Vom Bloggen…

Ich habe letztes Jahr diesen Blog gestartet um mich selbst und meine Gedanken zu sammeln. Mir ging es zwar primär ums Abnehmen, aber eigentlich war es auch eine Selbsthilfe um andere Dinge zu regeln. Gedanken einfach mal zu Formulieren hilft gleichzeitig, sie zu erkennen und zu ordnen. Ich habe auch Artikel geschrieben, die ich nie gepostet habe. Aber auch das war gut 🙂
Bevor ich angefangen habe zu schreiben, gab es einfach nur ein wüstes Chaos im Kopf.
Anfangs habe ich fast jeden Tag gebloggt, aber schnell gemerkt, dass ich das gar nicht brauche. Es gibt nicht immer etwas zu berichten und sich Themen auszudenken, damit man was zu schreiben hat, passt nicht zu meinem Konzept. Ich habe eigentlich keines.
Ich bin ganz offen an das Bloggen herangegangen und habe gar nichts erwartet. Weder dass ich so lange dabei bleibe, noch, dass irgendjemand mitliest.
Noch relativ am Anfang wurde mir von Freunden empfohlen, doch Themenwochen zu starten und die ins Ernährungsprogramm mit einzuflechten oder oder… dass es halt interessant ist und sich Leser finden.

Aber das ist nicht Sinn meines Blogs. Ich daddel vor mich her und schreibe, wonach mir ist. Ich tippe Gedanken nieder, dir mir grad im Kopf spuken. Wenn ich alle Leser verliere, weil ich langweilig bin, dann soll es so sein.

Eine Sache, die ich vorher gar nicht bedacht hatte, ist die Community, die es hier gibt. Egal welches Problem man hat. Oder Welche Hobbies, oder oder… es gibt immer Leute, die die gleichen Ideen teilen. Das hilft ungemein.

Nadja (meine Heldin, die das Buch Fettlogik überwinden geschrieben hat) hat heute einen Beitrag gepostet, der mich gerade zum Nachdenken brachte. Sie hat über längere Zeit nun wieder 2 Kg zugenommen. Manche mögen nun die Nase rümpfen. Denen empfehle ich jetzt doppelt, den Beitrag zu lesen, denn es geht auch genau darum, was diese 2 Kg ausmachen.

Ich habe auch wieder so 2-3 Kg zugenommen und fühle mich ganz miserabel, dumm, unfähig. Mein Bauch und Rücken schwabbelt über den Hosebund hervor und nervt mich gewaltig. Mein Gesicht ist aufgedunsen und durchlebt die Pickelhölle. Ich hatte mich damit vorerst arrangiert bei ca 80 Kg stehen geblieben zu sein. Und hielt das so lange durch, dass ich die Zunahme nun doch arg spüre. Nun lese ich Nadjas Beitrag und bekomme wieder das Gefühl nicht allein zu sein.
Auch eure Beiträge aus der Abnehmfront helfen mir immer wieder mich nicht aufzugeben. Wir haben alle Krisen, die unterschiedlich lang und ausgeprägt sind und es ist ein großer Trost, wenn man sieht, dass es allen mal so geht.
Schon fühlt man sich weniger unfähig und blöd.

Schön, dass man hier jeden Mist schreiben kann. Und schön, dass es euch gibt, die einen durch den Mist herausführen.

Es war lange um mich still in der letzten Zeit gewesen. Allein, dass ich letzte Woche wieder etwas geschrieben habe, hat mir persönlich sehr geholfen nicht in Stillstand zu geraten. Ich versuche dran zu bleiben. Ihr müsst da leider immer wieder in Kauf nehmen, dass manche Beiträge etwas wahllos daher kommen und euch nicht im entferntesten interessieren. Aber mir hilft das. Also muss es. 😀

Ich bedanke mich fürs Lesen, Kommentieren und Liken voriger Beiträge von mir. Auch wenn ich sage, dass es keine Rolle spielt, ob jemand mitliest: Es pusht!
Und ich bedanke mich für eure eigenen Beiträge (hier dürfen sich sämtliche Blogger (Abnehmen, Rezepte, Musik, Texte, Bilder, ….) angesprochen fühlen), die mir auch immer Helfen!

Euch alles Liebe!

Eure Katinka

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24 Gedanken zu “Vom Bloggen…

  1. Mir geht es genauso. Ich nehme zu statt ab. Wahrscheinlich, weil ich mich zu sehr unter Druck setze, habe ich mir gerade heute Morgen überlegt.
    Gestern habe ich begonnen, das Buch „Intuitive Eating“ zu lesen und da steht schon auf den ersten Seiten genau das, was du beschreibst: Sich unfähig fühlen usw. Aber das ist Quatsch! Man muss dieses Denken überwinden.
    Ich mag deinen Blog genauso, wie er ist. Mach einfach so weiter, wie du denkst und wie es dir hilft.
    Liebe Grüße, Idgie

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  2. Also mich hast Du „weil es langweilig“ geworden ist, als Leser nicht verloren, weil es eben nicht langweilig ist. Du blogst, wie ich lese, eigentlich genau wie ich, Du berichtest aus Deinem Leben. Und im Leben gibt es eben nicht immer jeden Tag „was ganz Tolles“ oder „was ganz Furchtbares“ zu berichten. Ich bleibe Dir als Leser treu- auch wenn ich nicht immer kommentiere 😉

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  3. Ich finde es gut, wenn man ohne Konzept blogt und einfach nur schreibt, was man denkt und was man fühlt. Diese professionellen Blogs mit den Hochglanzfotos (vor allem im Kosmetikbereich) hinterlassen bei mir immer den Eindruck, dass die Autoren nur hinter den „Klicks“ hinterher sind, weil sie sich irgendwelche Kooperationen davon versprechen.
    Dann mag ich lieber die authentischen Blogger, die vor sich hin daddeln 🙂

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  4. Danke für diese Gedanken. Es hilft mir zu lesen, wie es anderen Bloggerinnen mit ihrem Schreiben geht. Solche privaten Einblicke mag ich sehr.
    PS: Das Bild mit der Puppe gefällt mir besonders.

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      1. Echt? Wie cool xD
        2006 hatte ich mal nen MySpace Account mit ner Freundin zusammen. Wir nannten uns die Glitzerbarbies und haben versucht uns gegen die Emo-Profile zu stemmen, die alle gleich dunkel aussahen und so klangen. Ein bisschen albern, aber Barbie fasziniert mich doch schon ziemlich xD
        Hipster Barbie gibt’s nicht mehr, nein?

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