Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 3 – Osaka/Nara

*Hier kommt ihr zu Teil 1 (Tokyo/Hakone) und Teil 2 (Kyoto)

Station 4 Osaka und Nara
Osaka und Kyoto liegen nur 50 km auseinander (20min mit dem Zug) daher bleibt man meist einfach in einer der beiden Städte und macht Tagesausflüge in die jeweils andere. Der dritte sehenswerte Ort im Bunde ist Nara und bildet ein Kultur-Dreieck mit Osaka und Kyoto zusammen.
Ursprünglich wollten wir 6 Tage in Kyoto bleiben und eben nur Ausflüge nach Osaka und Nara unternehmen. Allerdings kamen wir zur Kirschblütenzeit (die sich leider doch noch sehr geziert hat) und da dreht Kyoto völlig ab und ist komplett ausgebucht. Für 6 Tage haben wir nichts bezahlbares in Kyoto gefunden und haben uns gleich für 3 Nächste in Osaka einquartiert und einen Tagesausflug nach Nara von dort aus gestartet.

Osaka ist eine Großstadt ganz wie Tokyo und wirtschaftlich sehr bedeutend, da viele Großunternehmen ihren Sitz in Osaka haben (auch wenn in den 90er Jahren die meisten Firmen nach Tokyo gezogen sind). Sie ist mit 2,7 Mio Einwohnern die dritt größte Stadt Japans. Sie ist damit kleiner als Berlin, was ich aber nicht vermutet hätte, denn auch hier wirkt alles einfach nur groß und voll.

Tag 9
Ankunft in Osaka. Der Wetterbericht bereitete uns schon auf Schauer vor, daher blieb eine Stadtentdeckung zu Fuß vorerst aus und wir entschieden uns das hochangepriesene Aquarium zu besichtigen.
Wie auch in Tokyo haben sich in Osaka so eine Art Vergnügungsviertel an den Buchten angesiedelt. Neben dem Aquarium befindet sich gleich Legoland und das größte Riesenrad Japans (4. größte der Welt), außerdem ein Freizeitpark-Resort der Universal Studios Japan.
Das Aquarium war eine sehr gute Wahl. Ich war in Deutschland schon öfter in welchen gewesen, aber dieses stellt alles in den Schatten. Es war riesig. Man fährt zu erst mit einer Rolltreppe richtig steil weit nach oben und läuft dann spiralartig an den Wasserbecken/-Tanks vorbei nach unten. Was die nicht alles für Fische da hatten. Wahnsinn. Es gab ein großes Haibecken in dem neben mehreren Hammer-, Riff- und anderen Haien, viele viele Rochen, Thunfische, ein großer Schwarm kleiner Fische auch noch 2 (zwei) Walhaie platz fanden. Ja warum nicht… Da läuft man dann eben drumherum/bzw. zwischendurch nach unten und entdeckt auf verschiedenen Eben des selben Beckens immer andere Arten. Super tolle Sache. Beeindruckt war ich auch von den Riesenkrabben. Aber was interessieren euch die Fische in einem Aquarium in Japan, ich verschone euch mit den tausend Bildern, die wir allein dort gemacht haben.
Nach dem Aquarium ging es direkt zum Riesenrad. Da es geregnet hat, war die Aussicht nicht einwandfrei, aber zu zweit in einer kleinen Kapsel hoch über der beleuchteten Stadt (es war bereits nach 20 Uhr und deshalb dunkel) hat dann doch seinen Charme. Wenn man die Kapsel dann noch mit Ring am Finger (, der da vorher nicht war) verlässt, bleibt der Ausflug unvergesslich. 😉

Tag 10
Ich muss euch sagen, war ich eh schon die ganze Zeit im Himmel, weil alles bisher einfach nur schön, aufregend, interessant und toll war, kann man diese Gefühle mit einer frischen Verlobtheit noch toppen. 😀
Wir strebten die Burg Osaka an. Umgeben von einem Park, einen Burggraben dann einer Burgmauer bauen Menschen ihre Burgen dann wohl auf jedem Kontinent nach Chema F. Nur die Architektur sieht dann für mein europäisch geprägtes Auge exotisch aus.
Wir bestaunten einen Neubau aus Anfang des 20 Jahrhunderts, da die Burg völlig zerstört war. Ich steh total auf mitteralterliche Burgen und Geschichten und war hocherfreut, dass man die Burg besichtigen konnte. Da es sich um einen Neubau handelte, wurde das Innere dann doch eher dem 20. Jahrhundert angepasst und so schön die Burg auch von außen war, so befand sich im inneren nur ein Museum über den Fast-Schogunen, der die Burg aufbauen ließ. Da ich absolut keinen Plan der ganzen Familien und -Zerwürfnisse des mittelalterlichen Japans hatte, war das Vermächtnis einer einzigen Person, die da beleuchtet wurde dann doch ziemlich uninteressant für uns. Cool waren Samurei-Rüstungen und Schwerter, die ausgestellt wurden, die da irgendwem von diesem Typen gehörten. Man hatte übrigens auch einen wunderschönen Blick von oben ringsherum auf die Stadt. Damit hat sich der Eintritt dann doch rentiert.
Im Park vor der Burg feierten die Einheimischen ihr Hanami (Blütenschauen, Picknick unter den Kirschblüten), auch wenn kaum eine Blüte zu sehen war. Und Festival ähnlich gab es Essensstände, denen wir unser Mittagessen verdanken. Bei der schönen Kulisse war auch der grässliche gegrillte Kalmar noch erträglich. (Takoyaki gab es auch, also alles war gut 😉 )
Dann gab es einen Spaziergang an den Hochhäusern vorbei ins Shopping district und zum amerikanischen Viertel „Amerikamura“. Früher haben sich viele amerikanische Firmen und Labels dort angesiedelt, ihnen verdankt das Viertel seinen Namen. Amerikamura ist Zentrum der jungen Fashion Welt und Popkultur. (Falls jemand das Nintendo-Spiel Splatoon kennt: es sieht aus wie Inkopolis).
Weiter zu Dotonbori (dabei bin ich mir nicht sicher, ob die Brücke so heißt, der Fluss oder das Viertel). Viele Restaurants und bunte Shops und Plüschtierautomaten Häuser. Wieder so eine andere Welt von unserer, dass ich mich einfach nur reinschmeißen wollte. Es macht wahnsinnig viel Spaß da langzulaufen und diese ganzen verrückten Dinge anzuschauen.
In einem Plüschtierautomaten/Arcade-Hause haben wir dann eine perfide Absurdität entdeckt. Man konnte Angeln. Echte Fische schwammen in einem Becken. Man hat nach Zeit bezahlt. Und falls ein Fisch geangelt wurde, wurde anhand seiner Größe ein Preis (Bunte Kinkerlitzchen…) überreicht. Was mit dem Fisch dann passierte, wissen wir nicht. Gar nicht schön. 😦

Tag 11
Ausflug nach Nara. Auch Nara kann mit unzähligen historischen Schätzen und Schreinen aufwarten. Zusätzlicher Anreiz sind die zahmen Rehe, die einem bei Erkundigung des Ortes (die eigentliche Stadt haben wir gar nicht gesehen, sondern eher den Park mit den Schreinen und Palastruinen und was da nicht alles wieder ist ^^) begleiten. Jedenfalls gehen einem die Rehe irgendwann mächtig auf den Kranz, weil sie alles anknabbern wollen, was du in der Hand hast, ob essbar oder nicht…. Oder du sitzt ganz entspannt auf ner Bank, kommt da plötzlich ein Rehkopf von hinten an dich ran und versucht deine Jacke zu essen. Also das Wort „niedlich“ lag da nicht unbedingt auf meinen Lippen.
Das Wichtigste, das man in Nara wohl besuchen sollte, ist die (Achtung Superlative) größte Buddha-Bronzestatue. Sie wohnt in einem Tempel der (Achtung Superlative) das größte nur aus Holz gebaute Bauwerk ist.
Und man kann ganz viel Merchandise mit Rehen drauf kaufen. Es wird immer alles was man vermarkten kann auch vermarktet. Im Inari-Schrein kann man alles beispielsweise mit Fuchs drauf kaufen. In Nara dreht sich eben alles um Rehe und große Buddhas.
Zurück in Osaka haben wir uns unserer Gegend Umeda, an der wir immer umsteigen mussten nochmal genauer angeschaut. Ich wiederhole mich: es ist groß.  2 Bahnhöfe wurden verschmelzt so weitläufig ist das Gebiet. Aus mangelnden Platz werden Depato (Department-Stores- aka Karstadt) oft nach unten in die Erde gebaut. Und statt nach oben gehen die Stockwerke tief nach unten. Das führt zu sehr verschachtelten Gängen und Ebenen und man kann sich ganz leicht verlaufen. Oben drauf sind dann die Wolkenkratzer. Man sieht also nur die Spitze des Eisbergs.
Jedenfalls ist das mal ein ganz neues Shopping-Erlebnis und den Ausgang kann man ja auch erfragen. 😉

Irgendwie hat mir Osaka wirklich sehr gut gefallen, auch wenn viele die Stadt nicht mögen. Auch hier war die Zeit viel zu kurz.

Nächste Station ist Hiroshima.

 

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