Anfang quetscht man sich noch mit Schaaren von Menschen durch die Tor-Allee, aber der Weg ist recht lang außerdem stetig bergauf und als sportlicher junger Mensch hängt man dann nach und nach die Leute ab und man hat sogar mal private Momente in den Alleen für Fotos! (übrigens war der Inari Tag einer, an den ich 27000 Schritte gelaufen bin. und das zur Hälfte bergauf!) Man kann auch einfach mal durch die Tore heraustreten und den wunderschönen wechselnden Bambus-, Nadel- und Blattwald bewundern. Links und rechts gibt es noch weitere kleine Schreine. Manche irrwitzig klein. Zwischendurch sieht man auch mal buddhistische Tempel oder Figuren, in Ausbuchtungen an denen sich Wand an Wand Miniatur-Schreine sammeln.
Schrein Schrein Schrein. Das ist halt Kyoto.
Übrigens. Falls ihr das nächste mal Sushi esst. Schaut mal ob ihr Inari-Sushi seht. Die zählen zu den Nigiri und bestehen aus einer frittierten Tofutasche mit Reis gefüllt. Dies ist die typische Opfergabe für den Inari-Gott. Daher der Name für das Sushi. 😀
Später zurück in der Stadt sind wir auf den Kyoto-Tower (die Form soll an eine traditionelle japanische Kerze erinnern) herauf und haben die Stadt von oben bestaunt.
Tag 8
Der goldene Pavillon ist eines der großen Sehenswürdigkeiten in Kyoto, da die obere Fassade komplett mit Blattgold verziert ist. Zu unserer Schande muss ich gestehen, dass wir nicht geschafft haben ihn zu besuchen. Dafür waren wir beim silbernen Pavillon (der nie versilbert wurde, daher ist der Name hinfällig, steht aber irgendwie im Gegensatz zum goldenen und wird deshalb trotzdem Silberner Pavillon genannt). Zum silbernen Pavillon gehört wieder ein entzückender verträumter Garten, den ich bis heute nicht vergessen kann. Die Gärten strahlen so viel Ruhe aus, das kann man gar nicht beschreiben.
Wir haben noch einen ganz tollen Überdachten Einkaufskomplex mit Fischmarkt und Handwerksläden gefunden, aber leider keine Bilder gemacht. Aber das hat sehr viel Spaß gemacht.
Kyoto hat unendlich viel zu bieten. Den Königspalast haben wir nicht mal gesehen. 3 Tage sind eindeutig zu wenig, aber wirwollten ja weiter und anderen Städte bereisen.

Ich lasse nun wieder Bilder sprechen:

 

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Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 1

Ich bin für ein paar Tage in die Heimat gefahren. Hier habe ich fast hauptsächlich Sturmfrei und pendel zwischen üben (Opernsgesang), zocken (grad ist es A Link Between Worlds aus der Zelda-Reihe), lesen (Roald Dahl) zwischen Wohnzimmer und Terasse hin und her. Außerdem habe ich mir vorgenommen Dinge, die lang liegen geblieben sind, anzugehen. Dazu gehört der Japan-Bericht. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass ich mit meinem Liebsten im Frühling für gute 3 Wochen in Japan war.

Vielleicht ist es auch ganz gut, so viel Zeit dazwischen zu haben, so bleiben nur die prägnantesten Erinnerungen zurück und ihr bekommt nicht den ungefilterten Kulturschock entgegengehauen.

Die Schritte vorher.
Die japanische Kultur mit all ihren vielen Facetten fasziniert mich schon eine ganze Weile. Ich schätze, dass Sailor Moon den Grundstein dazu gelegt und Studio Ghibli (das ist ein Anime-Studio. Das Disney von Japan quasi. Bekannte Filme aus dem Hause sind „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Prinzessin Mononoke“) das Interesse ausgeweitet hat. Mit mittlerweile 30 steh ich immernoch total auf Animes und Mangas. Irgendwann habe ich sogar das Schämen dafür abgelegt und kann seit dem ganz offen dazu stehen.
Zu Disneyfilmen darf man mittlerweile ja auch ganz offen stehen. Wer Disney-Filme mag sollte sich mal „Das wandelnde Schloss“ aus Hayao Miyazakis Hand anschauen. Das ist wohl mein Lienlingsfilm. Danach wird man von keinem Disneyfilm mehr befriedigt sein. Es geht bei diesen Filmen um so viel mehr als die Suche nach dem Prinzen. Gut und Böse bleibt in der Balance, bzw. das pure Böse gibt es oft nicht einmal. Allein das ist eine Qualität, die Disney eigentlich nie hinbekommt.

Durch die Mangas und Animes wird einem gleichzeitig die Kultur und Religion nahegebracht. Eigenschaften, die mir einfallen sind folgende: Ursprünglichkeit, Reinheit, Reinlichkeit, Vollkommenheit durch Unvollkommenheit, Zartheit, Kraft, Natur, Geister. Das spiegelt sich in vielen Dingen wieder und hat durch die Naturbezogene Kultur und Ästhetik etwas sehr sanftes und beruhigendes. Anderseits ist das Land wahnsinnig fortschrittlich, knallig, bunt, voll und laut. Auch das übte seinen Reiz auf mich aus und ich war bereit, alle Farben Japans zu sehen und zu erleben.
Im März 2017 war es dann soweit.

Die Flüge haben wir fast ein Jahr im Voraus gebucht. Ursprünglich wollten wir die Reise frei gestalten und einkehren wann und wo wir eben lustig waren. Aber mir ist dann wieder eingefallen, dass das für mich immer starke Stresssituationen sind, wenn ich nicht weiß, wo ich noch am Abend schlafen werde. Außerdem war das Geld auch ein Faktor und ich wollte nicht in einem gemischten Schlafsaal enden um im Budget zu bleiben. Also begannen wir die Reise aus Deutschland aus zu planen. Nur die Züge haben wir dann vor Ort gebucht, aber das war durch den Japan-Rail-Pass auch ein Zuckerschlecken.

Station 1) Tokyo 1
Wir wollten uns Tokyo für das Ende der Reise aufheben und haben die ersten 2 Tage dazu genutzt um uns zu akklimatisieren. Trotzdem haben wir natürlich mit dem Sight Seeing begonnen. Wir waren schließlich in Tokyo!
Schon am Flughafen haben wir die allseits beliebte und verhasste Kaffee-Kette aus den Staaten besucht. Das war wohl auch unsere Haupt Frühstückslokalität der gesamten Reise. Ich erwischte mich einmal beim Sagen von: „Lass uns lieber zu Starbucks gehen, da ist der Kaffee günstiger“. Und das, meine Freunde, war keine Ironie. Japan ist sehr teuer und in solchen Fällen kommt einem eine Kette mit immergleichen Preisen auf dem Erdball ganz entgegen. Außerdem konnten wir das WLan dort frei nutzen, was doch sehr hilfreich ist in einem fremden Land. So wurde Starbucks unser bester Freund.

Tag 1) war für die Katz. Wir haben quasi überhaupt nicht geschlafen, weil wir von 1 Uhr morgens die Uhr auf 9 Uhr morgens umgestellt haben und somit komplett die Nacht übersprungen. Wir haben etwas abseits vom Zentrum gewohnt, aber das macht in Tokyo nichts. Wir hatten quasi unsere eigene kleine Stadt mit großem Bahnhof und Einkaufspassage und haste nicht gesehen… Also selbst unsere Gegend war ganz spannend. Außerdem hatten wir unsere erste Begegnungen mit den Toiletten und mit einem Essenbestell-Automaten.
Zu erst die Toilette. Mein 1. Foto, was ich in Japan aufgenommen hatte, galt eben einer Toilette. Die Toiletten da sind ja sowas von toll. Vergesst diese widerlichen sich selbstreinigen Klobrillen, sowas haben die nicht. Sondern ein komplettes Steuerbord mit unzähligen Knöpfen mit dem man wahrscheinlich auch ein Raumschiff bedienen könnte. Da waren Knöpfe mit Musiknoten drauf (denn die feine Dame von Welt schämt sich bei dem Pipi-Geräusch und kann so ihr Geschäft mit Bachrauschen, Spülungsgeräusch vom Band oder Vogelgezwitscher durch Druck dieses Knopfes überdecken). Es gab Knöpfe für Deo, Fön, Bidet vorn, Bidet hinten, die Stärke des Bidet-Strahls, die Höhe des Strahls, die Temperatur des Strahls und selbstverständlich eine eingebaute Brillenheizung. (Übrigens sind alle öffentlichen Toiletten in Japan kostenlos und sauber. Selbst die hinterletzte Toilette in einem abgelegenem Ort ist sauber und man setzt sich immer auf eine warme Brille und das ist wunderschön…. Ich vermisse sie…. Brilli…. schnief…)
Nun der Essensautomat: In vielen Restaurants und Suppenküchen bestellt und bezahlt man sein Essen zuerst an einem Automaten und geht dann mit dem Ticket zum Koch. Lost in translation haben wir das Ding natürlich übersehen und der Koch, der ausschließlich japanisch gesprochen hat, hat uns versucht klar zu machen, dass wir doch den Automaten benutzen sollen. Soweit so gut. Stehste also wie Schweinchen vom Uhrwerk. Die Zeichen für klein und groß habe ich erkannt. Success! Aber was wir dann wirklich in der Suppe hatten? keine Ahnung. Auf den Tasten waren Bilder angebracht, die das Gericht präsentierten. Sah aber so aus wie 5 mal das Selbe nur aus unterschiedlichen Winkeln fotografiert. No risk no fun! irgendwas geklickt. Und mein tolles Wissen über klein und groß ausgepackt und den Knopf für klein gedrückt (ich versuch ja abzunehmen, falls das jemand von euch mitbekommen hat). Hat geklappt. Essen war toll!
Ab diesem Moment wurde also immer erst das Lokal beäugt und nach Automaten abgecheckt.

Tag 2) begann Jetlag bedingt sehr früh. Wir besuchten zuerst den Meiji Schrein und den großen Park drumherum. Das liegt direkt neben Shibuya bzw. gehört sogar zum Bezirk Shibuya (ihr kennt sicherlich diese Große Kreuzung, die immer mit Tokyo zusammen gezeigt wird, die von Tausenden von Menschen (zu Spitzenzeiten am Abend bei einer einzigen Ampelphase bis zu 15000 Menschen (Quelle wikipedia)kreuz und quer überquert wird.) Das ist Shibuya. Jedenfalls ist dieser super ruhige und schöne Park grad mal 10 Geh Minuten vom Trubel entfernt. Es beherbergt noch einen japanischen Garten. Dieser war nur der erste den wir besuchten. Allein der war schon wahnsinnig schön dabei hat noch gar nix geblüht. Außerdem waren wir in der Takeshita-Dori. Eine hippe Einkaufsstraße mit bunten Menschen und bunter Kleidung und alles ist bunt und überhaupt… Ich habe mir dort eine Jacke mit Katzenbaby Köpfen gekauft. Die ist super.
Und wir haben dem Hund Hachiko einen Besuch abgestatt. Dieser super treue Hund, dem unter anderem ein Film mit Richard Gere gewidmet ist. (Ich hab Rotz und Wasser geheult.)

Tag 3) Besuch in Akihabara. Das Electronic-/Animé-/Amusment-Viertel. Alles ist hoch und laut und bunt und es gibt zahllose Arcade-Häuser (!) und Plüschtiergreifautomaten-Häuser (!)…. und und und… Darauf hab ich mich ja die ganze Zeit gefreut. Und Bekloppte, die vor Automaten tanzen, singen und springen oder irgendwelche Trommelspiele spielen. Die müssen den ganzen Tag nichts anderes machen, die sind derart begabt, das ist ziemlich beeindruckend. Also die ganzen Nerds gehen dahin und wir wurden auch sehr fündig was Plüschtiere von Anime und Pokemon und so was angeht…. wir haben jetzt ein Plüsch-Pokeball und ein Plüsch-Trasla (das ist mein Lieblingspokemon. Ja ich hab ein Lieblingspokemon. :D).

Station 2 Hakone
Tag 4)-5)
Am Vierten Tag sind wir dann nach Hakone gefahren. Es wird als das Nahrerholungsgebiet der Tokyoter beworben. Es liegt ca. 80 km südlich von Tokyo in den Bergen Richtung Fuji-San und zieht durch seine Vulkanität und den dadurch natürlichen heißen Quellen viele Besucher an. Es gibt einen riesigen Vulkansee und wunderschöne Landschaft zum bewandern und bewundern.
Wir haben in einem Ryokan eingecheckt. Das ist ein Traditionelles Hotel was etwas hochkarätiger ist. Mit Tatamimatten ausgestattet schläft man auf Futonmatratzen auf dem Boden. Auch das Essen ist traditionell Japanisch reichhaltig und üppig. Ryokans mit Onsen (also eigener heißen Quelle) sind so eine Art Spa-Hotel. Man bekommt einen Yukata (eine leichte Version des Kimono. Der Ursprung unseres Bademantels) und es ist völlig normal den ganzen Tag mit dem Badelmantel durch die Gegend zu laufen. Das machen alle. Man geht zum Essen mit dem Bademantel. Man geht ins Bad mit dem Bademantel und man schläft sogar damit. Jeden Tag bekommt man einen Frischen Yukata (also der Bademantel) und Zehensöckchen für die Slipper 😀
Es war so herrlich. Der Onsen war herrlich. Das Essen war herrlich. Die Berge waren herrlich. Es war sooooo toll. Haaaach….. Von den heißen Quellen durften wir keine Bilder machen (aus ähnlichen Gründen, warum man in der Sauna keine macht 😉 )

hier folgen nun Bilder und der nächste Bericht kommt dann auch bald nach.

 

Bilanz KW 31 – Was täte ich nur ohne Trendi…

Kurve 31.jpg

Gewicht: 79,8 Kg
Defizit zu letzter Woche: +0,5 Kg
Defizit allgemein: -15,7 Kg

Also zu letzter Woche sieht das nun nicht so toll aus. Aber die Woche lief eigentlichen verhältnismäßig gut.

Die Kurve da oben ist mein gesamtes letztes Jahr. Eigentlich zum Kopfschütteln. Da habe ich ein halbes Jahr gebraucht um die 84 zu erreichen und ein halbes Jahr um da wieder wegzukommen um den status quo zu erreichen. Das, meine Freunde, ist ein Jahr Daddelei.
Außerdem dachte ich, dass die letzten 2 Monate Bauchstreicheln mir nichts ausgemacht haben, aber wenn man sich die Kurve anschaut, erkennt man ja eigentlich doch so ne blöde Tendenz nach oben.
Ich vertraue der roten Trendlinie und die weissagt mir, dass es nach unten geht.
Die Trendlinie, mein neuer bester Freund.

Ich war insgesamt nur 2 mal beim Sport. Das lag daran, dass ich mir am Dienstag wie ein Anfänger total dusselig die Schulter gezerrt habe, weil ich mich scheinbar nicht gut genug erwärmt habe. Das stimmt wohl zum Teil. Vor dem Krafttraining fand man mich zwar 10 Minuten bei recht intensiver Stufe auf dem Crosstrainer, denn Erwärmung ist wichtig! Aber Dehen? Keine Spur.
Wenn ich meine Beine trainiere, dehne ich die sonst auch vorher. Warum die Arme nicht? … Sherlock?
Lektion gelernt: Oberkörper möchte AUCH vor dem Sport gedehnt werden. Nagut!

Jedenfalls tat meine Schulter die ersten 2 Tage brutal weh und ich habe Schmerzmittel – dabei mich selbst verfluchend – eingenommen und gehofft!!
Nach 3 Tagen gab’s dann eine Besserung, aber ich wollte mich nicht zu früh belasten.
Eine Runde Laufen oder Crosstrainer habe ich lieber ausgelassen, da die Arme ja immer mitwippen und die Schulter dadurch dann ja auch permanent gereizt ist. Hätte zwar gut gehen können, hätte es aber eben auch nicht.
Seit dem Wochenende merke ich eigentlich nur noch leichtes Ziehen. Ich kann die Schulter wieder kreisen und mir meine Oberteile ganz alleine anziehen ohne Zusammenzuzucken, also bin ich gestern wieder ins Fitti gegangen und habe nur den Unterkörper trainiert.
Das war eine gute Idee. Alles ist in Ordnung. Mir geht es prima.

Soviel zum Sport. Nun zur Ernährung.
Naja. So ganz schaffe ich es nicht, meine selbstgesetzten Kaloriengrenzen einzuhalten. Dennoch bin ich jeden Tag unter meinem Tagesbedarf geblieben und dadurch erwarten ich und Trendi (die Trendlinie. mein bester Freund. Ihr erinnert euch?) in der kommenden Woche eine Abnahme.
Uuuund Intermittierendes Fasten: Es ist und bleibt eine gute Sache für mich. Im Prinzip sieht das bei mir so aus, dass ich solange nichts esse, bis ich es nicht mehr aushalte. Das klingt sehr qualvoll. Ist es auch.  xD Aber gelingt mir besser als ab 19 Uhr nichts mehr zu Essen.

Jetzt überlege ich, ob ich noch zum Sport gehe oder lieber vorerst noch größere Pausen zwischen den Einheiten lasse. Das Training gestern war recht intensiv. Meine Kraft und Ausdauer muss ich erstmal wieder aufbauen. Ich möchte mein kleines feines Körperchen nicht schon zu Beginn der Motivation komplett belasten. Um dann müde gar keinen Sport mehr zu machen (ich kenne mich mittlerweile gut genug und weiß, dass mir sowas aus Übereifer schnell mal passiert). Bauchübungen zu Hause auf dem Teppich finde ich immer doof (Das liegt eher an der Raumaufteilung als an der Übung an sich) und bissl Crosstrainer wär ja ganz nett…. Ich muss mich nur zügeln können, damit ich auch am nächsten Tag fit genug bin und nicht komplett ausgepowert.

Man wird sehen! Seid gegrüßt! 🙂

Geht wieder los..

Gewicht: 79,3 Kg
Defizit zum letzten Post (vor 3 Wochen): +1Kg
Defizit allgemein: – 16,2 Kg

Ich bin einfach nicht zum Sport gegangen. Seit fast zwei Monaten habe ich es einfach nicht geschafft. Ich war wie gehemmt. Das war ganz merkwürdig und ich kann es nicht erklären.
Gestern habe ich es dann endlich wieder geschafft und es war herrlich. Ich weiß nicht, warum es mich so eine unglaubliche Überwindung gekostet hat, wobei es mir doch eigentlich gefällt.
Jetzt ist auch die Mauer wieder eingerissen und ich kann hindurchsteigen. Also um die nächste Zeit mache ich mir keine Sorgen.

Übrigens bin ich davon überzeugt, dass ich jetzt mehr essen kann, seitdem ich meine Schilddrüsenpillen nehmen. Ich esse die ganze Zeit (seit mindestens 2 Monaten) wie PMS-verrückt und die Waage regt sich kaum. Bleibt konstant zwischen 78,x und 79,x Kg.

Letztes Wochenende war ich in Edinburgh mit Schwiegereltern und Mann in spe (<3<3<3). Das war unser Geburtstagsgeschenk zum 30. (ahhhh ich bin 30.). Wir waren nur 3 Nächte da und als ich zurück kam, habe ich 2 Kg mehr gewogen. Die 2 Kg gingen noch am Tag unserer Rückkehr. Das ist doch Wahnsinn wie der Körper mit Wasser umgeht.
Ein bisschen anderes Klima: Wassereinlagerung.
Zyklus: Wassereinlagerung.
Wandern: Wassereinlagerung.

Was genau findet der Körper so gut an Wassereinlagerungen? Sind das noch alte Trinkreserven für die extremen Bedingungen, die wir durchleben, wenn der rote Indianer kommt? Oder für die Differenz von 5 °C wenn wir im Urlaub sind?
Meinje. Das ist schon fast niedlich, wenn man drüber nachdenkt.
Haste fein gemacht Körper. Jetzte kannste das Wasser aber auch wieder gehen lassen….

Ich fühle mich gerade normal weder WasserEIN- noch AUSlagerung. Also nehme ich die 79,3 Kg gerne an.

Ich muss langsam wirklich mal durchziehen, wenn ich zur Hochzeit rank und schlank elfengleich dahingleiten möchte.

Wir werden noch diesen Sommer/Herbst zum Standesamt gehen (sofern wir denn endlich nen netten Termin kriegen. Habe dem Standesamt grad per Mail zu einer freitäglichen 8:30 Verantstaltung zugesagt. Netter Tag. Scheiß Zeit. Aber es nervt echt gewaltig. Jetzt müssen die noch das OK geben. Drückt die Daumen!! Ich will das endlich fest haben…). Da wäre eine Kleidergröße weniger doch echt super. Nächstes Jahr gibt’s dann die freie Trauung und da dann auch das „große“ Kleid in einer (hoffentlich) schmalen Katinka.

Oh Moment, just hat sich ein anderes Standesamt gemeldet (wir haben alle Standesämter in Berlin abgeklingelt und angemailt (denn die sind fast alle kaum erreichbar) um nen halbwegs schönen Termin zu bekommen und es ist echt zum Haare raufen). Vielleicht haben die noch ne nette Zeit. Aber ich muss jetzt warten, bis die mich anrufen, die haben nämlich nur nach meiner Telelfonnummer gefragt. -.-. Wer macht denn sowas?

Naja… Es wird! Ich werde berichten 😉

Über Körper und Hochzeit und was mich bewegt; und ob ich mich bewege…

Seid gegrüßt und genießt den Sommer.
Grad regnet es nicht. So ist das also ohne Regen ….

😀

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Ein Hallo zwischendurch 

Ich weiß gar nicht, warum ich abrupt aufgehört habe Sport zu machen, Kalorien zu zählen und zu bloggen (Alles vor 3 Wochen eingestellt). Ok bloggen ist klar: wenn ich nichts unternehme, habe ich auch nichts zu berichten; außer, dass ich ganz schamvoll meine Hände vor die Augen halte.

Vor 1,5 Wochen hatte ich Geburtstag und Unmengen an Pralinen bekommen. Ich hab besinnungslos alles in mich reingestopft zusätzlich zum ganzen Kuchen und Gedönz. Am Wochenende Feier ich noch mit Familie und da geht’s weiter.

Gewicht heute: 78,3 Kg

Tiefststand. Wie zum Geier geht das?

Die Befürchtung, dass meine Waage spinnt, wurde wieder genommen: Mein Freund wiegt sich auch jeden Tag und bemerkt keine Unstimmigkeiten und auch bei meiner Mutter wiege ich 78,x Kg.

Ich will mich ja gar nicht beschweren, aber ich würde gern mal wissen, was los ist.

Meine Medikation der Schilddrüsenhormone stimmte nicht und verursachte eine Überfunktion. Ich bin natürlich in Behandlung und wir checken das regelmäßig per Blutbild, aber vielleicht rührt das Gewicht halten ja daher.

Mein Herz pocht widerlich stark, und ich bin unruhig.

Man weiß es nicht…

Ich trau mich leider grad nicht zum Sport. Jeden Tag nehme ich es mir vor und ich trau mich nicht. Ganz eigenartig. Dabei habe ich so viel Energie. Zu Hause mache ich Sit Ups und Krams, gegen das schlechte Gewissen, aber zum Pensum von vorher ist das lächerlich.

🍀🍀🍀

Dieser Blogpost ist ein Zwischenbericht, wenn ich zu lange nicht blogge, geht das nämlich auch hier noch los mit der Abstinenz …

Ich möchte positiv bleiben: ich wiege so wenig wie das letzte mal vor 11 Jahren. Ich trage jeden Tag mein Gewicht ein. Seit gestern gehe ich wieder gewissenhafter mit dem Erbährungstagebuch um.

Gerne möchte ich noch erfahren warum durchschnittlich 3 Wochen regelmäßig Sport von 2 Wochen Faulheit abgelöst werden. Warum ich gefühlt jedes Mal von vorn beginnen muss. Warum sich einfach keine Routine einstellen mag.

So lange ich irgendwie dran bleibe, bin ich aber guter Dinge. Ich habe einen sehr langen Atem.

„Projekt Abnehmen“ startete vor über 2 Jahren und es geht stetig weiter.

Ich habe mit heutigem Tage 17,2 Kg abgenommen.

🎉🎉🎉🎉🎈🎈🎈🎈🎈

(M)Ein Blogpost über gesunde Ernährung. (wow! wie kreativ) und Bilanz KW 24

Kurve KW 24.jpg

Gewicht: 78,8 Kg
Defizit seit letzter Woche: -0,3 Kg
Defizit allgemein: -16,7 Kg

Es macht zwar einen guten Eindruck, aber ehrlich gesagt hatte ich keine gute Abnehmwoche. Ich habe fast normal gegessen und im Prinzip nur 2mal effektiv Sport gemacht.
Es war eine gute Haltewoche. 😉

Ich hatte recht viel zu tun (bis einschließlich gestern. Als Musiker gibt’s keine Wochenden oder Feiertage 😉 ) Am Ende eines jeden Tages war ich körperlich so müde, dass ich Sport dann immer sein lassen musste. Hatte sogar meine Sportsachen gepackt und mit zur Arbeit genommen, aber danach dann doch direkt nach Hause gegangen. Ich weiß nicht, wem das was gebracht hätte sich noch ne Stunde auf dem Crosstrainer zu quälen nachdem ich echt erledigt war.
Ich sehe das recht gelassen und ärgere mich nicht. Diese Woche ist wieder viel entspannter und Sport wird wieder angegangen.

Nun zur Überschrift: Gesunde Ernährung

Ich hatte schon öfter das Bedürfnis darüber zu schreiben und meine bescheidene Meinung kundzutun. Im Prinzip habe ich das schonmal getan, als ich behauptete, dass Kuchen gesund sei. Dieses mal möchte ich noch tiefer in die Materie einsteigen.

Wir haben ja alle unsere Vorstellung von gesunder Ernährung. Dabei ploppen einem Bilder von buntem Gemüse und Obst, Vollkornprodukten, Fisch und zuweilen auch Fleisch auf. Industriell gefertigte Produkte hatte nun wohl niemand vor dem inneren Auge. Außerdem gibt es viele Trends wie Veganismus, Superfood, Detox, Smoothies….

Ich habe gerade eine meiner Meinung nach ziemlich dusselige britische Sendung über gesunde Ernährung gesehen. Es wurden mehrere Trends ausprobiert und anhand von 1-9 Probanden wissenschaftlich getestet und bewertet. In Galileo-Manier wurden nach eindimensionalen fragwürdige Eigenschaften geforscht. Bei maximal 9 Testpersonen können da ja qualitativ nur astreine Resultate herauskommen. Ist klar.

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll…

Wasseraufnahme

Ein Test ging um die Wasseraufnahme. 4 Testgruppen à 2 Leute sollten herausfinden, aus welchem Getränk der Körper am besten Wasser aufnehmen kann. Getestet wurden Wasser, Kaffee, Orangensaft und Milch. Jede Testperson musste innerhalb einer Stunde einen Liter des ihm zugewiesenen Getränks trinken und danach wurde deren Pipi ausgewertet.
Sieger war Milch(!). 2. Patz O-Saft. Ein Wissenschaftler klärt auch warum. Wenn in Wasser Glukose, Salz und Geschmack wie Zitronensaft (wtf) zusammengerührt wird, kann der Körper das besser aufnehmen. In der Milch hilft das Eiweiß oder das Fett oder weiß der Geier…
Verstehe gar nicht, warum die Tiere im Wald sich nicht immer einen Cocktail mixen. Dass die überhaupt klarkommen da draußen ohne Zintronensaft im Bach. Haben die Urmenschen das also auch immer gemacht, ja?
Was die Sendung ihren dummen Zuschauern also darbringt, ist, dass Milch und O-Saft sehr gesund sind. Welche Eigenschaften Milch und O-Saft noch haben, ist total nebensächlich. Der hohe Zucker-Gehalt in O-Saft spielt keine Rolle.

Und wie war das mit der Milch? Irgendwas mit Kalzium. Und das war gut für die Knochen. Oder?
So passt auf: Milch erzeugt im Körper Säure die durch Kalzium gebunden werden kann. Dabei übersteigt der Kalziumabfluss sogar das Kalzium, dass überhaupt erst durch die Milch aufgenommen wurde. Also führt Milch zum Kalziumabbau. Klingt schon nicht mehr ganz so gesund…

Aber laut der bekloppten Sendung ist ja nur wichtig, wie viel Wasser der Körper aufnimmt.
Ich schlussfolgere also: statt der empfohlenen 1,5-2 Liter Wasser, reicht es auch wenn ich nur 1l Milch trinke? oder was genau wollen die mir damit sagen?

Superfood

Die Sendung kam zur Schlussfolgerung, dass Superfood überteuert ist und nicht notwendig für eine gesunde Ernährung. Da gebe ich ihr sogar recht.
Das ist vielleicht ein heikles Thema, man mag es gar nicht glauben. Ich selbst sehe Superfood allerdings trotzdem als Bereicherung an. Der Name ist übertrieben, sicherlich, zumal dieses Superfood nicht mehr positive Eigenschaften hat als uns bekannte heimische Produkte, das ist auch mir nicht neu. Aber ganz ehrlich: Ich habe lieber Chia- als Leinsamen im Müsli. Ich weiß nicht mal ob Lein-Pudding funktioniert. Quinoa mag man mit Reis ersetzen können, aber Quinoa schmeckt ganz anders.
Ich stelle mir dieses Argument vor 100en-1000en Jahren vor:
Skeptiker 1: „Dieses Superfood Reis aus Asien braucht kein Mensch. Wir haben hier unsere Nudeln. Die bringen auch viel Energie.“
Skeptiker 2: „Wer braucht schon dieses ganze Superfood aus Südamerika. Diese Tomaten, Kartoffeln und Paprika braucht doch kein Mensch. Wir haben unser Getreide, unsere Gurken und Radieschen.“
Bin ich froh, dass die Skeptiker nichts zu melden hatten.
Ja klar haben wir für all dieses „neue“ Essen auch ne hiesige Wunderwaffe, aber ich finde es schön, dass ich nicht jeden Tag das gleiche essen muss um an all die Nährstoffe zu kommen. Vielseitige Ernährung und ausprobieren macht mir Spaß, egal ob Goji-Beeren genauso viel Vitamin C besitzen wie Erdbeeren. Man sollte eher alt-Bekannte Nährstofflieferanten mit in die Superfood-Gang holen (dies tun einige Listen mittlerweile auch schon).

Nahrungsergänzungsmittel

Laut der tollen Serie haben Nahrungsergänzungsmittel keinen Effekt. Weder positiv noch negativ. Der Nährstoff-Spiegel der einzigen Testperson nach 2 Wochen Pilleneinnahme blieb gleich.
Was ich vorher schon wusste:
Der Körper braucht natürlich einen gewissen Wert eines jeden Nährstoffes, wenn der überschritten wird, wird der Rest ausgeschieden. Der Körper kriegt das ganz prima ohne Nahrungsergänzungsmittel hin. Er zieht sie aus der Ernährung, bzw bildet sie selbstständig. Wenn ihm dann die Nährstoffe inform einer Pille serviert werden, hört er auf, selbst welche zu bilden und wird faul, denn mehr brauch er ja gar nicht.
Es gibt natürlich Ausnahmen, wenn mann durch eine beschränkte Ernährung oder Krankheiten nicht in der Lage ist, genügend Nährstoffe zuzuführen. Aber an sich kriegt der Körper das ganz allein hin.

Abschließende Gedanken ohne Bezug auf die Sendung

Neue Erkenntnisse bestätigen meist die alten.
Bunte Nahrung ist gesund. Und das kann man wörtlich nehmen. Je bunter der Teller, desto besser. Das ist sogar ganz logisch zu erklären: Verschiedene Nährstoffe, haben auch unterschiedliche Farben und diese geben sie an die jeweiligen Träger (Obst, Gemüse,… die Nahrung) ab.
Die Dosis macht das Gift. Wenn ich viel von einer Sache esse, macht mich das nicht automatisch gesünder.
Bsp: Wenn ich Orangen esse um meinen Vitamin C Bedarf zu decken, macht mich das nicht gesünder, wenn ich noch eine weitere esse, nachdem der Bedarf gedeckt war. Das zu viel zugeführte Vitamin C wird ausgeschieden. Die letzte Orange hat außerdem rund 118 Kcal zusätzlich gebracht, die ich auch hätte anders füllen können.
Die Frage „Ist eine Orange gesund?“ stellt sich gar nicht. Kein Lebensmittel an sich ist gesund. Man braucht schon viele verschiedene, wir können ja nicht nur von einem Nährstoff leben.

„Aber eine Orange ist doch gesünder als ein Stück Kuchen!„. Das kommt drauf an, was der Körper braucht. Wenn der Körper gerade viele Kalorien braucht, weil er bereits unterernährt ist, oder viel Leistung erbringen muss, wär Kuchen aus allen Lebensmitteln heraus jetzt nicht unbedingt die erste Wahl, aber wenn man die Wahl zwischen den beiden hat vielleicht besser geeignet, als die Orange. Ich hoffe ihr versteht, was ich meine und dreht mir keinen Strick. 😉
Wenn ich abnehmen möchte, ist natürlich die Orange die bessere Wahl, die hat weniger Kalorien. Allerdings hat auch eine Orange für einen Abnehmernährungsplan verhältnismäßig viele Kalorien…

Tierische Lebensmittel finde ich schwierig. Dazu gibt es so viele Meinungen, dass ich nicht weiß, was stimmt. Wo ich mir fast sicher bin, ist, dass Massentierhaltungen und Pauschalantibiotika für die Tiere nicht gut sein können. Das löst Stress und Krankheiten in den Tieren aus. Wie also kann Milch, Ei und Fleisch eines kranken Tieres gesund für uns Menschen sein?
Ich selbst lebe mit einer Doppelmoral. Fleisch und tierische Produkte konsumiere ich, wegen des Proteins und der wenigen Kalorien und das nur selten in Bio-Qualität. Zumal immer mehr Quellen, die ich rezipiere zu Veganismus raten (ohne selektiv veganismus-quellen gesucht zu haben. Wenn ich suche, dass veganismus gesund ist, finde ich es natürlich auch.). Viele Krankheiten lassen sich auf den Verzehr tierischer Produkte zurückführen. Logisch auch: tierisches Eiweiß führt zu Zellwachstum (wir Menschen werden immer größer), und davon profitieren auch andere Zellen (Krebs…). Mein Bauchgefühl sagt mir, dass da was dran ist. Da muss ich mir noch eine Lösung für meine Ernährung überlegen, die ich selbst vertreten kann… Einmal die Woche Fleisch, kaum/keine Milchprodukte,… Ich weiß es noch nicht…

Wir kommen also immer wieder darauf zurück: Ausgewogenheit ist wichtig. Bewusstsein ist wichtig.

Gesund essen bedeutet vielseitig zu essen, und nicht nur gesunde Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Die gibt es nämlich gar nicht. Gesund ist, was der Körper gerade braucht. 😀

Das ist das, was ich denke.

Ich bin auf Kommentare gespannt. Sicherlich gibt es einiges an Gegenwind. Ich bin bereit und offen.

Habt eine gute Woche! 😀

Bilanz KW 23 – Kurvendiskussion

 

Kurve KW 23 neu

Gewicht: 79,1 Kg
Defizit seit letzter Woche: -0,1 Kg
Defizit seit Start 2015: – 16,4 Kg

Ich habe irgendwann mal erwähnt, dass ich die tolle Kurve wieder dazutue, sobald ich wieder unter 80 Kg bin. Es scheint eine dauerhafte Sache zu sein. Also da habt ihr sie wieder.

Wunderbar bewundern kann man, wie kontinuierlich ich 2015 Gewicht verlor (Schaut! Ich kann es wirklich!), wie Anfang 2016 noch alles prima war und sich dann das Gewicht allmählich wieder hochhangelte.
Irgendwie komme ich mir die ganze Zeit wie ne Versagerin vor. Vorsätze halte ich nicht ein und ständig daddel ich und komm nicht zu Potte, geh nicht zum Sport, esse massig Eis… Nun schaue ich mir die Kurve an und werde eines besseren belehrt. Sicherlich gab es Rückschläge, aber im Großen und Ganzen bin ich ganz gut dabei. Mit Gewichtsspitze (die habe ich euch markiert 84,2 Kg am 02.01.2017) ging die Abnahme wieder los. Man kann sehen, dass der Trend eindeutig und sogar ziemlich gleichmäßig Richtung Abnahme geht. Also bin ich doch gar nicht so schlecht wie mein Ruf, bzw. wie ich mich selbst rufe.

Vergangenen Freitag vermeldete die Waage übrigens 78,4 Kg (schade, dass ich heute wieder über 79 Kg bin). So wenig habe ich seit 11 Jahren nicht mehr gewogen. Das ist doch ein ziemlicher Erfolg!

Ich sehe und spüre Muskeln. Außerdem fiel es auch mein Umfeld wieder auf, dass ich abgenommen habe.

Am Wochenende war eine Freundin zu Besuch UND meine Eltern waren da. Das ist für mich immer der Supergau. Ich kann mich überhaupt nicht zusammennehmen. Wochenenden fallen mir jedes Mal ziemlich schwer, egal ob jemand zu Gast ist oder nicht.
Ich glaube, Ich persönlich komme mit Schadensbegrenzung am Besten hin. Am Wochenende esse ich dann eben mal ne Kugel Eis mehr (aber nur eine und nicht zwei), dafür lege ich den Fokus dann auf unter die Woche.

Leider war ich wieder nur 3 Mal beim Sport. Aber immerhin. ;P

Zum intermittierenden Fasten wollte ich noch etwas sagen: Im Prinzip versuche ich mich daran. Es gelingt mir nicht jeden, aber fast jeden Tag. Dadurch habe ich weniger Zeit zu essen und diese Futter-Bremse funktioniert tatsächlich ziemlich gut.
Es gibt zwei recht große Mahlzeiten mit verhältnismäßig wenigen Kalorien (machmal xD). Wenn ich dann noch an dem Tag Sport gemacht habe, komme ich locker auf 1000 Kcal, die ich einspare.

So ungefähr bleibe ich an der Stange. Ich habe gern viel auf dem Teller, da verzichte ich lieber auf Naschereien zwischendurch, außerdem bin erstmal für ein paar Stunden pappsatt.

Ich wünsche euch eine tolle Woche! Viel Erfolg bei euren Plänen 🙂