Bilanz nach 37 Wochen

Kurve 37

Tag 261

Gewicht: 79,7 Kg
Defizit zur letzen Wochen: +0,9 Kg
Defizit allgemein: – 15,8 Kg

Hallo ihr Lieben!
Dieses Plus macht mich nicht im Geringsten traurig. Im Gegenteil, ich habe mit viel mehr gerechnet, aber 1 Kg ist ja wirklich verschmerzbar. Ich hab in Stockholm gefressen wie sonst was UND Tom ist da. Also alles gut.

Ich habe festgestellt, dass mir das Abnehmen schwerer fällt, wenn ich frühstücke. Ich kann auf die Kalorien früh gut und gerne verzichten. An den Tagen an denen ich das Meiste abgenommen habe, verzichtete ich so lange auf Nahrung bis der Hunger sehr laut wurde. Wenn man großen Appetit hat, reicht meist auch ne kleine Portion, da das Hungergefühl schnell gestillt ist. Also doppelt gut.
Leider hatte ich mir letzte Woche ne Packung Toppas geholt. Ich esse eigentlich nie Cornflakes oder sowas, aber manchmal hat man ja so eigenartige Gelüste. Jetzt muss ich eben die Packung noch leer futtern und dann ist gut. Dann isst man früh seine 1-2 Schüsselchen und schon hat man 400-500 Kcal weg. In Stockholm gab’s immer feines Frühstücksbuffet. Außerdem haben wir öfters Mittag/Abendbrot gestellt bekommen. Im Flugzeug gabs auch ne Kleinigkeit und hier und da Kuchen/Kekse/Gebäck (Oh was sind die Zimtschnecken toll)… Also wie schon gesagt, ich bin mit einer Zunahme von 1 Kg total einverstanden, bei dem ganzen Fraß…
Wir sind in Stockholm viel herumgelaufen, deshalb hielt sich Zunahme wohl auch in Grenzen. Jedenfalls bin ich froh, dass ich wieder zu Hause bin und meinen eigenen Brei rühren kann.

Ich kann euch ja ein bisschen was zur Reise erzählen, sie begann nämlich schon ziemlich sportlich. Auf dem Weg zum Flughafen habe ich festgestellt, dass ich mein Portemonnaie nicht dabei habe. Klasse! Wann passiert einem denn bitte sowas mal? Ich hielt es gar nicht für möglich mein Portemonnaie NICHT dabei zu haben, dass ich alles gecheckt habe, bloß nicht jenes welches. In der Sbahn früh hatte ich so ein dumpfes Gefühl, meinen Ausweis nicht im Portmonnaie zu haben und dann habe ich halt doch mal in die Tasche geschaut. und – Oh Schreck – nicht nur der Ausweis fehlt! Was hab ich ein Glück, dass ich überpünktlich los bin und zusätzlich noch tolle Freunde habe. Die liebe Minka (die eifrig meinen Blog liest, deshalb allerliebste Grüße an dieser Stelle) ist nur eine Station später zugestiegen und wir hatten uns Gott sei Dank für die selbe Sbahn verabredet. Ich hab ihr dann beim Zusteigen zurufend meinen Koffer überlassen. Bin wieder eine Station zurückgefahren, heim gesprintet, wieder zur Sbahn gesprintet und war 20 min später, als geplant dann am Flughafen. Beim Umsteigen in den Bus habe ich noch 2 weitere Kollegen getroffen und so war ich trotz Strapazen sogar noch im selben Bus wie meine Mitstreiter, die nicht wie ich nochmal heim mussten. Nur die arme Minka musste beide Koffer puckeln, aber wenn hier jemand sportlich ist dann wohl sie. 10 km Lauf in 53min (oder was war die Zeit?? ich hab ihr damals Bratwurst essend zugejubelt). Ich bin stolz so sportliche Freunde zu haben 😀

In Stockholm selbst hatten wir relativ viel zu tun. Wir wurden, glaube ich, unter einer falschen Prämisse eingeladen. Wir wurden von einer Kirche eingeladen, die mehrere Religionen beherbergt. Zur Zeit treffen sich dort eine katholische, eine evangelische und eine muslimische Gemeinde. Sie wollten sich kulturell mit uns austauschen und haben uns deshalb als jüdischen Chor eingeladen. Ich singe zwar in diesem Synagogenchor, bin deshalb aber nicht zwangsläufig jüdisch. Davon sind die aber wohl ausgegangen. Von uns 7 Sängern, die da waren, haben wir an sich schon ne bunte Truppe, weil wir sehr international sind. Tatsächlich 2 Juden (+ unserer Chorleiterin und unser Solist), 2 russisch Orthodox, 1 Katholik, 1 Atheist (Ich) und über die Religion unseres neuen Sängers aus Brasilien, habe ich noch keine Kunde… Ist doch schön, dass wir so kunterbunt sind. Da müssen wir ja nicht erst nach Stockholm reisen um zu erkennen, dass wir alle an den selben Gott glauben, trotz der 3 Spaltungen. Jedenfalls wurden wir direkt nach der Ankunft zum Lunch/Gespräch eingeladen. Wir sollten uns immer abwechselnd setzen (unser Chor und die religiösen Leute von dort. Darunter mindestens ein Pfarrer, ein Imam und haste nicht gesehen) und dann Konversation führen. Das war vielleicht absurd. Darauf war ich Null vorbereitet. Ich glaub nicht an Gott, was soll ich dann überhaupt mit denen auf einen Nenner kommen. Da sitzt dir dann ein Imam schräg gegenüber und diskutiert mit nem Israeli und du versuchst irgendwie klar zu kommen und laberst irgendwas mit fremden Menschen, damit es nicht peinlich still ist. Und deine Freunde wurden ja auch weggesetzt…
Ich finde Religion super spannend und besonders faszinierend, woher, was kommt, oder wo eben die Gemeinsamkeiten liegen, oder die Religionen auseinander gehen (was zum Haare raufen ist, wenn man sich damit beschäftigt, weil es absolut keinen Sinn macht, dass sich die Leute schon seit Jahrtausenenden deshalb bekriegen. Zumal alle die gleiche Grundlage haben. Die Bibel ist die Torah ist der Koran… graaaaaa). Naja, macht was ihr wollt, solange ihr niemanden schadet!

Die waren aber alle sehr herzlich, offen, freundlich. Gerade auch die Konzerte hatten eine warme Atmosphäre. Wir hatten auch genug Zeit nach/vor Probe/Konzert Stockholm zu besichtigen. Ich finde die Stadt wirklich sehr schön. Die Leute waren freundlich und allgemein, fühlte ich mich sehr wohl, trotz Sprachbarriere. (aber da kann ja wirklich jeder super englisch. Egal wie alt. Das liegt wohl am Fernsehwesen. Im Fernseher läuft sehr viel englisches/amerikanisches an Serien und Filmen und davon ist nichts synchronisiert sondern nur mit Untertiteln versehen. Das sollte man in Deutschland auch einführen. Mein Englisch hat sich erst durch das ganze Serien Gucken stark verbessert!!!)
Jedenfalls ist Stockholm eine Stadt, in der ich mir vorstellen könnte zu leben. Ein Opernhaus gibt es auch, also alles tutti 😀

An dieser Stelle, hätte ich euch gerne noch bildliche Eindrücke vermittelt. Da ich aber nicht gerne Fotos mache, meine (Handy-)Kamera der letzte Mist ist und ich selbst eine eher mäßig talentierte Fotografin bin, verweise ich euch gern an Google: Stockholm

Ein Bild bekommt ihr trotzdem. Stockholm ist ja sehr von Wasser durchzogen. Einiges ist auch eingefroren und viele Menschen laufen dort Schlittschuh durch die Gegend. Wir haben auch einen Spaziergang nicht am Ufer sondern direkt auf dem Fluss unternommen. Das war schön, ich war schon lange nicht mehr auf Eis. 😀

Auf Stockholmer Eis
Spaziergang auf dem Eis in Stockholm

Ich verabschiede mich grüßend von euch! Macht es gut 🙂

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10 Gedanken zu “Bilanz nach 37 Wochen

  1. Da bin ich ja fast froh…das auch Du…die Du mein Vorbild bist….kleine Rückschläge hast. Aber da sieht man leider mal…wenn man wieder in alte Muster zurück verfällt und ißt was man möchte, und was man mag…wie schnell die Kilos wieder nach oben schnellen. Das ist das beunruhigende an der „Sache“. Dennoch bin ich sicher…Du machst Deinen Weg mit Bravour weiterhin.

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    1. Ich seh das ehrlich gesagt gar nicht als Rückschlag. Reisen und Feiern sind für mich Ausnahmen an denen ich bewusst über meinem Umsatz esse. Das ist in dem Sinne ja auch kein altes Muster, da ein frisches Buffet nicht zu meinem Alltag gehört. Da ich weiß, wie ich es wieder loswerde, bzw. dass ich es wieder loswerde, finde ich es gar nicht schlimm und gestatte mir ein „Fressen“ hier und da. So lange ich selbst entschiede, zuzunehmen, ist das völlig ok und kein Rückschlag. Vor einer erneuten Zunahme zum alten Gewicht habe ich keine Angst. Gewicht halten ist einfacher als Abnehmen. Das sehe ich grad schon an meiner Stagnation, die mühelos geschah, haha 😉 deshalb mach dir keine Sorgen, gerade in Hinblick auf deine (zukünftige) Abnahme. Solange man die Kalorienbilanz im Auge behält, ist man ja eigentlich sicher. Ich freu mich jedenfalls schon aufs Gewicht halten bei 65 Kg xD

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