Kein Zucker? Kein Tier?

Heiliges Kanonenrohr läuft das ernährungstechnisch grad bescheiden. Ich bin wie ein wildes Tier, wenn es mich nach Süße lüstet. Es lüstet mit täglich. Und PMS rührt ordentlich mit. GRRRRRAAAAAAA :///// :((((((( ;CCCCCC
Zucker ist böse. Das weiß ich doch. Aber aber…
Ich hab ganz klar eine Esstörung. Und komm da einfach nicht raus. Wenn man frisst bis man Schmerzen hat (oder zumindest bis einem schlecht ist), scheint mir das nicht normal zu sein. Zumindest kompensiere ich das grad sehr gut mit Sport. (ich war tatsächlich sehr sehr fleißig 👍).
Vor Allem habe ich Lust auf Eis, Kuchen, Kekse….. Immer!

Ich muss das endlich brechen.

Ich habe neulich einen Ted-Talk gesehen mit dem Thema „Sugar is not a treat“ (Zucker ist kein Vergnügen/Genuss (Die Frau wirkt etwas merkwürdig und schmatzt die ganze Zeit, das hat mich fast verrückt gemacht)). Da wurde ich nochmal auf vieles aufmerksam gemacht, was ich eigentlich schon weiß. Ich habe an mich selbst leider nicht den Anspruch euch haarklein und medizinisch richtig zu erzählen, was denn die Hauptaussagen sind. Dafür herrscht in meinem Kopf zu viel Chaos. Ich formuliere das lieber in meinem Kindersprech um, um es für mich auch dauerhaft einprägsam zu erhalten:

  • Beta-Zellen in den Langhans-Inseln unserer Bauchspeicheldrüse sind dafür verantwortlich, die Höhe des Zuckers im Blut zu erkennen, zu regulieren und wieder aus dem Körper zu führen in dem sie Insulin produzieren
  • Unser Überkonsum an Zucker (Brot, Nudeln, Teig, Kekse, Kuchen, Eis,….) führt dazu, dass die Beta-Zellen im Dauerstress sind. Das kann gut gehen, aber es kann auch zum Verschleiß und im schlimmsten Fall zu Diabetes Typ 2 führen. Insulin kann nicht mehr gebildet werden und wir müssen es mit Spritzen supplementieren, oder würden ohne sterben.
  • Wenn wir (aus amerikanischer Sicht) unsere Essgewohnheiten diesbezüglich nicht ändern, werden in den nächsten Dekaden 1 von 3 Leuten Diabetes haben. (quasi einer von 2 meiner Freunde*innen, oder ich selbst)
  • Nach Zuckerkonsum fühlen wir uns erst energetisch, aber danach fällt der Zuckerspiegel dramatisch ab und wir fühlen uns müde und kränklich
  • Zucker führt zu Konzentrationsstörungen, Ängstlichkeit, Vergesslichkeit, Müdigkeit, Energielosigkeit, unreine Haut, Schlafstörungen, Trägheit

Will ich das alles haben? Nein!
Was ist die Lösung? Low carb!

Und jetzt steck ich in einem Dilemma! Ich versuche möglichst oft auf tierische Produkte zu verzichten – sprich: hauptsächlich vegan zu leben (mit Ausnahmen ab und an, jedenfalls ist das der Plan). Auch das im Übrigen aus gesundheitlichen Gründen (es gibt so viele Berichte von anderen Menschen, warum vegan gesund und tierisch ungesund ist, bitte bedient euch an deren Zusammenfassungen, wenn ihr interessiert seid. Ich fand beispielsweise die Doku „What the health“ (auf netflix) ziemlich eindrucksvoll. Oder die Reihe „vegan is ungesund“ auf Youtube ist ziemlich cool. Das Video, welches ich verlinkt habe, behalndelt das Thema Milch). Meine Idee ist, dass ich vielleicht 1-2 Mal die Woche Fleisch und andere Tierprodukte konsumiere, sonst aber weitestgehend darauf verzichte. Das fällt mir leichter so und außerdem bin ich gesellschaftsfähiger, auch wenn sich über mich lustig gemacht wird, wie inkonsequent ich bin… Wahrscheinlich ist es auch hier besser, einfach den Schnabel zu halten und nicht zu erwähnen, dass man sonst lieber vegan leben möchte. Das Thema führt gerne mal zu emotionalen Diskussionen…

Zurück zum Thema Zucker. Traditionelle low carb Gerichte bestehen quasi aus ner ordentlichen Portion Fleisch mit Ei und Milchprodukten (Gemüse auch natürlich). Ich habe aber kein Verlangen mir täglich ein fettes Steak einzuverleiben oder Quark zu schaufeln. Eiweiß ist lebensnotwendig, aber ich finde es wahnsinnig schwer vegan und low carb auf einer täglich abwechslungsreichen Ebene zu verbinden und vor allem meinen Bedarf dabei  zu decken.

Ich habe mir jetzt ein Kochbuch bestellt und hoffe auf Abhilfe. Wenn das Buch da ist, werde ich mich direkt ans ausprobieren wagen und dann berichten. Ob ich durchhalte (ich ahne böses) und wie das funktioniert….

Übrigens habe ich seit ca einem Jahr eine Akne-ähnliche Pickel Version entlang meines Kieferknochens (ihhhh, bähhhh). Es nervt. es sieht komisch aus und ich wurde schon mehrmals darauf angesprochen, was ich da habe. (wie indeskret können Menschen sein? wenn man denen dann ganz nonchalant und trocken „Pickel“ antwortet, ist die peinlich berührte Reaktion ziemlich lustig anzuschauen. Was fragt man auch so blöd vor versammelter Gruppe an Menschen…) Nach dem Fasten hatte sich das etwas reguliert. Rötungen gingen weg, aber diese verdammten kleinen roten Biester wollen nicht verschwinden. Ich erhoffe, dass es bald besser wird, wenn ich es denn schaffe, von meinem Eis/Kuchen (welches auch unvegan ist) wegzukommen…

Bis dahin soll mich mein neues Mantra schützen: Sugar is not a treat!

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7 Gedanken zu “Kein Zucker? Kein Tier?

  1. Low Carb und vegan stelle ich mir sehr herausfordernd vor. Ich lebe ja auch weitgehend vegan. Und weitgehend glutenfrei. Aber zuckerreduziert ist ambitioniert, schon alleine wegen des Fruchtzuckers. Was für dich aber gehen müsste: Eiweißbrot, z. B. von Lidl (ist vegan – ansonsten kann ich die App „Codecheck“ sehr empfehlen), mit irgendeiner Paste (Auberginencreme z. B.) oder veganem Käse (der ist häufig aus Mandeln). Ansonsten vielleicht noch Smoothies, Gemüse bzw. Salat mit Nüssen und Öl/Balsamico.
    Die Frage ist aber auch, was Low Carb bei dir heißt. Die einen wollen dabei nicht mehr als 30 g KH zu sich nehmen, andere schrauben die Menge auf 50 g hoch, andere wiederum auf 100 g. Davon hängt es dann ja auch nochmal ab.

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    1. Es ist in der tat sehr herausfordernd. Danke für deine Tipps. Ich möchte diese Heißhunger Attacken los werden, bei denen ich sämtlichen Verstand verliere und erhoffe mir, dass dies durch neue Gerichte gelingt.
      Vielleicht sollte ich es in lower Carb umbenennen. Ich siedle mich da eher im Oberen Toleranzbereicj ein.

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  2. Meinen Süß-Bedarf Decke ich meist mit Coke/Red Bull zuckerfrei. Dann funktioniert ein ungesüßter Früchte-/Grüntee ganz gut, ist jetzt aber wohl die falsche Zeit. Wenns dann doch unbedingt Mal was zu kauen sein muss, ess ich einen Proteinriegel. Der hat nicht soo viele Kalorien, hilft mir den Eiweißbedarf zu decken und hat so eine seltsame Süße, dass mit danach meist der Appetit verlässt. Pudding (ohne Sahne) hat auch erstaunlich wenig Kalorien. Und bei Schoki mit 85% Kakao reicht dann auch meist ein Kästchen 😋

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    1. Ein Kästchen!! 😂 Never! Übrigens hat dunkle Schoki mehr Zucker(und Kalorien(bei der 85% bin ich allerdings nicht sicher)) als vollmilch. Und ich will ja weg von dem Teufelszeug.
      Tee hab ich ganz vergessen! Kalt schmeckt er mir auch. Und einen Proteinshake habe ich schon angerührt 👍👍
      Ich sollte ne Liste schreiben: „Dinge, die funktionieren“ und an den Kühlschrank heften…
      Der Zucker vernebelt meine Sinne…
      So einfache Dinge!
      Danke für die Erinnerung!

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  3. ich glaube an sich ist es nicht so schwierig, wenn man Soja nutzen will, das Problem ist eben aber Soja ist auch net so besonders toll. (hoch allergen unter anderem) Eiweiß kann man auch sehr sehr gut aus Linsen und Bohnen usw. holen. Ich finde es gut, wenn man sich hi und da fleisch oder Milchprodukte gönnt, aber halt eben darauf achtet WOHER das ganze kommt. Also Bio oder direkt vom Bauern des Vertrauens. Dann weiß man es auch zu schätzen. 🙂

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    1. Aber jeden Tag Soja ist ja genauso eintönig. Mit Linsen und Bohnen fehlt mir auch die Erfahrung, daher bin ich sehr glücklich, dass es Kochbücher gibt, in denen ich nachschlagen kann. Pasta mit x in vegan ist einfach, aber ich möchte ja eben auf die Pasta und Co verzichten.. konjaknudeln sind kein Ersatz für mich. Das ist einfach glibber zwischen Gemüse. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt und nehme die Herausforderung an.
      Liebe Grüße 🙂

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