Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 1

Ich bin für ein paar Tage in die Heimat gefahren. Hier habe ich fast hauptsächlich Sturmfrei und pendel zwischen üben (Opernsgesang), zocken (grad ist es A Link Between Worlds aus der Zelda-Reihe), lesen (Roald Dahl) zwischen Wohnzimmer und Terasse hin und her. Außerdem habe ich mir vorgenommen Dinge, die lang liegen geblieben sind, anzugehen. Dazu gehört der Japan-Bericht. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere daran, dass ich mit meinem Liebsten im Frühling für gute 3 Wochen in Japan war.

Vielleicht ist es auch ganz gut, so viel Zeit dazwischen zu haben, so bleiben nur die prägnantesten Erinnerungen zurück und ihr bekommt nicht den ungefilterten Kulturschock entgegengehauen.

Die Schritte vorher.
Die japanische Kultur mit all ihren vielen Facetten fasziniert mich schon eine ganze Weile. Ich schätze, dass Sailor Moon den Grundstein dazu gelegt und Studio Ghibli (das ist ein Anime-Studio. Das Disney von Japan quasi. Bekannte Filme aus dem Hause sind „Chihiros Reise ins Zauberland“ und „Prinzessin Mononoke“) das Interesse ausgeweitet hat. Mit mittlerweile 30 steh ich immernoch total auf Animes und Mangas. Irgendwann habe ich sogar das Schämen dafür abgelegt und kann seit dem ganz offen dazu stehen.
Zu Disneyfilmen darf man mittlerweile ja auch ganz offen stehen. Wer Disney-Filme mag sollte sich mal „Das wandelnde Schloss“ aus Hayao Miyazakis Hand anschauen. Das ist wohl mein Lienlingsfilm. Danach wird man von keinem Disneyfilm mehr befriedigt sein. Es geht bei diesen Filmen um so viel mehr als die Suche nach dem Prinzen. Gut und Böse bleibt in der Balance, bzw. das pure Böse gibt es oft nicht einmal. Allein das ist eine Qualität, die Disney eigentlich nie hinbekommt.

Durch die Mangas und Animes wird einem gleichzeitig die Kultur und Religion nahegebracht. Eigenschaften, die mir einfallen sind folgende: Ursprünglichkeit, Reinheit, Reinlichkeit, Vollkommenheit durch Unvollkommenheit, Zartheit, Kraft, Natur, Geister. Das spiegelt sich in vielen Dingen wieder und hat durch die Naturbezogene Kultur und Ästhetik etwas sehr sanftes und beruhigendes. Anderseits ist das Land wahnsinnig fortschrittlich, knallig, bunt, voll und laut. Auch das übte seinen Reiz auf mich aus und ich war bereit, alle Farben Japans zu sehen und zu erleben.
Im März 2017 war es dann soweit.

Die Flüge haben wir fast ein Jahr im Voraus gebucht. Ursprünglich wollten wir die Reise frei gestalten und einkehren wann und wo wir eben lustig waren. Aber mir ist dann wieder eingefallen, dass das für mich immer starke Stresssituationen sind, wenn ich nicht weiß, wo ich noch am Abend schlafen werde. Außerdem war das Geld auch ein Faktor und ich wollte nicht in einem gemischten Schlafsaal enden um im Budget zu bleiben. Also begannen wir die Reise aus Deutschland aus zu planen. Nur die Züge haben wir dann vor Ort gebucht, aber das war durch den Japan-Rail-Pass auch ein Zuckerschlecken.

Station 1) Tokyo 1
Wir wollten uns Tokyo für das Ende der Reise aufheben und haben die ersten 2 Tage dazu genutzt um uns zu akklimatisieren. Trotzdem haben wir natürlich mit dem Sight Seeing begonnen. Wir waren schließlich in Tokyo!
Schon am Flughafen haben wir die allseits beliebte und verhasste Kaffee-Kette aus den Staaten besucht. Das war wohl auch unsere Haupt Frühstückslokalität der gesamten Reise. Ich erwischte mich einmal beim Sagen von: „Lass uns lieber zu Starbucks gehen, da ist der Kaffee günstiger“. Und das, meine Freunde, war keine Ironie. Japan ist sehr teuer und in solchen Fällen kommt einem eine Kette mit immergleichen Preisen auf dem Erdball ganz entgegen. Außerdem konnten wir das WLan dort frei nutzen, was doch sehr hilfreich ist in einem fremden Land. So wurde Starbucks unser bester Freund.

Tag 1) war für die Katz. Wir haben quasi überhaupt nicht geschlafen, weil wir von 1 Uhr morgens die Uhr auf 9 Uhr morgens umgestellt haben und somit komplett die Nacht übersprungen. Wir haben etwas abseits vom Zentrum gewohnt, aber das macht in Tokyo nichts. Wir hatten quasi unsere eigene kleine Stadt mit großem Bahnhof und Einkaufspassage und haste nicht gesehen… Also selbst unsere Gegend war ganz spannend. Außerdem hatten wir unsere erste Begegnungen mit den Toiletten und mit einem Essenbestell-Automaten.
Zu erst die Toilette. Mein 1. Foto, was ich in Japan aufgenommen hatte, galt eben einer Toilette. Die Toiletten da sind ja sowas von toll. Vergesst diese widerlichen sich selbstreinigen Klobrillen, sowas haben die nicht. Sondern ein komplettes Steuerbord mit unzähligen Knöpfen mit dem man wahrscheinlich auch ein Raumschiff bedienen könnte. Da waren Knöpfe mit Musiknoten drauf (denn die feine Dame von Welt schämt sich bei dem Pipi-Geräusch und kann so ihr Geschäft mit Bachrauschen, Spülungsgeräusch vom Band oder Vogelgezwitscher durch Druck dieses Knopfes überdecken). Es gab Knöpfe für Deo, Fön, Bidet vorn, Bidet hinten, die Stärke des Bidet-Strahls, die Höhe des Strahls, die Temperatur des Strahls und selbstverständlich eine eingebaute Brillenheizung. (Übrigens sind alle öffentlichen Toiletten in Japan kostenlos und sauber. Selbst die hinterletzte Toilette in einem abgelegenem Ort ist sauber und man setzt sich immer auf eine warme Brille und das ist wunderschön…. Ich vermisse sie…. Brilli…. schnief…)
Nun der Essensautomat: In vielen Restaurants und Suppenküchen bestellt und bezahlt man sein Essen zuerst an einem Automaten und geht dann mit dem Ticket zum Koch. Lost in translation haben wir das Ding natürlich übersehen und der Koch, der ausschließlich japanisch gesprochen hat, hat uns versucht klar zu machen, dass wir doch den Automaten benutzen sollen. Soweit so gut. Stehste also wie Schweinchen vom Uhrwerk. Die Zeichen für klein und groß habe ich erkannt. Success! Aber was wir dann wirklich in der Suppe hatten? keine Ahnung. Auf den Tasten waren Bilder angebracht, die das Gericht präsentierten. Sah aber so aus wie 5 mal das Selbe nur aus unterschiedlichen Winkeln fotografiert. No risk no fun! irgendwas geklickt. Und mein tolles Wissen über klein und groß ausgepackt und den Knopf für klein gedrückt (ich versuch ja abzunehmen, falls das jemand von euch mitbekommen hat). Hat geklappt. Essen war toll!
Ab diesem Moment wurde also immer erst das Lokal beäugt und nach Automaten abgecheckt.

Tag 2) begann Jetlag bedingt sehr früh. Wir besuchten zuerst den Meiji Schrein und den großen Park drumherum. Das liegt direkt neben Shibuya bzw. gehört sogar zum Bezirk Shibuya (ihr kennt sicherlich diese Große Kreuzung, die immer mit Tokyo zusammen gezeigt wird, die von Tausenden von Menschen (zu Spitzenzeiten am Abend bei einer einzigen Ampelphase bis zu 15000 Menschen (Quelle wikipedia)kreuz und quer überquert wird.) Das ist Shibuya. Jedenfalls ist dieser super ruhige und schöne Park grad mal 10 Geh Minuten vom Trubel entfernt. Es beherbergt noch einen japanischen Garten. Dieser war nur der erste den wir besuchten. Allein der war schon wahnsinnig schön dabei hat noch gar nix geblüht. Außerdem waren wir in der Takeshita-Dori. Eine hippe Einkaufsstraße mit bunten Menschen und bunter Kleidung und alles ist bunt und überhaupt… Ich habe mir dort eine Jacke mit Katzenbaby Köpfen gekauft. Die ist super.
Und wir haben dem Hund Hachiko einen Besuch abgestatt. Dieser super treue Hund, dem unter anderem ein Film mit Richard Gere gewidmet ist. (Ich hab Rotz und Wasser geheult.)

Tag 3) Besuch in Akihabara. Das Electronic-/Animé-/Amusment-Viertel. Alles ist hoch und laut und bunt und es gibt zahllose Arcade-Häuser (!) und Plüschtiergreifautomaten-Häuser (!)…. und und und… Darauf hab ich mich ja die ganze Zeit gefreut. Und Bekloppte, die vor Automaten tanzen, singen und springen oder irgendwelche Trommelspiele spielen. Die müssen den ganzen Tag nichts anderes machen, die sind derart begabt, das ist ziemlich beeindruckend. Also die ganzen Nerds gehen dahin und wir wurden auch sehr fündig was Plüschtiere von Anime und Pokemon und so was angeht…. wir haben jetzt ein Plüsch-Pokeball und ein Plüsch-Trasla (das ist mein Lieblingspokemon. Ja ich hab ein Lieblingspokemon. :D).

Station 2 Hakone
Tag 4)-5)
Am Vierten Tag sind wir dann nach Hakone gefahren. Es wird als das Nahrerholungsgebiet der Tokyoter beworben. Es liegt ca. 80 km südlich von Tokyo in den Bergen Richtung Fuji-San und zieht durch seine Vulkanität und den dadurch natürlichen heißen Quellen viele Besucher an. Es gibt einen riesigen Vulkansee und wunderschöne Landschaft zum bewandern und bewundern.
Wir haben in einem Ryokan eingecheckt. Das ist ein Traditionelles Hotel was etwas hochkarätiger ist. Mit Tatamimatten ausgestattet schläft man auf Futonmatratzen auf dem Boden. Auch das Essen ist traditionell Japanisch reichhaltig und üppig. Ryokans mit Onsen (also eigener heißen Quelle) sind so eine Art Spa-Hotel. Man bekommt einen Yukata (eine leichte Version des Kimono. Der Ursprung unseres Bademantels) und es ist völlig normal den ganzen Tag mit dem Badelmantel durch die Gegend zu laufen. Das machen alle. Man geht zum Essen mit dem Bademantel. Man geht ins Bad mit dem Bademantel und man schläft sogar damit. Jeden Tag bekommt man einen Frischen Yukata (also der Bademantel) und Zehensöckchen für die Slipper 😀
Es war so herrlich. Der Onsen war herrlich. Das Essen war herrlich. Die Berge waren herrlich. Es war sooooo toll. Haaaach….. Von den heißen Quellen durften wir keine Bilder machen (aus ähnlichen Gründen, warum man in der Sauna keine macht 😉 )

hier folgen nun Bilder und der nächste Bericht kommt dann auch bald nach.

 

Werbeanzeigen

10 Gedanken zu “Japan – Katinkas Reise ins Zauberland Teil 1

    1. Ich finde es auch total schön, die Reise jetzt erst auszuwerten, dadurch kann ich auch nochmal in Erinnerungen schwelgen. So schön!
      Bis jetzt geht’s bis Teil 4, falls du Interesse hast…
      Deinen Blog werde ich mir auch mal näher anschauen 😉

      Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.