Bilanz nach 39 Wochen

Kurve 39

Tag 274

Gewicht: 79,7 Kg
Defizit seit letzter Woche: +0,2 Kg
Defizit allgemein: -15,8 Kg

Wenn man sich die Kurve anschaut, könnte man meinen, dass ich seit 2 Monaten nun auf meinem Zielgewicht angekommen bin und erfolgreich halte. Das erzähl ich einfach jedem so und bin fein raus…
Ach Leute… 😦
Ich krieg’s grad nicht auf die Reihe. Ich bin total im Zwiespalt mit mir, einerseits klopf ich (und viele andere Menschen) mir pausenlos auf die Schulter, weil ich ja so fein abgenommen hab und andererseits bin ich natürlich immernoch übergewichtig und das ist gar nicht schön. Laut Zielsetzung, die ich natürlich nicht aus den Augen verloren habe, bin ich grad mal bei der Halbzeit.
Seid geduldig mit mir, es wird weitergehen. Spätestens wenn die Kleidungsschichten gen Sommer immer weniger werden, sollen sich auch die Fettschichten verabschieden.
Naja, ich bin ja groß in Pläneschmieden! Schauen wir mal, was ich umsetze, bzw, wann ich es umsetze…. eieieiei….
Übermorgen kommt die Printversion meiner Bibel, die ich mir natürlich vorbestellt habe, wie das ein eifriges Fangirl tut. Ich werde das Buch (ich rede natürlich von der überarbeiteten und erweiterten Version von Fettlogik überwinden (Werbung WERBUNG)) nochmal lesen und erhoffe mir, erneute so starke Motivation zu bekommen, dass ich mal meinen Hintern wieder bewege und der verdammten Gewichtskurve zeige, was ne Harke ist!

Ich habe meinen Kleiderschrank ausgemistet. Meine Herren. Ich bin schon so ne Art Messi. Da tummeln sich Sachen in den Regalen, das ist nicht mehr feierlich.
Meine frühere Gesangslehrerin hat mich mal zu sich nach Hause eingeladen, um mir von Ihrem reichen Kleiderschatz Sachen mitzugeben, die ihr nicht mehr passten. (Als Opernsängerin brauch man einiges an Abendgarderobe und Abendkleider sind nicht grad billig, da muss man einem armen Studenten tatkräftig unter die Arme greifen). Jedenfalls war ein Kleidungsstück skurriler als das andere. Jetzt möchte man nicht undankbar erscheinen und ich habe 3-4 „schlichterere“ Sachen vom aufgetürmten Plüschberg (Die Kleider waren Jenseits der Jahrtausendwende entstanden) mitgenommen. Die haben natürlich bis zum vergangenem Ausmistungstage im Schrank vor sich hingemodert. Habe jetzt mal alle Kleider ausprobiert und meine eigene Freakshow vorm Spiegel veranstaltet…
Andere Kleidungsstücke, die ich mir mit 20 oder so gekauft habe und meine treuen Partygefährten waren, passen mir wiederum wieder (hier ein kleines Freudentränchen).
Das war schon ne ziemlich coole Sache, mich mit meiner Vergangenheit anzuziehen. Ich war ziemlich rigoros beim Entrümpeln, und bin stolz auf mich. Jetzt muss ich nur noch wissen, was ich mit der Kleidung mache. Habt ihr ne Idee?
Flüchtlingsunterkünfte brauchen keine Kleidung mehr, da sie mit Kleiderspenden überflutet wurden. Typische Kleiderspende ist der Teufel, da schmeiß ich das Zeug lieber weg. Die wirklich coolen Sachen wollte ich verkaufen, Second Hand oder Flohmarkt (was funktioniert besser/ist lukrativer? Irgendwelche Erfahrungen?) Die Sachen müssen bald weg, wir haben hier keinen Speicher, keine Kammer, keinen Keller und die ganzen Säcke stehen jetzt in der Wohnung rum. Aber ich hab als Messi ja auch wiederum Erfahrung mit rumstehenden Sachen…. (Nachricht an Mama: Kann ich das Zeug zu euch bringen?? ❤ ❤ ❤ )

Ich hab so viel zu berichten, weiter geht’s mit dem nächsten Thema:
Unser toller Synagogenchor: Uns wird ja nie wirklich viel gesagt. Nur gefragt, ob wir dann und dann da und da singen können (Bsp. Stockholm, wo wir uns in einem interreligiösen Gespräch wiederfanden). Ähnliches geschah gestern. In unserer Synagoge sollte der Gottesdienst gedreht werden und wir wurden gefragt, ob wir dort singen könnten. Na klar. Haben uns vorgestellt, dass die ne Doku über das Judentum bringen (es war nicht das erste Mal, dass die mit Kameras kamen und irgendwas aufgezeichnet haben für genau sowas). Jedenfalls kommen wir am „Set“ gestern an und vor der Synagoge stehen schon einige große Technik-LKW…. Aha…. Na wenn se meinen…
Wir gehen zum Treffpunkt und da waren so unglaublich viele Menschen. Zur Begrüßung bekommen wir ne Ansage, dass wir uns anmelden sollen, unseren Komparsenschein ausfüllen und danach zur Kostümabteilung und in die Maske… WTF?
Die drehen eine neue amerikanische Serie („Berlin Station“ kann man bereits ergooglen) in Berlin, produziert von Paramount und coproduziert von Babelsberg. Und ein Schauplatz der Serie ist die Synagoge und die wollten halt einfach den Gottesdienst quasi als Kulisse. Die vielen Menschen waren Komparsen, die sie einfach in die Syngagoge gesetzt haben und Beter mimen sollten ^^
Naja wurde ich halt fein geschminkt und mir die Haare zurechtgemacht, danach gabs direkt Mittagessen vom Catering, wir haben ein bisschen gesungen und ein bisschen so getan als würden wir singen (während sie den Dialog filmten, sollten wir nur pantomimisach singen.) Tolle Sache. War ein witziger Tag. Die schneiden uns wahrscheinlich eh raus, weil wir die ganze Zeit lachen mussten wegen dieser Absurdität) Naja, wenn ich doch dabei bin, sag ich bescheid, ihr müsst mich dann ganz hinten rechts im Schatten suchen… Statist Nr 86! Ganz groß!

Überflügelt und inspiriert von meiner gestrigen (superben) darstellerischen Leistung, habe ich grad meinen alten Schauspiellehrer von der Uni (für Kenner: er war die Synchronstimme vom Schweinchen (Oolong) aus Dragonball xD ) kontaktiert, der eigentlich in Köln wohnt, ob er denn nicht ab und an in Berlin ist und Unterricht gibt. Er hat mir eben direkt geantwortet und meinte, dass er zufälliger Weise grad nach Berlin zieht und wir dann gern reden können. ihihihi….
Und nachher habe ich meine erste Gesangsstunde bei einer neuen Lehrerin… Ach ist das alles aufregend… ^^

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4 Gedanken zu “Bilanz nach 39 Wochen

  1. So lange das Gewicht konstant bleibt ist doch alles im grünen. Es geht spätestens mit den ersten Sonnenstrahlen bergab. Bei mir stagniert es auch. Ich weiss genau was du meinst. Aber..ich weiss auch warum…und bin mir sicher dass es sich bald auch wieder bei uns bewegt…natürlich nach unten! ;o)

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  2. Freu dich doch, dass es konstant bleibt. Das ist schon mal ein Zeichen dafür, dass es das Richtige für dich ist. Andere nehmen in Stagnationszeiten wieder zu, weil sie deprimiert sind, oder schaffen es prinzipiell nicht, ihr Gewicht zu halten 😉 Verlang also nicht zu viel von dir und behalte v.a. im Auge, dass du gerade TROTZ HÄNGER nicht wieder abrutscht. Wird schon weitergehen! 😊

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