Weiter geht’s mit der Selbstbeweihräucherung. Es ist nötig!

Mein letzter Post hat mir nochmal vor Augen geführt, dass ich besser zu mir selbst sein soll. Ich bin zwar selbstbewusst, aber nicht in allen Bereichen und vor allem mein Selbstwert hinkt arg hinterher.
Ich möchte mich für eure Kommentare und Likes darunter bedanken, das hat mich auf jeden Fall gestärkt und eine gewisse Euphorie mitgebracht.

Ich bin total wechselhaft mit meinem Denken mir selbst gegenüber. Ein „Hab ich gut gemacht.“ wird meist von drei „Mein Gott bin ich dämlich“ überschattet. Das hab ich doch gar nicht nötig. Warum möchte ich mich schlecht machen?
Eine gesunde Selbsteinschätzung ist toll, aber sich permanent fertig zu machen, scheint mir nicht dazu zugehören. Ich möchte mich gern also auf meine Qualitäten stürzen.

Gerade die letzte Woche brachte sehr viele positive Prädikate von verschiedenen Personen über mich.
Es begann mit einem Konzert am Sonntag. Ich hatte ein für mich recht anspruchsvolles Stück als Solistin begleitet von Orchester zu singen und ich hab das ganz toll hinbekommen. (Ich wollte das Konzert ursprünglich gar absagen, weil ich ja ich bin und mir ja nichts zutraue… -.-‚ Also erste Hürde, überhaupt zuzusagen, habe ich schon mal gemeistert.) Später nach dem Konzert bekam ich eine Nachricht von einem Zuschauer, der meinen Kontakt über meine Homepage suchte. Er wollte sich nur für den schönen Abend bedanken und sagte mir noch, ich hätte eine phantastische Stimme. Wenn sich jemand extra bemüht, mich googlet um über ein Kontaktformular einen netten Gruß zu hinterlassen, dann ist das wirklich ein tolles Kompliment.

Weiter geht’s mit Montag. Meine Probezeit in meinem Nebenjob ist fast um und deshalb gab es ein Personalgespräch mit meinem Teamleiter und dem Personalchef über meine jetzige und weitere Tätigkeit dort.
Die Worte über mich waren: zuverlässig, pünktlich, fleißig, tolle Kollegin, weitsichtig, gute Kommunikation. Als es darum ging, was ich verbessern könnte ist denen nichts eingefallen und sie schlossen mit den Worten: Na wir müssen uns ja jetzt auch nichts ausdenken, nur damit was auf dem Zettel steht.
Das war ne pure Komplimenten-Dusche. Ich musste mich arg zurückhalten um nicht zu widersprechen und gleich auf all meine Schwächen hinzuweisen…
Ich wurde auch zu meinen beruflichen Zielen (es gibt nämlich Aufstiegschancen) innerhalb des Unternehmens befragt und ich hab wahrheitsgemäß gesagt, dass das grad für mich eine Zwischenstation ist und ich noch auf der Suche nach meiner Zukunft bin oder so ähnlich. Also, dass ich eigentlich nicht ewig da bleiben möchte um andere Positionen zu besetzen (das Feld ist für mich auch komplett Neuland und mir fehlen sämtliche Qualifikationen). Daraufhin sagte mein Personalchef: Schade. (Auch das war ja im Prinzip ein Kompliment. Auch wenn ich mit dieser Aussage nicht unbedingt glänzte)

Mittwoch (2 Tage später also) bekomme ich eine Nachricht, dass mein direkter Vorgesetzter, also mein Teamleiter gekündigt worden ist (ich war auch kein Fan seiner Arbeit muss ich gestehen. Und dass es für ihn brenzlich wird war augenscheinlich).
Ab morgen wird die Stelle intern ausgeschrieben (wir sind ein sehr großes Unternehmen mit Standorten weltweit. Daher ist „intern“ sehr großflächig).

Also nochmal kurz drüber nachgedacht: neee…. ich weiß nicht.. neeeee….. Angst… nee….

Freitag komm ich seit dieser Verkündigung wieder zur Arbeit und der erste Büromensch( Wir haben Arbeiterlein auf Mindestlohn, das was ich grad mache und Büromenschen in leitenden Positionen) kommt auf mich zu: bewirb dich doch (und das immer energischer nach Protest meinerseits).
Samstag erzähl ich meiner Kollegin, die Assistenten meines nun ehemaligen Teamleiters, dass mich der eine Büromensch schon fast genötigt hat, mich zu bewerben. Sie fand diese Idee nun auch großartig und meinte, sie könnte sich das ganz toll vorstellen und wüsste, dass sie gern meine Assistentin wäre. Keim gesetzt. hm…..
Hab dann einem anderen Vorgesetzten, mit dem ich sehr freundschaftlich bin auch erzählt, dass ich nun überlege mich zu bewerben. (er selbst wäre sogar für die Einarbeit zuständig) Auch er war sofort Feuer und Flamme und meinte, er würde sich für mich einsetzen.
Ab dem Moment hab ich mich entschieden und einer weiteren engen Kollegin und ein paar engen Freunden gesagt, dass ich mich nun bereits entschieden habe mich zu bewerben.

Ich habe mir ja nun mal vorgenommen mutig zu sein. Also bin ich mal mutig und werfe mich in einen total neuen Themenbereich und einer total neuen Verantwortung.

Das Leben besteht aus Erfahrungen und die bringen mich ja alle weiter.

Ich bin ja schon so aufgeregt, nur weil ich die Bewerbung einreiche. Ob ich den Job überhaupt bekomme, weiß ich ja gar nicht. Aber ich bin total stolz auf mich, dass ich selbst den Grundstein lege.

Ich habe die Bewerbung heute morgen geschrieben, ausgedruckt und werde sie morgen meiner Chefin persönlich überreichen. Da kann ich ja gleich mal schauen, wie sie guckt und ob ihr die Idee gefällt.
Drückt mir die Daumen! Das wäre ein sehr neues und sehr spannendes Kapitel in meinem Leben, sollte es klappen.

Nach dem Bewerbungsschreiben Schreiben war ich übrigens wählen.
Geht Wählen!
Frieden ist ein wertvolles Gut, das wir uns nicht durch Ignoranz und Desinteresse nehmen lassen dürfen.

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3 Gedanken zu “Weiter geht’s mit der Selbstbeweihräucherung. Es ist nötig!

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