Ich bin geheilt!

Meine Fresssucht scheint vorerst verebbt zu sein. YAY.

Besiegelt und mir die Lust an fetter und süßer Nahrung genommen hat mein Körper von ganz allein. Der hat ziemlich lautstark verkündet: GENUUUUG!
Ich habe artig zugehört und verstanden.

Vorangegangen waren einige Wochen der Völlerei, ich sprach ja bereits davon. Natürlich gab es mal Tage, an denen ich mich zusammenreißen konnte, aber das war leider die Ausnahme.
Die „Katastrophe“ bahnte sich nun Mitte der Woche an. Mein Freund hatte 30. Geburtstag und seitdem hatten wir viel Besuch und viel Kuchen. Ich hab ihm zum Geburtstag noch ne fette Schokotorte gebacken. Mit essbaren Dekoelementen und Schokoschmelzen und Pipapo. Ich hab den ganzen Tag in der Küche gestanden und beim Fertigen der verschiedenen Schichten, von eben selbigen genascht. Also mein Sahne- Schoko- Kuchenpensum war mehr als erreicht.

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Yummie Schoko-Torte. Die weißen Rosen habe ich ebenfalls selbst gemacht aus weißer Schokolade… Die Ganache ist mir leider nicht so gut gelungen. Naja alles hat sein 1. Mal.

Freitag habe ich mir dann ein Chili con Carne gekocht. Schön scharf.
Esst das Mal, wenn euer Körper schon den Zucker- und Fettschock des Lebens hat!

Freitag gegen 17 Uhr hatte ich dann die letzte Portion verdrückt und mir gings schon so naja… Ich hab gegessen bis ich Schmerzen hatte. Allein das ist schon traurige Wahrheit. Ich hab so lange gegessen bis ich Schmerzen hatte. Das war für mich nichts Neues. Bis zum Schlafen gehen ist es unangenehm, aber da es erst 17 Uhr war, wird das schon. Kenn ich ja schon…

Aber Chili!! Mein Körper war so mit Verarbeiten beschäftigt, dass ich sooo fertig war den ganze Tag. Abends kamen noch die Eltern vorbei, ich habe aber keinen Kuchen mehr angerührt xD

Später lieg ich im Bett und weiß gar nicht wie ich liegen soll, mir tut so der verfluchte Magen weh, oder Darm oder Speiseröhre… Chili breitet sich im Ernährungstrakt aus. Gar nicht schön… Gegen nachts um 2 entschließe ich aufzustehen und nochmal zu ergooglen, was es denn für Hausmittelchen gibt, allein die Senkrechte im Sitzen gab meinem Körper so viel Aufschwung, dass mein Gehirn schaltete: geh mal lieber ins Bad. Im Dunkeln tastete ich mich langsam ums Bett herum, ab Flur bin ich dann schon gerannt. Du musst SOFORT ins Bad. Uuuund? Zu langsam -.-

Kurz vorm Klo entlud sich dann Chili und Krams.

Meine Herren, ich hab seit Jahren nicht mehr wie ein fröhlicher Drache gespien… Das hörte gar nicht auf. Als hätte jemand nen Hydranten angeschlagen.

Als ich fertig war konnte ich mir mein Sodom und Gomorra um mich herum bewundern. Flur, Badtür, Badvorleger, Schlafanzug, Haare, nicht nur Kloschüssel, sondern alles drumherum durfte mal mein Chili probieren.

Die jämmerlichste Erscheinung ist man selbst, mitten in der Nacht, tot müde, halb-nackt weil dreckiges Shirt schon ausgezogen, Haare beschmiert, in seiner eigene Kotze stehend. Ich hab bestimmt volle 60 Sekunden das Wunderwerk angestarrt und wusste nicht, wo ich anfangen sollte.

Nochmal Duschen, Haare waschen, Bad und Flur wischen Badvorleger und Schlafanzug in Quarantäne verfrachten.

Alles ging dann doch ganz gut und ich war so unendlich froh, dass der ganze Mist aus meinem Körper war und konnte mich selig ins Bett legen und einschlummern.

Der nächste Tag ging nicht ganz spurlos vorrüber. Der Körper war immernoch am Arbeiten. Ich hab fast den ganze Tag geschlafen und nur Zwieback gegessen, aber mehr wollte ich auch gar nicht. Hatte sogar erhöhte Temperatur. (abends war noch die Geburtstagfeier von meinem Freund. Ich hatte ziemliche Angst davor, weil der Tag schon so beschissen war, aber mir gings dann richtig gut! Das raff einer Mal..)

Alles, weil ich zu viel gegessen hab. Weil. Ich. Zu viel. Gegessen hab. Man stelle sich das vor. Das ist so traurig.

Gerade verspüre ich absolut keine Lust auf Junkfood. Ein bisschen brennig ist es nämlich doch noch in der Magenregion. Ich weiß, dass das nicht lange anhalten wird, aber ich versuche diesen Zustand, erstmal so lange wie möglich zu halten. (ohne Brennen versteht sich 😉 )

Eine Sache muss ich akzeptieren: Ich muss aufhören zu essen, wenn mein Energiepensum erreicht ist und nicht, wenn ich satt bin. Sättigkeitsgefühl hab ich mir nämlich abtrainiert. Wenn ich so lange esse, wie ich kann, endet es nämlich in Schmerzen. Mein Freund kennt die Leier abends im Bett schon: „Mir ist schlecht“. Ich benutze diesen Satz bereits inflationär…

Nun aber! Auf einen neuen Aufschwung mit ausgewogener Ernährung, dass ich diesen blöden Satz nicht mehr (so oft) sagen muss.

Drückt mir die Daumen 😉

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Das Bild ist schon über ein Jahr alt und ich habe es bereits für einen sehr frühen Beitrag benutzt. Ätsch. Abgesehen von der gammeligen Paprika, macht’s doch aber was her 😀
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8 Gedanken zu “Ich bin geheilt!

      1. Ich habe auch nur Donnerstag ein Stück gegessen und Freitag ein Stück. Zusätzlich cremes genascht und Chili. (Und vorher halt wochenlang nur Müll) Et voilà: die Apokalypse xD
        Hab das letzte Fünftel der Torte gar weggeschmissen :(((

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  1. Hi Katinka,

    das mit den Fressattacken kenne ich. Als Sportler & Ernährungsberater kenne ich mich mit gesunder Ernährung gut aus. Ich bin auch sehr diszipliniert, was den Sport & die Ernährung angeht. Doch wenn ich mir mal an einem Cheatday was erlaube, dann bin ich wie ein wildes Tier. Es ist unglaublich, welche Mengen an Pizza, Torte, Kuchen & Eis ich hintereinander verdrücken kann. Meist versuche ich, nur einen Ladetag (gesunde & komplexe Kohlenhydrate zu essen), doch manchmal wird aus Laden…der absolute Fresstag! Habe schon einmal locker über 13.000kcal an einem Tag weg gehauen.

    Aktuell bin ich noch in einer Reduktionsdiät und mein Ziel ist 6% Körperfettanteil, was in meinem Alter mit 43 Jahren ein ehrgeiziges Ziel ist. Zur Zeit habe ich so 11% Körperfett, was man in meinem letzten youtube Video auch sehen kann.

    Mein Cryptonit ist Schoko…und zwar in jeder erdenklichen Form, als Kuchen, Torte, Eis, Gebäck oder halt auch als normale Schokolade. Ich habe gelernt mir nichts zu verbieten und genau das sage ich auch meinen Kunden. Die Menge macht das Gift und ich achte halt darauf, dass ich öfter gesund & ausgewogenen esse, als ungesund. Ich belohne mich mit dem Cheatday und zelebriere es, zusammen mit meiner Partnerin.

    Ich freue mich sehr zu lesen, dass Du es geschafft hast, Dich und Dein Essverhalten bewusst zu steuern. Für Deinen weiteren Weg wünsche ich Dir alles erdenklich GUTE 🙂

    Michael | Ernährunsgberater & Mentaltrainer

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    1. Lieber Michael,
      Dankeschön für deinen Kommentar!
      Mein Problem war bis dato die Motivation. Mein Ziel war nicht mehr so wichtig. Ich denke, ich bin langsam wieder auf dem richtigen Zug und hoffe, so ehrgeizig zu sein wie Du.
      Viel Erfolg Dir!
      Liebe Grüße,
      Katinka

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