Geburtstagsgeschenk

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Den Strauß habe ich gestern von ner lieben Freundin bekommen. So wunderschön 😀

Dieses Jahr ist für mich das letzte Jahr mit ner 2 vorne dran. Oder das vorletzte. Oder vorvorletzte schauen wir mal, wie eitel ich sein werde.
Was mit 2016 geschieht, weiß ich noch nicht so genau, ich habe noch ein größeres Singsang-Projekt vor mir. Endlich mal. Ne richtige Opernrolle, in nem richtigen Projekt, mit richtigem Orchester und richtig Gage. Die Rolle passt zwar eigentlich gar nicht zu mir (sie liegt zu hoch für meine Stimme), und ich befürchte umbesetzt zu werden, aber ich beiße mich erstmal durch und keep my fingers crossed, wie die lieben Ex-EUler zu sagen pflegen.

Ich bin grad in einer großen Umbruchphase und überleg, wie es weiter geht. Ich war letztes Jahr schon bei der Berufsberatung. Mitgenommen daraus habe ich nur BerufAktuell, in dem ich ab und an lustlos blätter, und sonst nichts.
Ich überlege, nochmal ne Ausbildung zu machen, habe auch schon einiges Konkretes im Auge, ich informiere mich, treffe mich mit verschiedenen Leuten und rede über ihre Berufe und was es Wissenswertes drüber gibt, Job-Chancen, Gehalt, etc…
Studieren kommt für mich nicht nochmal in Frage (nach Diplom und Master-Abschluss) (Höchstens ein Duales Studium). Sicherlich würde man das mit der Finanzierung irgendwie hinkriegen. Aber ganz ehrlich, ich will es gar nicht hinkriegen. Ich will jetzt endlich Geld verdienen und nicht nur grad so viel, dass es reicht. Außerdem ist die Freiberuflichkeit so gar nichts für mich. Ich stell mich richtig doof an.
Ich denke, dass der Sängerberuf einfach nichts für mich ist. Mag sein, dass das Instrument (die Stimme) passt, aber meine Persönlichkeit ist oft zu weich, zu sprunghaft, zu zweifelnd.
In letzter Zeit sind mir auch einige Artikel über den Weg gelaufen, wie es um die Kunst (der Oper) bestellt ist, wie es am Theater ist, wie die Leute ausgebeutet werden. Und man den Beruf nur macht, weil man ihn liebt, aber eigentlich vorne und hinten nichts raukommt.
Hier ein Zeit-Artikel und ein weiter Artikel von br-klassik. Und das sind Artikel über Leute, die bereits im Job arbeiten. Das macht echt keinen Mut. 😉
Die längsten Verträge (wenn man nicht grad im Opernchor singt) gehen ein Jahr lang und danach wird man verlängert oder sucht sich eben was neues. Familienplanung ist auch so ein Ding. Wenn man freiberuflich ist, gibt’s keinen Mutterschutz. Keine Arbeit, kein Geld. So einfach. Aber eigentlich habe ich keine Ahnung, weil ich soweit ja noch gar nicht gekommen bin.
Wusste ich vorher schon? Jein. Ich hab es mir einfach anders vorgestellt. Ich dachte man studiert. Nach dem Abschluss ist man fertig und toll ausgebildet und alle reißen sich um dich. Die Dozenten reden auch immer in der Zukunftsform: „wenn du dann am Theater bist….“. Und mir wurde mehrmals von Dozenten versprochen Agenturen vorgestellt zu werden.
Niemand stellt dich vor. Niemand reißt sich. Du musst natürlich Klinken putzen (wie auch in anderen Berufen) und vorsingen vorsingen vorsingen. Das mache ich nicht, weil ich mich nicht richtig vorbereitet fühle, weil ich die falschen Sachen gelernt habe und weil ich immer wieder den Mut verliere und zwischenzeitlich resigniere. Das ist ziemlich bekackt und bringt mich natürlich nicht weiter.

Gestern hatte ich Geburtstag. Ich hatte einen sehr schönen Tag, eine schöne Feier mit vielen lieben Menschen und viele Gückwünsche. Anders dieses Jahr waren aber die Glückwünsche an sich. Der Tenor war fast überall: das wird schon. Bin ich denn grad wirklich so traurig? Mir geht’s gut und ich bin glücklich. Aber ganz ehrlich, eigentlich stimmt es. Ich brauch ein „es wird schon“, denn grad „ist“ nichts. also muss erstmal irgendwas „werden“. Ein „Es“ muss existieren.

Ich habe grad die Kraft, Motivation und Lust, Dinge zu verändern. Ich werde jetzt weiter Gesangsunterricht nehmen (Termine habe ich bereits bis September gebucht), mich vorbereiten. Wenn mein Repertoire halbwegs steht, werde ich vorsingen gehen, Wettbewerbe machen und was sonst noch möglich ist, irgendwie voranzukommen.
Ich werde mich parallel weiter informieren, was es es für Job-, Ausbildungsmöglichkeiten gibt. Das ist für mich komischerweise greifbarer, als das Singen.

Außerdem werde ich mir einen Wunsch erfüllen, den ich schon lange vor mir herschiebe, weil ich danach komplett pleite sein werde, aber jetzt soll es halt so sein.
Mein Freund und ich haben grad die Flugticktes für einen 3 wöchigen Japan-Aufenthalt gebucht. Und ich bin soooo irre gespannt und freu mich wie sonstwas.

Das ist ein Wunsch, den ich mir einfach erfüllen möchte und grad erfüllen kann, also warum warten? Danach wird es natürlich weitergehen. Ich darf mich nicht immer von allem verschrecken lassen. Mir werden so viele Hände gereicht, ich muss einfach mal zugreifen.

Ich selbst bin mein größter Feind und Saboteur. Ich wünsche mir für mich vor allem mehr Selbstbewusstsein für meine Fähigkeiten und mehr Selbstwertschätzung im Allgemeinen.

So das war mein teils psychologischer, teils philosophischer und einfach nur ehrlicher Text zu meinem 29. Geburtstag!

Mir geht’s sehr gut und ich bin sehr gespannt, was noch kommen wird. Die Welt steht mir offen und ich befreie mich grad von unnötigen „Aber“-Fesseln.
Es wird ein gutes Jahr, das weiß ich jetzt schon. 😀

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13 Gedanken zu “Geburtstagsgeschenk

  1. schön zu lesen, dass wir beide nicht nur einen gemeinsamen sehr schönen Vornamen haben, sondern auch noch fast am gleichen Tag Geburtstag haben, ich hab am 28.06. habe dieses Jahr an die 4 noch ne 3 gehängt und das ganz ohne Eitelkeit, finde das Alter ist nicht in Zahlen entscheidend, sondern so wie man sich fühlt 😉

    Gefällt 1 Person

    1. Das stimmt mit dem Alter und ich sehe es wie du. Du darfst mich nicht immer ganz ernst nehmen, ich säe gern mal Sätze mit Augenzwinkern rein.
      Ich heiße übrigens gar nicht Katinka. Nur meine Uroma und manchmal meine Mama haben mich so genannt, als Koseform meines eigentlichen Namens und ich mochte das sehr gern 😀
      Liebe Grüße (:

      Gefällt 1 Person

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